Selbstwert – die Basis für ein glückliches Leben

Selbstwert

Ist dir schon mal aufgefallen, dass die Menschen sich sehr darin unterscheiden, was sie von sich selbst halten und wie sie ihre Erfahrungen bewerten?

Warum kritisieren sich die einen Menschen häufig und sind selten mit sich zufrieden, während die anderen sich Mut zusprechen und wohlwollend über sich selbst reden?

Warum sind manche Menschen voller Selbstvertrauen und gehen motiviert und zuversichtlich an neue Aufgaben heran, während andere es gar nicht erst versuchen, weil sie nicht daran glauben, dass sie es schaffen?

Dieser unterschiedliche Umgang mit sich selbst und den Herausforderungen des Lebens hängt vom Selbstwert der jeweiligen Person ab.

Der Wert, den wir uns selbst zusprechen, entscheidet über unsere Fähigkeit zur Selbstfürsorge. Je mehr du dir selbst wert bist, desto liebevoller gehst du mit dir um, desto wichtiger nimmst du deine Bedürfnisse und Wünsche, desto besser sorgst du für dich und desto mehr lebst du ein authentisches Leben, das dir Zufriedenheit und Erfüllung schenken wird.

Warum es uns oft an Selbstwert fehlt

Ein häufiger Grund für einen mangelnden Selbstwert liegt in der fehlenden Erfahrung, dass wir gut genug sind, so wie wir sind. Ebenso in der fehlenden Fähigkeit, unsere Gefühle wahrzunehmen und sie als wertvolle Wegweiser zu unserem Wohlbefinden zu nutzen. Wir haben es entweder nicht gelernt oder wieder verlernt.

In unserer Gesellschaft geht es viel um Normen, Leistung und Erfolg. Schon in jungen Jahren werden Kinder bewertet und mit Ihresgleichen verglichen. Entsprechen sie der Norm? Entsprechen sie dem Maßstab von einer guten Erziehung? Entsprechen sie den Erwartungen ihres Umfeldes? Entsprechen sie den Erwartungen und Vorstellungen ihrer Eltern – deren Ansichten und Einstellung sie wiederum von ihren Eltern übernommen haben oder ihnen anerzogen wurden?

So machen viele von uns bereits als Kind die Erfahrung, dass “gut genug sein” meist an Bedingungen oder bestimmte Maßstäbe geknüpft ist. Wir lernen, dass das, was „richtig“ und „falsch“ ist, mehr von den Erwartungen und der Reaktion unseres Umfeldes abhängt, als von unseren eigenen Gefühlen. So haben wir mit der Zeit verlernt, auf uns selbst zu vertrauen und uns so zu akzeptieren und wertvoll zu fühlen, wie wir sind. Wir haben vielmehr gelernt, unseren Wert von der Reaktion unseres Umfeldes und von äußeren Dingen abhängig zu machen.

Woraus ziehst du deinen Selbstwert?

Machst du deinen Selbstwert an einem Beruf fest, der von deinen Mitmenschen und der Gesellschaft angesehen ist oder dem konventionellen Maßstab von Erfolg entspricht – ein hoher Posten, große Verantwortung oder ein hohes Einkommen?

Machst du deinen Selbstwert an ein Aussehen fest? An einen Körper, der dem Schönheitsideal der Gesellschaft entspricht? Vielleicht auch an deinem eigenen Schönheitsideal, das du an ein bestimmtes Gewicht festmachst?

Machst du deinen Selbstwert an deiner Beliebtheit fest? An deiner Fähigkeit, es möglichst vielen recht zu machen, die Erwartungen der anderen zu erfüllen und bestenfalls von jedem gemocht zu werden?

Oder machst du deinen Selbstwert an deinem inneren Frieden und Wohlbefinden fest? An deiner Fähigkeit, dir selbst treu zu sein und in Übereinstimmung mit dem zu leben, was sich für dich persönlich richtig und gut anfühlt?

Vielen Menschen fehlt es an Selbstwert, was dazu führt, das sie ein Leben führen, das nicht ihrem wahren Wesen entspricht.

Von der Angst, du selbst zu sein

Es ist immer die Angst, die uns Menschen daran hindert, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Angst davor, andere zu enttäuschen, von ihnen nicht mehr gemocht zu werden, die Anerkennung zu verlieren oder abgelehnt zu werden, wenn wir uns so zeigen, wie wir sind.

Wer seinen Wert von äußeren Dingen und den Reaktionen seiner Mitmenschen abhängig macht, ist sehr darum bemüht, diese äußeren Bedingungen aufrecht zu erhalten. Zu einem oft hohen Preis.

Denn was passiert, wenn ich mich verbiege und verstelle, mich selbst ignoriere und leugne, nur um anderen zu gefallen? Ich gerate aus der Balance. Ich setze mich emotionalem und körperlichem Stress aus und beginne mit der Zeit, psychisch und körperlich unter diesem Zustand zu leiden. Je länger ich mich diesem Zustand aussetze und in dieser Schieflage verweile, desto mehr steigt die Unzufriedenheit, desto anfälliger werde ich für lieblose und selbstzerstörerische Gedanken und für körperliches Leiden. Das habe ich selbst erfahren dürfen.

Der Schlüssel zur Freiheit liegt darin, einen gesunden Selbstwert zu entwickeln, der unabhängig von äußeren Bedingungen ist und dazu befähigt, selbstbewusst für das eigene Wohlbefinden zu sorgen.

Selbstwert entwickeln und Wohlbefinden erreichen – in 3 Schritten zum Ziel

1. Selbstfindung

Der Selbstwert basiert – wie das Wort sagt – auf dem Selbst (die eigene Persönlichkeit) und dem Wert (der Bewertung, die ich diesem Selbst gebe). Das heißt im ersten Schritt geht es darum herauszufinden, was das eigene Wesen ausmacht. Es ist der Fokus weg vom Außen, hin zu sich selbst und dem inneren Wesenskern.

  • Wer bist du?
  • Was macht dich aus?
  • Was ist dir im Leben wichtig?
  • Welche Bedürfnisse und Wünsche wollen erfüllt werden, damit es dir gutgeht?

Für manche Menschen kann das Auseinandersetzen mit sich selbst sehr verwirrend sein. Sie wissen nicht genau, was sie brauchen, damit es ihnen gut geht, weil sie es nicht gewohnt sind, auf sich zu schauen und an sich zu denken. Ich arbeite mit meinen Klienten gerne mit einem Lebensrad, um ihnen dabei zu helfen, die Klarheit darüber zu gewinnen, welche Bedürfnisse bei ihnen zu kurz kommen und was sie brauchen, um wieder in Balance und in die volle Kraft zu kommen.

Warum ist das wichtig?

Erst wenn du erkennst, was du brauchst, um glücklich zu sein, kannst du dein Denken, Handeln und Leben danach ausrichten.

2. Selbstannahme

Es reicht nicht nur zu wissen, was dich ausmacht und was du brauchst, um glücklich und zufrieden zu sein. Du bist auch gefordert, all das anzunehmen und dir zuzugestehen, wenn du in Balance kommen und zu innerer Stärke finden möchtest. Wie bewertest du dich selbst?

  • Welche Gedanken hast du über dich?
  • Wie sprichst du über dich?
  • Wie reagierst du auf deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche?
  • Wie reagierst du auf Kritik oder Lob von anderen und bewertest dich daraufhin?

Das Maß der Selbstannahme entscheidet über die Höhe von deinem Selbstwert und über die Qualität deiner Selbstfürsorge. Hier liegen Selbstachtung und Selbstverachtung nahe beieinander. Wertest du dich ab für das, was du bist und brauchst, verleugnest dich und ignorierst deine Wünsche und Bedürfnisse? Oder achtest du dich für das, was dich ausmacht, was dir wichtig ist und stehst für diese Dinge ein?

Je mehr du dich selbst annimmst und respektierst, desto wichtiger wird dir dein eigenes Wohlbefinden werden. Die Liebe zu dir steigt und dein innerer Frieden wird wichtiger als der Wunsch, anderen zu gefallen, was dich zur guten Selbstfürsorge befähigt.

Dieser Schritt kann vor allem dann sehr herausfordernd sein, wenn wir tiefsitzende hinderliche Glaubenssätze oder starke innere Antreiber haben, die unser Leben bestimmen und es negativ beeinflussen. Um sich von solchen Zwängen freimachen zu können ist es nötig, diese unbewussten Denkmuster aufzudecken. Denn erst, wenn uns bewusst ist, was uns unbewusst anreibt und unser Leben (negativ) bestimmt, können wir einen neuen Umgang erlernen und die Kontrolle über unser Leben zurückgewinnen.

3. Verantwortung

Wenn du dich selbst achtest und dich mit deinen Bedürfnissen ernst nimmst, wachsen die Bereitschaft und der Wille, die Verantwortung für dich und dein Wohlbefinden zu übernehmen. Damit löst du dich aus der Fremdbestimmung. Dein Selbstwert ist nicht mehr länger vom Verhalten anderer Menschen oder äußeren Dingen abhängig. Dein Selbstwert speist sich nun vielmehr daraus, wie sehr du in Übereinstimmung mit dem lebst, was sich für dich richtig anfühlt und dir inneren Frieden schenkt.

Dadurch bist du auch bereit, mit den Konsequenzen deines Handelns zu leben und auch für sie die Verantwortung zu übernehmen. Der Stimme deines Herzens zu folgen ist wichtiger geworden, als Unangenehmem aus dem Weg zu gehen. Du bist dir selbst treu gewesen. Das erhebt dich zu wahrer innerer Stärke.

Sich selbst treu zu sein und gut für sich zu sorgen kann herausfordernd sein. Auch ich komme immer wieder in Situationen, in denen ich meinen Mut aufbringen muss, um für mich einzustehen. Und auch mir gelingt es nicht immer. Im Nachhinein wünsche ich mir dann oft, ich hätte anders reagiert. Kennst du das? Ich halte mich jedoch nicht mehr lange daran fest, sondern lasse diese Gedanken mein Wegweiser sein. Sie motivieren und bestärken mich darin, es das nächste Mal besser zu machen, besser für mich und meinen inneren Frieden zu sorgen. Denn um diese Momente geht es, in denen es mir gelingt, gut für mich zu sorgen. Das Gefühl, das sich dadurch einstellt, bestärkt mich darin, es immer wieder und immer öfter zu tun. Es ist das bestärkende Gefühl, mir selbst treu gewesen zu sein und dadurch innere Stärke, Glück und Erfüllung zu erfahren.

Sei es dir wert, gut für dich zu sorgen

Unser Selbstwert hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Zufriedenheit. Ist unser Selbstwert schwach, neigen wir dazu, das Wohlergehen anderer Menschen über unser eigenes zu stellen und ein Leben führen, das nicht unbedingt unserem wahren Wesen entspricht. Ist unser Selbstwert stark und gesund, nehmen wir uns selbst wichtig, behandeln uns wertschätzend und wohlwollend und sorgen für unser eigenes Glück. Dadurch erfahren wir die Zufriedenheit eines erfüllten und selbstbestimmten Lebens.

Wie kann das gelingen?

  1. Finde heraus, wer du bist und was du brauchst, damit es dir gutgeht.
  2. Akzeptiere dich als Mensch mit deinen Bedürfnissen und Wünschen und gestehe sie dir zu.
  3. Übernimm Verantwortung für dich und deine Bedürfnisse und sorge für dein Wohlbefinden.

Wie steht es um deinen Selbstwert und wie sehr erlaubst du dir ein Leben, das deinen wahren Bedürfnissen und Wünschen entspricht?

PS: Du weißt nicht, was deine wahren Bedürfnisse sind oder wie es dir gelingen kann, ein erfülltes Leben in Verbundenheit mit dir zu führen? Du hast schon einiges versucht, doch so recht will es dir nicht gelingen, dich lebendig und leicht zu fühlen? Ich begleite dich gerne auf deinem Weg. Informiere dich hier über meine Arbeit oder buche hier ein kostenfreies Vorgespräch. Ich freu mich auf dich!

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2 Gedanken zu „Selbstwert – die Basis für ein glückliches Leben

  1. Avatar
    Christina Richter Antworten

    Hallo Bettina,

    das ist wirklich ein toller Artikel. Deine Tipps sind wirklich toll. Ich habe sie ausprobiert und sie funktionieren. Vielen Dank dir. Liebe Grüße, Christina

    • BETTINA
      BETTINA Autor des BeitragsAntworten

      Liebe Christina,
      ganz lieben Dank für dieses Feedback.
      Liebe Grüße
      Bettina

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