Ich kenne die Folgen starker Anpassung aus eigener Erfahrung. Schon früh glaubte ich, nicht richtig zu sein und orientierte mich stark an äußeren Maßstäben.
Mein Wunsch, dazuzugehören und „normal“ zu sein, führte mich durch verschiedene Berufe, häufige Arbeitsplatzwechsel, unstete Beziehungen und tiefe Krisen. Depression, Bulimie und Selbsthass waren Ausdruck meiner Überforderung, mit mir selbst, meinen intensiven Gefühlen und dem Leben umzugehen.
Irgendwann begann etwas in mir zu kapitulieren.
Und genau dort begann auch meine Rückkehr zu mir selbst.
Ich erkannte, dass es nicht darum geht, anders zu werden oder besser zu funktionieren — sondern darum, ehrlich mit mir selbst zu sein.
Heute bin ich an einem Punkt, an dem ich meiner Intuition vertraue – und mich führen kann, wenn Angst aufkommt.
Ich muss nicht mehr alles verstehen, um zu spüren, was wahr ist.
Ich bleibe an meiner Seite und finde genau darin meine größte Stärke.
Ich weiß, dass es Mut braucht, wahrhaftig zu leben. Und immer wieder eine bewusste Entscheidung. Denn wir sind menschlich. Wir spüren Zweifel. Angst. Verletzlichkeit. Doch unter all dem liegt etwas Tieferes. Eine innere Führung. Eine Wahrheit. Etwas in uns, das leben möchte.
Für mich bedeutet Freiheit nicht, keine Angst mehr zu haben oder nie zu zweifeln — sondern mir und meiner Wahrheit auch dann treu zu bleiben, wenn das Leben mich herausfordert.
Denn das Leben möchte uns nie klein halten – sondern uns in die Größe hineinführen, die es braucht, um wirklich zu empfangen, wonach wir uns die ganze Zeit gesehnt haben.