Corona – Wie kann ich Ruhe und innere Stärke finden?

Corona-Krise

Das Corona-Virus hat uns fest im Griff. Dass nichts bleibt, wie es ist, merken wir in diesen Tagen besonders intensiv. Die Zeit des Umbruchs und der Ungewissheit versetzt uns in Stress, ruft innere Unruhe hervor und wirft große Ängste auf – allesamt negative Schwingungen, die uns lähmen und schwächen und uns in unserer Gesamtenergie herunterziehen. Der Wunsch, sich zu schützen und gesund zu bleiben ist groß, doch wie kann das gelingen?

Wie können wir während der Corona-Krise innere Ruhe finden, wo im Außen totales Chaos herrscht? Wie können wir uns vor negativen Schwingungen schützen und zum Positiven beitragen? Und was ist der Sinn dieser Corona-Krise?

Ich habe zu diesem Thema bereits ein Video auf meinem YouTube-Kanal veröffentlicht. Da das Thema so wichtig ist, habe ich in diesem Beitrag meine Gedanken schriftlich aufgeführt.

4 Gedanken, um dich in Corona-Zeiten zu schützen und gesund zu halten

1. Im Hier und Jetzt leben

So unruhig die Welt auch sein mag, es steht uns immer ein Ort zur Verfügung, der uns Ruhe schenkt. Diesen Ort entdecken wir, wenn wir still werden und dem gegenwärtigen Augenblick unsere volle Aufmerksamkeit schenken. Wenn du Angst hast, besteht in den meisten Fällen keine reale Gefahr. Es sind deine Gedanken, die in der Vergangenheit oder Zukunft sind und dir Geschichten erzählen, die dich ängstigen. Um dich zu zentrieren und innere Ruhe zu spüren ist es hilfreich, dich immer wieder mit dem jetzigen Augenblick zu verbinden. Nimm bewusst wahr, was im Moment geschieht, ohne diesen zu bewerten. Das gelingt dir über deinen Atem und deinen Körper.

Du kannst nur im Jetzt atmen und du kannst deinen Körper nur im Jetzt spüren.

Halte drei bis fünf Atemzüge inne, wenn dir alles zu viel wird. Spüre deinen Körper – wie du sitzt, stehst, gehst. Nimm bewusst deine Füße auf dem Boden wahr, fühle die Erdung und komme in dir und deinem Körper an. Nimm auch deine Gefühle wahr. Was fühlst du und wo fühlst du es. Doch erzähle dir keine Geschichten über das Gefühl, sondern bleibe im Gespür. Du hast ein Gefühl. Du bist nicht dein Gefühl. Je mehr du in die Erforschung dieses Gefühls gehst, desto mehr wirst du zur Ruhe finden.

Das heißt: Werde achtsam für deine Gefühle und baue diese Mini-Meditation immer wieder in deinen Alltag ein. Du wirst merken, dass dich diese Übung erdet, dir Ruhe schenkt und das Gefühl von Angst dadurch kleiner und weniger machtvoll wird. Und das ist aktuell das Beste, was du in der Corona-Zeit für dich und andere machen kannst: Zur Ruhe kommen und eine friedliche Energie in dir schaffen. Damit du mit deiner Angst nicht zusätzlich dazu beiträgst, dass die negative Energie (in der Welt) verstärkt wird und du dadurch negative Auswirkungen (mit-)erschaffst.

Was hilft noch?

Corona - Ruhe finden

2. Sei offen im Geist

Wir mögen im Allgemeinen keine Veränderung. Doch Veränderung ist unausweichlich. Sie hat bereits begonnen, ist bereits da und wird weiter geschehen. Je mehr wir Widerstand gegen die Veränderung leisten, desto größer wird unsere Angst und innere Unruhe. Auch dadurch schwächen wir uns und tragen zum Negativen bei. Ein offener Geist kann dir helfen, zur Ruhe zu kommen.

Was meine ich damit?

Wir neigen dazu, das, was wir sehen, mit den Gedanken vergangener Erfahrungen zu bewerten und die Vergangenheit auf die Zukunft zu projizieren: „Ach das wird bestimmt so und so werden, das hab ich schon mal erlebt.“ Oder wir sind so fest davon überzeugt, dass sich die Dinge auf eine bestimmte Art entwickeln, dass wir mit diesen Gedanken, auch das heraufbeschwören, wovor wir uns im Grunde ängstigen und keinen Raum mehr lassen, für andere Entwicklungen.

Offen im Geist zu sein bedeutet: Bewerte nicht, was du wahrnimmst, sondern bleibe neugierig und interessiert. Betrachte die Situation so, als würdest du sie zum ersten Mal erleben. Glaube nicht, dass du weißt, was durch Corona passieren wird – weil du das nicht tust. Glaube nicht zu wissen, was das Beste für dich, für andere oder die Welt ist – weil du auch das nicht tust. Keiner kann wissen, was passieren wird. Wir wissen nur, DASS etwas passieren wird und Veränderung schon im Gange ist.

Offen zu sein heißt nicht, dass du nicht an mögliche Auswirkungen denken sollst, die das Corona-Virus verursachen kann. Es ist sogar sinnvoll, sich (auf gesunde Weise) Gedanken über mögliche (negative) Folgen zu machen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um diese Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Es ist jedoch nicht sinnvoll, sie von vornherein in die Zukunft zu projizieren, weil du diese Ereignisse dadurch im wahrsten Sinne des Wortes heraufbeschwörst. Mit unseren Gedanken und unserer Energie, erschaffen wir unsere Realität.

Das Ergebnis trägt immer die Energie in sich, mit der es erschaffen wurde. Triffst du eine Entscheidung aus Angst, liegt im Ergebnis die Energie von Angst.

Die Haltung, offen und neugierig im Geist zu sein, wird im Buddhismus als die Haltung des „Nicht-Wissens“ bezeichnet. Jede Veränderung kann gut oder schlecht sein. Beide Seiten sind immer möglich und beide Seiten sind sogar zugleich möglich. Je nach dem, mit welcher Haltung du auf die Dinge blickst, siehst du die Seite, die du sehen willst.

Wenn du neugierig und offen bist, dann bist du auch offen für das Gute – das Geschenk, das in jeder Krise liegt. Die folgende Weisheitsgeschichte verdeutlicht das nochmal sehr anschaulich, ebenso was mit der Haltung von Nicht-Wissen gemeint ist.

Der Bauer und sein Sohn – Eine Weisheitsgeschichte

Ein Bauer lebte mit seinem Sohn auf einem Hof. Sie besaßen ein Pferd, das dem Bauer in der Landwirtschaft gute Dienste leistete. Eines Tages lief das Pferd davon. Die Nachbarn bemitleideten den Bauern und fanden es furchtbar und tragisch, was ihm widerfahren ist.  Der Bauer kommentierte dies nur mit: „Vielleicht.“

Ein paar Tage später kehrte das Pferd zurück mit zwei Wildpferden an seiner Seite. „Was für ein Glück du hast!“, freuten sich die Nachbarn für den Bauern. „Vielleicht“, erwiderte er auch darauf.

Der Sohn des Bauern versuchte am nächsten Tag eines der Wildpferde zu reiten. Das Pferd warf ihn ab und der Sohn brach sich das Bein. „Was für ein Unglück!“, bemitleideten die Nachbarn den Bauern und seinen Sohn. „Vielleicht“, meinte der Bauer auch auf dieses Ereignis.

Einige Tage später kamen Rekrutierungsoffiziere ins Dorf, um alle jungen und gesunden Männer zur Armee zu holen, weil sich ein Krieg

im Nachbarkönigsreich anbahnte. Auch den Bauerssohn hatten sie auf ihrer Liste. Auf dem Hof angekommen, trafen sie auf den in Krücken gestützten Sohn, ein Bein in Gips. Die Offiziere nahmen den Sohn nicht mit. „Was für ein unglaubliches Glück!“, sagten die Nachbarn. „Vielleicht“, antwortete der Bauer.

Diese Geschichte macht deutlich, dass ein vermeintliches Unglück ein großes Glück sein kann. Wir kennen fast nie die ganze Geschichte. Das ganze Bild, das dahintersteht, sich zusammenfügt und Sinn ergibt. Deswegen frage nicht, warum dir etwas widerfährt oder so ist, wie es ist, wenn dir darauf keine Antwort gegeben werden kann. Nimm das Schicksal an, gehe bestmöglich mit ihm um und vertraue darauf, dass es einen Sinn gibt – ein größeres Gesamtbild, das du nicht im Auge hast und einer göttlichen Ordnung unterliegt.

Bleibe bei dir.

Und finde deinen Sinn in der Krise.

Deinen Sinn in der Corona-Krise finden

Für mich besteht der Sinn in der Corona-Krise zum Beispiel darin, mich auf mich selbst zu besinnen. Achtsam zu sein für mich – Für meine Gedanken, Gefühle und Handlungen. Das bedeutet mein Verhalten (und die Auswirkungen auf mich und meine Mitmenschen) zu hinterfragen. Meine Verantwortung noch stärker einzunehmen und noch mehr zu lernen, gut für mich (in erster Linie) und für andere (in zweiter Linie) zu sorgen. Also auf meine eigene Energie und mein Wohlbefinden zu achten und andere ebenso dabei zu unterstützen.

Das ist in meinen Augen im Moment mein (und auch dein) größter Immunschutz: Deine Energie und Gesundheit.

Stell dir vor, das wäre der Sinn eines jeden Menschen während der Corona-Krise: Die Verantwortung für sich, seine Energie und Gesundheit zu erkennen und zu übernehmen und darauf zu achten, sich in bestmöglicher Energie zu halten. Was glaubst du, wie sich die Welt verändern würde, wenn sich jeder darauf besinnen würde? Ich glaube, dass es da einen großen Umschwung geben würde, weil so viel mehr Harmonie und Frieden und positive Energie freigesetzt werden würde.

Damit kommen wir gleich zum nächsten Punkt, der damit zusammenhängt, die Energie hoch zu halten.

Corona - Fokus

3. Das Positive nähren

Das, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, nimmt Raum in dir und deinem Leben ein. Wenn du ausschließlich nach den schlimmen Auswirkungen der Corona-Krise Ausschau hältst, dann siehst du überall Leid und Schmerz, Angst, Wut und Trauer und schwächst dich mit den negativen Schwingungen, die du dadurch in dir auslöst. Genauso dann, wenn du ständig über die fatalen Auswirkungen sprichst und dir die schlimmste Zukunft ausmalst. Werde achtsam für das, was du in deinen Geist lässt, womit du ihn nährst und was du damit in dir bewirkst. Grenze dich bewusst ab, wenn du merkst, dass deine Energie sehr niedrig wird. Sei dir immer dessen bewusst, dass deine Gedanken – sprich deine Aufmerksamkeit – eine Wirkung auf dich und auf die Gesamtenergie haben.

Lerne, dich nicht nur bewusst abzugrenzen von den Nachrichten und Gesprächen rund um Corona und deren Folgen, sondern nimm auch das Positive ganz bewusst wahr. Halte Ausschau danach. Nähre deinen Geist damit. Nimm die Zeit wahr, die dir nun vielleicht vermehrt zur Verfügung steht und in der du dich vielleicht Dingen widmen kannst, die dir gut tun und für die du bisher selten Zeit hattest.

Verbringe Zeit mit Kindern und Tieren, weil sie keine Ängste haben. Lerne durch sie den Moment wahrzunehmen, im Hier und Jetzt zu sein und wieder zu spielen. Die Welt zu entdecken. Kreativ zu sein.

Verbringe Zeit in der Natur. Nimm die Natur und ihre Fülle und ihr Geschenk an dich bewusst wahr. Verbringe Zeit mit den Menschen, die du liebst und die dich lieben. Verbringe Zeit mit Menschen, die deiner Seele guttun. Wenn sie nicht zu deiner Familie gehören, halte telefonisch, per Brief oder mit nötigem Abstand Kontakt. Wertschätze diese Zeit. Wertschätze diese Menschen und die Verbindung zu ihnen. Es ist nicht selbstverständlich, diese Menschen in deinem Leben zu haben. Es ist nicht selbstverständlich, dass du gesund bist. Nichts ist selbstverständlich.

Nähre das Positive und wertschätze das, was du hast. Ein Dankbarkeitstagebuch kann dir bei diesem Vorhaben helfen. Notiere dir in ein Notizbuch jeden Abend mindestens drei Dinge, für die du am heutigen Tag dankbar bist und lerne so, dich auf das Postive auszurichten.

Das Positive in dir nähren gelingt auch durch Mitgefühl.

4. Stärke dein Mitgefühl

Es ist wunderschön zu sehen, wie sehr die Menschen zusammengerückt sind, obwohl sie sich aufgrund dem Corona-Virus voneinander entfernen müssen. Hilfsbereitschaft, Gemeinschaft, Zusammenhalt gewinnt in diesen Zeiten immer mehr an Bedeutung und ist an vielen Stellen sichtbar und spürbar. Wir alle sitzen im selben Boot. Nimm Anteil. Hilf, wo du helfen kannst und helfen möchtest. Nimm selbst Hilfe und Angebote an, die Menschen so selbstlos teilen und bereitstellen.

Erwecke und schenke dein Mitgefühl. Verbinde dich emotional mit den Menschen, weil wir alle ein Schicksal teilen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Anteilnahme kann so heilsam sein.

Fühle die Dankbarkeit und Verbundenheit mit den Menschen, die Teil davon sind,

  • dass du leben kannst und Nahrung hast.
  • dass das System aufrechtgehalten wird.
  • dass du unterhalten wirst.
  • dass du Unterstützung spüren darfst.

Segne diese Menschen und bedanke dich bei ihnen. Dadurch wächst ebenfalls sehr viel positive Energie in dir und fließt wiederum in die Welt.

Dein Fokus ist entscheidend

Unsere Energie beeinflusst unser Immunsystem – und dieses Immunsystem ist aktuell in der Corona-Zeit unser größter Schutz. Zu diesem Immunsystem gehört allem voran auch unser Geist, weil in ihm alle Dinge ihren Ursprung nehmen:

  • Unsere Gedanken beeinflussen unsere Gefühle und damit die Energie in unserem Körper.
  • Unsere Gedanken beeinflussen unsere Entscheidungen uns gegenüber – Wie wir mit uns selbst umgehen, d.h. wie wir mit unserem Körper und unserer Gesundheit / unserem Wohlbefinden umgehen.
  • Unsere Gedanken beeinflussen auch unsere Entscheidung anderen gegenüber – Wir wir uns verhalten und auf die Menschen und Umstände reagieren.

Angst und Unruhe haben ihren Ursprung in unserem Geist. Ebenso haben Frieden und Ruhe dort ihren Ursprung. Vier Gedanken habe ich in diesem Beitrag mit dir geteilt, die dir zu dieser inneren Ruhe und Stärke verhelfen:

  1. Im Moment sein – regelmäßig den Atem und Körper spüren.
  2. Einen offenen Geist haben.
  3. Das Positive in deinem Leben wahrnehmen und wertschätzen.
  4. Mitgefühl haben.

Wie geht es dir im Moment? Was hilft dir, zur Ruhe zu finden und dich nicht verrückt machen zu lassen? Welche Geschenke erkennst du in der Corona-Krise? Ich freue mich auf deine Gedanken und Tipps.

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