Krise als Chance – Deine Verwandlung steht bevor

Krise

Krisen erleben wir häufig als negativ und das ist auch verständlich. Sie bedeutet eine Unordnung – eine Orientierungslosigkeit, die oft durch den Verlust unserer Sicherheit hervorgerufen wird. Etwas, woran wir uns gehalten haben, verschwindet oder ist schon verschwunden ist. Das kann innerlich sein, indem wir uns selbst oder unseren Weg anzweifeln und in Frage stellen. Oder äußerlich durch einen tatsächlichen Verlust von etwas. Wir stehen an einem Wendepunkt und wissen nicht wohin. Sind orientierungslos. Haltlos. Und das kann sehr Angst machen und in eine Krise führen.

  • Woran soll ich mich halten?
  • Wer bin ich eigentlich ohne… meine Gesundheit/meinen Beruf/meinen Rolle als…?
  • Wo ist mein Weg?
  • Wo gehöre ich hin?

Solche und ähnlich Fragen können aus dieser Orientierungslosigkeit hervorgehen. Vielleicht kennst du das von dir selbst und hast schon eine Krise durchlebt. Ich möchte dir eine, vielleicht neue, Sichtweise auf Krisen schenken und dir zeigen, dass eine Krise eine wunderbare Chance sein kann und warum der Schmerz einer Krise seine Berechtigung hat.

Krisen als Botschafter

Ich glaube daran, dass das Leben es immer gut mit uns meint. Dass wir einer Ordnung unterliegen und jeder von uns in Sicherheit ist – eingeschlossen in diese universelle Ordnung. Dass das Leben dazu da ist, um uns auf unseren ureigenen Weg zu führen, damit wir uns selbst entfalten und das Beste von uns geben können. Und dass glücklich sein unser Geburtsrecht ist.

Was hat das mit einer Krise zu tun?

Krisen führen uns auf diesen Weg zurück. Wir leben in einer Zeit, in der vielerorts die Angst regiert und in der viele Menschen verlernt haben, ihren eigenen, authentischen Weg zu gehen. Sie fristen ihr Dasein, sitzen ihre Zeit ab, aber glücklich sind sie dabei nicht. Es ist okay. Sie warten auf die Rente oder den nächsten Urlaub.

Kennst du das?

Krisen können uns aus dieser Trance aufwecken. Sie sind Botschafter und möchten uns auf den Weg schubsen, der zu uns selbst führt. Uns an den Platz schubsen, an den wir eigentlich hingehören. Für den wir bestimmt und gemacht sind, weil wir uns von selbst nicht dorthin bewegen.

Kennst du das: Da ist eine Ahnung, dass sich etwas ändern sollte. Eine unterschwellige Unzufriedenheit, die dich schon länger begleitet und dir das Gefühl gibt, es müsste etwas anderes für dich geben. Jedoch bewegst du dich nicht.

Eine Krise zwingt uns dazu, in Bewegung zu kommen. Uns auf Veränderung einzulassen, die wir bisher vielleicht vermieden haben. Sie zwingt uns dazu, loszulassen – nicht um uns unglücklich zu machen, sondern um frei zu werden für das, was möglich ist. Ja, sie hat erst einmal Chaos verursacht, jedoch nur, um eine neue Ordnung herzustellen. Eine Ordnung, in der du wieder deinen Platz haben wirst.

Stell dir vor, das Leben will das Beste für dich:Was will es dir durch die Krise sagen und welche Konsequenz ergibt sich daraus? Könnte es wirklich sein, dass die Krise eine Botschaft an dich ist?

Eine Krise zu überwinden braucht Verantwortung

Menschen treffen Entscheidungen aus zwei Gründen heraus: Um Schmerz zu vermeiden oder um Freude zu gewinnen.

Leider entscheiden sich mehr Menschen dafür Entscheidungen zu treffen, um Schmerz zu vermeiden, anstatt Freude zu gewinnen und bleiben aufgrund dessen in ungesunden Beziehungen oder Situationen. Die Angst vor einem neuen Schmerz, vor einem möglichen Schmerz, ist größer als die Aussicht auf das mögliche Glück.

Wachstum geschieht da, wo es wehtut. Denn nur wenn es ungemütlich wird, kommen wir an unsere Komfortzone und haben die Chance, diese zu überwinden. Unsere Grenzen zu erweitern. Vor allem die Grenzen in unserem Kopf. Die limitierenden Glaubenssätze über uns und das Leben.

  • Ich kann das nicht.
  • Ich schaffe das nicht.
  • Ich habe keine Möglichkeit.

Wenn es Unangenehm wird müssen wir jedoch auch weitergehen. Dann haben wir die Botschaft des Lebens verstanden. Bewusst durch das Unangenehme gehen. Durch die Angst, um letztendlich frei werden zu können.

Du bist zu allem in der Lage, was du tun willst. Das Einzige, was dich davon abhält, ist dein Glaube, du könntest es nicht, sagt Sharon Salzberg und ich bin ganz bei ihr. Es gibt immer einen Weg. Es gibt immer eine Lösung. Du könntest, wenn du wirklich wollen würdest… Ist es nicht so?

Raus aus der Opferhaltung

Viele Menschen leben in der Opferhaltung. Sind Gefangene ihrer Glaubenssätze und übernehmen keine Verantwortung für sich und ihr Leben. Sie bemitleiden sich für ihre Situation. Sie fühlen sich als Opfer und glauben, vom Leben benachteiligt worden zu sein und weiterhin benachteiligt zu werden. Kein Glück zu haben ist ihr Schicksal.

Menschen in der Opferhaltung leiden – und sie wollen es oft. Warum? Weil es auf gewisse Art bequem ist. Sie haben sich mit ihrem Leid abgefunden, ihn toleriert und nutzen ihn, um durchs Leben zu kommen. Sie bemühen sich nicht, um Veränderung herbeizuführen, weil ihr Schicksal ja sowieso besiegelt ist. Weil sie eh nichts tun können und das Leben es nicht gut mit ihnen meint. Sie erhaschen sich zum Teil sogar Mitleid und bekommen dadurch auch noch Unterstützung und Zuwendung. Warum sich also anstrengen, wenn es sich so ganz gut leben lässt?

Leiden ist eine Entscheidung.

Ich weiß, dass das provokant klingt und vielleicht regt sich in dir ein Widerstand. Wie kann ich so etwas nur sagen? Doch ich bin überzeugt davon, dass nicht die Erfahrungen uns Menschen machen, sondern die Menschen machen sich selbst.

Was meine ich damit?

Wir haben vielleicht nicht alle die gleichen Startbedingungen und doch können wir uns in jedem Moment neu entscheiden, wer wir sein wollen und was wir tun wollen. Wir können in jedem Moment die Verantwortung für unser Leben übernehmen und es in eine neue Richtung lenken. Das fängt bei den Gedanken an. Sie sind der Ursprung. Beobachte einmal deine Gedanken und schaue, was du in deinem Leben siehst.

Erkennst du einen Zusammenhang?

Wir haben leider verlernt, einfach nur wahrzunehmen. Was wir im Laufe des Älterwerdens immer mehr tun ist, unser Inneres nach außen zu projizieren. Unsere Glaubenssätze, Erwartungen und Vorstellung. Wir nehmen nicht mehr wahr, was ist, sondern sehen nur noch das, was wir sehen wollen und bekommen demnach auch nur das, was wir verursachen – mit unserem Denken und Handeln. Mit dem, was wir in uns tragen.

Wer glücklich und erfüllt leben möchte, muss die Verantwortung für sich und sein Leben übernehmen. Dann ist es jedem möglich, glücklich zu sein.

Schau dir Menschen mit Behinderungen an. Es gibt unzählige Beispiele von Menschen mit Einschränkungen, die trotzdem glücklich und erfolgreich sind. Das Geheimnis liegt in ihrer Einstellung und in ihrer Art zu leben. Sie haben sich bewusst dazu entschieden, glücklich zu sein. Sie haben die Verantwortung für sich und ihr Leben übernommen und die ihnen gegebenen Fähigkeiten zu nutzen und einzubringen. Wir haben nicht alle die gleichen Startbedinungen. Das Leben hat es für Menschen mit Einschränkungen schwieriger gemacht, aber sie haben sich dazu entschieden, zu leben. Und dazu kann dich eine Krise ermuntern: Lebendig zu werden. Dir das Leben zu erschaffen, das du führen möchtest und für das du bestimmt bist.

Krise

Warum die Kraft, die eine Krise fordert und die Dauer, die das Überwinden braucht, wichtig für dein Wachstum sind

Oft möchten wir, dass eine Krise schnell vorbeigeht. Dass das Unangenehme und Schmerzhafte schnell aus unserem Leben verschwindet. Doch diese Zeit und die Kraft sind für dein Wachstum wichtig. Das möchte ich dir an einer schönen Geschichte von einem unbekannten Autor verdeutlichen.

Die Geburt des Schmetterlings

Es war einmal ein Wissenschaftler, der Schmetterlinge beobachtete und einen Kokon sah, in dem sich ein Schmetterling bemühte, ans Licht zu kommen.

Der Schmetterling bemühte sich stundenlang und kam kaum vorwärts. Der Kokon blieb beinahe unverändert. Der Wissenschaftler bekam mit der Zeit immer mehr Mitleid mit dem Schmetterling. Er litt mit dem Schmetterling mit. Er führte sich vor Augen, wie viel scheinbar vergebene Mühe sich das Tier machte. Wie viel Dunkelheit und Enge ihn noch umgaben und nicht von ihm gehen wollten. Wie viel Schmerz er aushalten musste.

Und so nahm er ein Taschenmesser und schnitt eine kleine Kerbe in den Kokon, um dem Schmetterling den Ausstieg zu erleichtern. Und tatsächlich: Der Schmetterling war wenig später aus dem Kokon geschlüpft und breitete langsam seine Flügel aus.

Doch etwas stimmte nicht.

Ein Flügel des Schmetterlings war verkümmert. Kurz und schlaff. Er wollte fliegen, doch es war ihm nicht möglich…

Was ist passiert?

Der Schmetterling konnte nicht die Herausforderung meistern, die für ihn gemacht war – den Prozess, sich aus dem Kokon zu befreien, durchleben – und den er gebraucht hätte, um seine wahre Kraft und Schönheit entfalten zu können.

Diese Geschichte schenkt uns eine wunderbar neue Sicht auf eine Krise.

Eine Krise kostet Überwindung und braucht Kraft. Es sind wesentliche Dinge, die nötig sind, um überhaupt die Fähigkeiten ausbauen zu können, um auch wirklich gestärkt aus einer Krise hervorgehen zu können. Es braucht den Schmerz, es braucht den Mut und es braucht die Zeit. Wie auch Paulo Coelho so schön sagt: Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von morgen.

Gönne auch du dir die Zeit, die es braucht und erlaube das Reifen deiner neuen Kräfte, indem du dich in den Prozess begibst. Überstürze nichts, wenn es sich nicht richtig anfühlt. Aber bleibe auch nicht stehen, sondern wisse darum, dass der Schmerz und die Kraft, die du fühlst und aufbringst, nötig sind, um dich in deinen Stärken und Fähigkeiten auszubauen. Um das Geschenk dieser Krise – den Aufbruch in ein neues Leben – auch wirklich nutzen zu können.

Deine Krise – Deine Chance

Wenn du in einer Krise steckst, möchte ich dir mit diesem Text Hoffnung geben und eine Erkenntnis schenken. Die Erkenntnis, dass alles seinen Sinn hat und etwas Neues auf dich wartet. Etwas, das dir mehr entspricht, als dein jetziges Leben. Vielleicht entwickelst du sogar Dankbarkeit, dass dich das Leben durch die Krise (endlich) auf den Weg geschickt hat.

Das Leben ist immer für dich und wenn wir ehrlich sind, sind es doch die unangenehmen Dinge, die uns weiterbringen. Alle Schwierigkeiten und Hindernisse sind letztendlich Stufen, auf denen wir höher steigen. Es wird vielleicht nicht leicht werden, aber es wird sich lohnen, denn das Leben sagt, dass es Zeit für dich ist, in die richtige Richtung geschubst zu werden. An den Platz, an den du gehörst und den du füllen sollst – weil du dafür geschaffen bist.

Wie hat sich dein Leben durch eine Krise verändert?

Weiterführende Links:
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