4 Gesetze, die die Sicht auf dein Leben grundlegend verändern können

25. Oktober 2016

Die vier indischen Gesetze der Spiritualität

Hast du schon einmal von den vier indischen Gesetzen der Spiritualität gehört?

Mir waren sie neu.

Nachdem ich die vier besagten Gesetze gelesen hatte, wusste ich jedoch, dass ich bereits an sie glaube, obwohl ich noch nie von ihnen gehört hatte. Und trotz dessen, dass ich bereits an sie glaubte, haben sie mir gut getan.

Die vier Gesetze der Spiritualität helfen mir, das Leben leichter zu ertragen – Es besser zu verstehen, zu akzeptieren und anzunehmen.

Vielleicht kennst du die Gesetze, vielleicht auch nicht. Vielleicht hast du noch nie von ihnen gehört, doch glaubst bereits, wie ich, an sie. Ich bin gespannt! Und du darfst es auch sein. Ich erzähle dir nun von den vier indischen Gesetzen der Spiritualität und ich lade dich ein, sie auf dich wirken zu lassen und ihren Wahrheitsgehalt für dich persönlich zu prüfen.

Die vier Gesetze der Spiritualität

Das 1. Gesetz der Spiritualität besagt:
„Die Person, die dir begegnet ist die Richtige“

Das bedeutet: Niemand tritt rein zufällig in dein Leben.

Alle Menschen, die dich umgeben und die Kontakt mit dir haben, haben eine Aufgabe für dich. Sie lehren dich etwas oder bringen dich in deiner momentanen Situation weiter.

Wer dich etwas lehren soll, tritt als Spiegel oder Lehrmeister in dein Leben, um dich in deinem inneren Wachstum zu unterstützen.

Im Falle des Spiegels steckt die Lehre im Verborgenen und es liegt an dir, den Lehrer, beziehungsweise die Lehre zu erkennen. Im Falle des Lehrmeisters ist die Lektion offensichtlich.

Vor allem Menschen, mit denen du nicht harmonierst, geben dir die größte Chance zum Wachstum. Sie dienen dir als Spiegel. Sie erinnern dich an etwas, was du an dir selbst ablehnst und mit dem du keinen Frieden geschlossen hast oder sie erinnern dich an eine alten Verletzung, die nicht geheilt, sondern nur tief in dir vergraben ist und durch sie wieder reaktiviert wird.

Wenn du bereit dazu bist, kannst du dank diesen Menschen zu deinem inneren Frieden finden. Erkenne durch sie, was in dir in Unruhe oder im Schmerz ist und widme dich diesem Aspekt.

Es kann aber auch sein, dass dir Menschen, mit denen du nicht gut auskommst, als Möglichkeit dienen, innere Stärke und Gelassenheit zu entwickeln. Toleranz. Selbstbewusstsein oder auch Wertschätzung dir selbst gegenüber. Sie lassen dich beispielsweise erkennen, wie du dich nicht behandeln lassen willst, dass es wichtig ist, für deine Bedürfnisse einzustehen oder dass du dich nur mit jenen Menschen umgeben solltest, die dir gut tun.

Möglicherweise sind die unharmonischen Beziehungen in deinem Leben auch karmische Auswirkungen aus früheren Leben. Seelen, mit denen du noch eine Rechnung aus vergangenen Leben offen hast und die in deinem jetzigen Leben auf diese Art auftauchen, damit der notwendige harmonische Ausgleich stattfindet.

Auch Menschen mit einer positiven Ausstrahlung können eine wertvolle Aufgabe für dich haben. Sie lehren dich die Freude des Lebens. Die wertvollen Eigenschaften des Mensch-seins. Die Liebe. Das Lachen. Das Leben selbst. Sie bringen Leichtigkeit und Hoffnung zu dir und tragen durch ihre Lebenseinstellung und Lebensweise dazu bei, dass du für dein eigenes Leben inspiriert wirst.

Wie dir das 1. Gesetz hilft:
Wer auch immer in deinem Umfeld ist, ist aus einem bestimmten Grund da. Um dich in dem, was du lernen oder erreichen sollst, zu unterstützen. Nicht immer in der aktiven Unterstützung, sondern manchmal auch in Form von Widerstand, damit du Erkenntnis und Einsicht erlangst. Und manchmal auch aus karmischen Gründen für den notwendigen harmonischen Ausgleich.

Mit diesem Wissen kannst du die Menschen in deinem Leben mit anderen Augen betrachten und dankbar für einen jeden Menschen sein – auch für jene, die du nicht magst oder dir scheinbar Böses wollen. Ziehe das Positive aus diese Begegnung und lass die Chance auf Wachstum und Heilung nicht ungenutzt vorüber ziehen.

Jeder Mensch ist für dich da.

Das 2. Gesetz der Spiritualität besagt:
“Das, was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte”

Was auch immer geschieht und geschah, sollte genau so passieren.

Es hat für dich und deinen Lebensweg genau so sein sollen und soll genau so sein – Es passiert für dich – Für dein Glück, für deine Heilung und/oder für dein Wachstum. Auch wenn du die Umstände (noch) nicht verstehen kannst und dich womöglich fragst, was das Ereignis für ein Glück für dich darstellen soll.

Oft erkennen wir erst rückblickend im Nachhinein, dass manches vermeintliche Unglück eine „glückliche Fügung des Schicksals“ war. Vielleicht aber wirst du die Gründe und das Ereignis auch nie verstehen.

Doch alles, was passiert, passiert für dich. Wisse darum. Alles fügt sich letzten Endes, um dich zu lehren, um dich vor anderem Unheil zu bewahren oder um dich in deiner Heilung und Entwicklung voranzubringen.

Wie dir das 2. Gesetz hilft:

Es gibt gewisse Dinge, die müssen wir dem Leben überlassen. Es hat Pläne für uns, die wir nicht immer kennen. Wenn du nun glaubst, dass letztendlich alles, was passiert, zum Ziel hat, dass du am Ende da ankommen wirst, wo du ankommen sollst, lässt du Dinge geschehen, auf die du keinen Einfluss hast.

Du wirst dich von der Vorstellung lösen, du wüsstest, was das Beste für dich ist.

Du hältst nicht mehr an der Vergangenheit oder an negativen Gefühlen, die du mit ihr verbindest, fest.

Du kannst annehmen, was kommt und bist dadurch frei für das Leben, das auf dich wartet.

Das 3. Gesetz der Spiritualität besagt:
“Jeder Moment, in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment”

Alles beginnt genau im richtigen Moment – nicht früher und nicht später.

Der richtige Job, die neue Beziehung, der Neuanfang. Was auch immer wann beginnt, beginnt, weil du nun bereit dafür bist. Ob du nun 20 Jahre oder 60 Jahre alt bist. Du hast nichts verpasst oder hättest etwas anders machen sollen.

Der Beginn kommt zu dir, wenn du gelernt hast, was du für diesen Neubeginn brauchst. Wenn du die Erfahrungen gemacht und Fähigkeiten entwickelt hast, die deine persönlichen Voraussetzungen für den Neuanfang sind. Der Beginn kommt, wenn du persönlich und seelisch bereit dafür bist.

Selbst der Beginn von etwas, worauf du nicht vorbereitet bist, kommt zur richtigen Zeit.

Wenn das passiert, dann möchte dich das Leben ins Wachstum stürzen. In das Leben, das du erfahren sollst und auf dich wartet. Es möchte, dass du die Veränderungen angehst, die du vielleicht lange rausgezögert hast. Es möchte, dass du dich durch das Ereignis persönlich weiterentwickelst und mehr zu dir und zur Heilung findest.

Es ist nötig – deswegen führt nun kein Weg daran vorbei.

Vielleicht hast du auch schon erlebt, dass etwas wie durch Zufall zur richtigen Zeit in dein Leben gekommen ist und deinen Weg gelenkt hat?

Es hat auf dich gewartet und dich empfangen, weil du an diesem Ort und zu dieser Zeit bereit dafür warst, es in Empfang zu nehmen.

Wie dir das 3. Gesetz hilft:
Wenn du an dieses Gesetz glaubst, bereust du weder einen späten Neuanfang oder einen ungewollten und überraschten Neubeginn.

Du weißt, dass du erst jetzt bereit bist, diese Phase so zu leben und auszukosten, wie du es sollst, weil du an anderen Erfahrungen und Ereignissen noch wachsen solltest.

Oder aber du weißt, dass das Leben von dir verlangt, stark zu werden und mit dem was kommt, bestmöglich umzugehen, um am Ende festzustellen, dass du durch diesen Schmiss ins kalte Wasser den größten inneren Wachstum erfahren hast.

Das 4. Gesetz der Spiritualität besagt:
“Was zu Ende ist, ist zu Ende”

Dieses Gesetz will dir sagen, dass es  keinen Sinn hat, an etwas festzuhalten, was vergangen ist. Das würde nur Leid verursachen, weil es nicht zurückgeholt werden kann.

Der Vergangenheit nachzutrauern bedeutet Schmerz für dich und nimmt dir die Möglichkeit, das Leben – das Hier und Jetzt – wirklich zu erfahren und zu erleben.

Wenn etwas zu Ende ist, dann ist immer etwas beendet worden. Die Lektion gelernt oder die Aufgabe (und ein gemeinsamer Weg) abgeschlossen. Vielleicht löst sich auch das, was energetisch nicht mehr zu dir passt und dir nicht guttut. Du schwingst anders, höher und daher fallen wie von selbst Dinge aus deinem Leben, die dieser Schwingung nicht mehr entsprechen.

Das Einzige, was du tun kannst, wenn etwas (ungewollt) zu Ende geht, ist gewachsen an deiner Vergangenheit voranzuschreiten und das Leben und die Zukunft mit einer neu gewonnen Sicht zu betrachten. So wie das 3. Gesetz besagt, dass alles zur richtigen Zeit beginnt, endet alles zur richtigen Zeit, damit ein neuer Anfang kommen kann.

In jedem Ende wohnt ein Anfang inne.

Wie dir das 4. Gesetz hilft:

Dieses Gesetz hilft dir, loszulassen, weil du weißt, dass das Ende kommen musste. Dass alles, wie die anderen Gesetze auch, deiner Entwicklung dient und du einen bestimmten Schritt geschafft oder eine bestimmte Phase überwunden hast und nun weiter im Leben gehst.

Du schreibst mit all deinen Erfahrungen deine eigene Lebensgeschichte. Wandel und Veränderung sind Zeichen für Leben – Zeichen dafür, dass DU lebst. Stillstand bedeutet, nicht zu leben und der tritt ein, wenn keine Veränderung mehr stattfindet.

Wisse darum und nimm jedes Ende als Kapitel in deinem Lebensbuch, dass dafür da ist, damit ein neues beginnen kann.

Die vier indischen Gesetze der Spiritualität können dein Leben verändern

Wer an die vier Gesetze der Spiritualität glaubt, kann das Leben leichter annehmen. Vor allem auch jene Dinge, die nicht so laufen, wie er sie vielleicht für sich erwartet oder sich gewünscht hat.

Denn die Gesetze helfen einem dabei, ein besseres Verständnis für das eigene Dasein mit all seinen Umständen zu bekommen und das Leben durch dieses erweitere Bewusstsein annehmbarer zu machen.

Die vier Gesetze der Spiritualität bestätigen mir meinen Glauben, dass im Vordergrund von allem, was geschieht, immer wir als Seele mit unserer Entwicklung stehen.

Wir Seelen – inkarniert als Menschen – mit unserer Aufgabe, zu wachsen. Mit unserer Aufgabe, das Leben als Reise zu begreifen auf dem Weg zu einem höheren Selbst.

Mich würde nun sehr interessieren, was du von den Gesetzen der Spiritualität hältst.

15 Gedanken zu „4 Gesetze, die die Sicht auf dein Leben grundlegend verändern können“

  1. Danke Bettina,
    ja das Leben so nehmen wie es eben im Moment ist, und das tun, wozu es uns gerade in diesem Augenblick auffordert. Das macht mir jetzt wie ich Deinen Blog lese, eine Lebensepisode noch klarer.
    Vor einem Jahr habe ich mich entschlossen, in einer Flüchtlings Erstaufnahme Einrichtung, als Betreuer zu arbeiten. Ich freute mich auf dankbare Gesichter, lernwillige Geister, kulturellen Austausch … . Doch genau das Gegenteil trat mir entgegen: Anspruchsdenken, Dominanz, Dogmatismus, Intoleranz. Schnell wurde mir bewusst, dass dieses „gut“ sein wollen so nicht funktioniert. Wir nehmen diesen Menschen ihre Lektion weg. Und somit ihre Chance auf Entwicklung. Und ihre Eigenverantwortung. So können sie nur so sein, wie sie jetzt eben sind. Ich legte meine „Helfermaske“ ab, und fing an sie zu fordern, und sie immer wieder zu ihrer Verantwortung zu ermahnen. Und schon traten mir die selben Menschen wesentlich respektvoller entgegen.
    Ich arbeite zwar dort trotzdem nicht mehr als Betreuer, aber meine Lektion habe ich gelernt. Und ich hab gelernt, dass ich noch viel lernen darf.
    Bettina, Du und Dein Block kamen auch genau zum richtigen Zeitpunkt in mein Leben. Ich hab noch einigen Ballast abzuwerfen, und durch Deine klare, kompakte und doch herzliche Art bringst Du mir die Weisheiten und Zusammenhänge des Lebens, wieder mühelos in mein Bewusstsein.
    Danke, und eine lebendige Zeit in der Du nur angenehme Lehrer in Dein Leben ziehst.
    Gruß, Martin

    Antworten
    • Hallo Martin,

      eine eindrucksvolle Geschichte, dessen Lektion bestimmt nicht einfach zu lernen war. Toll, dass du diesen Zusammenhang zwischen deinem Verhalten und dem Verhalten der Flüchtlinge erkannt hast. Manch anderer hätte sie nach so einer Erfahrung nur verurteilt und ein schlechtes Bild von ihnen in die Welt getragen. Dafür meinen großen Respekt!

      Ich freue mich sehr, dass dir mein Blog so gut tut und dich weiter bringt und finde es toll, dass du hier deine Gedanken mittelst. Es ist schön, wenn Austausch stattfindet.

      Vielen Dank und auch dir alles Liebe und Gute für deinen Lebensweg!
      Liebe Grüße
      Bettina

  2. Danke Bettina,
    diese 4 Gesetze sind für mich aktueller denn je. Ich habe nämlich seit fast einem Jahr noch eine Baustelle, und die ist noch lange nicht zu Ende. Eine Liebe, die eigentlich viel zu jung (27) für mich (51) ist.
    Klingt sicher utopisch, aber ich habe mich noch nie bei einem Menschen so zu Hause gefühlt. Wir haben so viel gemeinsam, dass es schon fast unglaublich klingt. Sogar unsere Geschichte. Sie hat mit 7 Jahren ihre Mutter verloren, ich mit knapp 5 Jahren meinen Vater. Und wir leiden beide dadurch an einer gewissen Verlustangst. Keiner von uns will solch einen großen Schmerz noch einmal erleben. Nur die Art und Weise wie jeder von uns damit umgeht, ist unterschiedlich. Während sie probiert, immer wieder eine gewisse emotionale und auch örtliche Distanz herzustellen, neige ich zum Klammern.
    So liegen größte Freude und tiefste Trauer stets ganz nah zusammen.
    Doch nachdem ich in meinem Leben schon öfter feststellen durfte, dass die 4 Gesetze stimmen, weiß ich dass dieses immer wiederkehrende Leid, einen Läuterungsprozess in mir bewirkt. Alte Strukturen werden aufgebrochen, und ganz langsam lerne ich auch meine Gefühle direkter auszudrücken. Ich komme auch mir selbst und meiner tiefsten Wahrheit immer näher. Leid verbrennt Ego.
    Doch immer noch ereilen mich heftige Panik Attacken, wenn sie zu lange den Rückzug antritt. Ich rede mir dann immer gut zu, und glaube fest daran, dass niemandem eine Aufgabe erteilt wird, die er nicht irgendwie schaffen – lösen – erlösen kann. Doch ich muss auch sehr aufpassen, dass ich mich dabei nicht zu sehr in die Einsamkeit flüchte.
    Ja Bettina, deshalb nochmal ein ganz liebes Dankeschön, dass Du mir die Tatsache, dass das Leben immer passt, mir wieder in mein Bewusstsein gerufen hast.

    Antworten
    • Lieber Martin,
      das hört sich an, als seist du bei diesem Menschen angekommen. Da spielt das Alter gar keine Rolle, wenn sich zwei Seelen gefunden haben. Und ich kann mir gut vorstellen, dass ihr euch begegnet seid, um eure Wunden, die ihr beide auf ähnliche Weise in euch tragt und mit denen ihr völlig unterschiedlich umgeht, zu heilen. Und gerade weil das, wie der andere damit umgeht, für einen selbst genau das ist, was man nicht erleiden will. So erfahrt ihr die größtmögliche Chance, genau das zu heilen.
      Lieber Martin, ich weiß, wie schwer es sein kann, seine Lektion zu lernen und dass das Herz manchmal länger braucht, als der Verstand. Aber mit Liebe und Verständnis sich selbst gegenüber kann man diese Wunden in sich heilen.
      Ich wünsch dir alles Gute dabei und euch einen gemeinsamen Weg.
      Liebe Grüße
      Bettina

  3. Danke liebe Bettina,
    für Deine ermunterten Wort. Du bist echt ein Schatz.
    Nur eines verstehe ich nicht ganz, und zwar wie unser unterschiedlicher Umgang, mit der Situation, uns helfen kann, gegenseitig die Wunde zu heilen.
    Ich habe im Moment den Eindruck, dass meine Wunde größer wird, und ich habe ebenso Angst, dass ich dadurch verhärte.
    Ich verstehe mich selbst nicht mehr, eigentlich hab ich mein ganzes Leben (bis auf ein Jahr, das den gleichen Schmerz in mir auslöste) ohne eine Frau gelebt, und ich glaubte nichts zu vermissen. Doch nun, nach dem sie wieder einmal eine Verabredung aus einem mir nicht nachvollziehbaren Grund, absagte, und sie daraufhin wie üblich die Kommunikation unterbrach, fühlt sich mein Herz erneut wie vom Schwert durchbohrt. Ich traue mich auch nicht, ihr ohne ein beantwortetes Mail ihrerseits, zu schreiben.
    Ich der geborene Optimist, der stets einen klugen Ratschlag weiß, bin absolut ratlos, und habe Angst, dass dieses ewige Hin und Her immer so weiter geht. Vermutlich hat sie die gleich große Angst, mich einmal zu verlieren, und lässt darum keine Dauerhaftigkeit zu. Tut ihr dies nicht auch weh?
    Ich habe Deine Gedichte gelesen, und gesehen wie auch Du dieses Leid kennst. Ich hoffe ich falle Dir mit meinem Gewinsel nicht zu sehr auf die Nerven.
    Liebe Bettina, ich wünsch Dir alles Liebe,
    und dass Du dauerhaft glücklich bleibst!
    Martin

    Antworten
    • Lieber Martin,

      sehr gerne! Ich meinte damit, dass ihr euch gegenseitig an eure größte Angst erinnert und dadurch gezwungen seid, zu lernen, mit ihr umzugehen. Sie aufzulösen. Andernfalls wird der Schmerz nicht aufhören und wie du sagst, ihr beide oder du vermutlich daran zerbrechen. Es ist der „einfache Weg“, auseinanderzugehen, wenn der Schmerz zu groß ist. Denn dann werdet ihr nicht mehr an eure Angst erinnert, nur gelöst ist sie dann nicht. Es braucht nur ein neuer Mensch kommen und diese Angst wieder wecken (wie du sogar geschrieben hast:“ bis auf ein Jahr, das den gleichen Schmerz in mir auslöste“).

      Nur wenn du die Wunde heilst und deine Ängste auflöst, hört der Schmerz auf. Genauso ist es bei ihr, was auch immer ihre Ängste sind. Das braucht natürlich Zeit und Verständnis – für den anderen und für sich selbst. Liebe – für die eigene Schwäche und die des anderen. Und vor allem offene Gespräche – über deine Ängste, aber auch über ihr Verhalten. Denn du stellst Vermutungen über ihr Verhalten auf. Denke nicht, sondern frage nach und lass es dir erklären. Nur durch Verständnis wächst Akzeptanz und Vertrauen.
      Ich bin überzeugt, dass, wenn ihr beide den Wunsch habt, zusammenzubleiben und euch gegenseitig zu helfen, das vielleicht auch als Sinn eurer Beziehung seht, könnt ihr eure Ängste auflösen.

      Es wird nicht einfach, aber es ist möglich und eine große Chance.
      Was meinst du, verstehst du wie ich das meine?

      Lieber Martin,
      du gehst mir nicht auf die Nerven 🙂
      Vielen Dank und alles Liebe
      Bettina

  4. Danke, liebe Bettina, für Deine einfühlsame Antwort.
    Ich glaube, ich habe jetzt ein wenig mehr verstanden.
    Nein ich werde sie nicht verlassen, die Liebe ist zu ihr ist ungebrochen.
    Ich werde Deine Worte ein wenig in mir wirken lassen …
    Nochmals ganz lieben Dank, Bettina. Bist ein echtes Juwel.
    Martin

    Antworten
    • Gerne Martin. Ich bin gespannt, wie es bei dir weiter geht. Lass es mich doch bei Gelegenheit wissen, ob du einen Weg gefunden hast, mit der Situation umzugehen und sie erträglicher für dich zu machen.
      Alles Liebe
      Bettina

  5. Liebe Bettina,
    aufgrund meiner Neuanmeldung zum Newsletter bin ich über Deine Downloadseite hier auf diesen Artikel gestoßen. Es sind allesamt wunderbare Weisheiten, die wenn sie richtig angewendet wahrhaft Lebens verändernd sein können. Mit einem Schmunzeln dachte ich im gleichem Augenblick an folgendes: „Warum in die Ferne (Indien) schweifen, wenn das Gute liegt so nah.“
    Meine familiären Wurzeln liegen in Köln. Ich selbst verbrachte in frühester Kindheit zwar nur ein Jahr dort, doch meine Eltern und Großeltern und wahrscheinlich weitere Generationen kommen von dort.
    Was mir an den 4 Gesetzen hier auffiel war, dass es ähnliches in Köln auch gibt. Das (oft belächelte) „Kölsche Grundgesetz“. Unter spirituellen Gesichtspunkten hat es durchaus seine Berechtigung.
    In diesem Sinne, ein schönes Wochenende – Gruß Klaus

    Der Leitfaden, der das Leben der Kölner regelt, nennt man das kölsche Grundgesetz.

    Eine Art vorformulierte Überlebensstrategie bestehend aus 11 Artikeln ist gleichzeitig die Beschreibung der urkölschen Eigenheiten. Die Autoren, wie auch die Entstehungszeit der mundartlichen Redensarten sind unbekannt.

    Artikel 1: Et es wie et es.
    („Es ist, wie es ist.“)
    Sieh den Tatsachen ins Auge, du kannst eh nichts ändern.

    Artikel 2: Et kütt wie et kütt.
    („Es kommt, wie es kommt.“)
    Füge dich in das Unabwendbare; du kannst ohnehin nichts am Lauf der Dinge ändern.

    Artikel 3: Et hätt noch emmer joot jejange.
    („Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)
    Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren.
    Situationsabhängig auch: Wir wissen es ist Murks, aber es wird schon gut gehen.

    Artikel 4: Wat fott es, es fott.
    („Was fort ist, ist fort.“)
    Jammer den Dingen nicht nach und trauere nicht um längst vergessene Dinge.

    Artikel 5: Et bliev nix wie et wor.
    („Es bleibt nichts wie es war.“)
    Sei offen für Neuerungen.

    Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.
    („Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit.“)
    Sei kritisch, wenn Neuerungen überhandnehmen.

    Artikel 7: Wat wells de maache?
    („Was willst du machen?“)
    Füg dich in dein Schicksal.

    Artikel 8: Maach et joot, ävver nit zo off.
    („Mach es gut, aber nicht zu oft.“)
    Qualität über Quantität.

    Artikel 9: Wat soll dä Kwatsch?
    („Was soll das sinnlose Gerede?“)
    Stell immer die Universalfrage.

    Artikel 10: Drinks de ejne met?
    („Trinkst du einen mit?“)
    Komm dem Gebot der Gastfreundschaft nach.

    Artikel 11: Do laachs de disch kapott.
    („Da lachst du dich kaputt.“)
    Bewahre dir eine gesunde Einstellung zum Humor.

    Antworten
    • Lieber Klaus,
      ganz lieben Dank für deine wunderbaren Gedanken und das „Kölsche Grundgesetz” mit deinen Übersetzungen. Ich musste schmunzeln und bin beeindruckt von der Weisheit, die darin verborgen liegt. Alles sind auf ihre Art wirklich lohnenswert umzusetzen. Artikel 1 finde ich besonders wichtig. Wenn diese Aussage mehr Menschen akzeptieren würden, dann würde es sehr viel weniger rumgejammere geben.
      Herzlichen Dank nochmal für diese Inspiration!
      Liebe Grüße
      Bettina

  6. Hallo Bettina,
    Angesprochen hat mich: hochsensible Menschen.
    Ja das bin ich, ein Mensch mit zu vielen Gefühlen.
    Liebe Grüße
    Christa

    Antworten
    • Liebe Christa,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, es ist nicht leicht, wenn man viel fühlt und wir dürfen besonders lernen, uns gut zu schützen und abzugrenzen. Doch Hochsensibilität ist auch ein Geschenk. Dieser Beitrag handelt davon und könnte interessant für dich sein: . Ich wünsche dir, dass du auf meinem Blog die Antworten und Impulse findest, die du gerade brauchst und die dir guttun.
      Liebe Grüße, Bettina

  7. Liebe Bettina,
    ich finde deinen Artikel wunderbar und ich mag auch die vier Gesetze der Spiritualität sehr gern.
    Über eine Sache stolpere ich aber immer wieder gedanklich.
    Ich glaub eigentlich an den freien Willen, dass wir uns entscheiden können, wie wir was tun wollen. Wenn uns das Leben zB eine Aufgabe schickt, können wir entscheiden, wie wir damit umgehen wollen. Wenn wir die Aufgabe nicht lösen, kommt sie aus meiner Erfahrung in ähnlicher Form wieder.
    Das widerspricht aber doch dem 2. Gesetzt. Demnach wäre ja alles vorgegeben.

    Wie siehst du das?
    LG Monika

    Antworten
    • Liebe Monika,
      vielen Dank für dein Feedback und deine wunderbare Frage. Ich habe sie mir auch schon oft gestellt und denke, die Antwort ist komplex, weil wir als Wesen komplex sind. Ich glaube, dass wir einen freien Willen haben, sofern wir nicht unbewusste Überzeugungen haben, die uns negativ beeinflussen (wie gespeicherte Traumata und daraus resultierende Annahmen und Ängste). Diese unbewussten Aspekte und damit einhergehenden Gefühle sind stärker als der bewusste Wille, weil Gefühle Energie sind – und Energie das ist, was letztlich wirkt. Je geheilter wir sind, je integrierte diese Anteile sind, desto freier wird unser Wille tatsächlich sein und – automatisch – zunehmend in Übereinstimmung mit unserem übergeordneten, seelischen Ziel/Bedürfnis sein.

      Ich glaube dennoch, dass alles, was uns widerfährt und wofür wir uns entscheiden – bewusst wie unbewusst – genau zu den Aspekten führt, die wir anschauen dürfen. Wir erleben letztlich, was in uns ist und unsere Seele hier erfahren, heilen und entwickeln möchte. Vermutlich wird uns das erst am Ende klar, wenn wir zurückblicken können. Dann sehen wir, dass alles seinen Sinn hatte und zu dem „Ziel“ geführt hat, an dem wir stehen. Somit sehe ich beides als richtig an. Wir haben einen freien Willen und dennoch lenkt unsere Seele uns durch den übergeordneten Seelenplan. Wir haben innerhalb dieses Seelenplans eine freie Entscheidungsmöglichkeit, doch wenn wir uns zu weit vom Seelenplan weg bewegen, werden wir zB depressiv. Oder stoßen so lange auf Widerstände, bis wir gelernt oder geheilt haben, was es dort zu lernen und heilen gibt. Wir können entscheiden, ob wir das Thema angehen oder weiter leiden wollen. Ob wir in unsere Lebendigkeit finden oder sie unterbinden wollen. Wenn wir „nicht hören“ zahlen wir den Preis des Leidens.

      Die große Aufgabe besteht für mich darin, die Persönlichkeit mit dem höheren Selbst in Einklang zu bringen, das Ego loszulassen und uns dem hinzugeben, was durch uns seinen Ausdruck will. Je mehr wir uns unserer inneren Stimme hingeben, desto mehr werden unsere Entscheidungen im Einklang mit dem höchsten sein und zu innerem Frieden, Lebendigkeit und Freiheit führen.

      Liebe Grüße
      Bettina

  8. Liebe Bettina,

    Danke für deine Antwort.
    Ich bin zu genau den gleichen Schlüssen gekommen, wie du 😃.
    Du hast sie in wunderbare Worte verpackt, wie immer.
    💕💕

    Liebe Grüße
    Monika

    Antworten

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