Gute Laune – 11 Strategien, um positiv zu bleiben

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Aufgrund einer Leseranfrage widme ich heute einem Thema, das viele von uns gut kennen: Menschen, die schlechte Laune verbreiten und uns damit anstecken. Wir lassen uns den Tag vermiesen, weil X auftaucht und mit ihren spitzen Bemerkungen, unnötigen Kommentaren oder ihrer Rechthaberei unsere gute Laune in den Wind schießt.

Wie Menschen deine gute Laune ruinieren

Kennst du auch Personen, die immer etwas Negatives zu sagen haben?

  • Die anstatt zu loben, von sich geben, was ihnen nicht gefällt
  • Die anstatt andere anzuhören, nur ihre Meinung herausposaunen
  • Die anstatt anderen Recht einzuräumen, nur auf ihr eigenes Recht beharren
  • Die anstatt offen für neue Ansichten zu sein, nur ihre Sichtweise für richtig halten
  • Die anstatt dich zu unterstützen, dir in den Rücken fallen
  • Die anstatt etwas Nettes zu sagen, ihre ablehnende Haltung Kund tun
  • Die anstatt nichts zu sagen, unnötige / verletzende Bemerkungen von sich geben
  • Die anstatt die Vorteile von etwas zu sehen, nur die Nachteile aufzählen

Diese Personen vergiften die Atmosphäre mit ihrer Negativität, sie nehmen dir deine Hoffnung, deine gute Laune und deinen Optimismus.

Jeder normale Mensch würde solche Personen meiden. Nun gibt es aber auch Personen, denen du nicht aus dem Weg gehen kannst:

  • Wenn sie zur größeren Familie gehören
  • Wenn sie zum entfernteren Freundeskreis gehören
  • Wenn sie zum Arbeitsumfeld gehören

Da ein Aufeinandertreffen unvermeidbar ist, musst du lernen, mit der Art und Gesellschaft solcher Personen umzugehen, damit sie dir nicht die gute Laune verderben. Der erste und wichtigste Schritt dazu ist, zu erkennen, dass keine andere Person verantwortlich dafür ist, dass du schlechte Laune bekommst, außer du selbst.

Warum du selbst dafür verantwortlich bist, wenn du deine
gute Laune verlierst

Dich kann niemand dazu bringen, schlechte Laune zu haben, wenn du es nicht zulässt.

Das klingt unglaubwürdig, denn wir machen grundsätzlich erst mal die Person für unsere schlechte Laune verantwortlich, die mit dieser Laune um die Ecke kommt und uns mit ihrer Anwesenheit oder ihren Bemerkungen den Tag verdirbt.

Wie kann es da sein, dass du dann selbst für die schlechte Laune verantwortlich bist, die du bekommst? Und darin liegt der Knackpunkt: Du bekommst sie nur, wenn du sie nimmst.

  • Stell dir die negative Stimmung wie einen Virus vor.
  • Wenn du empfänglich für sie bist, nimmst du sie in dir auf
  • Sie breitet sich in dir aus und beeinflusst dein ganzes Empfinden.
  • Du wirst unzufrieden und unglücklich.
  • Was du in dir trägst, strahlst du aus. Du strahlst nun selbst Negativität aus.
  • Jeder der dir begegnet bekommt nun deine schlechte Laune zu spüren.
  • Wer empfänglich dafür ist, wird sie annehmen und ebenfalls weitertragen.

Negative Stimmung kann sich wie ein Virus von Mensch zu Mensch verbreiten, wann immer sich jemand dazu entscheidet, sich von ihr anstecken zu lassen.

Jetzt ist es natürlich leichter gesagt, als getan, dass man diese negative Stimmung nicht annimmt, aber mit bestimmten Voraussetzungen und Wegen kannst du deine gute Laune behalten und wirst für negative Stimmung unempfänglich.

11 Strategien, deine gute Laune nicht verderben zu lassen

  1. Lass deinen Widerstand gegen diese Person los

Wenn ein Treffen mit den Menschen, die schlechte Stimmung verbreiten, unvermeidbar ist, du aber einen inneren Widerstand gegen sie aufbaust, machst du schon den ersten Fehler: Du selbst beginnst in dir Negativität zu pflanzen. Du trägst schon in dir, wovor du Angst hast: dass negative Stimmung jedem die gute Laune verderben wird. Du nimmst dir damit schon die gute Laune. Versuche offener zu sein und deinen inneren Widerstand loszulassen. Denn dein Widerstand macht das Aufeinandertreffen mit Person X schon vor dem ersten gesprochenen Wort zu einem unangenehmen Erlebnis und du dich empfänglich für Negativität.

  1. Sei der Übertragungsfehler

Wie schon in dem Beitrag zum Thema glücklich-sein erwähnt: Willst du dieser Person erlauben, dir deine gute Laune zu verderben? Willst du der negativen Energie in dir Raum geben und sie verbreiten? Nein! Daher sei der Übertragungsfehler. Die schlechte Laune trifft dich nicht, weil du sie nicht haben willst.

  1. Nimm es nicht persönlich

Wer dich kritisiert oder anfeindet, will seine Unzufriedenheit an dir auslassen, dabei bist du für sein Problem nicht verantwortlich, du hast es nur in ihm wachgerufen. Sei dir dessen bewusst. Die Person hat ein Problem mit sich und du bist nur der Spiegel, der ihr dieses Problem sichtbar macht. Sie hat ein Problem. Nicht du. Sie ist schlecht drauf. Nicht du. Nimm es nicht persönlich und lass seine negative Energie an dir abprallen, weil du weißt, es hat im Grunde nichts mit dir zu tun.

  1. Tief durchatmen

Bevor du aufbrausend reagierst, halte kurz inne und atme tief durch. Frage dich, ob es Sinn macht, dich aufzuregen. Frage dich, ob du Person X erlauben willst, dir deine Stimmung zu verderben. Frage dich, ob Person X es wert ist, dass du dich ihr mit dieser Aufmerksamkeit widmest. Tief durchatmen und die Wut nicht aufkeimen lassen.

  1. Habe Mitgefühl und vergib

Versuche Verständnis aufzubringen, das innerste Wesen der Person zu sehen, auch wenn das sehr schwierig ist. Aber hinter jedem Verhalten steckt ein Grund: Unzufriedenheit, Angst, Unsicherheit. Geringes Selbstwertgefühl aufgrund mangelnder Wertschätzung. Es gibt eine Ursache die Aggression oder Negativität hervorgerufen haben. Sie sind oft Schutzfunktion, um den Schmerz nicht an sich ranzulassen oder weil man mit sich selbst nicht im Reinen ist. Versuche, das zu erkennen und aus diesem Verständnis heraus der Person zu vergeben. Sei dankbar, dass du nicht so bist und ihre Erfahrung nicht gemacht oder anders verarbeitet hast. Du bist an Erfahrungen gewachsen. Sie ist verbittert oder unzufrieden mit sich und der Welt geworden. Vergib ihr.

  1. Versuche mit Liebe zu besänftigen

Das mag sich komisch anhören, aber versuche der Person Liebe entgegenzubringen. Versuche etwas Liebevolles und Schätzenswertes in ihr zu sehen. Sie ist eine unruhige Seele, die ihren Platz in sich noch nicht gefunden hat. Lass Liebe zu ihr fließen und lass diese Liebe dein eigenes Herz besänftigen.

  1. Menschen sein lassen

Jeder Mensch hat seine Daseinsberechtigung und manchmal müssen wir genau das akzeptieren lernen. Auch die Person, die du nicht magst, hat ihren Platz in der Welt und muss ihre Aufgabe lernen. Auch wenn sich das trotzig anhört „so ist sie halt“ ist manchmal die einfachste Art, um Ärger loszulassen.

  1. Sprich es an, wenn du dich traust

Versuche in einem günstigen Moment, wenn ihr unter euch seid, dieses Verhalten anzusprechen. Vielleicht auf diese Art: „Du X, ich wollte dich mal was Persönliches fragen. Nimm das nicht persönlich (ja, auch wenn du es persönlich meinst! 😉 ), aber mir ist aufgefallen, dass du hauptsächlich Negatives äußerst. Ich finde das sehr schade, da ich deine Gegenwart dadurch nicht sehr schätze, weil die Stimmung durch dich oft negativ wird. Ist da was dran oder kommt mir das nur so vor? Es kann sein, dass du mit dieser Frage den richtigen Punkt triffst, durch den die Person beginnt, einen Blick auf sich und ihr Verhalten zu werfen. Warte ab, was passiert. Auch wenn die Person nicht nach deinen Wünschen reagiert, hast du alles richtig gemacht. Du hast getan, was du tun musstest und deinen Unmut der einzigen Person entgegengebracht, die von ihm wissen sollte und ihr Verhalten ändern kann.

  1. Gehe auf die Person ein

Du hast richtig gelesen. Auch wenn du das Gespräch mit dieser Person meidest, versuche einmal, ein Gespräch anzufangen, indem du auf sie eingehst. Nicht auf ihr oberflächliches negatives Gerede, sondern tiefer. Frage sie etwas Persönliches, wann immer es sich ergibt. Wenn ein Thema zur Sprache kommt „Wie war das bei dir?“ „Wie erging es dir damals als…“.  Viele sind überrascht, dass auf sie eingegangen wird und zeigen eine neue Seite von sich. Manchmal erkennst du dann, dass in dieser Person auch ein Mensch steckt, dem es sich lohnt, zuzuhören.

  1. Konzentriere dich auf das, was schön ist

Auch wenn Person X gerade eine total bescheuerte Bemerkung gemacht hat, ignoriere sie und konzentriere dich auf das, was dir in deiner Situation gefällt. Der Duft des Kuchens. Der Ort. Eine andere Person, für die du dankbar bist, dass sie da ist. Je mehr du dich auf die Dankbarkeit und das gute Gefühl konzentrierst, desto weniger Raum hast du, um Negativität in dir aufzunehmen.

  1. Schalte auf Durchzug

Manchmal ist Ignoranz die beste Antwort. Es gibt Menschen, die kannst du leider nicht ändern und der einzige Weg ihre Anwesenheit als nicht störend zu empfinden, ist wenn du ihren unnötigen Kommentaren keine Aufmerksamkeit schenkst. Halte dich nicht an ihnen auf, sondern schalte auf Durchzug. Lass ihre Bemerkungen wie ein Blatt in einem Fluss an dir vorbei ins große Meer fließen, in dem sie unter allen Wassertropfen untergeht. Oder sage „das war unnötig“ – und dann lass den Gedanken an den Ärger los.

Übernimm Verantwortung für dich und dein Glücklich-sein

Wann immer dir jemand blöd kommt oder seine Umgebung mit schlechter Stimmung vergiften will, konzentriere dich darauf, dass du sie nicht haben willst. Wie du das erreichst, musst du für dich am besten herausfinden, aber der Schlüssel zum Glücklich-sein liegt in dir. Ganz alleine.

Stell dir vor du bist in Friedensmission unterwegs. Du verbreitest Positives und lässt nicht zu, dass Negativität in dir Raum hat und durch dich verbreitet wird.

Und mit den Worten von Mahatma Ghandi möchte ich dich mit dieser Aufgabe entlassen:

„Wann immer du mit einem Gegner konfrontiert wirst, bezwinge ihn mit Liebe.“

Welche Strategie hilft dir am besten, mit schlechter Laune und Negativität umzugehen? Hast du noch weitere Tipps, um gute Laune zu behalten? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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