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	<title>Bettina Hielscher</title>
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		<title>Hochsensibel und einsam? Der Weg zurück in echte Verbindung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 13:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einsam trotz Hochsensibilität? Erfahre, warum Rückzug heilsam sein kann – und wie du wieder echte Verbindung findest.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensibel-und-einsam/">Hochsensibel und einsam? Der Weg zurück in echte Verbindung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Einsamkeit kennen viele hochsensible Menschen.</strong> Sie können oft gut allein sein – und doch kommt irgendwann der Moment, in dem das Alleinsein nicht mehr gut tut und der Einsamkeit weicht. Denn es fehlt Austausch, Nähe und das Gefühl von echter Verbundenheit.</p>



<p>In diesem Beitrag erfährst du, warum sich Hochsensible häufig einsam fühlen, wenn sie sich auf den Weg zu sich selbst begeben – und wie du zurück in die Verbindung findest.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Rückkehr zu dir selbst </h2>



<p>Die Rückkehr zu dir selbst und einem Leben im Einklang mit deiner Wahrheit ist ein kraftvoller Weg. Er führt dich zu innerer Ruhe, Klarheit und Lebendigkeit. Aber: Dieser Weg ist nicht immer leicht. Manchmal beginnt er mit einem klaren inneren Ja und der Vorfreude auf das, was dich begeistert. Doch manchmal beginnt er leise, sanft – mit einem schmerzlichen Innehalten.</p>



<p>Weil wir erkennen, dass einiges, was wir im Leben aufgebaut haben, nicht ganz echt war. Wir haben funktioniert, uns angepasst und Rollen gespielt. Entscheidungen getroffen, die vernünftig waren – aber uns nicht erfüllt haben. Freundschaften geführt, weil sie sich ergeben haben, und nicht, weil wir sie bewusst gewollt haben. Einen Beruf gewählt, weil er sicher erschien oder erwartet wurde, aber nicht, weil wir ihn geliebt haben. Vielleicht auch geheiratet oder eine Familie gegründet, weil das der &#8222;logische nächste&#8220; Schritt war, aber nicht, weil wir das in der Tiefe gefühlt haben.</p>



<p>Diese Erkenntnisse können wehtun. Doch der Schmerz ist auch ein Anfang.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Moment, der alles verändert</h2>



<p>Viele von uns Hochsensiblen haben früh gelernt, sich selbst zurückzunehmen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ja zu sagen, obwohl unser Inneres Nein ruft.</li>



<li>Zu schweigen, obwohl etwas in uns sprechen will.</li>



<li>Distanz auszuhalten, obwohl wir eigentlich Nähe oder Unterstützung bräuchten.</li>
</ul>



<p>Wir passen uns an – oft jahrelang – und merken erst spät, wie weit wir uns von uns selbst entfernt haben: Von unseren Bedürfnissen, unseren Werten, unserem inneren Zuhause.</p>



<p><strong>Doch irgendwann kommt dieser Moment, den wir nicht mehr überhören können&#8230;</strong></p>



<p>Vielleicht ein feines Unwohlsein, das nun richtig Bauchschmerzen verursacht.</p>



<p>Oder eine Erschöpfung, die mit keinem Schlaf aufzuholen ist.</p>



<p>Vielleicht auch eine innere Leere – trotz äußerem Erfolg.</p>



<p>Und du merkst: Irgendetwas stimmt nicht.</p>



<p>Du fühlst dich dumpf. Einsam. Getrennt von dir selbst – und von anderen.</p>



<p>Unter dieser Schicht wächst eine Sehnsucht nach einem Leben, das echter ist. Verbundener. Erfüllter. Nach einem Gefühl von Zugehörigkeit – zu dir selbst, zu anderen und zum größeren Ganzen.</p>



<p>Wenn du diesen Moment zulässt, beginnt dein Weg: <strong>Der Weg zurück zu dir.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückzug – ein wichtiger Impuls zur Heilung</h2>



<p>Auf dem Weg zurück zu uns selbst begegnen wir oft etwas, womit wir im ersten Moment nicht rechnen: der <strong><a href="https://www.bettinahielscher.de/einsamkeit/">Einsamkeit</a></strong>.</p>



<p>Denn der Weg zu sich selbst beginnt nicht immer mit der Erkenntnis, wer wir sind – sondern oft mit dem Wahrnehmen dessen, wer wir nicht (mehr) sind.</p>



<p>Es sind Momente in denen du merkst, dass vieles im Außen nicht mehr zu dir passt. Dass du mit vielem nicht mehr in Resonanz bist – oder das Außen nicht mehr mit dir.</p>



<p>Das kann Angst auslösen. Frust. Wut.</p>



<p>Und dann kommt oft der Impuls: Rückzug!</p>



<p>Du ziehst dich zurück aus dem Alltag, aus Beziehungen. Vielleicht hast du sogar den Impuls, direkt deine Arbeitsstelle zu kündigen.</p>



<p>Du willst nicht mehr mitmachen, nicht mehr funktionieren. </p>



<p>Nicht aus Schwäche – sondern weil sich das Alte einfach nicht mehr richtig anfühlt. Und weil du zu lange gehofft, gekämpft und dich darum bemüht hast, dass sich alles doch noch einrenken wird. </p>



<p>Du hast deine <a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-grenzen-danke/">Grenzen</a> überschritten – viel länger, als du dir eingestehen willst.</p>



<p>Jetzt gibst du auf. </p>



<p>Nicht dich. </p>



<p>Sondern deinen Wunsch, etwas zu halten, was nicht mehr zu halten ist.</p>



<p>Dieser Rückzug (ohne impulsive Entscheidungen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ) ist heilsam. </p>



<p>Weil er keine Flucht ist, sondern eine Rückkehr.</p>



<p>Ein notwendiges Stillwerden. Ein zur Ruhe-kommen. Ein Erspüren von sich selbst und ein Erforschen der Frage:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;<em><strong>Wer bin ich wirklich – jenseits all dessen, was ich gelernt habe zu sein?</strong></em>&#8222;</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Alleinsein nicht mehr einsam ist</h2>



<p>Wenn du dir erlaubst, eine Zeit lang wirklich mit dir zu sein, verändert sich meist etwas. Die Einsamkeit weicht und macht Platz für ein friedliches Alleinsein.</p>



<p>Weil du bei dir bist. Ohne Urteil. Ohne Maske.<br>Und oft ist dann alles in Ordnung.</p>



<p>Und deine eigene Bedürfnisse tauchen erstmals – oder wieder – auf.</p>



<p>Vielleicht gehst du im Wald spazieren, atmest tief zwischen den Bäumen,<br>und spürst: Ich darf einfach sein.</p>



<p>Oder du wirst kreativ – schreibst, singst, malst – nicht für Applaus, sondern weil dein Inneres sich zeigen will. Und du urteilst nicht, sondern erlaubst dir deinen Ausdruck. Liebst vielleicht sogar, was du erschaffst.</p>



<p>Oder: Du folgst deinem natürlichen Rhythmus. Gehst früh schlafen, weil dein Körper Ruhe braucht – und du bist völlig okay damit.</p>



<p>Und genau dann passiert etwas Heilsames:<br>Du verlässt dich nicht mehr.<br>Du bist bei dir. Ganz.<br>Und fühlst dich wohl mit dir. Vielleicht sogar so frei, lebendig, inspiriert und verbunden, dass du dieses Gefühl nicht mehr in deinem Leben missen willst.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1000" height="625" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/hochsensibilitaet-einsamkeit.jpg" alt="" class="wp-image-41301" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/hochsensibilitaet-einsamkeit.jpg 1000w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/hochsensibilitaet-einsamkeit-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/hochsensibilitaet-einsamkeit-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Einsam unter Menschen: Der wahre Grund für unser Verlorensein</h3>



<p>Doch dann kommen die anderen.</p>



<p>Der Alltag. Begegnungen. Blicke. Erwartungen. Erinnerungen.</p>



<p>Und auch: Die Zweifel.</p>



<p><em>„Bin ich zu viel?“<br>&#8222;Zu wenig?&#8220;</em><br><em>„Zu sensibel?“<br>„Sollte ich anders sein?“</em></p>



<p>Mit diesen Fragen lässt du bereits deine eigene Hand los. Du weichst von deiner Seite. Du verlässt dich selbst, je näher dir ein Mensch kommt – um zu passen, um nicht aufzufallen, um akzeptiert zu werden.</p>



<p>Plötzlich stellst du vermehrt dein Können infrage.<br>Deinen Körper und dein Aussehen.<br>Dich selbst mit deinen Eigenheiten.<br>Oder dein gemaltes Bild, das du eben noch mit Freude betrachtet hast.</p>



<p>Und mit dem Verlassen deiner selbst beginnst du, dich unsicher, getrennt und einsam zu fühlen.</p>



<p>Dieses Dilemma ist, was viele <a href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensible-menschen-im-beruf/">Hochsensible</a> kennen:<br>Die Verbundenheit mit sich, wenn sie alleine sind – und den Verlust dieser Verbindung im Kontakt mit anderen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Dieser Verlust ist es, der zu Einsamkeit und Getrenntheit führt. </em></strong></p>



<p><em>Wir &#8222;verlieren&#8220; uns nicht in Beziehungen.<br></em><strong><em>Wir verlassen uns selbst.</em></strong></p>
</blockquote>



<p>Warum machen wir das?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum wir uns selbst verlassen – eine Schutzstrategie</h2>



<p>Viele von uns haben als Kind gelernt: Echtsein ist riskant. Unser Ausdruck war nicht willkommen. Nicht erwünscht. Wurde nicht gehalten.</p>



<p>Wir waren zu intensiv, zu feinfühlig, zu lebendig.</p>



<p>Vielleicht hast du Sätze gehört wie;</p>



<p>„Sei nicht so empfindlich.“<br>&#8222;Stell dich nicht so an.&#8220;<br>„Du bist zu laut.“</p>



<p><strong>Und so haben wir gelernt, uns selbst zurückzunehmen – Aspekte von uns verleugnet – um uns vor dem Schmerz der Ablehnung zu schützen.</strong></p>



<p>Wir wurden still und haben uns angepasst, um geliebt zu werden.</p>



<p>Dieser Schutz wirkt oft bis heute.</p>



<p>Wir funktionieren, stimmen uns auf den anderen ein – und vergessen dabei uns selbst. Wir vermeiden echte Nähe, die durch <a href="https://www.bettinahielscher.de/authentisch-sein/">Authentizität</a> entsteht. Nicht, weil wir Nähe nicht wollen, sondern weil wir Angst haben, uns in dieser Nähe wieder verlassen zu müssen.</p>



<p>Wir haben oft – meist ohne es zu ahnen – eine <a href="https://www.bettinahielscher.de/bindungsangst/">Bindungsangst</a> entwickelt.</p>



<p>So wählen viele das Alleinsein – und landen in der Einsamkeit, wenn sie echte Begegnungen nicht mehr wagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hochsensibel und einsam? Du bist nicht allein</h2>



<p>Wenn du dich darin erkennst: Wenn du gut mit dir allein sein kannst, aber Einsamkeit auftaucht, weil dir liebevolle Menschen fehlen… </p>



<p>Wenn du Verbindung willst, aber dazu neigst, dich in Beziehungen zu &#8222;verlieren&#8220;.</p>



<p>… dann ist das kein Zeichen von Schwäche – oder davon, dass du <a href="https://www.bettinahielscher.de/nicht-in-welt-passen/">nicht in diese Welt passt</a>.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em><strong>Es ist ein Hinweis, dass du dich nach Echtheit sehnst.<br>Und zeitgleich Angst hast, genau damit sichtbar zu werden.</strong></em></p>
</blockquote>



<p>Manchmal scheint es leichter, allein zu bleiben oder nur mit sehr wenig Menschen Kontakt zu haben – oder nur mit Tieren.</p>



<p><strong>Doch in Wahrheit wünschst du dir Nähe. Tiefe. Gegenseitigkeit.</strong></p>



<p>Es ist ein Bedürfnis, das in uns allen lebt – und das gefühlt und erfahren werden will.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Echtes Bei-dir-Sein: Der Weg aus der inneren Einsamkeit</h3>



<p>Der Weg zurück zu dir bedeutet:<br>Ja – Dich zu lösen von dem, was dir nicht mehr entspricht.<br>ABER AUCH dich zu öffnen – für das, was du dir in der Tiefe wünschst.</p>



<p>Es bedeutet auch ehrlich hinzuschauen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Ziehst du dich zurück aus Schutz vor Reizüberflutung und einem ungesunden Umfeld – oder aus Angst vor echter Nähe?</em></strong></p>
</blockquote>



<p><strong>Ich kenne beides.</strong></p>



<p>Ich weiß, wie stark sich <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstzweifel-ueberwinden/">Selbstzweifel</a> zeigen können, wenn Nähe entsteht. </p>



<p>Ich weiß, es braucht Mut, bei sich zu bleiben – auch wenn andere da sind.</p>



<p>Aber ich weiß auch: Es lohnt sich.</p>



<p>Denn genau dort liegt die Verbundenheit, die Freiheit, das Ankommen und die Stärke:</p>



<p>Im Ja zur echten Begegnung, in der es nicht darum geht, etwas zu tun, <strong>sondern zu sein.&nbsp;</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1000" height="625" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/hochsensibel-und-einsam-1.jpg" alt="" class="wp-image-41297" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/hochsensibel-und-einsam-1.jpg 1000w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/hochsensibel-und-einsam-1-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/hochsensibel-und-einsam-1-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">„Einfach sein“ – schön und schwer zugleich</h2>



<p>„Einfach zu sein“ klingt schön – ist aber für viele Hochsensible ungewohnt und manchmal auch beängstigend, weil sie es nicht gelernt haben.</p>



<p>Allein gelingt es oft leichter. Doch sobald jemand bei uns ist, fällt es schwer. Dann verfallen wir in Rollen, in Anpassung und Funktion, um unseren vermeintlich rechtmäßigen Platz zu haben – und entfernen uns wieder von uns selbst.</p>



<p>Aber: In der Entscheidung, bei dir zu bleiben – auch mit klopfendem Herzen – liegt deine Kraft.</p>



<p>Genau dort beginnt Verbindung – zu dir selbst, zu deiner inneren Stabilität – und zu anderen.</p>



<p><strong>Der Weg zurück zu dir, zu deiner Wahrheit, ist nicht nur Rückzug. Er ist auch eine Bewegung nach vorn, ein mutiges Ich-bin-da.</strong> Ein: Ich-halte-meine-Hand, auch wenn ich zittere.</p>



<p>Denn wenn du dich zeigst mit allem, was du bist, wirst du erleben, dass es Menschen gibt, die genau das sehen wollen. Die dich nicht lieben, weil du passt, sondern weil du bist. Die dich nicht verlassen. Und dass auch du dich nicht verlassen musst, um angenommen zu sein.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Ehrlicher Kontakt und echte Verbindung entstehen nicht dadurch, dass wir uns angleichen. Sondern dadurch, dass wir ganz da sind.</em></strong></p>
</blockquote>



<p>Aus diesem Da-sein an deiner Seite erwächst deine Stärke. Deine Größe. Deine Authentizität, in der du dir erlaubst, dich zu zeigen mit deinen Stärken – und mit deinen Schwächen. Mit deinen Bedürfnissen – und deinen Grenzen. Mit deinen Eigenheiten, die dich – als Aspekte von dir – wunderschön, echt und liebenswert machen.</p>



<p>Dann beginnt wahre Freiheit und wahres Wachstum: Im Sein wie du bist, um zu werden, wie du sein kannst. Ohne Druck. Ohne Härte. Sondern durch die Erlaubnis, mit dem Fluss des Lebens zu fließen.</p>



<p>Doch wie sieht das konkret im Alltag aus?&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo du dich im Alltag verlässt – und wie du bei dir bleibst</h2>



<p>Vielleicht bist du mit Freunden unterwegs, alle wollen noch weiterziehen – aber du spürst: Ich will nach Hause. Doch du sagst nichts – aus Angst, andere zu enttäuschen. Und fühlst dich innerlich einsam.</p>



<p>Oder du sitzt in einer Runde, hörst Meinungen, mit denen du nicht übereinstimmst – doch du schweigst. Aus Angst vor Verurteilung oder vor einer Diskussion, der du nicht standhalten kannst. Und fühlst dich innerlich getrennt.</p>



<p>Das sind Momente der Selbstverlassenheit.</p>



<p>Was wären hier erste Schritte, um bei dir zu bleiben?</p>



<p>Ein ehrlicher Satz wie:</p>



<p>„Ich genieße das hier sehr, aber merke, dass mein Körper jetzt Ruhe braucht. Ich verabschiede mich für heute.&#8220;</p>



<p>Oder: „Ich sehe das ein bisschen anders. Wollte ihr meine Sicht hören?“</p>



<p>Nicht im Streit, nicht im Widerstand. Sondern in Verbindung. In deiner Sprache. In deinem Tempo.</p>



<p>Das sind kleine Schwellen im Alltag, an denen du wählen kannst:<br><em><strong>Verlasse ich mich? Oder bleibe ich bei mir?</strong></em></p>



<p>Du kannst dich fragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wo sage ich Ja, obwohl mein Inneres Nein sagt?</li>



<li>Wo verstumme ich, obwohl etwas in mir sprechen will?</li>



<li>Wo zeige ich Stärke, obwohl ich mich schwach fühle?</li>
</ul>



<p>Und was wäre hier ein kleiner Schritt zurück zu dir?</p>



<p>Kein großer Wandel. <strong>Nur ein einziger Moment der Wahrheit.</strong></p>



<p>Ein ehrlicher Satz.<br>Ein bewusstes Nein.<br>Eine authentische Geste.</p>



<p>Diese <a href="https://www.bettinahielscher.de/affirmationen/">Affirmationen</a> können dir dabei helfen:</p>



<p>&#8222;<strong><em>Ich bleibe bei mir, auch wenn andere da sind.&#8220;<br>&#8222;Ich halte meine Hand, auch wenn ich zittere.&#8220;<br>&#8222;Ich bin da – und verlasse mich nicht.&#8220;</em></strong></p>



<p>Dieser Schritt in deine Authentizität kann zunächst Mut kosten. Du betrittst neues Terrain. Doch es lohnt sich! Denn jedes Mal, wenn du bleibst, an deiner Seite – auch mit klopfendem Herzen und zitternder Stimme – wächst in dir die stille Kraft und innere Gewissheit:</p>



<p><strong>Ich darf sein.</strong><br>Mit meinen Eigenheiten.<br>Mit meinen Bedürfnissen.<br>Mit meinen Grenzen.<br>Meiner Meinung.<br>Meinem Tempo.<br><em>Weil ich es mir erlaube.</em></p>



<p>Und das verändert alles!</p>



<p>DU wirst zu deinem Anker. Anstatt das Blatt im Wind zu sein, dass durch die Reaktionen anderer erzittert, wählst du den Stamm. Die tiefen Wurzeln. Und hältst deine Hand, auch wenn sie zittert. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Dich einsam fühlen – ein Ruf zurück ins Leben</h2>



<p>Natürlich ist es wichtig, Menschen zu wählen und finden, die dich sehen. Die deine Werte teilen. Die bereit sind, dich anzuerkennen.</p>



<p>Aber wir dürfen auch mutig den Anfang wagen. </p>



<p>Nicht nur warten, dass andere sich bewegen, sondern zeigen: Ich bin bereit für echte Begegnung – mit mir und mit anderen. Und manchmal stellen wir fest, wie sich Begegnungen verändern, vertiefen – weil WIR uns anders zeigen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Rückzug ist wichtig. </em></p>



<p><em>Aber wenn das Alleinsein zu Einsamkeit wird, dann ist das der Ruf deiner Seele:</em></p>



<p>&#8222;<strong><em>Komm zurück ins Leben. In die V</em></strong><em><strong>erbindung.&#8220;</strong></em></p>
</blockquote>



<p>Dazu ermutige ich dich.</p>



<p>Weil es so sich so viel schöner und leichter leben lässt, wenn wir der Stamm sind – und nicht das Blatt im Wind. Wenn wir erkennen, dass wir verwurzelt sind, und die Regungen unseres Geistes und unserer Gefühle Aspekte von uns, aber nicht der Kern unseres Wesens ist.</p>



<p>Somit wünsche ich dir Erfahrungen, die dich nähren – im Alleinsein und mit Menschen.</p>



<p>Erfahrungen, die dich erinnern:</p>



<p>Du darfst du selbst sein.<br>Es ist schön und aufregend, du selbst zu sein.<br>Und du bist nicht allein.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Darin liegt der Weg in die Verbundenheit und Freiheit:<br><strong>Menschen zu begegnen – während du bei dir bleibst.</strong></em></p>
</blockquote>



<p><strong>Wo erlaubst du dir, echter zu sein? Und was hast du erlebt?</strong><br>Teile gerne deine Gedanken in den Kommentaren. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensibel-und-einsam/">Hochsensibel und einsam? Der Weg zurück in echte Verbindung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Gefühle fühlen – ein Weg zu innerer Freiheit</title>
		<link>https://www.bettinahielscher.de/gefuehle-fuehlen-als-befreiung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 10:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.bettinahielscher.de/?p=40171</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gefühle fühlen kann belastend sein. Wenn wir lernen, sie willkommen zu heißen, statt abzuwehren, können wir durch sie Freiheit finden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/gefuehle-fuehlen-als-befreiung/">Gefühle fühlen – ein Weg zu innerer Freiheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Manchmal vergessen wir, dass es nicht darum geht, Gefühle zu kontrollieren oder zu verändern, sondern sie einfach zu fühlen. Gefühle fühlen – das klingt so simpel, und doch ist es oft eine Herausforderung. Wir neigen dazu, unangenehme Emotionen zu verdrängen oder an schönen Momenten festzuhalten. Doch wahre innere Freiheit entsteht, wenn wir alle Gefühle annehmen, ohne an ihnen zu haften oder sie abzulehnen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Wir müssen Trauer empfinden, ohne ein Ende des Schmerzes herbeizusehnen. Dann können wir Trauer spüren, ohne unter ihr zu leiden. Und wenn wir Freude spüren, ohne uns dabei nach noch mehr Freude zu sehnen, dann können wir Freude leben, ohne unseren inneren Frieden zu verlieren.</em></strong> – <em>Yuval Noah Harari</em></p>
</blockquote>



<p>Diese Worte vom israelischen Historiker und Autor Yuval Noah Harari haben mich tief berührt. Sie sind eine Erinnerung daran, dass unser <a href="https://www.bettinahielscher.de/leiden-ist-eine-entscheidung/">Leiden</a> nicht aus unseren Gefühlen selbst entsteht, sondern aus unserer Anhaftung oder unserem Widerstand gegen sie. Sie zeigen mir, dass es möglich ist, Gefühle in ihrer ganzen Tiefe zu spüren, ohne in ihnen gefangen zu sein. <strong>Dass wir lernen können, den Wellen unserer Emotionen mit Vertrauen zu begegnen, anstatt uns gegen sie zu stemmen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Erlaube dir zu fühlen</h2>



<p>Wir <a href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensible-menschen-im-beruf/">hochsensiblen Menschen</a> fühlen viel und wir fühlen intensiv. Für manch einen Hochsensiblen mag die aktuelle gesellschafts-politische Lage ganz besonders gefühlsintensiv und damit herausfordernd, belastend, schmerzhaft und schwer zu ertragen sein. </p>



<p>Was auch immer der Grund dafür ist – das Geschehen in der Welt oder das persönliche Leben betreffend – wenn du unter deinen <a href="https://www.bettinahielscher.de/gefuehle-zulassen/">Gefühlen</a> leidest, lade ich dich mit den Worten von Yuval Noah Harari dazu ein, jegliches Wollen loszulassen und in die Ruhe des Seins zu finden.</p>



<p>Fühle, was du fühlst, ohne Bewertung.</p>



<p><strong>Wenn du traurig bist, dann fühle Trauer. Jetzt.</strong> <strong>So wie sie sich dir zeigt und sich durch dich ausdrücken möchte.</strong></p>



<p><strong>Wenn du glücklich bist, dann fühle Freude. Jetzt. So wie sie sich dir zeigt und sich durch dich ausdrücken möchte.</strong></p>



<p><strong>Und wenn du dich wie gelähmt fühlst, betäubt und müde von den intensiven Gefühlsregungen der letzten Zeit, dann fühle auch das. Jetzt.</strong> <strong>So wie es sich dir zeigt und sich durch dich ausdrücken möchte.</strong></p>



<p>Fühle, ohne etwas weghaben, herbeisehnen oder halten zu wollen.</p>



<p>Fühle ohne Widerstand und ohne Anhaftung.</p>



<p>Fühle ohne Wollen.</p>



<p>Fühle ohne Kampf.</p>



<p><strong>Dein Atem fließt.<br>Das Leben fließt.<br>Deine Gefühle fließen.<br>Und Veränderung ist gewiss.</strong></p>



<p>Fühle und sei.</p>



<p>Fühle und lass los.</p>



<p>Vermutlich wirst du feststellen, dass sich der Frieden langsam in dir ausbreitet. Dass das Gefühl sich wandelt, sich verwandelt. Nichts bleibt, wie es ist – auch nicht die Emotionen, die dich jetzt vielleicht noch belagern. Je mehr du sie annimmst, desto freier können sie weiterziehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gefühle als Wegweiser annehmen</h3>



<p>Oft neigen wir dazu, unsere Gefühle als Hindernisse zu betrachten. Doch was, wenn sie vielmehr Wegweiser sind? Was, wenn sie uns nicht belasten, sondern uns helfen wollen, uns tiefer zu verstehen und in unserem Sein anzukommen?</p>



<p>Unsere Trauer zeigt uns, was uns wichtig ist. Sie macht uns bewusst, dass wir lieben und dass uns etwas bedeutet. Unsere Freude zeigt uns, wo unser Herz sich entfaltet, was uns nährt und belebt. Auch Gefühle wie Angst oder <a href="https://www.bettinahielscher.de/negative-gefuehle/">Wut</a> haben ihre Berechtigung – sie wollen uns beschützen, uns ermutigen, <a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-grenzen-setzen/">Grenzen zu setzen</a> oder für etwas einzustehen.</p>



<p><strong>Anstatt gegen unsere <a href="https://www.bettinahielscher.de/gefuehle-zulassen/">Gefühle</a> anzukämpfen, können wir lernen, mit ihnen zu sein, ihnen Raum zu geben und sie als Teil unserer inneren Landschaft anzunehmen.</strong> Kein Gefühl ist dauerhaft, alles kommt und geht wie die Wellen des Meeres. Wenn wir uns dieser natürlichen Bewegung hingeben, entsteht eine tiefe innere Freiheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Kraft der Achtsamkeit</h3>



<p><a href="https://www.bettinahielscher.de/achtsamkeit-lernen-buecher/">Achtsamkeit</a> kann uns dabei helfen, diesen Weg bewusst zu gehen. Durch Achtsamkeit können wir unsere Gefühle wahrnehmen, ohne uns von ihnen überwältigen zu lassen. Sie lehrt uns, im Hier und Jetzt zu sein, ohne in vergangenen Erlebnissen zu verharren oder uns vor zukünftigen Möglichkeiten zu fürchten.</p>



<p>Ein einfacher Weg, dies zu üben, ist der bewusste Atem. Wann immer du merkst, dass du dich in intensiven Emotionen verlierst, bringe deine Aufmerksamkeit zu deinem Atem. Spüre, wie er ein- und ausströmt. Lass ihn sein, ohne ihn zu kontrollieren. <strong>Dein Atem ist dein Anker, er erinnert dich daran, dass du lebendig bist, hier und jetzt.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Gefühle fühlen – ein Schlüssel zu innerer Freiheit</h3>



<p>Es ist nicht immer leicht, sich dem Fluss des Lebens anzuvertrauen. Doch indem wir lernen, unsere Gefühle ohne Anhaftung oder Widerstand zu erleben, öffnen wir uns für eine tiefere Ruhe und Akzeptanz. Wir müssen nichts reparieren, nichts erzwingen. <strong>Alles darf sein, so wie es ist. Und genau darin liegt unsere größte Freiheit.</strong></p>



<p>Möge dieser Gedanke dich begleiten und dir helfen, mit deinen Gefühlen in Freundschaft zu sein. Denn wenn du sie liebevoll annimmst, anstatt sie zu fürchten oder zu verdrängen, dann werden sie zu deinem Wegweiser, nicht zu deiner Last.</p>



<p><strong>Mögest du Frieden in dir finden.</strong></p>



<p><strong>Podcast-Empfehlung </strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://open.spotify.com/episode/0Cxikdge2K98kuvhbyx669?si=dvXcBCptS36UM4_Rx4FjiA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">In meiner Podcast-Folge 020</a> erfährst du, warum Gefühle fühlen dich von Stress befreit und in die Lebendigkeit zurückbringt.</li>



<li><a href="https://open.spotify.com/episode/3BekgiHQpmuPJVBOwzrQRE?si=p3dVcV-HQveCkpRArkwYeA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">In meiner Podcast-Folge 016</a> gebe ich dir einen &#8222;Crashkurs in Gefühlen&#8220; – um die Gefühle zu verstehen und für dich zu nutzen</li>
</ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/gefuehle-fuehlen-als-befreiung/">Gefühle fühlen – ein Weg zu innerer Freiheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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		<title>10 Irrtümer, die Hochsensible über sich und das Leben glauben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2025 14:34:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hochsensible sehen die Welt oft durch Fehlannahmen. Hier sind 10 Irrtümer – und wie du sie überwinden kannst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/irrtuemer-hochsensible-menschen/">10 Irrtümer, die Hochsensible über sich und das Leben glauben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Hochsensible Menschen nehmen die Welt intensiv wahr – tiefgehend, facettenreich und mit einem Gespür für das, was hinter den Dingen liegt.</strong> Doch gerade diese Sensitivität kann dazu führen, dass sie Überzeugungen entwickelt haben, die ihnen das Leben schwer machen.</p>



<p>Hier sind zehn große Irrtümer, die Hochsensible oft glauben – und die Wahrheit dahinter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Ich bin zu empfindlich</h2>



<p>Viele Hochsensible hören schon früh Sätze wie: <em>„</em>Sei doch nicht so empfindlich.“ oder „Leg dir ein dickeres Fell zu.“ Vielleicht kennst du das. Doch deine Empfindsamkeit ist keine Schwäche – sie ist eine Gabe. Sie erlaubt dir, tief zu fühlen, andere zu verstehen und mit der Welt auf einer Ebene zu interagieren, die vielen verborgen bleibt.</p>



<p>Wahre Stärke bedeutet nicht, sich abzuhärten, sondern authentisch zu bleiben. <strong>Nur wenige können so fein wahrnehmen und sich mit anderen verbinden wie du es kannst. Nutze diese Fähigkeit!</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Ich bin allein mit meiner Wahrnehmung</h2>



<p>Hochsensible fühlen sich oft isoliert, weil sie Dinge wahrnehmen, die anderen entgehen. Doch du bist nicht allein – auch wenn es dir manchmal so vorkommt. </p>



<p>Man geht davon aus, dass 15-20% der Menschen hochsensibel sind. Das bedeutet, dass im Schnitt jeder fünfte Mensch, dem du begegnest, ähnlich fein empfindet. Wie viele Menschen auf deiner Arbeit oder in deiner Stadt sind demnach hochsensibel? Und wer könnte es sein? <strong>Vertraue darauf, dass du spürst, wenn du einer sensiblen Seele begegnest – und dass ihr euch erkennt.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Ich muss mich anpassen, um akzeptiert zu werden</h2>



<p>Gerade weil Hochsensible oft anders empfinden, glauben sie manchmal, sich anpassen zu müssen, um dazuzugehören. Doch echte Verbundenheit entsteht nicht durch Selbstverleugnung, sondern durch Authentizität.</p>



<p>Je mehr du dich in deiner wahren Essenz zeigst, desto klarer wirst du wahrgenommen – und desto leichter finden die richtigen Menschen zu dir. <strong>Habe den Mut, du selbst zu sein, und du wirst jene anziehen, die dich wirklich verstehen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Ich muss etwas leisten, um wertvoll zu sein</h2>



<p>In einer Welt, die Leistung oft über alles stellt, kann es für Hochsensible herausfordernd sein, sich nicht über <a href="https://www.bettinahielscher.de/fragen-zum-erfolg/">Erfolge</a> oder äußere Anerkennung zu definieren. Doch dein Wert liegt nicht in dem, was du tust – sondern in dem, was du bist. </p>



<p><strong>Du bist wertvoll, einfach weil du existierst.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">5. Es ist egoistisch, für mich selbst zu sorgen</h2>



<p>Hochsensible haben oft den Drang, für andere da zu sein – ihre Gefühle zu spüren und ihnen zu helfen, auch wenn sie selbst etwas anderes brauchen. Doch wahre Fürsorge beginnt bei dir selbst. Wenn du dich selbst aus den Augen verlierst, verlierst du auch deine Energie.</p>



<p><strong>Selbstfürsorge ist kein Egoismus, sondern eine essentielle Grundlage, um für andere wirklich da sein zu können.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">6. Ich bin nicht stark genug für diese Welt</h2>



<p>Manchmal fühlt sich das Leben für Hochsensible überwältigend an, voller Reize, Erwartungen und Emotionen. Doch deine Stärke liegt gerade in deiner Feinfühligkeit. Sie macht dich resilient, weil du tief mit dir selbst verbunden bist.</p>



<p>Stärke bedeutet nicht, alles auszuhalten – sondern gut mit deinen Ressourcen umzugehen: zu spüren, wann du Pausen brauchst, wann du <a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-grenzen-setzen/">Grenzen setzen</a> darfst und wann du Energie für andere hast. <strong>Nutze deine Feinfühligkeit, um dich im Gleichgewicht zu halten.</strong></p>



<p><em>Wie du deine Grenzen erkennst und ohne schlechtes Gewissen Nein sagst, lernst du auch in meinem <a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-grenzen-setzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Onlinekurs &#8222;Grenzen setzen, Kraft erleben&#8220;</a></em></p>



<h2 class="wp-block-heading">7. Negative Gefühle sind schlecht</h2>



<p>Weil Hochsensible Menschen Gefühle besonders intensiv empfinden, kann es verlockend sein, sich vor Schmerz und Traurigkeit schützen zu wollen. Doch jede Emotion hat ihre Berechtigung. Sie erzählt dir etwas über dich selbst und deinen Bezug zu einer Sache. </p>



<p><strong>Angst, Trauer und Wut sind nicht deine Feinde – sie sind Botschafter, die dich deinen Standpunkt erkennen, im Einklang mit dir leben und dich in dein höchstes Potential wachsen lassen.</strong></p>



<p><em>In meiner Podcastfolge 016 &#8222;Ein Crashkurs in Gefühlen&#8220; lernst du die Grundgefühle kennen und für dich zu nutzen.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">8. Ich darf nicht „nein&#8220; sagen</h2>



<p>Viele Hochsensible haben Schwierigkeiten mit Abgrenzung, weil sie die Gefühle anderer intensiv wahrnehmen und niemanden enttäuschen möchten. Doch „<a href="https://www.bettinahielscher.de/nein-sagen/">Nein</a>“ zu sagen bedeutet nicht, einen Menschen abzulehnen, sondern eine bestimmte Situation oder Sache abzulehnen, weil sie (in dem Moment) nicht gut für dich ist.</p>



<p>Ein „Nein“ zu etwas, das dir schadet, ist ein „Ja“ zu dir und deinem Wohlbefinden. <strong><a href="https://www.bettinahielscher.de/grenzen-setzen/">Gesunde Grenze</a>n zu setzen ist kein Zeichen von Egoismus, sondern von <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstachtung-staerken/">Selbstachtung</a>.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">9. Die Welt ist zu hart für meine Sensibilität</h2>



<p>Manchmal scheint es, als wäre Sensibilität in dieser Welt eine Last. Doch was, wenn sie gerade das ist, was die Welt braucht?</p>



<p>Unsere Gesellschaft ist über die Jahre hinweg hart und unnachgiebig geworden. Menschen mit Hochsensibilität bringen Mitgefühl, Kreativität und Tiefe hinein. Deine Sensibilität ist ein Geschenk – sowohl für dich selbst als auch für andere. <strong>Habe den Mut, mit deiner Gabe zu einer Welt beizutragen, die genau das braucht, was du bereits besitzt.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">10. Ich bin falsch, so wie ich bin</h2>



<p>Vielleicht hast du schon früh das Gefühl gehabt, <a href="https://www.bettinahielscher.de/nicht-in-welt-passen/">nicht in diese Welt zu passen</a>. Doch was, wenn du genau richtig bist – so, wie du bist? Deine Art zu fühlen, zu denken und zu sein, hat ihren ganz besonderen Platz. Du bist nicht falsch. Du bist einzigartig – und hast vielleicht noch nicht erkannt, welche Bereicherung du für andere sein kannst.</p>



<p>Erlaube dir, dich selbst zu entdecken und deine Fähigkeiten zu entfalten. <strong>Je mehr du deiner eigenen Wahrheit folgst, desto mehr wirst du spüren: Du bist genau richtig und gehörst in diese Welt.</strong></p>



<h1 class="wp-block-heading">Erlaube dir, du selbst zu sein</h1>



<p>Wenn wir die Missverständnisse über unsere Hochsensibilität ablegen, ist es, als würden wir hinter einer Milchglasscheibe hervortreten – plötzlich wird die Welt klarer, bunter und greifbarer. Wir müssen uns nicht länger verstecken oder verstellen, sondern können uns dem Leben in seiner vollen Schönheit öffnen.</p>



<p><strong>Erlaube dir, das Leben in all seiner Vielfalt zu fühlen und deine Sensibilität zu leben</strong>.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Deine wahre Stärke liegt in deiner Authentizität, mit der du die Welt auf eine Weise bereicherst, wie nur du es vermagst.</em></strong></p>
</blockquote>



<p><strong>Wo spürst du bereits, dass du mit deiner Sensibilität eine Bereicherung für andere bist?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/irrtuemer-hochsensible-menschen/">10 Irrtümer, die Hochsensible über sich und das Leben glauben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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		<title>Gesunde Grenzen setzen – fange mit diesem Schritt an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 18:14:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kann ich mich besser abgrenzen? In diesem Artikel erfährst du, welche Basis es braucht, um gesunde Grenzen setzen zu können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/grenzen-setzen/">Gesunde Grenzen setzen – fange mit diesem Schritt an</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Wie kann ich mich besser abgrenzen? Wie kann ich mich schützen? Wie kann ich gesunde Grenzen setzen?</strong> Diese Fragen stellen sich viele hochsensible Personen. Doch nicht nur für sehr feinfühlige Menschen, grundsätzlich ist das Setzen gesunder Grenzen für jeden Menschen wichtig, der an einem ehrlichen und (wahrhaft!) harmonischen Miteinander interessiert ist.</p>



<p>Was gesunde Abgrenzung bedeutet, wieso sensiblen Menschen das Grenzen setzen schwerfällt und welche wichtigste Basis es braucht, um gesunde Grenzen setzen zu können, erfährst du in diesem Artikel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was gesunde Abgrenzung bedeutet</h2>



<p>Wenn es um Beziehungen geht, wird häufig von der Fähigkeit zur (gesunden) Abgrenzung gesprochen. Doch was heißt das eigentlich?</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Gesunde Abgrenzung bedeutet, dass ich mich von etwas distanziere, das meinem Wohlbefinden schadet – und die volle Verantwortung für diese Entscheidung übernehme.</em></strong></p>
</blockquote>



<p>Zum Beispiel: mich um 21.00 Uhr von einer Geburtstagsfeier verabschieden, weil ich müde bin und schlafen möchte. Eine Aufgabe ablehnen, weil ich keine freien Kapazitäten habe. Oder ein Treffen ablehnen, weil ich Zeit für mich alleine braucht.</p>



<p>Was in der Theorie logisch und einfach klingt, ist in der Praxis oft schwierig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Hochsensiblen das Grenzen setzen schwerfällt</h2>



<p>Viele Menschen, vor allem jedoch <a href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensible-menschen-im-beruf/">hochsensible Menschen</a>, haben große Schwierigkeiten damit, sich auf gesunde Weise von anderen Menschen abzugrenzen. </p>



<p>Ein Grund dafür ist das oft <strong>hohe</strong> <strong>Einfühlungsvermögen</strong> und damit einhergehend der Wunsch, andere Menschen mit einem „Nein“ nicht verletzen zu wollen. Hochsensible können die Enttäuschung, die sie in anderen möglicherweise hervorrufen, nur schwer ertragen, weil sie diese gleichermaßen fühlen. </p>



<p>Ebenso fällt es HSP durch das hohe <a href="https://www.bettinahielscher.de/empathie/">Mitfühlen</a> manchmal schwer, ihre eigenen <a href="https://www.bettinahielscher.de/gefuehle-zulassen/">Gefühle</a> (und Bedürfnisse) zu spüren, was zu Unsicherheit in Bezug zur Wahrnehmung ihrer eigenen Grenzen führt.</p>



<p>Auch die <strong>leichte</strong> <strong>Verletzbarkeit</strong> führt dazu, dass HSP sich schwer tun im Grenzen setzen. Denn ein „<a href="https://www.bettinahielscher.de/abgrenzung/">Nein</a>“ birgt immer die Gefahr, auf Widerstand zu stoßen und mit Kritik und <a href="https://www.bettinahielscher.de/vorwuerfe/">Vorwürfen</a> konfrontiert zu werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Na toll! Das hätte ich nicht von dir erwartet.“</li>



<li>„Ach komm, stell dich nicht so an!“</li>



<li>„Oh wie schade. Ich hatte mich so darauf gefreut! Bitte tue es für mich.“</li>



<li>„Ich weiß nicht, wie ich das ohne dich schaffen soll, das wird sehr schwer.“</li>
</ul>



<p>Aussagen dieser Art können feinfühlige Menschen leicht verletzen, tief treffen und große Schuldgefühle in ihnen wecken. </p>



<p>Zudem fühlen sich HSP – wenn Kritik und Vorwürfe zurückkommen – emotional getrennt von ihrem Gegenüber, was für HSP ebenfalls schwer zu ertragen ist. Ihr tiefer <strong>Wunsch nach Verbundenheit</strong> (der oft ungesund verstärkt wird durch ein (unbewusst) erlebtes Bindungstrauma in der Kindheit) lässt HSP oft keine Grenzen setzen, weil ein Nein – in ihren Augen – diese Verbundenheit gefährdet.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Welche Gründe auch vorliegen mögen: Um den emotionalen Schmerz zu vermeiden, den das Grenzen setzen hervorrufen könnte, passen sich HSP häufig an und erfüllen – oft mit höchster Sorgfalt – die Erwartungen und Wünsche ihrer Mitmenschen, anstatt auf ihre eigenen Rücksicht zu nehmen.</strong></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">&#8222;Ich muss mich schützen!&#8220; – Ein Zeichen von Angst</h2>



<p>Vielleicht kennst du das Gefühl, Grenzen setzen zu wollen, weil es für dich richtig wäre, doch es gelingt dir einfach nicht? </p>



<p>Die Ursachen sind meist einem inneren Konflikt geschuldet, der aus den bereits oben genannten Gründen hervorgeht. Schuldgefühle, Angst vor Ablehnung, mangelnde eigene Erlaubnis von Grenzen oder die Angst, andere zu verletzen, lassen uns im Außen nicht die notwendige <a href="https://www.bettinahielscher.de/abgrenzung/">Abgrenzung</a> vornehmen, die für unser Wohlergehen wichtig wäre.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Wer Grenzen nicht setzen kann, obwohl er es eigentlich möchte, beginnt unbewusst Angst vor den Situationen und Menschen zu entwickeln, in/bei denen eine Grenzüberschreitung vorkommen kann oder wahrscheinlich ist.</em></strong></p>
</blockquote>



<p>Zum Beispiel haben wir insgeheim Angst vor der Kollegin Sabine, weil sie immer negativ eingestellt ist und uns mit ihrer schlechten Laune leicht die eigene Stimmung verdirbt.</p>



<p>Oder wir haben Angst vor großen Geburtstagsfeiern, weil wir dort immer vielen Reizen und Energien ausgesetzt sind, die uns erschöpfen und unruhig machen.</p>



<p>Oder wir haben Angst vor dominanten Menschen, weil ihre direkte und unsensible Art uns leicht verunsichert und wir uns unfähig fühlen, ihnen selbstsicher entgegenzutreten.</p>



<p>Grundsätzlich können wir uns aus zwei verschiedenen Positionen heraus abgrenzen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Aus der Ruhe und Klarheit heraus oder</li>



<li>aus der Unsicherheit und Angst heraus</li>
</ol>



<p>Wenn wir glauben, uns schützen zu müssen, hat das in der Regel mit Angst zu tun. Wir haben Angst vor etwas, das<strong> </strong>uns negativ beeinflussen <strong>wird!</strong> und vor dem wir uns &#8211; von vornherein – schützen müssen, weil wir uns in der Lage selbst unfähig dazu fühlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weniger Schutz durch inneren Rückzug</h2>



<p>Ein Schutz aus Angst bedeutet, mit Flucht, Angriff oder Totstellen zu reagieren. </p>



<p>Wir entziehen uns daher entweder von vornherein der Situation, die wir fürchten oder wir ziehen uns – inmitten der Situation – innerlich zurück oder stellen unsere (imaginären) Stacheln auf. </p>



<p>Durch den inneren Rückzug oder das &#8222;Mauern&#8220; sind wir körperlich nicht wirklich anwesend.  Es kann uns dabei so vorkommen, als &#8222;stehen wir neben uns&#8220; oder als wären wir eingeschlossen in uns selbst. Wir fühlen uns stark getrennt von allem. </p>



<p>Wir spüren uns (mitsamt unseren Bedürfnissen) nicht mehr richtig. </p>



<p>Wir spüren die anderen nicht richtig. </p>



<p>Wir spüren den Moment nicht richtig. </p>



<p>Und wir verhalten uns dementsprechend auch unsicher und unbeweglich, weil wir weder mit uns, noch mit den Mitmenschen, noch mit dem Moment wirklich in Kontakt sind.</p>



<p>Energetisch gesehen sind wir nicht in unserem Körper präsent, wodurch unser eigener Energieraum (Aura) auch leichter aufgefüllt werden kann mit fremden Energien (die du als HSP oft deutlich spürst.)</p>



<p>Viele Menschen wählen den Weg des (inneren) Rückzugs, um sich zu schützen, weil sie es nicht besser wissen und gelernt haben. In ihnen lebt die Vorstellung, dass Abgrenzung bedeutet, &#8222;zuzumachen&#8220; und sich zu verschließen. Was logisch klingt und als vermeintlicher Schutz dient, fördert wie du in diesem Abschnitte erfahren hast, jedoch das Gegenteil: Ein geringerer Schutz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Präsenz als Schlüssel zur gesunden Abgrenzung</h2>



<p>Gesunde Abgrenzung hat mit Offenheit und Präsenz zu tun:</p>



<p>Du bist voll und ganz in deinem Körper &#8222;anwesend&#8220; und nimmst dadurch auch energetisch deinen eigenen Raum ein. Es ist ein Aufmachen, anstatt ein Zumachen. <strong>Du öffnest dich dem Moment, anstatt wegzugehen und dich dem Moment zu verweigern.</strong></p>



<p><em>Je präsenter du in deinem Körper bist, desto klarer kannst du dich und deine tatsächlichen Bedürfnisse und Grenzen spüren. Das ermöglicht dir, aus der Ruhe und Klarheit heraus zu agieren.</em></p>



<p><em>Je präsenter du in deinem Körper bist, desto mehr kannst du dich auf die Menschen und die Situation einlassen. Auf das, was ist. Du bist dadurch auch für andere spürbar &#8222;da&#8220; und erlebst den Moment wahrhaftig.</em></p>



<p><em>Je präsenter du in deinem Körper bist, desto weniger können auch fremde Energien deinen eigenen Raum einnehmen, weil du diesen Platz selbst ausfüllst.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">In deinen Körper zurückkommen</h2>



<p>Prüfe einmal, ob du beim Abgrenzen innerlich &#8222;weggehst&#8220;. Wenn ja: registriere das und komme in deinen Körper zurück. Das gelingt zum Beispiel über deine fünf Sinne: Atme fünf Mal bewusst ein und aus. Spüre den Boden unter deinen Füßen. Berühre deinen Arm. Trinke ganz bewusst ein paar Schlucke Wasser. Nimm die Geräusche deiner Umgebung wahr. </p>



<p>Es ist okay, dass du hier bist. Es ist schön, dass du hier bist. Dir kann nichts passieren.</p>



<p>Im präsenten Zustand kannst du dich selbst viel klarer spüren und dadurch auch ruhiger und klarer abgrenzen von dem, was dir in diesem Moment nicht guttut. Anstatt von vornherein Angst zu haben, „Schaden zu erleiden“, bleibst du da und gehst mit dem Moment mit. Du erlebst ihn und du fließt mit ihm: Wenn es dir zu viel wird, sprichst du das aus. Wenn du etwas brauchst, sorgst du dafür, dass du es bekommst. Dieses Einlassen und leben aus dem Moment heraus schenken dir Freiheit, (innere) Beweglichkeit und Sicherheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Grenzen setzen bedarf der Übung</h2>



<p>Gesunde Abgrenzung ist ein komplexes Thema und es Bedarf der Übung. Das &#8222;Da bleiben&#8220; im Körper kann herausfordernd sein, weil wir jene Gefühle spüren, denen wir bisher aus dem Weg gegangen sind. Den <a href="https://www.bettinahielscher.de/gefuehle-zulassen/">Umgang mit diesen Gefühlen</a> und Ängsten zu lernen, ist ein weiterer Schritt in der gesunden Abgrenzung. Denn erst durch unsere Fähigkeit zum gesunden Selbstmanagement, können wir uns sicher und stabil in herausfordernden Situationen fühlen. Hierbei kann auch ein Coaching sehr helfen (<a href="https://bettinahielscher.youcanbook.me/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier kannst du ein Erstgespräch vereinbaren</a>)</p>



<p>In diesem Artikel habe ich dir den ersten und wichtigsten Schritt genannt, den es braucht, um dich gesund abgrenzen zu können: Deine Präsenz. Und ich wünsche dir, dass du dir zunehmend erlaubst, dem Leben voll und ganz zu begegnen. Denn Leben bedeutet Verbundenheit, Gegenwärtigkeit, Kontakt. Erst in der Berührung mit dem Leben, kannst du die Schönheit, die Tiefe und die Fülle, die darin liegen, wahrnehmen. </p>



<p>Weiterführende Links:</p>



<p>Was es dich kostet, wenn du nicht auf dich achtest und wie dir der Weg heraus gelingen kann, erfährst du <a href="https://www.erfolgsdetektiv.com/selbstmanagement/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem wertvollen Beitra</a>g von Waldemar auf Erfolgsdetektiv. </p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/grenzen-setzen/">Gesunde Grenzen setzen – fange mit diesem Schritt an</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Angst vor Nähe? – Bindungsangst erkennen und überwinden</title>
		<link>https://www.bettinahielscher.de/bindungsangst/</link>
					<comments>https://www.bettinahielscher.de/bindungsangst/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2022 22:11:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Bindungsangst]]></category>
		<category><![CDATA[Inneres Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.bettinahielscher.de/?p=36870</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen haben Bindungsangst und wissen es nicht. Hier findest du 32 mögliche Symptome, Ursachen sowie Tipps gegen die Angst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/bindungsangst/">Angst vor Nähe? – Bindungsangst erkennen und überwinden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Menschen mit Bindungsangst fällt es schwer, sich auf andere Menschen einzulassen</strong>. Sie haben in ihrer Vergangenheit sehr negative Erfahrungen mit engen Bindungen gemacht und wollen sich deshalb vor ihnen schützen. </p>



<p>Die Betroffen wissen dabei selten um ihre Angst und deren störender Einfluss auf ihre Beziehungen. Häufig sehnen sie sich sogar nach einer erfüllenden Partnerschaft, die sich einfach nicht zu erfüllen scheint. </p>



<p>Auch mich betrifft diese Angst, ohne dass mir das bewusst war. </p>



<p>In diesem Artikel erfährst du unter anderem, woran du Bindungsangst erkennst, welche Erfahrungen sie verursachen und wie du sie überwinden kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Bindungsangst?</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Von Bindungsangst spricht man, wenn Menschen Angst davor haben, sich emotional und verbindlich auf eine Beziehung einzulassen.</em></strong></p>
</blockquote>



<p>Bindungsangst wird meist auf Partnerschaften bezogen. Sie kann sich aber auch in anderen Beziehungen, wie Freundschaften, bei Geschwistern oder in Geschäftsbeziehungen zeigen, bei denen eine fehlende, innere Bereitschaft vorherrscht, sich zu öffnen oder zu dieser Beziehung zu bekennen.</p>



<p>Bindungsangst kann in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich sein. In hohem Maße kann sie sich als als Bindungsphobie zeigen, bei der jegliche Verbindlichkeit (auf eine exklusive Partnerschaft) abgelehnt wird.</p>



<p><strong>Bindungsangst ist eine erlernte Schutzfunktion, die zum Ziel hat, sich vor emotionalen Schmerz sowie den Abhängigkeiten einer verbindlichen Beziehung zu schützen</strong>. Bindungsangst ist dabei wie ein Deckmantel zu verstehen, unter welchem konkretere Ängste liegen, wie die Angst vor Vereinnahmung, die Angst vor Zurückweisung oder die Angst vor Verlust.</p>



<h2 class="wp-block-heading">32 Anzeichen für Bindungsangst</h2>



<p>Bindungsangst kann sich vielfältig zeigen und hängt auch vom Bindungstyp ab (siehe nächsten Abschnitt). Im Kern geht es (unbewusst) darum, Abstand und Distanz zu einem Menschen zu schaffen, um die Nähe und Abhängigkeit zu ihm zu vermeiden.</p>



<p>Mögliche Symptome für Bindungsangst:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Kurze (und häufige) Partnerschaften</strong><br>Du hattest schon Beziehungen, jedoch hat keine wirklich lange gehalten.</li>



<li><strong>Trennungen gehen von dir aus</strong><br>Bisher hast du dich immer getrennt. Dich hat selten jemand verlassen.</li>



<li><strong>Immer an die falschen Partner</strong> <strong>geraten</strong><br>Du hast den Eindruck, &#8222;nie den richtigen&#8220; und &#8222;immer an die Falschen&#8220; zu geraten. An Partner, die es selbst nicht ernst meinen oder die aus anderen Gründen für eine Beziehung &#8222;nicht verfügbar“ sind.</li>



<li><strong>Ewige Suche nach &#8222;dem perfekten Partner&#8220;</strong><br>Wie passend ein Mensch auch erscheinen mag: du findest immer etwas, was eine Beziehung für dich unmöglich macht.</li>



<li><strong>Plötzlicher Rückzug<br></strong>Aus zuvor engem Kontakt, ziehst du dich plötzlichen zurück. Im extremsten Fall kann das „<a href="https://www.malteser.de/aware/hilfreich/ghosting-wie-du-auf-den-ploetzlichen-kontaktabbruch-reagierst.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ghosting</a>“ sein, bei dem jeder Kontakt ohne Vorankündigung abrupt und radikal beendet wird.</li>



<li><strong>Kurzfristige Absagen <br></strong>Absagen von Verabredungen kommen bei dir häufiger vor. Sobald ein Treffen nahe rückt, wird es dir zu viel oder du &#8222;fühlst dich nicht danach&#8220;.</li>



<li><strong>Misstrauen in eine Partnerschaft</strong><br>Du glaubst nicht an eine dauerhafte Partnerschaft oder gar die wahre Liebe. Wenn du eine Beziehung eingehst, denkst du oft insgeheim, dass das bestimmt eh nicht hält.</li>



<li><strong>Wenig Selbstvertrauen</strong><br>Du fühlst dich oft minderwertig und kannst schwer glauben, dass jemand mit dir zusammen sein will. (&#8222;Wann merkt er endlich, dass ich doch nicht so toll bin?&#8220; &#8222;Ich verdiene seine/ihre Liebe nicht&#8220;)</li>



<li><strong>Kritiksucht</strong><br>In einer Beziehung fallen dir nach der schönen Anfangszeit zunehmend Fehler an deinem Partner auf, die du ihm vorhältst. Er kann es dir selten recht machen.</li>



<li><strong>Neigung zur</strong> <strong>Kontrolle</strong><br>Du hast in vielen Dingen klare Vorstellungen und bist wenig bereit für Kompromisse. Am liebsten ist es dir, wenn sich dein Partner dir anpasst. Das erreichst du auch oft.</li>



<li><strong>Starkes Bedürfnis nach Freiheit</strong><br>Du brauchst viel Freiraum. Das erwähnst du – in all deinen Beziehungen – sehr häufig und sehr deutlich.</li>



<li><strong>Häufiges</strong> <strong>Gefühl der Einengung<br></strong>Du fühlst dich schnell eingeengt. Auch hinter unscheinbaren Fragen hörst du schnell den drohenden Verlust deiner Freiheit heraus.</li>



<li><strong>Zu viel Liebe überfordert dich<br></strong>Wenn dich jemand mit seiner Liebe (oder mit Geschenken) überschüttet, fühlst du dich schnell unwohl und erdrückt. Du befürchtest zudem, nicht würdig zu sein oder nicht das gleiche Maß zurückgeben zu können.</li>



<li><strong>Ständige Anpassung<br></strong>Wenn du mit jemandem zusammen bist, neigst du stark zur Anpassung. Du achtest mehr darauf, was der andere möchte, als deine eigenen Wünsche zu beachten. Zeitgleich belastet dich innerlich das Gefühl &#8222;immer verfügbar sein und funktionieren zu müssen&#8220; in hohem Maße. </li>



<li><strong>Hemmungen und Schamgefühl<br></strong>Du hast große Angst vor der Meinung anderer Menschen und möchtest gefallen. Kritik nimmst du schnell persönlich. Sie löst leicht Wut, Schuld oder Scham aus.</li>



<li><strong>Vermeidung von körperlicher Nähe</strong><br>Intimität, (Sex) und körperliche Nähe vermeidest du zunehmend, sobald die Beziehung stabil wird. Es löst Unwohlsein und Schamgefühle aus.</li>



<li><strong>Beziehungsaufbau fällt schwer</strong><br>Du kommst in Kontakt mit vielen Menschen, aber echte Freundschaften ergeben sich daraus selten. Falls doch, sind sie meist nicht von dir initiiert.</li>



<li><strong>Nicht zugehörig fühlen<br></strong>Du fühlst dich in Gruppen oft nicht zugehörig und auch allgemein selten eingebunden. Andere Menschen verunsichern dich leicht, weswegen du lieber für dich bleibst.</li>



<li><strong>Wenig enge und langjährige Freundschaften<br></strong>Du hast wenig langjährige Freundschaften. Die Freundschaften von früher haben sich aufgelöst, neue sind nicht entstanden.</li>



<li><strong>Oberflächliche Kontakte</strong><br>Die Kontakte, die du hast, sind eher oberflächlich. Zumindest von deiner Seite aus. Du gibst wenig von dir preis, hörst mehr zu, als dass du dich mitteilst.</li>



<li><strong>Keine Liebe spüren</strong><br>Du empfindest keine tiefe Liebe für deinen Partner. Du magst ihn natürlich sehr, aber es ist, als würde etwas Bedeutsames an Gefühl fehlen. </li>



<li><strong>Wenig Gefühl für andere<br></strong>Auch für Freunde und Familie empfindest du oft wenig. Als würde dir niemand etwas wirklich bedeuten. Du sehnst dich nach dem Verbundenheitsgefühl, doch es stellt sich nicht ein.</li>



<li><strong>Stark ambivalente Gefühle<br></strong>Du spürst starke Sehnsucht nach Nähe, die dir dann schnell zu viel ist. Genauso schwanken deine Gefühle zum Partner. Mal bist du dir mit ihm sicher, dann nicht mehr.</li>



<li><strong>Neigung zu On-Off-Beziehungen<br></strong>Die widersprüchlichen Gefühle können sich auch in häufigen On-Off-Beziehungen zeigen. </li>



<li><strong>Spontane (und radikale) Entscheidungen<br></strong>Die wechselhaften Gefühle und der Stress, der mit dieser Ambivalenz einhergeht, lässt dich auch manchmal sehr spontan und radikale Entscheidungen treffen. Danach fühlst du dich erst mal beruhigt, weil die Last der Entscheidung weg ist.</li>



<li><strong>Keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit<br></strong>Händchenhalten, Küsse oder Umarmungen in der Öffentlichkeit lehnst du ab. Sollte es doch mal dazu kommen, fühlst du dich sehr unwohl dabei.</li>



<li><strong>Vermeidung von Verbindlichkeiten</strong><br>Du vermeidest es, dich zur Beziehung zu bekennen oder über gemeinsame Zukunftspläne zu sprechen. Allgemein fällt es dir eher schwer, feste Absprachen zu treffen.</li>



<li><strong>Flucht in die Geschäftigkeit<br></strong>Für Verabredungen hast du oft keine Zeit, weil Arbeit oder Hobbys wichtiger sind. Auch Familientreffen gehst du mit diesem Vorwand oft aus dem Weg.</li>



<li><strong>Du übernimmst ungern große oder langfristig Verantwortung<br></strong>Verantwortung zu übernehmen hat für dich mit Einschränkung, als auch Erwartungen zu tun. Das ist dir unangenehm und überfordert dich. Du bist dir nicht sicher, ob du die Erwartungen erfüllen und so lange für etwas zur Verfügung stehen willst.</li>



<li><strong>&#8222;Ich brauche niemanden&#8220;<br></strong>Du bist der Überzeugung, keinen (Partner) zu brauchen. Du vermeidest Abhängigkeiten zu anderen Menschen und strebst stark nach Eigenständigkeit, auch wenn du in einer Beziehung bist.</li>



<li><strong>Keine Schwäche zeigen</strong><br>Dir fällt es schwer, deine Gefühle mitzuteilen und Schwäche zu zeigen. In verletzlichen Momenten tauchst du am liebsten ab, brichst ein Gesprächsthema ab oder verschwindest aus dem Raum und erscheinst erst wieder, wenn du in deiner Kraft bist.</li>



<li><strong>Du bleibst nie lange</strong><br>Wohin es dich auch verschlägt, du hältst es meist nie lange wo aus. Auch bei keinem Arbeitgeber. Als wärst du ständig auf der Suche nach dem passenden Platz.</li>
</ol>



<p><strong>Welche konkreten Anzeichen ein Mensch mit Bindungsangst zeigt, hängt stark damit zusammen, wie ausgeprägt die Bindungsangst bei ihm ist und welcher Bindungstyp er ist.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Verschiedene Bindungstypen</h3>



<p>In der Psychologie werden unter Bindungsängstlichen zwei Bindungstypen unterschieden:</p>



<p><strong>Der ängstliche/ambivalente Bindungstyp</strong>. Er wünscht sich Liebe und tiefe Verbindung, hat aber zeitgleich große Angst vor Verletzungen. Dadurch ist er sehr unsicher und zweifelnd im Kontakt mit anderen Menschen, neigt stark zur Anpassung. Er ist emotional vom Partner abhängig. Dieser Typ geht häufiger Partnerschaften ein, als der vermeidende Typ. Dort kommt er jedoch stark mit seinen Ängsten in Kontakt, weswegen er sich dann oft zurückzieht, große Ambivalenz zwischen Nähe und Distanz spürt oder sich trennt.</p>



<p><strong>Der vermeidende Bindungstyp</strong>. Er wirkt nach außen hin selbstsicherer, als er in Wahrheit ist. Sein eigenes Nähebedürfnis hat er verdrängt, sodass er es oft selbst kaum wahrnimmt. Dadurch verspürt er vorerst auch keine Bindungsängste. Er vermeidet Nähe und verbindliche Partnerschaften aus der Überzeugung heraus, sie nicht zu brauchen oder ohne sie besser dran zu sein. Der vermeidende Bindungstyp wirkt stark und selbstbewusst, weil er rational bleibt. Er kann lange Partnerschaften eingehen, in denen er sich aber oft emotional distanziert und kühl zeigt. Gefühle werden wenig thematisiert und beachtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lange Zeit unentdeckt</h2>



<p>Für den Betroffenen selbst kann die Bindungsangst lange Zeit unentdeckt bleiben, weil ihm sein eigenes Verhalten so natürlich erscheint (er war schon immer so) oder weil er die Probleme im Außen verortet. </p>



<p>Ein Mensch mit Bindungsangst kann auch langjährige Partnerschaften führen, wenn er dabei innerlich auf Abstand bleiben kann, zum Beispiel oft sein eigenes Ding macht oder sich emotional nicht an (Zukunfts-)Plänen beteiligt. </p>



<p>Meist wird die Bindungsangst erst dann vom Betroffenen erkannt, wenn er – oft in einer Partnerschaft oder bei der Partnersuche – wiederholende Muster und Probleme erkennt<strong> </strong>und beginnt, den Blick auf sich selbst und seinen möglichen Anteil daran zu richten.</p>



<p>Bei der Recherche nach Antworten stoßen Fragende oft auf das Thema Bindungsangst – und die einzelnen Puzzleteile (Warum bin ich so sprunghaft in meinen Gefühlen? Wie finde ich den richtigen Partner? Warum gerate ich immer an die falschen?) ergeben plötzlich ein sehr schlüssiges Gesamtbild.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Ähnlich wie bei der Hochsensibilität kann die Erkenntnis der Bindungsangst Erleichterung verschaffen. </em><strong><em>Oft löst sie aber auch Entsetzen aus, weil der Betroffene schockiert davon ist, welche tiefen Ängste ihn prägen und wie sehr sie ihn bisher davon abgehalten haben, tiefe Beziehungen zu führen.</em></strong></p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Verletzendes Verhalten</h3>



<p>Das Verhalten von Menschen mit Bindungsangst mag sehr egoistisch erscheinen und kann für die (potentiellen) Partner mitunter auch sehr verletzend sein. Dennoch ist – zumindest im unbewussten Zustand – das Verhalten meist nicht böswillig beabsichtigt.</p>



<p><strong>Die Betroffenen leiden oft selbst intensiv unter ihrem Verhalten und den Auswirkungen auf die ihnen nahestehenden Menschen. </strong>Da Bindungsängstliche die Ursachen für ihr Verhalten oft nicht kennen, verzweifeln sie häufig auch an sich selbst, an ihrer Beziehungsfähigkeit, ihrer mangelnden Liebe und der fehlenden Aussicht auf eine dauerhafte Partnerschaft, die ihnen Liebe und Geborgenheit schenkt.</p>



<p>Damit soll verletzendes Verhalten keineswegs entschuldigt, sondern nur besser verständlich gemacht werden. Das Wissen und Verstehen der eigenen Bindungsangst ist notwendig, um das Verhalten nachhaltig verändern zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie entsteht Bindungsangst?</h2>



<p>Die Ursachen für Bindungsangst können vielfältig sein. Oft sind sie in der Kindheit zu finden, weil dort das Bindungsverhalten erlernt und auch das <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstwert/">Selbstwertgefühl</a> entwickelt wird. Dieses hängt eng mit der Bindungsfähigkeit zusammen.</p>



<p>Lass mich das genauer erklären:</p>



<p><strong>Ein Kind braucht seine Eltern, um überleben zu können, das weiß es instinktiv. Deswegen wird es alles dafür tun, um diese Verbindung und Fürsorge zu sichern.</strong></p>



<p>Wenn ein Kind nun ausreichend die Erfahrung macht, dass es hier auf der Erde und bei seinen Eltern willkommen ist, beschützt ist und liebevoll versorgt wird, erlebt es enge Beziehungen als sicher, nährend und sich selbst als liebenswert.</p>



<p>Wenn ein Kind jedoch die Erfahrung macht, dass es unerwünscht, alleingelassen oder vernachlässigt wird, erlebt es enge Bindungen als unsicher, schmerzhaft oder gar gefährlich – und kann daraufhin eine Bindungsangst entwickeln.</p>



<p>Aber auch im Jugend- und Erwachsenenalter können einschneidende Ereignisse mit nahestehenden Menschen Bindungsängste auslösen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Häufige Ursachen für Bindungsangst</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Frühkindliche Bindungserfahrungen</strong></h3>



<p>Eine negative Bindungserfahrung kann sehr früh entstehen, zum Beispiel durch die direkte und längere <strong>Trennung von der Mutter nach der Geburt</strong> (in einen Brutkasten). </p>



<p>Aber auch durch Eltern(-teile), die <strong>emotional sehr kühl</strong> und <strong>distanziert</strong> ihrem Kind gegenüber sind. Die es spürbar <strong>ablehnen</strong>, <strong>verletzen</strong>, <strong>missbrauchen</strong>, <strong>vernachlässigen</strong>, es oft <strong>alleine</strong> oder anderen Menschen zur Betreuung überlassen, kann eine tiefe Verunsicherung entstehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Vernachlässigung</strong> und Verlust</h3>



<p>Ebenso kann das Gefühl, von den Eltern „<strong>übersehen</strong>“ und <strong>nicht wahrgenommen zu werden </strong>zu Bindungsangst führen, zum Beispiel weil andere Geschwister im Vordergrund stehen. So etwas kann im Kind die Überzeugung entstehen lassen, als Mensch selbst sowie für seine Mitmenschen &#8222;nicht existent&#8220;, nicht wichtig, wertvoll und richtig zu sein.</p>



<p>Auch der <strong>Verlust </strong>einer geliebten Bezugsperson in jungen Jahren oder – im späteren Leben – das <strong>Verlassen-werden</strong> von der „großen Liebe“ kann Grund dafür sein, dass sich ein Mensch nicht mehr voll und ganz auf eine Person einlassen will. Der mögliche Schmerz ist einfach zu groß.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels-39369.jpg" alt="" class="wp-image-36942" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels-39369.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels-39369-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels-39369-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p>Doch nicht nur Vernachlässigung und Verlust, auch das Gegenteil kann Ursache für Bindungsangst sein: </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Übermäßige Fürsorge und hohe Erwartungen</strong></h3>



<p><strong>Überfürsorgliche Eltern</strong>, die ihre Kinder mit ihrer Zuwendung regelrecht erdrücken und ihnen keinerlei Raum für eigene Wünsche, Bedürfnisse und Entwicklungen lassen. Das Kind fühlt sich eingeengt und gezwungen, die Erwartungen der Eltern zu erfüllen, auch wenn diese ihm nicht entsprechen.</p>



<p><strong>Übertriebener Ehrgeiz</strong> oder <strong>hohe Erwartungen</strong> an das Kind, können diesem das Gefühl geben, dass es nur dann geliebt wird, wenn es &#8222;optimal&#8220; funktioniert. Bedingungslose Zuneigung kennt es nicht und kann auch nur schwer das Vertrauen in sie entwickeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Überlastung durch Verantwortung</h3>



<p>Kinder von <strong>psychisch kranken Elternteilen</strong>, wie Alkoholsucht, starker <a href="https://www.bettinahielscher.de/depression/">Depression</a> oder Narzissmus, müssen oft früh viel Verantwortung für den Elternteil oder ihre Geschwister übernehmen. Eine Verantwortung, die sie weder tragen können noch sollten. Kinder mit dieser Erfahrung erleben in der engen Beziehung, dass sie sich kümmern müssen, verantwortlich sind und sich anpassen müssen, um die Eltern zufriedenzustellen. Diese enge Bindung bedeutet für das Kind den Verlust der Autonomie, die Unterdrückung seiner Bedürfnisse und fehlender Raum zur Entfaltung seiner Persönlichkeit.</p>



<p>Eine solche negative Beziehungserfahrung kann natürlich auch im Erwachsenenalter entstehen, zum Beispiel durch eine mehrjährige Partnerschaft mit einem <a href="https://www.bettinahielscher.de/narzisst-und-hochsensible-menschen/">narzisstisch veranlagten Menschen</a>.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Wie du siehst, gibt es viele Gründe für Bindungsangst. Ihr liegt immer eine oder mehrere einschneidende und hochschmerzhaft erlebte Erfahrungen zu Grunde.</em></strong><em><strong> </strong>Diese können in der Kindheit, aber auch im Jugend- oder Erwachsenenalter stattgefunden haben. Wer nach Ursprüngen in seiner eigenen Biografie sucht, wird oft schnell fündig werden.</em></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Hochsensible Menschen und Bindungsangst</h2>



<p><strong>Bindungsfähigkeit und Selbstwertgefühl hängen eng zusammen, weil beides abhängig voneinander entsteht. </strong>Unter diesem Aspekt wird auch klar, warum hochsensible Menschen oft vermehrt unter Bindungsangst leiden.</p>



<p>Eine verkannte oder missachtete <a href="https://www.bettinahielscher.de/leben-mit-hochsensibilitaet/">Hochsensibilität</a> in der Kindheit hat zur Folge, dass sich das Kind mit seinen außergewöhnlichen Bedürfnissen nicht wahrgenommen, ernstgenommen und nicht geliebt fühlt als der Mensch, der er ist. Die Folge ist ein tief eingeprägtes Minderwertigkeitsgefühl.<br><br>Durch das empfindsame Wesen, das hochsensible Menschen haben, werden solche (unbewussten) Missachtungen und emotionalen Vernachlässigungen oft besonders schmerzhaft erlebt. Das wiederum verstärkt die Angst vor einer erneuten Verletzung – und damit die Bindungsangst.<br><br>Zeitgleich besteht in Hochsensiblen – wie auch in jedem Menschen – die große Sehnsucht nach Liebe und Verbundenheit. Und damit einhergehend auch häufig das Paradox eines großen Bindungswunsches und einer großen Bindungsangst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trigger – So wird Bindungsangst ausgelöst</h2>



<p>Bindungsangst kann, wie bereits erwähnt, lange Zeit unentdeckt bleiben, weil die Betroffenen unbewusst Strategien entwickelt haben, um mit der Angst nicht in Kontakt zu kommen. </p>



<p>Auch bei mir war das der Fall. </p>



<p>Ich bin jahrzehntelang unbewusst – dafür erfolgreich – jeglichen Triggern aus dem Weg gegangen (viel Freiraum brauchen, viel mit mir selbst ausmachen, wenig Menschen an mich heranlassen, Treffen wage halten, in die Arbeit flüchten). Erst beim Kennenlernen meines Partners kamen die Bindungsängste ans Licht. </p>



<p><strong>Doch auch in einer Partnerschaft kann die Bindungsangst lange im Verborgenen bleiben.</strong> Wer irgendwann (&#8222;versehentlich&#8220;) beginnt, einen Menschen wirklich nahe an sich heranzulassen, kann damit die Angst auslösen. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Bindungsangst wird immer dann getriggert, wenn es verbindlich, sehr persönlich oder emotional eng werden könnte.</em></strong></p>
</blockquote>



<p>Je nach Ursache und Ausprägung der Bindungsangst, können die Auslöser sehr unterschiedlich sein. Für manch einen ist es das <strong>Händchenhalten</strong> und <strong>Berührungen</strong> in der Öffentlichkeit, die ihn plötzlich in Panik versetzen. Für manch anderen ist es die <strong>Planung des ersten gemeinsamen Urlaubs</strong>, die Frage nach dem Zusammenziehen oder die Vorstellung einer möglichen Hochzeit.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels326612.jpg" alt="Bindungsangst" class="wp-image-36958" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels326612.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels326612-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels326612-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p>Auf <strong>Druck</strong> reagieren Bindungsängstliche besonders empfindlich. Wenn der (potentielle) Partner zum Beispiel verlangt, sich zur Beziehung zu bekennen, eine klare Entscheidung zu treffen oder anderweitig Forderungen oder Wünsche an die Beziehung stellt, kann das im Bindungsängstlichen Panik erzeugen. </p>



<p>Auch<strong> Kritik oder Vorwürfe </strong>dem Bindungsängstlichen gegenüber wie: „Jetzt zieh&#8216; dich nicht immer zurück!“ „Sag endlich auch mal, was du darüber denkst!“ „Pass dich nicht immer nur mir an!“ , können die Angst triggern.</p>



<p>Auch wenn der Bindungsängstliche <strong>nicht genügend Freiraum</strong> vom Partner bekommt (oder sich diesen Freiraum nicht selbst zugesteht), kann es irgendwann zu viel für ihn werden und die Angst in ihm hochkochen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schutzstrategie: Flucht, Angriff oder Erstarrung</h3>



<p><strong>Ist der Trigger aktiv (der Auslöser gedrückt), fühlen sich die Betroffenen akut bedroht und zeigen Reaktionen der Angst</strong>. Oft sind sie selbst überwältigt von ihren eigenen Gefühlen der Ohnmacht und Hilflosigkeit und handeln nur noch instinktiv aus der Angst heraus. Durch Flucht, Angriff oder Erstarrung, die natürlichen Stressreaktionen des Körpers, versuchen sie der Situation zu entkommen.</p>



<p><em>Vielleicht kennst du eine der Angst-Reaktionen von dir: </em></p>



<p><strong>Du ziehst dich innerlich schlagartig zurück und fühlst dich wie erstarrt</strong>. Du bist kaum fähig, dich nach außen hin zu öffnen, sprichst nicht und wirkst wie „nicht anwesend“. Du wünschst dir nichts sehnlicher, als der Situation zu entkommen. Auf andere wirkst du verschlossen und nicht zugänglich.</p>



<p><strong>Wenn Flucht möglich ist, dann haust du vielleicht tatsächlich ab</strong>. Du möchtest deinen Partner nicht mehr sehen, hören, sprechen und tauchst erst mal unter. In der Anfangsphase einer Beziehung kann das auch im Ghosting enden.</p>



<p><strong>Eine Form von Angriff könnte sein, dass du beginnst, deinen Partner zu kritisieren. </strong>Du<strong> </strong>wirfst ihm vor, dass er dich (bei so einem Verhalten) überhaupt nicht lieben würde oder vielleicht sogar verlassen will. Oder dass du mit seinem Verhalten von Kontrolle überhaupt nicht klarkommst. Du stellst die Beziehung – den Partner, als auch dein Gefühl zu ihm – in Frage.</p>



<p>Die Partner von Bindungsängstlichen handeln in der Regel ebenfalls nicht böswillig und beabsichtigt. Sie sind oft selbst überfordert von den Reaktionen, die sie beim Bindungsängstlichen auslösen, fühlen sich schuldig und stark verunsichert. Für den Menschen mit Bindungsangst fühlt es sich in diesem Moment jedoch so an, als würde der Partner ihn absichtlich einengen oder verletzen wollen. Er sieht die Situation auch meist viel dramatischer, als sie in Wirklichkeit ist.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Der Bindungsängstliche kann in seinem akuten Gefühl der Angst nicht mehr rational denken. Er ist in den Schmerz seiner Vergangenheit – und in seine damalige, hilflose Position – zurückversetzt – und möchte ihr entkommen.</em></strong></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Die Dynamik in Beziehungen mit Bindungsängstlichen</h2>



<p>Das Paradoxe ist, dass viele Bindungsängstliche unbewusst einen Partner wählen, der eher das Gegenteil von ihm selbst ist. Er wählt jemanden, der eher die Tendenz hat zu kontrollieren und klammern und mit Verlustangst zu kämpfen hat. Je mehr der Bindungsängstliche sich zurückzieht, desto mehr kommt im Partner die Angst auf, ihn zu verlieren, wodurch er auf ihn zugeht und oft noch mehr kontrollieren will. Dadurch fühlt sich der Bindungsängstliche noch mehr erdrückt und weicht noch mehr zurück. Sobald der Partner loslässt und ihm seinen Freiraum lässt, wird der Bindungsängstliche entspannter, findet wieder Vertrauen und kann auf den Partner zugehen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Bindungsangst heißt nicht, dass keine Nähe gewollt wird, sondern dass der Umgang mit Nähe nicht gesund erlernt wurde und daher überfordert.</em></strong></p>
</blockquote>



<p>Wie so oft ist es das Ausbalancieren von Gegensätzen, das zu wahrer Harmonie und Freude führt. Beziehungsprobleme bieten die Chance, seine eigenen Muster und Ängste zu erkennen und an ihnen zu arbeiten. Sodass sich der eine (emotional) sicher fühlt, ohne den anderen kontrollieren zu müssen. Und der andere seinen Freiraum bekommt, ohne sich emotional distanzieren zu müssen. Dabei muss sich nicht nur der Bindungsängstliche seinem Thema stellen, sondern auch derjenige, der Angst vor Verlust hat. Eine Beziehungsdynamik ergibt sich nämlich immer aus allen Beteiligten.</p>



<p>Der Weg hinaus wird vielleicht schon deutlich: Aus der kindlichen, hilflosen Rolle hinauswachsen und die erwachsene, handlungsfähige Person sein, die man heute ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">6 Möglichkeiten, um Bindungsangst zu überwinden</h2>



<p>Folgende Tipps helfen dir dabei, dein Herz zu öffnen und deine Bindungsangst zu überwinden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Annehmen der Angst</h3>



<p>Das Wissen um Bindungsangst kann Widerstand, Verzweiflung und <a href="https://www.bettinahielscher.de/negative-gefuehle/">Scham</a> auslösen. Oft will man sie einfach nur weghaben. Doch ohne die Akzeptanz deiner Angst, kannst du sie nicht überwinden. Denn der Weg hinaus führt durch den Schmerz.</p>



<p><strong>Das Annehmen kann manch verzweifelte Träne und dunkle Stunde beinhalten</strong>. Lass es zu und gib dir Zeit, um dich an die Tatsache zu gewöhnen. Das Gute ist: Dort, wo eine Ursache erkennbar ist, öffnet sich der Weg für Lösungen. Entwickle Dankbarkeit dafür. Richte dich auf dieses Licht aus und halte an ihm fest. Du stehst bereits auf dem Weg, der in die Liebe führt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Offen sein und Zeit beim Beziehungsaufbau lassen&nbsp;</h3>



<p><strong>Wenn du in einer Partnerschaft bist:</strong> Zunächst musst du bereit sein, eine nahe und verbindliche Beziehung aufbauen zu wollen. Sprich mit deinem Partner über deine Bindungsangst und über dein Bedürfnis nach Freiraum oder Nähe, wenn es auftaucht. Nicht um dein extremes oder wechselndes Verhalten zu entschuldigen, sondern damit er es verstehen kann und du deinen Umgang mit der Angst neu lernen kannst. </p>



<p>In einer Partnerschaft brauchst du zwingend die Unterstützung deines Partners, um deine Bindungsangst überwinden zu können. Nur durch das Verständnis und den Respekt füreinander – für beide Seiten und deren Bedürfnisse &#8211; könnt ihr aufeinander zugehen, ohne kontrollieren oder flüchten zu müssen.</p>



<p><strong>Wenn du nicht in einer Partnerschaft bist</strong>: Lass dir Zeit beim Aufbau davon. Achte darauf, wann dir Nähe zu viel wird und erlaube dir dein Tempo, um dich einzulassen. Teile dich auch hier mit. Du musst nicht gleich von Bindungsangst sprechen. Es reicht auch wenn du sagst „Mir fällt es etwas schwer, mich auf eine neue Beziehung einzulassen. Ist es okay, wenn wir es langsam angehen?“ </p>



<p>Ein zu schnelles Vorgehen kann dich überfordern und die Ängst hochholen. Wenn du zu schnell mitgehst, weil du denkst der andere erwartet das oder dass sich das so gehört, dann stehst du vermutlich schneller an dem altbekannten Punkt, dass dich enge Beziehungen überfordern.</p>



<p><strong>Auch in anderen Beziehungen</strong> wie Freundschaften oder Geschäftsbeziehungen ist es hilfreich, auf deine Gefühle zu achten und nicht vorschnell zu handeln. Du brauchst etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu anderen Menschen zu entwickeln. Gehe daher immer den nächsten stimmigen Schritt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Deine Trigger und Schutzreaktionen kennen</h3>



<p>Finde deine persönlichen Trigger, als auch deine Reaktionen auf diese, heraus. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><em>Wann fühlst du dich in deinen Beziehungen unsicher, ängstlich, eingeengt?</em></li>



<li><em>Und was ist deine typische Reaktion darauf? </em></li>
</ul>



<p>Ein paar Ideen dafür hast du weiter oben im Text kennengelernt.</p>



<p><strong>Wenn du deine Auslöser und Reaktionen kennst, kannst du sie im Alltag bewusster wahrnehmen und dein bisheriges Schutzverhalten stoppen:</strong> „Ah halt! Jetzt bin ich in meinem alten Muster!“. Dadurch gewinnst du Abstand zum Gefühl als auch Raum, um dich anders zu verhalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4. Erwachsen werden</h3>



<p>Deine Angst und dein Schutzverhalten entspringen deinen kindlichen Erfahrungen. Die dazugehörige Denkweise ist veraltet. Du bist mittlerweile erwachsen und kannst für dich selbst sorgen. Anstatt mit Kinderaugen, darfst du daher nun mit Erwachsenen-Augen auf dich und die Situation blicken. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em><strong>Erwachsen zu sein bedeutet, dass du deine Bedürfnisse haben darfst und sie dir selbst erfüllen kannst. </strong></em></p>
</blockquote>



<p>Du brauchst dazu kein &#8222;okay&#8220; mehr von deinen Eltern (deinem Partner) oder die Rebellion, wenn jemand deine Bedürfnisse nicht respektiert. Du bist frei, für dich zu sorgen. </p>



<p>Du hast die Möglichkeit, dich über Worte und dein Verhalten mitzuteilen. In Verbindung mit deinem Partner bleibst du dann, wenn dein Partner nachvollziehen kann, was du brauchst und tust und du auch Rücksicht auf das nimmst, was dein Partner braucht und tun möchte, ohne dich jedoch selbst zu verbiegen. </p>



<p><strong>Miteinander ehrlich zu sprechen ist somit das Wichtigste, was es zu lernen gilt.</strong></p>



<p>In dem du die Verantwortung für dich übernimmst und offen und ehrlich kommunizierst, erhebst du dich in deine <a href="https://www.bettinahielscher.de/eigenverantwortung/">Handlungsfähigkeit</a> und auf Augenhöhe mit deinem Gegenüber.</p>



<p>Eine schnelle und einfache Übung, um ins erwachsene Denken zu kommen ist, deine angstvollen Gedanken ins Gegenteil zu formulieren.&nbsp;</p>



<p><strong>Übung: Drei-Spalten-Technik</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nimm dazu ein Blatt Papier und zeichne drei Spalten ein.</li>



<li>Schreibe in die erste Spalte untereinander 1-3 deiner stärksten negativen Gedanken, die du in Trigger-Situationen hast, zB: „Ich bekomme keinen Freiraum“. &#8222;Ich muss hier raus, weil ich den Druck nicht aushalte.&#8220;</li>



<li>Schreibe in die rechte Spalte zu jedem Gedanken aus erwachsener Sicht eine rationale Begründung, warum die Annahmen aus Spalte 1 falsch ist. ZB: &#8222;Mein Partner ist nicht verantwortlich für meinen Freiraum&#8220;. &#8222;Ich bin erwachsen und alt genug, um mir meinen Freiraum selbst zu nehmen. Ich muss es nur kommunizieren und mit ihm absprechen.&#8220;</li>



<li>Formuliere in der dritten Spalte den Gedanke aus Spalte 1 ins Gegenteil um. zB: „Ich nehme mir meinen Freiraum selbst.“</li>
</ul>



<p>Aufgrund der neuen Gedanken ergeben sich auch neue Verhaltensweisen, die angemessener und sinnvoller sind.</p>



<p><em><a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-selbstwert-solo/">Endlich wertvoll! </a>– Wie du es schaffst,&nbsp;dich wertvoll zu fühlen und dir selbst zu vertrauen,&nbsp;ohne die Liebe und Bestätigung anderer zu brauchen.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">5. Bereitschaft, dein Herz zu öffnen</h3>



<p>Dich deiner Bindungsangst zu stellen erfordert Mut und sie zu überwinden deine Bereitschaft, diesen Weg zu gehen.&nbsp;Denn ich will ehrlich sein: Sie zu überwinden braucht etwas Zeit. Doch weißt du was? Das ist okay! Du bist dort, wo du bist, genau richtig und hast genau die Bedingungen in deinem Leben, die für dein persönliches Wachstum und deine seelische Reifung ideal geeignet sind.</p>



<p>Nimm diese Einladung an. Erlaube dir, dein Herz wieder zu öffnen, Liebe zu geben und Liebe zu empfangen, immer wieder neu.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Wenn sich dein Herz 100 Mal verschließt, öffne es 100 Mal von neuem. Du bist auf einer bedeutsamen Reise hin zu dir selbst, wenn du dem Ruf der Liebe folgst.</em></strong></p>
</blockquote>



<p><strong>Eine einfache Übung zur Unterstützung ist ein Dankbarkeitstagebuch. </strong></p>



<p>Halte darin die Momente des Tage fest, in denen du Glück, Sinnhaftigkeit und Verbundenheit wahrgenommen hast. Besinne dich beim Schreiben nochmal auf diese Augenblicke und versuche, bewusst und erneut dein Herz für sie zu öffnen – wie eine Lotosblüte – und Liebe fließen zu lassen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">6. Coaching, Therapie oder Hypnose</h3>



<p>Wenn es dir alleine schwerfällt, in eine erwachsene Denkweise zu kommen und Freiheit innerhalb einer Beziehung zu spüren, wenn du Kindheitserlebnisse hast, die nicht ausreichend verarbeitet wurden oder du Traumatisches erlebt hast, dann kann eine Therapie, ein Coaching oder Hypnose beim Überwinden deiner Bindungsangst sehr hilfreich sein.</p>



<p>Professionelle Hilfe kann deinen persönlichen Weg von der Angst in die Liebe unterstützen und&nbsp;dein Vertrauen in dich und deine Beziehungen schneller stärken.</p>



<p>Für die Heilung ist mitunter nötig, alten Schmerz anzuschauen und diesen zu integrieren. <strong>Bei der Wahl eines passenden Experten ist es daher wichtig, dass er Kenntnis und Erfahrung mit der Inneren-Kind-Arbeit oder bei Traumata mit Trauma hat.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Öffne dein Herz für die Liebe</h2>



<p>Ein Mensch mit Bindungsangst hat in seinem Leben tiefgreifend erfahren, dass enge Bindungen unsicher, schmerzhaft oder gar bedrohlich sind und es daher besser ist, sich vor ihnen zu schützen. Aus diesem Grund fällt es Menschen mit Bindungsangst schwer, andere Menschen nahe an sich heranzulassen und eine verbindliche Partnerschaft einzugehen. </p>



<p><strong>Oft hilft bereits das Bewusstsein über die Bindungsangst, um mit einer neuen Haltung auf andere Menschen zuzugehen und das Herz empfänglich für die Liebe zu machen.</strong></p>



<p>In diesem Artikel hast du noch weitere Möglichkeiten kennengelernt, wie du mit deiner Bindungsangst umgehen und sie überwinden kannst. </p>



<p>Auch wenn es nicht immer leicht ist, sich diesem Thema zu stellen, lohnt es sich meiner Erfahrung nach sehr. Denn hinter all dem Schmerz und der Angst wartet auf dich das Geschenk echter Liebe, tiefer Verbundenheit und wahrer Freiheit in einer Beziehung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em><strong>In jedem Menschen wohnt ein Herz, das lieben will. </strong></em><br><em><strong>Wage dieses Abenteuer.</strong></em></p>
</blockquote>



<p><strong>Erkennst du Anzeichen </strong>von Bindungsangst bei dir? <strong>Welche Fragen </strong>hast du<strong> </strong>zum Thema? Schreib mir jetzt einen Kommentar.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/bindungsangst/">Angst vor Nähe? – Bindungsangst erkennen und überwinden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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		<title>Was du tun kannst, wenn du deprimiert bist – 9 einfache Tipps</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2022 13:37:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Traurigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verzweiflung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deprimiert dich das Leben? Fühlst du dich alleingelassen und entmutigt? Hier gibt es einfache Tipps, die dir helfen wieder Licht zu sehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/deprimiert-sein/">Was du tun kannst, wenn du deprimiert bist – 9 einfache Tipps</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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<p>Das Leben kann manchmal ziemlich fies sein. Da läuft alles gut, man hat sich und sein Leben in ruhige Bahnen gelenkt, hat vielleicht sogar Rückenwind und schwupps, kommt ein Ereignis um die Ecke und der Höhenflug ist beendet. Statt motiviert und zuversichtlich, ist man deprimiert und entmutigt. </p>



<p>Kennst du das? Falls ja, bist du nicht alleine.</p>



<p>Gerade in <a href="https://www.bettinahielscher.de/corona-krise/">Coronazeiten</a> erleben das viele Menschen. Ob Jobverlust, schockierende Nachrichten, Krankheit, oder schmerzhafte Themen, die an die Oberfläche drängen: Von jetzt auf gleich kann sich alles verändern und der Boden bodenlos werden. Auch ich kenne das. Was mir in solchen Momenten hilft, wieder Kraft und Zuversicht zu gewinnen und auch dir helfen kann, verrate ich in diesem Beitrag.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="laufen-lernt-man-nur-durch-hinfallen">Laufen lernt man nur durch Hinfallen</h2>



<p>„<a href="https://www.amazon.de/gp/product/3424631299/ref=as_li_qf_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=wwwkreativged-21&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=3424631299&amp;linkId=93e858f56e2bd46c00f373e999cdb96d" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Laufen lernt man nur durch Hinfallen</a>“ heißt ein Buch von Brené Brown und ich finde diese Worte sehr tröstlich. Ich falle nämlich auch ab und zu hin und bin überzeugt, dass ich nur deshalb so schnell wieder aufstehen kann, weil ich schon so oft hingefallen bin.</p>



<p>Nun könnte man meinen, ich sollte es langsam gelernt haben. Doch es sind andere Wege, auf denen ich gehe und andere Steine, über die ich stolpere. Denn es gibt immer Steine auf dem Weg. Zumindest auf denen, die ich gehe. Wäre ja langweilig ohne. Und auch wenn es für meinen Geschmack nicht sein müsste, gibt es dort manchmal auch Lawinen und Geröll, das herabstürzt. Doch je mehr Steine ich überwunden habe, desto weniger deprimiert mich das Hindernis. Und je öfter ich falle, desto leichter stehe ich auf.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="ubung-macht-den-meister">Übung macht den Meister</h3>



<p>Und soll ich dir was sagen? Manchmal liegen auf meinem Weg sogar altbekannte Steine. Sehr witzig, denke ich mir dann. Sie tarnen sich in anderem Gewandt, aber letztendlich ist es der gleiche Stein. Und ich stolpere schon wieder über ihn. Ich habe ihn gesehen. Ich kenne ihn und doch bin ich wieder gestolpert. Das passiert manchmal. Doch weil ich ihn kenne, falle ich nicht mehr tief, sondern lediglich in den Sand. </p>



<p>Und wenn ich dann da liege, den Staub in meiner Nase, sehe ich schon das Hinweisschild vor mir im Sand liegen: &#8222;Na, wie gut stehst du jetzt wieder auf?&#8220; Und weil ich das Schild so deutlich sehe, kann ich nicht so tun, als läge es nicht da. Ich weiß die Richtung: Nach oben. Und ich weiß: Ich kann es.</p>



<p>Wenn du also gerade in einem Tal sitzt und die Dunkelheit verfluchst, dann wende deinen Blick nach oben. Da geht’s hin. Nicht als Bestrafung, sondern um stark zu werden. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong><em>Denn die größte Sicherheit ist nicht die, nicht zu fallen, sondern zu wissen, dass du aufstehen kannst, wo auch immer du fällst. </em></strong></p></blockquote>



<p>Und bevor wir uns auf den Weg nach oben machen noch kurz ein wichtiger Hinweis.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="hinfallen-ist-nicht-schlimm">Hinfallen ist nicht schlimm</h2>



<p>Manchmal setzen wir uns ziemlich unter Druck, wenn wir am Boden liegen. Wir sind dann nicht nur deprimiert, sondern verurteilen uns. Wir demütigen uns, kritisieren uns, schämen uns. Ich verrate dir ein Geheimnis: <strong>Manchmal sitze ich ein bisschen dort unten auf dem Boden und erlaube mir, traurig und deprimiert zu sein.</strong></p>



<p>Manchmal erlaube ich mir, mich in der Tiefe auszuruhen, bevor ich meine Kräfte sammle und mich nach oben bewege. Manchmal braucht es einen Moment in der Tiefe. In der Dunkelheit. In der scheinbaren Aussichtslosigkeit. Weil ich mich an diesem Ort mir selbst zuwende. Wunden lecke. Mir Fragen stelle, wie ich schon wieder – oder überhaupt – dorthin gekommen bin. </p>



<p>Es sind wichtige Fragen, weil sie mich zu den wertvollen Antworten führen: Wo ich verletzlich bin. Wo ich heilen darf. Wo ich stärker werden darf. Was anders werden darf. Wo ich Unterstützung brauche.</p>



<p>Verurteile dich also nicht dafür, wenn du deprimiert und niedergeschlagen, vielleicht sogar tief verzweifelt und traurig bist. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Dieser Ort der scheinbaren Dunkelheit kann dir sehr wertvolle Antworten offenbaren, dank denen du nie wieder so tief fallen wirst und der deinen Schmerz mit dem liebevollen Licht der Erkenntnis berührt.</strong></em></p></blockquote>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="671" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-lichtpunkte-pixabay-1024x671.jpg" alt="" class="wp-image-33047" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-lichtpunkte-pixabay-1024x671.jpg 1024w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-lichtpunkte-pixabay-300x197.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-lichtpunkte-pixabay-768x503.jpg 768w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-lichtpunkte-pixabay.jpg 1175w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="der-weg-nach-oben">Der Weg nach oben</h2>



<p>Es ist nicht schlimm, am Boden oder in einem Loch zu sitzen, tragisch wird es erst, wenn wir nicht mehr rauskommen wollen und zunehmend deprimiert und traurig werden. Denn dann verschließen wir uns vor dem Leben.</p>



<p>Winston Churchill sagte einmal: „Erfolg haben heißt,&nbsp;einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist.“ Mich stört an diesem Zitat, dass es falsch ist. Denn du musst nicht einmal mehr aufstehen, als du hingefallen bist. Du musst lediglich genauso oft aufstehen, wie du hingefallen bist. </p>



<p>Einmal hinfallen.</p>



<p>Einmal aufstehen.</p>



<p>Und schon stehst du.</p>



<p>Und es ist einfacher als du denkst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="nimm-dein-gefuhl-mit">Nimm dein Gefühl mit</h2>



<p>Deprimiert zu sein bedeutet, eine niedrige Energiefrequenz zu haben. Man fühlt sich körperlich kraftlos und auch mental kraftlos. Daher hat Aufstehen für mich in erster Linie etwas mit <a href="https://www.bettinahielscher.de/veraendere-deine-energie/">Energie</a>erhöhung zu tun. Früher habe ich das nicht so gesehen. Da habe ich einfach GETAN, was ich tun „muss“, um aus dem Tal zu kommen. </p>



<p>Ich bin geklettert, weil es sein musste. </p>



<p>Und stellte oben manchmal fest: das Licht ist so grell, ich ertrag das eigentlich gar nicht. </p>



<p>Ich hatte mein Gefühl im Tal gelassen und war noch dort mit ihm verbunden. Und so fühlte es sich an: Als hätte ich etwas in mir zurückgelassen, das auf Erlösung wartet. Ich habe den Schmerz nicht gelöst, sondern nur verdrängt, heruntergeschluckt, sodass er mir wieder begegnen musste, damit das Licht der Erkenntnis auf ihn scheinen kann.</p>



<p>Heute nehme ich mein Gefühl mit, befasse mich mit ihm, nehme es an die Hand und werfe es auch voraus, bevor ich mich an den Aufstieg mache. Wenn ich das Licht am Ende des Tunnels oder das Hochplateau erahne, dann läuft und klettert es sich leichter. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="9-einfache-moglichkeiten-dich-schnell-besser-zu-fuhlen">9 einfache Möglichkeiten, dich schnell besser zu fühlen</h2>



<p>Wenn du dich, statt direkt auf die Lösung des Problems, zunächst auf die Erhöhung deiner Energie konzentrierst, dann kannst du das Problem, also den Stein, der sich dir in den Weg gelegt hat, leichter aus dem Weg räumen. Folgende Tipps helfen mir, schnell und einfach meine Energie zu erhöhen und nicht mehr deprimiert zu sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="1-bewertung-rausnehmen">1. Bewertung rausnehmen</h3>



<p><strong>Was uns an Situationen belastet ist nicht die Situation selbst, sondern immer unsere Meinung über diese Situation. </strong>Wenn Kinder mit Bauklötzen Türme bauen, dann freuen sie sich darüber, die Türme aufzubauen und wieder kaputt zu machen. Sie bewerten nichts, sondern haben einfach Spaß an beidem. Aufbauen ist toll. Kaputtmachen ist toll. Für uns Erwachsenen fast unvorstellbar.</p>



<p>Wir Erwachsenen halten nämlich viel zu oft an Dingen fest und finden es deswegen schlimm, wenn das, woran wir uns gehalten haben, nicht mehr da ist. Du musst die Dinge nicht gleich positiv sehen, wenn  das im Moment schwerfällt. Aber du darfst einfach mal die Bewertung rausnehmen und die Situation so sein lassen, wie sie ist. Statt dich über den Stein und die Dunkelheit zu ärgern, nimmst du einfach wahr, dass da ein Stein war, der dich stolpern ließ und zu Fall gebracht hat. Nicht mehr und nicht weniger. Nicht gut und nicht schlecht. Es ist, wie es ist.</p>



<p>Das schenkt Ruhe zum Durchatmen und Kraft.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="2-positiv-denken">2. Positiv denken</h3>



<p>In einem nächsten Schritt können wir auch eine Neubewertung vornehmen und eine positive Sicht auf das Ereignis gewinnen. Welche Möglichkeiten liegen in den Schwierigkeiten? Statt deprimiert über den Jobverlust zu sein, könntest du ihn als Neuanfang wahrnehmen. Statt deine Krankheit zu verfluchen, könntest du ihr danken, weil sie dich auf den Weg der Heilung schickt. Unterstützen kann dabei auch eine <a href="https://www.bettinahielscher.de/affirmationen/">Affirmation</a> wie: Mir geht es jeden Tag besser und besser. Oder: Ich öffne mich für die Heilung. </p>



<p>Mit der positiven Ausrichtung öffnest du deinen Blick für das Licht und kannst darin sogar eine große Anziehungskraft finden, die dich motiviert und darin bestärkt, durchzuhalten und weiterzugehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="3-wahle-ein-positives-umfeld">3. Wähle ein positives Umfeld</h3>



<p>Wer am Boden liegt ist leicht empfänglich für negative Energien. Gleiches zieht Gleiches an. Wende dich daher bewusst ab von Themen/Menschen/Gesprächen/Nachrichten, die dir nicht guttun und dein <a href="https://www.bettinahielscher.de/negative-gefuehle/">negatives Gefühl</a> verstärken. Suche stattdessen eine Umgebung und ein Umfeld auf, das dir guttut. Das kann die Natur sein, eine Gärtnerei, weil du Blumen so sehr liebst, positiv gestimmte Menschen oder ein Besuch im Lieblingscafé. Welche Umgebung unterstützt dich, dich besser zu fühlen? Halte dich dort auf.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-richtige-menschen-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-33049" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-richtige-menschen-1024x683.jpg 1024w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-richtige-menschen-300x200.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-richtige-menschen-768x512.jpg 768w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-richtige-menschen-1536x1024.jpg 1536w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/deprimiert-richtige-menschen.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="4-dich-von-menschen-mit-hoher-energie-inspirieren-lassen">4. Dich von Menschen mit hoher Energie inspirieren lassen</h3>



<p>Wenn ich mal deprimiert bin, hilft es mir sehr, in einem meiner spirituellen Bücher zu lesen. Ich liebe ja Bücher wie die von Mooji, Fabian Wollschläger, Ralph Skuban oder Neal Donald Walsh. In einer Tiefphase greife ich zu so einem Buch und ich weiß, dass sich meine Energie in kürzester Zeit anheben wird. </p>



<p>Es braucht nicht immer viele Worte, manchmal reicht ein Satz, der dich berührt und alles verändert. Vielleicht ist es bei dir ein anderer Autor oder ein Podcaster oder ein YouTuber. Es gibt so viel freie Inhalte im Internet. Suche dir einen Menschen aus, der dich inspiriert, und höre, lies oder schau etwas von ihm.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="5-dich-ablenken">5. Dich ablenken</h3>



<p>Wenn deine negativen Gedanken immer wieder zurückkehren und du dich weiterhin deprimiert und niedergeschalgen fühlst, tut phasenweise Ablenkung gut. Wähle bewusst Abgrenzung von deinem Thema und Ablenkung. Unternimm etwas mit Freunden, spiel ein Spiel mit der Familie, mache Sport oder lass dich von einem spannenden Buch fesseln. Lenke dich ab, um dich aus der niedrigen Energie rauszuholen. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="6-bewege-dich">6. Bewege dich</h3>



<p>Bewegung hilft, Energie abzubauen und deine aufgestaute Energie abzutransportieren, sodass du dich besser fühlst. Gehe raus, bewege dich, mache Sport, <a href="https://www.bettinahielscher.de/yoga-interview/">Yoga</a> oder ein Workout. Auch wenn du nicht motiviert bist, fange an. Gehe los. Bewege dich. Zumindest ein bisschen. Du wirst sehen, dass deine Energie steigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="7-sprich-mit-den-richtigen-menschen">7. Sprich mit den richtigen Menschen</h3>



<p>Es ist wichtig, mit jemandem über das zu sprechen, was dich belastet, um die Energie nach draußen zu transportieren und offen für Erkenntnisse und Lösungen zu werden. Doch nicht jeder ist geeignet für ein solches Gespräch. Wenn wir uns uns nahestehenden Menschen öffnen, kann es leider auch passieren, dass wir uns hinterher schlechter fühlen, als vorher. Weil wir – zwar gutgemeinte – <a href="https://www.bettinahielscher.de/gut-gemeinter-ratschlag/">Ratschläge</a> bekommen, jedoch welche, die aktuell überhaupt nicht hilfreich sind. Manchmal werden wir auch kritisiert, bekommen unterschwellig Vorwürfe zu hören oder fühlen uns unter Druck gesetzt, uns nicht so anzustellen und unser Leben &#8222;auf die Reihe zu kriegen&#8220;. </p>



<p>Es meint keiner böse. Und doch können fehlende Einfühlung und Achtsamkeit in einer labilen Gefühlslage oft besonders leicht verletzen. Und dann bleibst du zurück mit noch mehr Scham, Trauer und Hilflosigkeit. Sprich daher mit jemandem, der dir wertfrei zuhören kann. Wenn du einen hohen Bedarf und niemanden zum Reden hast, wende dich an einen Psychologen, Coach oder Therapeuten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="8-hilf-anderen">8. Hilf anderen</h3>



<p>Ja, du hast richtig gelesen: Hilf anderen. Nur weil du dich gerade deprimiert fühlst, heißt es nicht, dass du anderen nicht ein Licht sein kannst. Manchmal kreisen wir nämlich zu sehr um uns selbst und dürfen uns daran erinnern, dass es auch andere Menschen gibt, die sich über etwas Zuwendung freuen. Und nur weil du dir selbst das Licht gerade nicht geben kannst, heißt es nicht, dass du es nicht anderen geben kannst. Das können wir meist weiterhin sehr gut: Für andere da sein. Uns kümmern. Ihnen Gutes tun. Wenn du zu sehr um dich kreist, tue Gutes. Das kann freundliches Wort sein, eine liebe Geste oder aktive Hilfe, die du anbietest und leistest. </p>



<p>Wenn ich mal zu sehr um mein Problem kreise, wende ich mich anderen zu, beantworte E-Mails, frage nach, wie es jemandem geht  oder sammle auch Müll in der Natur. Es gibt so viele Möglichkeiten, Gutes zu tun und dadurch das eigene Licht selbst wieder zu spüren.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="9-suche-die-nahe-von-tieren-auf">9. Suche die Nähe von Tieren auf</h3>



<p>Tiere leben im Moment und haben eine unglaublich beruhigende und <a href="https://www.bettinahielscher.de/dich-erden/">erdende</a> Kraft. Wenn du unruhig bist und dich nach Ruhe sehnst, dann suche den Kontakt zu Tieren. Wenn du ein eigenes Tier hast, wunderbar. Wenn nicht, vielleicht kennst du jemanden, der eines hat und zu dem du gehen kannst. Mit Tieren zusammen zu sein kann deine negative Energie sehr schnell neutralisieren und auch deine positiven Gefühle fördern.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/dog-deprimiert-pixabay-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-33048" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/dog-deprimiert-pixabay-1024x576.jpg 1024w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/dog-deprimiert-pixabay-300x169.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/dog-deprimiert-pixabay-768x432.jpg 768w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/dog-deprimiert-pixabay.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="energieerhohung-kann-leicht-gelingen">Energieerhöhung kann leicht gelingen</h2>



<p>Natürlich ist es auch wichtig, dich um das Thema zu kümmern, das da in dein Leben gerollt ist. Der Stein, der so dominant auf deinem Weg liegt. Doch du wirst sehen, wenn du dich zunächst um deine Energie kümmerst, sie zur <a href="https://www.bettinahielscher.de/meditation-ruhe-und-kraft-finden/">Ruhe</a> bringst und anhebst, dann wird dir der Stein weniger groß vorkommen. Weil du nicht mehr vom Boden aus auf den Stein blickst, sondern weil du aufgestanden bist. Du spürst eine Stärke in dir, die dir das Vertrauen schenkt, weitergehen und das Hindernis überwinden zu können. Nicht zwingend alleine, doch darum geht es auch nicht. Es geht um die Kraft in dir, weitergehen zu können und weitermachen zu wollen. Diese Kraft ist alles, was es braucht, um jedes Hindernis zu überwinden.</p>



<p>Möge diese Kraft in dir geweckt werden. Und möge dir dieser Beitrag dabei helfen.</p>



<p>Und um den Stein aus deinem Leben wegzurollen oder zu übersteigen, bin ich für dich da! <a href="https://bettinahielscher.youcanbook.me/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mach dir hier einen Termin aus</a> und ich bin an deiner Seite, sodass du den Stein mit Zuversicht, Kraft und Leichtigkeit überwinden kannst. </p>
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		<title>Der Narzisst – und warum hochsensible Menschen oft seine Opfer sind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2021 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstheit]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Narzisst]]></category>
		<category><![CDATA[Respektlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstachtung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist ein Narzisst? Woran erkennst du ihn und warum werden hochsensible Menschen so oft Opfer von Narzissten? Hier erfährst du es.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/narzisst-und-hochsensible-menschen/">Der Narzisst – und warum hochsensible Menschen oft seine Opfer sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Das Wort „Narzisst“ geht uns in der heutigen Zeit relativ leicht über die Lippen und bezeichnet im Alltag oft einen Menschen, der sehr selbstgefällig ist und andere respektlos behandelt</strong>. Doch in der Ausprägung gibt es viele Abstufungen. Hochsensible Menschen laufen häufiger Gefahr, an Narzissten zu geraten oder an Menschen mit stark narzisstischen Zügen. Doch warum ist das so? In diesem Artikel erfährst du unter anderem, was ein Narzisst ist, warum hochsensible Menschen auf Narzissten häufig anspringen und wie du dich davor bewahren kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist ein Narzisst?</h2>



<p>Ein Narzisst ist ein Mensch, der übermäßig stark auf sich selbst bezogen ist. Er hält sich selbst für das Größte, überschätzt sich oft maßlos und hat das starke Bedürfnis, von anderen bewundert zu werden. Ein Narzisst ist sehr leicht kränkbar, jedoch unfähig für Kritik. Das Gehirnareal, das <a data-type="post" data-id="19040" href="https://www.bettinahielscher.de/empathie/">Mitgefühl</a> erzeugt, ist bei extremen Narzissten unterentwickelt, wodurch diese auch kaum Empathie besitzen (und auch nicht ausbilden können). Sie können sich somit schwer bis gar nicht in andere Menschen hineinversetzen. Dementsprechend bringen sie wenig Interesse für andere Menschen auf und handeln rücksichtslos, kaltherzig und nur auf den eigenen Vorteil bedacht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die narzisstische Persönlichkeitsstörung</h3>



<p><strong>Narzisstische Züge besitzen viele Menschen. Diese zu besitzen ist nicht zwingend gefährlich, unsozial oder ungesund. </strong>Wie so oft gibt es auch hier nicht nur schwarz und weiß, sondern in der Ausprägung viele Schattierungen und Schweregrade.<strong> </strong>Stell dir die Ausprägung wie ein Punkt auf einer Skala vor, die von gesundem Selbstrespekt auf der einen Seite bis zu pathologischem Narzissmus auf der anderen Seite reicht. Krankhaft wird es dann, wenn der Narzissmus für den Betroffenen und sein Umfeld zu starkem Leidensdruck und Beeinträchtigungen führt, wie zum Beispiel starkes persönliches Leiden, extreme Beziehungsstörungen oder starke berufliche Konflikte.</p>



<p>Für die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung müssen nach dem Diagnostischen und Statistischen Manual psychischer Krankheiten (DSM-5) mindestens fünf der folgenden Symptome vorliegen:</p>



<p><strong>Die Betroffenen</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>haben ein übertriebenes Gefühl ihrer eigenen Wichtigkeit</em></li><li><em>haben Phantasien von grenzenlosem Erfolg, Macht, Schönheit oder idealer Liebe</em>.</li><li><em>glauben, besonders und einzigartig zu sein und nur von besonderen oder angesehenen Personen verstanden zu werden</em>.</li><li><em>erwarten von anderen übermäßige Bewunderung</em>.</li><li><em>erwarten, dass andere sie besonders bevorzugt behandeln und automatisch auf ihre Erwartungen eingehen</em>.</li><li><em>nutzen andere aus, um ihre eigenen Ziele zu erreichen</em>.</li><li><em>haben wenig Empathie</em>.</li><li><em>empfinden oft Neid für andere oder glauben, andere sind neidisch auf sie</em>.</li><li><em>verhalten sich arrogant und überheblich</em>.</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Narzissten und Selbstwert</h3>



<p><strong>Narzissten scheinen vor Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu strotzen, dabei haben sie oft ein extrem schwaches Selbstwertgefühl, das sie unter der übertriebenen Selbstverherrlichung verschleiern.</strong> Auch wenn es vielleicht überraschend klingt: Narzissten leiden oft auch unter innerer Leere, <a data-type="post" data-id="6391" href="https://www.bettinahielscher.de/einsamkeit/">Einsamkeit</a>, Scham, Angst und Hilflosigkeit. Sie brauchen und sehnen sich nach der Aufmerksamkeit und Anerkennung anderer, um ihren <a data-type="post" data-id="20743" href="https://www.bettinahielscher.de/selbstwert/">Selbstwert</a> sicherzustellen und versuchen die Aufmerksamkeit durch Verhaltensweisen wie Abwertung, Dominanz oder Liebesentzug von anderen Menschen zu bekommen. Ein krankhafter Kreislauf, der kein Ende kennt, wenn von den Betroffenen keine Bewusstheit für diese Störung, als auch die Bereitschaft entsteht, aus diesem Kreislauf auszubrechen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ursachen für Narzissmus</h3>



<p>Wie Narzissmus entsteht ist noch nicht ausreichend erforscht. </p>



<p><strong>Eine Theorie besagt, dass spätere Narzissten in der Kindheit sehr stark von ihren Eltern verwöhnt wurden. </strong>Durch die hohe Zuwendung, Idealisierung des Kindes und durch das Abschirmen von Enttäuschungen seitens der Eltern, haben diese Kinder ein überhöhtes, unrealistisches Selbstbild entwickelt. Dementsprechend haben sie auch unrealistisch hohe Ansprüche und Erwartungen an ihr (späteres) Umfeld.</p>



<p><strong>Eine andere Theorie vermutet einen starken Mangel an liebevoller Zuwendung in der Kindheit – starke Kränkungen und eine Liebe, die stets an Bedingungen geknüpft ist.</strong> Aus Selbstschutz vor weiterem, tiefen Schmerz, Verlust und Liebesentzug, haben diese Menschen den Narzissmus entwickelt. </p>



<p>Wenn diese Theorie ausschließlich stimmen würde, müssten jedoch eine Vielzahl hochsensibler Menschen Narzissten sein. Denn viele hochsensible Menschen haben/hatten Elternteile, die starke narzisstische Züge oder einen pathologischen Narzissmus aufweisen. Hier besteht auch die Möglichkeit, dass bei den Kindern in Folge der narzisstischen Kränkungen, Manipulation und Ausbeutung eine Hochsensibilität als Traumafolge erworben wurde.</p>



<p>Vermutlich gibt es für die Entstehung von Narzissmus viele und verschiedene Ursachen. Der Ursprung ist in diesem Artikel auch weniger bedeutsam, weil es um dich als &#8222;außenstehende&#8220; Person geht. Du willst sicher wissen, woran du einen Narzissten erkennen kannst und was das mit dir als hochsensibler Mensch zu tun haben kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">6 Symptome, an denen du einen Narzissten erkennst</h2>



<p><strong>Folgende Verhaltensweisen deuten darauf hin, dass du es mit einem Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, also mit Narzissmus in krankhafter Form, zu tun hast.</strong> </p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Er ist äußerst charmant, großzügig und wickelt dich um den Finger</h3>



<p>Der Auftritt von einem Narzissten macht in der Regel Eindruck. Er ist aufgeschlossen, redegewandt, unterhaltsam und eine interessante Persönlichkeit. Sein Auftreten wirkt selbstsicher und kompetent. Vor allem in einer Kennenlernphase zeigen sich ein männlicher Narzisst meist besonders charmant, liebevoll und einnehmend. Er bemüht sich kreativ und überschwänglich mit Komplimenten und Geschenken um deine Bewunderung und Zuwendung. Sein Verhalten wirkt zutiefst aufrichtig und ehrlich, seine Gefühle für dich tief und echt. Er scheint der perfekte Partner zu sein – männlich und dominant, zeitgleich liebevoll, leidenschaftlich und einfühlsam. Oft sind seine Geschenke sehr exklusiv und (unterschwellig) an Bedingungen geknüpft.</p>



<p>Auch im weiteren Verlauf der Beziehung lässt er immer wieder seinen Charme spielen, trägt dich auf Händen und wickelt dich geschickt um den Finger, sodass du dich unsagbar geliebt und mit ihm verbunden fühlst. Eine Strategie, um dich an ihn zu binden und Macht über dich zu haben.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/narzisst-verehrung.jpg" alt="Der Narzisst trägt dich auf Händen" class="wp-image-30873" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/narzisst-verehrung.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/narzisst-verehrung-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/narzisst-verehrung-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">2. Er bekommt immer, was er möchte und stellt seine Bedürfnisse über deine</h3>



<p><strong>Dank seinem Charme und seiner Redegewandtheit gelingt es einem Narzissten leicht, dich zu beeinflussen und letztendlich immer das zu bekommen, was er möchte.</strong> Er wirkt dabei oft sehr einfühlsam und erweckt den Anschein, dass es ihm um dich geht. Er agiert dabei jedoch höchst manipulativ und nur auf seinen eignen Vorteil bedacht. Das merkt man erst bei näherem Hinsehen. Er ist sehr großzügig und tut vieles für dich, jedoch nur, wenn er darunter selbst nicht leidet und selbst keine Abstriche machen muss. Er macht dir viele Geschenke und nimmt Rücksicht auf dich, jedoch nur in dem Ausmaß und in der Form, die er für sinnvoll für dich findet und nicht auf die Art, die du selbst magst oder brauchst.</p>



<p>In Wahrheit geht es ihm nur um seine Bedürfnisse und nicht um deine (oder die der anderen). Für die hat er keinen Blick und kein Gespür. Er kann nicht nachvollziehen, was du willst oder brauchst, selbst wenn du es ihm mitteilst. Kompromisse mag er nicht. Er ist überzeugt davon zu wissen, was das Beste für sich und alle Beteiligten ist. Schließlich steht er über allen und über allem. Nach der anfänglichen Wolke-7-Phase beginnt er zunehmend durch Macht und Gewalt zu bekommen, was er möchte. Er kontrolliert dich. In Entscheidungen bezieht er dich nicht mit ein, außer es dient dazu, dich weich und fügig zu machen. Sein Denken und Handeln haben alleine zum Ziel, seine eigenen Interessen zu verfolgen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Alles muss sich um ihn drehen</h3>



<p><strong>Ein Narzisst braucht Aufmerksamkeit und Bewunderung wie die Luft zum Atmen.</strong> Im Beisein anderer Menschen verhält er sich wie ein Star: Er ist der Mittelpunkt, um den sich alles kreist und alle müssen zu ihm heraufschauen. Das gelingt ihm auch, weil er der geborene Publikumsmagnet ist – er weiß sich auszudrücken, Spannendes zu erzählen und grandios zu unterhalten. In seinem entfernteren Bekanntenkreis hat er einen regelrechten Fanclub, der ihn bewundert und liebt, wo auch immer er auftaucht. Sein nahes Umfeld fürchtet ihn.</p>



<p>Ein Narzisst erwartet eine bevorzugte Behandlung. Seine Mitmenschen betrachtet und behandelt er wie Bedienstete. Sie müssen springen, wenn er etwas braucht. Auch du. Und wehe, die Aufmerksamkeit fällt von ihm weg. Zuhören kann er nicht. Interesse zeigen auch nicht. Wenn ein anderer spricht, reißt er das Gespräch geschickt wieder an sich. Auf fremde Erfolge und Leistungen reagiert er oft arrogant und herablassend (während er insgeheim neidisch auf diese Erfolge ist). Er wertet sich auf, indem er andere abwertet. Er muss das tun. Schließlich ist er die Sonne, um die sich alles kreist und an die keiner herankommt. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Glanzvolle Außenwirkung</h3>



<p><strong>Ein Narzisst möchte stets als das Größte und Höchste wahrgenommen werden und legt viel Wert auf seine Außenwirkung. </strong>Er lässt seinen Charme und seine Großzügigkeit spielen, um bei Geschäftspartnern, Familie oder Freunden einen exzellenten und nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Für einen männlichen Narzisst ist eine Frau an seiner Seite oft nur ein Schmuckstück, das seinem glanzvollen Auftritt dient und die für vieles herhalten muss. Er hat oft sehr viel jüngere (Ehe-)frauen oder wechselnde Affären, die ihm den notwendigen Zustrom an Bestätigung und Aufmerksamkeit sicherstellen. Deswegen bist du als Partnerin für ihn auch nur eine Option und keine Priorität. Er lässt dich das auch wissen. Festlegen möchte er sich nicht. Wenn sich deine Aufmerskamkeit für ihn ausgeschöpft hat (und er ahnt, dass das geschieht) tauscht er dich aus oder sucht sich ergänzende Quellen, an denen er sich labt. </p>



<h3 class="wp-block-heading">4. Er löst oft Schuld und Scham in dir aus</h3>



<p><strong>Ein Narzisst fühlt sich nur dann gut, wenn er auf andere herunterblickt und in einer übergeordneten Position ist.</strong> Eine Beziehung auf Augenhöhe kommt für ihn nicht in Frage, weil ihm da die notwendige Bewunderung und Aufmerksamkeit fehlt, auch wenn er das nie offen zugeben würde. Er muss immer am längeren Hebel sitzen und macht seine Position auch regelmäßig deutlich – sowohl unterschwellig, als auch offensiv.</p>



<p>Wenn die Hierarchie nicht mehr gewährleistet ist oder zu kippen droht, steuert er dagegen. Er fordert seinen Platz ein, beziehungsweise drängt dich auf deinen Platz zurück – entwertet, manipuliert und unterdrückt dich. Wenn du ansprichst, was dir missfällt, weiß er geschickt darauf zu reagieren. Er kann dir das Wort so im Munde herumdrehen, dass du dich nachher schlecht, gestört, fehlerhaft und ihm gegenüber schuldig fühlst. Er ist im Recht und du im Unrecht. Das ist dir nach dem „Gespräch“, das einer Hirnwäsche gleicht, klar.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dir darf es niemals besser gehen, als ihm</h4>



<p><strong>Wenn es dir besser geht, als ihm, weiß er das schnell zu ändern. Er kritisiert dich und weist dich auf deine Fehler hin, um dir deine Freude zu nehmen oder zieht die Opferkarte.</strong> Er macht dich auf sein eigenes Leid aufmerksam und fordert diesbezüglich deine große Anteilnahme und Fürsorge. Er lässt dich schnell begreifen, dass er und seine Bedürfnisse weitaus wertvoller und wichtiger sind als du und dass sein Leid viel dramatischer ist, als deines. Wenn du etwas tust, was ihm missfällt, lässt er dich sein Missfallen deutlich spüren. Er kann dir großzügig Freiraum gewähren, doch nur mit einem eingflößten schlechten Gewissen. Seine Zuwendung kannst du dir nur mit viel Bitten und Betteln zurückerobern.</p>



<p><strong>Du hast stets das Gefühl, für die Belange und Bestätigung deines Partners verantwortlich zu sein</strong>. Wenn er nicht bekommt, was er braucht oder er sich schlecht fühlt, fühlst du dich schuldig. Du hast immer den Eindruck, in der Beziehung mehr zu geben und dass es doch nie ausreicht. Du fühlst dich ausgesaugt. Der Narzisst ist ein Fass ohne Boden. Egal wie viel Anerkennung du ihm zollst, es wird für ihn nie genug sein, sodass du immer an deiner Liebes-/Leistungsfähigkeit zweifeln wirst und das Gefühl hast, in seiner <a href="https://www.bettinahielscher.de/von-schuld-befreien/">Schuld</a> zu stehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">5. Er ist nie schuld, sondern immer Opfer</h3>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Narzisst-Opfer.jpg" alt="Tarnung als Opfer" class="wp-image-30874" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Narzisst-Opfer.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Narzisst-Opfer-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Narzisst-Opfer-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p><strong>Wenn ein Narzisst Bewunderung nicht sicherstellen kann, dann geht er oft in die Opferrolle, um Zuspruch und Aufmerksamkeit zu bekommen</strong>. <a data-type="post" data-id="5722" href="https://www.bettinahielscher.de/eigenverantwortung/">Verantwortung</a> für sein Handeln übernimmt er nur, wenn er Erfolg hat. Dann ist er der King. Ansonsten sind immer die anderen schuld und er der Leidtragende, der bemitleidet werden muss. Auch von dir. Selbst in verzwickten Situationen weiß er sich geschickt herauszureden und sich in unschuldigem Licht darzustellen, sodass ihm deine Aufmerksamkeit und dein Mitgefühl sicher sind.</p>



<p>Ein Narzisst kann sich bei dir auch „entschuldigen“, besser gesagt: herausreden. Und das auf sehr charmante Weise. Das tut er dann, wenn er merkt, dass er dich braucht und du nicht mehr verfügbar bist. Dabei geht es ihm jedoch nicht wirklich um dich, sondern um das Maß deiner Zuwendung, das er vermisst und dringend benötigt, um sich gut zu fühlen. Auch bei dem Versuch, sich zu entschuldigen, weist er die Verantwortung meist von sich und schiebt Gründe vor, die ihn zu seinem Verhalten gebracht haben. Er konnte gar nicht anders.</p>



<p><strong>So schummelt sich der Narzisst oft durchs Leben. </strong>Nutzt andere zu seinem Vorteil aus oder macht sie verantwortlich für sein Verhalten oder seine schlechten Leistungen. Dabei hetzt er andere auch gegeneinander auf und erzählt Unwahrheiten, um sich in gutem Licht darzustellen. Er versucht dich im Laufe einer Beziehung auch zunehmend zu isolieren und stark an ihn zu binden. Du sollst wissen, dass niemand – außer er – es gut mit dir meint und du seinen Schutz und seine Fürsorge brauchst, um überleben zu können. </p>



<h3 class="wp-block-heading">6. Auf Kritik reagiert er mit Rückzug, Wut, Beleidigt-sein</h3>



<p>Ein Narzisst hält sich selbst für das Größte. <a data-type="URL" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=ZrK1mmUpjTQ" href="https://www.youtube.com/watch?v=ZrK1mmUpjTQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kritik</a> an ihm stellt seine eigene Herrlichkeit in Frage und ist für ihn nahezu unverzeihlich. Zeitgleich spürt er durch Kritik seine eigene tiefe Unsicherheit, die er auf keinen Fall  spüren möchte. Daher duldet er es nicht, in Frage gestellt zu werden und wählt Strategien, um sich so schnell es geht wieder wertvoll und erhaben zu fühlen – wie beispielsweise durch Wutausbrüche, Rückzug oder Gekränkt-sein.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wut</h4>



<p><strong>Er explodiert lautstark, wird respektlos, cholerisch und rasend vor Wut. </strong>Er macht dich demütigend auf deine Fehlerhaftigkeit (und seine Herrlichkeit) aufmerksam. Oft kommt es auch zu Gewalt. Du bist das kleine von ihm abhängige Wesen, das wieder daran erinnert werden muss, was es an ihm hat. Oft droht er auch mit dem Beenden der Beziehung. Nach der gehörigen Standpauke bleibst du zutiefst irritiert, sprachlos und schuldbewusst zurück. Du fühlst dich erschüttert, minderwertig und gedemütigt, woraus er seinen Wert speist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Rückzug / Liebesentzug</h4>



<p><strong>Er zieht sich zurück, ignoriert dich und lässt dich wissen und spüren, dass du es nicht verdienst, dich in seiner Gegenwart aufzuhalten.</strong> Er droht auch hier oft damit, die Beziehung zu beenden (es sei denn dir wird bewusst, wie toll er ist und welch Ehre es ist, dass du bei ihm sein darfst). Der Liebesentzug dient dazu, dich verlassen fühlen zu lassen und den Wunsch in dir zu wecken, dich intensiv um ihn – um Nähe und Harmonie – zu bemühen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Beleidigt-sein</h4>



<p><strong>Tief gekränkt von deiner Kritik, kann der Narzisst auch höchst beleidigt reagieren. </strong>Er weist dich mit seiner Redegewandtheit wieder geschickt auf deinen Platz zurück. Er verdeutlicht dir seine Unschuld, seine Großartigkeit und seine Opferposition und weckt ein <a href="https://www.bettinahielscher.de/schlechtes-gewissen-loswerden/">schlechtes Gewissen</a> und Schuldgefühle in dir, die deine Bewunderung und Zuwendung an ihn sicherstellen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/narzisst-hochsensible.jpg" alt="Narzisst und die Abhängigkeit" class="wp-image-30878" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/narzisst-hochsensible.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/narzisst-hochsensible-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/narzisst-hochsensible-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p>Diese sechs Symptome beschreiben einen stark krankaften Narzissmus und treten nicht immer in dieser Intensität auf. Denn erinnere dich: Es gibt verschiedene Ausprägung von Narzissmus. Die Beschreibungen sollen dir helfen, ein Bewusstsein für starken Narzissmus zu schaffen und eine ungesunde Ausprägung in deinen Beziehungen oder deinem Umfeld zu erkennen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3 Gründe, warum hochsensible Menschen auf Narzissten anspringen</h2>



<p>Warum finden Hochsensible Narzissten oft so anziehend? Warum bleiben sie in einer solchen Beziehung, wenn Macht und Manipulation dominieren? Dazu drei mögliche Gründe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Sie fühlen sich gesehen und geliebt</h3>



<p>Viele hochsensible Menschen haben ein schwaches Selbstwertgefühl. Sie wurden als Kind in ihrer Hochsensibilität oft nicht erkannt und mit ihren Bedürfnissen akzeptiert. Die Eltern haben sie oft gemaßregelt , damit sie deren Erwartungen oder der Norm der Gesellschaft entsprechen. Die fehlende Akzeptanz und Zuneigung seitens der Eltern führt bei dem hochsensiblen Kind (und später Erwachsenen) oft zu der Sehnsucht, wahrhaftig gesehen zu werden, sich verbunden und geliebt zu fühlen. Ein Narzisst vermittelt ihnen dieses Gefühl. </p>



<p><strong>Vor allem in der Anfangsphase, wenn der Narzisst seinen Charme, seine Zuwendung und Großzügigkeit spielen lässt, können sich hochsensible Menschen ganz besonders gesehen und geliebt fühlen. </strong>Vielleicht zum allerersten Mal in ihrem Leben. Dadurch wird für Hochsensible der Narzisst zu etwas ganz Besonderem. Er ist derjenige, der sie wirklich sieht und über alles liebt. Die Bindung zu ihm vertieft sich. Die Bewunderung für ihn steigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Der Umgang ist ihnen vertraut</h3>



<p>Wie anfangs erwähnt, gibt es viele <a data-type="post" data-id="28704" href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensible-menschen-im-beruf/">hochsensible Menschen</a>, die narzisstische Elternteile hatten. Somit ist für diese hochsensiblen Menschen das Verhalten eines Narzissten sehr vertraut. Und so paradox es klingt: Das, was sich vertraut anfühlt, fühlt sich sicher an. Es ist bekannt, gewohnt und man weiß, was einen erwartet. So kann es passieren, dass hochsensible Menschen sich unbewusst und immer wieder dieses – ihnen vertraute, wenn auch schädigende – Umfeld aussuchen und darin bleiben, weil sie ihre Rolle und ihren Platz darin kennen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Sie brauchen und bewundern starke Führung</h3>



<p><strong>Da hochsensible Menschen durch die häufigen Maßregelungen in ihrer Kindheit oft nicht gelernt haben, sich selbst zu vertrauen, sind sie oft dankbar für die Führung, die ein Narzisst ihnen vorgibt.</strong> Und sie bewundern oft auch den selbstsicheren Auftritt des Narzissten und wünschen sich, mehr wie er zu sein. Auch wenn die Art der Führung im Laufe der Beziehung für Hochsensible oft zum Leidensthema wird, trauen sie sich oft nicht den Schritt in die Eigenständigkeit, weil sie Eigenständigkeit nie gelernt haben. Denn: Wer sind sie, ohne äußere Führung? Was ist richtig und was falsch, wenn es niemand vorgibt? Was können sie und was nicht, wenn niemand ein Auge darauf hat? Das mangelnde Vertrauen in sich hält sie oft in der Beziehung fest.</p>



<p><a href="https://www.bettinahielscher.de/narzisst-und-hochsensible-menschen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Wer bin ich? Entdecke dich in deiner </a><a href="https://www.bettinahielscher.de/buch-wer-bin-ich/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hochsensibilität</a><a href="https://www.bettinahielscher.de/narzisst-und-hochsensible-menschen/">“</a><a href="https://www.bettinahielscher.de/schwaechen-meistern/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> </a>– Wie du herausfindest, wer du bist und dein Selbstvertrauen stärkst. </p>



<h2 class="wp-block-heading">3 Gründe, warum ein Narzisst hochsensible Menschen als Opfer wählt</h2>



<p><strong>Hier sei erwähnt, dass Narzissten in der Regel nur hochsensible Menschen mit einem schwachen Selbstwert als Partner auswählen</strong>. Narzissten haben die exzellente Fähigkeit, zu erspüren, ob der andere Mensch seine narzisstischen Bedürfnisse erfüllen kann. Denn darum geht es ihm bei der Partnerwahl: Dass sein Narzissmus bedient wird. Hat er einen – für seine Belange geeigneten – Partner erspäht, beginnt er mit der Umwerbung. Warum sind nun hochsensible Mensch mit schwachem Selbstwert so geeignet für ihn?</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Leichte Manipulierbarkeit</h3>



<p>Der Narzisst hat in einem Mensch mit wenig Selbstachtung ein williges Opfer gefunden, das sich aufgrund seiner Minderwertigkeitsgefühle leicht manipulieren und beherrschen lässt. Ein Mensch mit starken <a data-type="post" data-id="11682" href="https://www.bettinahielscher.de/selbstzweifel-ueberwinden/">Selbstzweifeln</a> ist schnell zu demütigen, zu kontrollieren und für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Ein Narzisst weiß das.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Hohe Aufmerksamkeit und Zuwendung</h3>



<p>Hochsensible Menschen haben ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und viel Mitgefühl, wodurch der Narzisst ein besonders hohes Maß an Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen kann. Auch das hohe Harmoniebedürfnis hochsensibler Menschen kommt ihm hier sehr zu Gute. Er sitzt an der richtigen Quelle, die er effizient anzuzapfen weiß. (Erinnere dich: Aufmerksamkeit und Bewunderung sind sein Lebenselixier).</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Keine Bedrohung</h3>



<p>Ein Narzisst möchte immer in einer übergeordneten Position sein und sich machtvoll fühlen. Ein hochsensibler Mensch mit wenig Selbstachtung nimmt automatisch eine niedere Position ein und ist von sich aus bereit, sich zu unterwerfen. Dadurch wird er dem Narzissten in seinem Rang nicht gefährlich und verhilft ihm dazu, seine Erhabenheit stets zu spüren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beziehungen zum Scheitern verurteilt</h2>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Opfer-von-Narzissten.jpg" alt="" class="wp-image-30879" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Opfer-von-Narzissten.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Opfer-von-Narzissten-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Opfer-von-Narzissten-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p><strong>Die Ziele, die ein Narzisst bei der Partnerwahl verfolgt, sind stets eigennützig.</strong> Langfristig gesehen lässt sich mit einem Narzissten keine – zumindest für beide Seiten – erfüllende Partnerschaft führen. Eine Beziehung zielt für den Narzissten immer darauf ab, den eigenen Selbstwert durch den Partner sicherzustellen – mit Hilfe von Macht, Manipulation, Vereinnahmung und Liebesentzug. Wenn ein Partner „ausgedient“ hat, weil er das Maß an Aufmerksamkeit nicht mehr leisten kann, wird er gewechselt.</p>



<p><strong>Mit zunehmender Dauer der Beziehung kommt das wahre Gesicht des Narzissten zum Vorschein.</strong> Die Manipulation, Intrige, Demütigung und Machtkämpfe steigen. Der Partner bemerkt zunehmend, dass das Verhalten vom Narzisst nichts mit wahrer Liebe zu tun hat und entwickelt den Wunsch, sich aus der Beziehung zu lösen. Das ist oft ein langer Weg. Oft wird aus dem Beenden einer solchen Beziehung eine sehr lange On-Off-Beziehung. Man kann nicht mit-, aber auch nicht ohne einander – und das von beiden Seiten. Auch hier wirkt noch in hohem Maße die gegenseitige Abhängigkeit und beim Opfer die Erinnerung an die nie sonst dagewesenen Höhenflüge samt tiefer Verbundenheit mit dem Partner, die ihn an ihn binden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wer bist du eigentlich?</h3>



<p><strong>Hochsensible Menschen, die in Beziehungen mit Narzissten waren oder sich aus diesen lösen, stehen vor der großen Herausforderung, eigenständig zu werden</strong> – ihre eigene Identität zu finden, sich und ihre Bedürfnisse kennenzulernen und das Vertrauen zu entwickeln, sich selbstbestimmt durchs Leben führen zu können. Dazu ist meist professionelle Hilfe von außen nötig – mal in geringerem, mal in größerem Umfang. Ex-Partner von extremen Narzissten sind durch die zermürbende Beziehung oft nur noch Fragmente ihrer selbst und benötigen oft auch eine Therapie. Anderen hilft es schon, durch Coaching und punktuelle Begleitung sich selbst zu stärken und das Beziehungstrauma zu überwinden.</p>



<p>Die starken Wirkmechanismen eines Narzissten können Hochsensible jedoch nicht nur in partnerschaftlichen Beziehungen erleben. Auch in Freundschaften, engen Chef-Angestellten- oder Lehrer-Schüler-Verhältnissen kann ein Narzisst sein Werk in hohem Ausmaß vollbringen und zutiefst zerstörerisch wirken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aufbruch in die Freiheit – 5 Schritte in dein neues Leben</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1. Bewusstheit</h3>



<p><strong>Bewusstheit ist der erste Schritt in ein gesundes und freies Leben: Erkenne, dass du es mit einem Narzissten zu tun hast. Erkenne seine Manipulationstechniken sowie seine Skrupellosigkeit dir gegenüber. </strong>Das fördert eine gesunde Wut in dir, die als Handlungsenergie genutzt werden kann. </p>



<p>Auch dir selbst darf bewusst werden, wo deine eigenen Schwachstellen sind und warum du dich in diese Beziehung hineinbegeben und dich dort halten lassen hast/lässt. Das Wissen um die Ursachen für deine Abhängigkeit schenkt dir die Möglicheit, die Wurzeln des Übels anzugehen: Aus der ungesunden Beziehungsdynamik auszusteigen und auch nicht mehr in solche ungesunden Beziehungen zu geraten. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Wenn du die Notwendigkeit zu gehen erkennst, beginnt dein Weg in ein neues Leben – frei vom Narzissten und dir selbst zugewandt. </strong></em></p></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">2. Schaffe Distanz </h3>



<p>Schaffe Distanz zum Narzissten. Kappe die Verbindung soweit es in deinem Rahmen möglich ist und überlege dir, wie du noch mehr Distanz schaffen kannst. Wenn du mit einem Narzissten zusammenlebst, gehe auf Abstand, komme bei Freunden oder Familie unter. Suche dir eine eigene Wohnung. Lenke deinen Fokus auf etwas Positives in deinem Leben. Umgib dich mit Menschen, die dich achten. Finde Zuflucht bei Tieren. Suche einen Sinn und heilsamen Fokus in deinem Leben, um in deinem Alleinsein nicht ständig an die Beziehung denken zu müssen und zu leiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Nimm dir Zeit zum Heilen</h3>



<p>Die intensive Ausbeutung und Manipulation haben sehr an deinen Kräften gezehrt. Nimm dir Zeit für dich und deine Heilung. Nimm dir Urlaub und fahre an einen Ort, an dem du dich wohlfühlst. Vielleicht kannst du dir auch eine längere Auszeit nehmen oder beruflich zurücktreten. Handhabe es auf gesunde Weise, so wie es Tiere tun: Ziehe dich zurück, um deine Wunden zu lecken. Du brauchst die Zeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4. Wende dich dir selbst zu</h3>



<p>Befasse dich mit dir selbst. Lerne dich kennen: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wer bist du? </li><li>Was hast du für Bedürfnisse? </li><li>Was sind deine wichtigsten Werte, die von nun an Beachtung haben dürfen? </li><li>Was sind deine Träume und Wünsche, die du verwirklichen willst? </li><li>Welche Lebensweise tut dir gut und passt zu dir? </li></ul>



<p>Nimm dir Unterstützung auf dem Weg, um deine Wunden zu  heilen und zu dir selbst zu finden. Stärke deine Selbstachtung und deinen Selbstwert, um Liebe in dir und für dich zu spüren – und um Liebe, Gesundheit und Freude zu erfahren. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong><em>Im Grunde besitzen der Narzisst, als auch das Opfer, einen mangelnden Selbstwert und füllen die Lücken durch den anderen auf.</em></strong></p></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">5. Lerne dich selbst zu führen</h3>



<p>Lerne, dich selbst – gesund und verantwortungsvoll – durchs Leben zu führen. Lerne, deine Gedanken bewusst zu lenken und das Positive in deinem Leben zu stärken. Lerne, in schwachen Momenten für dich selbst da zu sein und eine Sicherheit in dir selbst zu finden, die dich hält und trägt. Stärke die Verbindung zu dir und lerne, sie zu halten. Sodass du Vertrauen in dich und deine Führung hast und die Angst vor dem Alleinsein und der Eigenständigkeit zunehmend verschwindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Werde dir selbst wichtig</h2>



<p>Ein Mensch mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung kann man nicht ändern, auch wenn diese Erkenntnis wehtut. Alles, was er tut, dient dem Selbstzweck, ohne Rücksicht auf Verluste. Seine Methoden sind höchst manipulativ und wirklich bedeuten, tut ihm niemand etwas, außer er sich selbst. Er ist unfähig, tiefere Gefühle für andere zu entwickeln und stellt sich immer an oberste Stelle. Daher ist jedes Bemühen, einen Narzissten zu verändern, ergebnislos. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Es ist ein Kampf um die Liebe einer Person, die dich niemals zurücklieben kann. </strong></em></p></blockquote>



<p>Dieser Artikel hat dein Bewusstsein für Narzissten und vielleicht auch für deine eigenen Schwachpunkte ihnen gegenüber geschärft. Wenn du einen Narzisst in deinem nahen Umfeld enttarnt hast, dann halte dir vor Augen, wie demütigend und ausbeuterisch das Verhalten des Narzissten ist und stärke deine Selbstachtung. Das ist elementar wichtig, um dich aus der Abhängigkeit zu ihm zu befreien und auf keinen Narzissten mehr hereinzufallen. Lerne dich kennen und WERT.ZU.SCHÄTZEN. Sei es dir wert, respektvoll behandelt zu werden. Erlaube dir erfüllende und gesunde Beziehungen auf Augenhöhe. Erlaube dir ein Umfeld, das dich wirklich liebt, nährt und stärkt. Erlaube dir, dein eigenes Glück zu definieren und zu leben.</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-selbstwert/" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="250" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Selbstwert-800px-meerweb.jpg" alt="" class="wp-image-27985" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Selbstwert-800px-meerweb.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Selbstwert-800px-meerweb-300x94.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Selbstwert-800px-meerweb-768x240.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Weche Erfahrungen hast du mit Narzissten gemacht? Wo bist du einem begegnet und wie mit ihm umgegangen?</p>



<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>



<p>Das Thema Narzissmus ist höchstkomplex und füllt nicht umsonst unzählige Bücher. Hier ein paar Empfehlungen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a target="_blank" href="https://www.amazon.de/gp/product/3944476166/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3944476166&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkreativged-21&amp;linkId=d2d4c4e10d464d5c38c3110cf5994d0b" rel="noreferrer noopener"></a><a target="_blank" href="https://www.amazon.de/gp/product/B08CKX8TR1/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B08CKX8TR1&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkreativged-21&amp;linkId=b3c9e12a2a1b665af237da5b2a8887bb" rel="noreferrer noopener">Die narzisstische Mutter: Wie Sie alte Wunden heilen und Ihr neues Leben selbst bestimmen</a></li><li><a target="_blank" href="https://www.amazon.de/gp/product/3837921522/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3837921522&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkreativged-21&amp;linkId=ca35ebd9546c5911bba004d38653bb4f" rel="noreferrer noopener"></a><a target="_blank" href="https://www.amazon.de/gp/product/B07ZPBNF1C/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B07ZPBNF1C&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkreativged-21&amp;linkId=b08d05938443d3e5474698823297d532" rel="noreferrer noopener">»Gestatten, ich bin ein Arschloch.«: Ein netter Narzisst und Psychiater erklärt, wie Sie Narzissten entlarven und ihnen Paroli bieten</a></li><li><a target="_blank" href="https://www.amazon.de/gp/product/3608892176/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3608892176&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkreativged-21&amp;linkId=dcb6739b27fbe5e4ed944e21719295ee" rel="noreferrer noopener">Narzisstische Verletzungen der Seele heilen: Das Zusammenspiel der inneren Selbstanteile</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/narzisst-und-hochsensible-menschen/">Der Narzisst – und warum hochsensible Menschen oft seine Opfer sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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		<title>Deine Schwächen: Belasten sie dich noch oder meisterst du sie schon?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Oct 2021 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schwächen]]></category>
		<category><![CDATA[Wer bin ich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum es hilfreich ist, deine Schwächen zu kennen und wie du nachhaltig erfolgreich mit ihnen umgehen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/schwaechen-meistern/">Deine Schwächen: Belasten sie dich noch oder meisterst du sie schon?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Lass mich raten: Du nimmst viele Schwächen an dir wahr und bemerkst diese im Alltag auch sehr oft. </strong></p>



<p><strong>Hingegen Stärken&#8230;</strong></p>



<p><strong>Hast du sowas überhaupt? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></strong></p>



<p>Jeder Mensch hat Schwächen, genauso wie jeder Mensch Stärken hat. Während viele Menschen zur SelbstÜBERschätzung neigen – ihre Stärken überbewerten und ihre Schwächen übersehen und unterschätzen – ist das bei hochsensiblen Menschen oft anders herum. Hochsensible neigen dazu, hauptsächlich ihre Schwächen wahrzunehmen und diese als besonders schlimm zu empfinden. Ihre Stärken hingegen übersehen sie häufig oder unterschätzen sie. Hochsensible wollen ihre wahrgenommenen Schwächen auch oft loswerden, jedoch meist ohne den gewünschten Erfolg.</p>



<p>In diesem Beitrag erfährst du, warum es hilfreich ist, deine Schwächen zu kennen, warum du manche davon nicht loswerden kannst und was du brauchst, um sie nachhaltig zu meistern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Schwächen und wozu sind sie gut?</h2>



<p>Für Schwächen gibt es verschiedene Definitionen. Wenn wir über Schwächen von Menschen sprechen, meinen wir meist körperliche Unvollkommenheiten, Vorlieben oder nachteilige menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen. Mit letzterem ist gemeint, dass, wenn eine Eigenschaft oder ein Verhalten für mich zum Nachteil wird, dieses eine Schwäche ist.</p>



<p><strong>Schwächen hat jeder Mensch, denn sie sind natürlicher Bestandteil des Lebens. Allein in einem irdischen – und damit vergänglichen – Körper zu sein, bedeutet zwangsweise, auf dieser Ebene unvollkommen zu sein</strong>.  Schwächen machen eine Person verletzlich, angreifbar und schränken sie ein, machen sie aber auch menschlich und damit sympathisch. </p>



<p>Schwächen bergen ebenso die Chance zum <a href="https://www.bettinahielscher.de/wachstum/">Wachstum</a>. Durch Schwächen kann man lernen, die eigene Unvollkommenheit anzunehmen, als auch über die eigenen Einschränkungen und Begrenzungen hinauszuwachsen. Das bedeutet: einen Umgang mit den Schwächen zu finden, damit der Nachteil nicht oder nur geringfügig wahrnehmbar ist. Dadurch kann mehr Freiheit und Freude erlangt werden. Wenn man das Leben als (spirituelle) Wachstumsreise begreift, sind Schwächen Herausforderungen, die es zu überwinden gilt, um stärker und damit vollkommener zu werden.</p>



<p>Jeder Mensch hat Schwächen und Stärken. Vermutlich auch deshalb, weil es für eine Balance – jeglicher Art – immer mindestens zwei Pole braucht. Oft sind wir jedoch nicht in unserer Balance. Nicht nur in vielen Lebensbereichen, sondern auch im Bereich unserer Stärken und Schwächen. Wir sind diesbezüglich oft in einer Schieflage, weil wir unseren Fokus nur auf einen Teil gerichtet haben und diesen oft auch noch überbewerten. Bei Hochsensiblen liegt der Fokus meist auf ihren Schwächen. Sie haben sich bereits als Kind oft schon unzulänglich gefühlt und damit ihre Sichtweise auf Schwächen und Makel geschärft. Ist das auch bei dir der Fall?</p>



<p>Deine Schwächen zu kennen ist nicht per se schlecht. Im Gegenteil. Es kann sehr hilfreich sein, um diese zu wissen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie dir das Wissen um deine Schwächen bei deiner Wachstumsreise helfen kann</h2>



<p>Deine Schwächen zu kennen kann dir dabei helfen, dich vor den Nachteilen deiner Schwäche zu bewahren. Denn: Nur wenn du weißt, was dir zum Nachteil werden kann, kannst du Einfluss darauf nehmen. Mit der passenden Strategie, wirst du dadurch zu mehr Energie, Freude und Ausgeglichenheit finden können.</p>



<p><strong>Leider glauben wir häufig, dass der einzige Weg, Einfluss auf unsere Schwächen zu nehmen, darin besteht, die Schwächen auszumerzen. </strong>Dabei ist das oft gar nicht möglich, wie du vielleicht selbst schon festgestellt hast. Manche Schwächen sind nämlich Teil deiner Persönlichkeit, zum Beispiel ein Ausdruck deiner <a href="https://www.bettinahielscher.de/leben-mit-hochsensibilitaet/">Hochsensibilität</a> und können nicht &#8222;beseitigt&#8220; werden. </p>



<p>Wenn du z. B. besonders leicht gerührt und den Tränen nahe bist, wirst du diese Eigenschaft nicht loswerden können. Sie ist ein Wesensmerkmal von dir (deiner Hochsensibilität). Jeder diesbezügliche Versuch würde entweder zu Frust und Wut führen, weil du keinen Erfolg dabei hast. Oder er würde dazu führen, dass du diese Eigenschaft (erfolgreich) unterdrückst. Das ist jedoch weder gesund, noch würde es dauerhaft zu einer Verbesserung deines Lebens beitragen. Hier könnte nur ein Annehmen deiner Schwäche zu einem entspannteren Leben führen – oder die Wahrnehmung dieser Eigenschaft als eine Stärke.</p>



<p><strong>Manche Eigenschaften können nämlich Stärke, wie Schwäche sein, je nachdem, aus welchem Blickwinkel du sie betrachtest</strong>. Du kannst es störend und unangenehm empfinden, sehr gefühlvoll und leicht den Tränen nahe zu sein. Oder du kannst dich daran erfreuen, dass du so intensiv mit dem Herzen fühlst und offen mit dieser Sensibilität umgehen.</p>



<p><strong>Manche Schwächen sind auch lediglich Symptome und Auswirkungen anderer Ursachen (häufig anderer Schwächen)</strong>. Hochsensible Menschen haben zum Beispiel oft die Schwäche, dass sie sich schlecht abgrenzen können. Diese mangelnde <a href="https://www.bettinahielscher.de/abgrenzung/">Abgrenzung</a>sfähigkeit kann eine Auswirkung von einem geringen Selbstwert sein. In einem solchen Fall, kannst du an deinem Selbstwert arbeiten, wodurch die Schwäche der mangelnden Abgrenzung abgebaut werden kann. Das Symptom wird durch Ursachenbehebung beseitigt.</p>



<p><strong>Und manche Schwächen können auch in Stärken umgewandelt werden.</strong> Stärken und Schwächen sind im Grunde oft identisch, weisen nur einen anderen Grad in ihrem Ausdruck auf. Erinnere dich an die Balance und die zwei Pole, die ich anfangs erwähnt habe. Nehmen wir die Schwäche Perfektionismus. Der Gegenpol dazu (also die Stärke) ist&#8230; na, weißt du es? Qualitiätsbewusstsein!  <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Das heißt, du kannst das Ausmaß von deinem Perfektionismus soweit herunterregulieren, dass es zu einem Qualitätsbewusstsein und dir zum Vorteil wird. Anstatt vom Perfektionismus beeinträchtigt zu sein, kannst nun du mit deinem Qualitätsbewusstsein dazu beitragen, Hochwertiges und Nachhaltiges zu erschaffen.</p>



<p><strong>Das Wissen um deine Schwächen kann dir somit</strong> <strong>helfen, einen gesunden Umgang mit deinen Schwächen zu finden</strong>, <strong>damit du nicht mehr unter ihnen leidest und mehr Energie und Freude spürst. </strong>Je nachdem, um welche Art von Schwäche es sich handelt, gelingt das durch das Annehmen, Ausgleichen oder Auflösen der Schwäche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was du brauchst, um deine Schwächen nachhaltig zu meistern</h2>



<p>Wie bereits erwähnt, ist es häufig so, dass wir unsere Schwächen zwar wahrnehmen, aber oft deren wahren Ursprung nicht kennen. Dadurch wird es schwer, nachhaltige Lösungen im Umgang mit den Schwächen zu finden. Wir leiden einfach nur unter ihnen oder versuchen, mit Gewalt und meist vergebens, die Schwächen zu beseitigen. </p>



<p><strong>Der allererste Schritt zur Meisterschaft deiner Schwächen ist somit: Bewusstheit.</strong> Nur wenn du dir bewusst darüber bist, wo du dir selbst schadest und was die Ursache ist, kannst du gezielt darauf Einfluss nehmen.</p>



<p>Diese Bewusstheit können wir auf zweierlei Arten entwickeln:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Bewusstheit durch Selbsterfahrung</h3>



<p><strong>Bewusstheit durch Selbsterfahrung bedeutet: Wir machen immer wieder ähnliche negative Erfahrungen und stellen dabei – oder im Nachhinein – fest, dass wir einen Nachteil erfahren haben.</strong> Ein ganz einfaches Beispiel: Du isst eine ganze Tafel Schokolade und hinterher ist dir schlecht. </p>



<p>Durch diese negative Selbsterfahrung wird in der Regel dein Bewusstsein für dieses Thema (Schokolade essen) geschärft. Du achtest vermehrt auf deinen Schokoladenkonsum, reflektierst vermehrt und wenn du Verständnis und Einsicht! erlangst – &#8222;aha, zu viel Schokolade schadet mir und ich möchte mir nicht schaden – kannst du dein Verhalten verändern und die Schwäche abbauen oder ausgleichen. Du genießt weiterhin Schokolade, aber nur so viel, dass es dir noch gut dabei geht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/schwaechen-schoki.jpg" alt="" class="wp-image-30357" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/schwaechen-schoki.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/schwaechen-schoki-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/schwaechen-schoki-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">2. Bewusstheit durch Selbsterkenntnis</h3>



<p><strong>Bewusstheit ist auch durch Selbsterkenntnis möglich: Durch das wahre Erkennen deiner Selbst (und Muster). </strong>Selbsterkenntnis entsteht ebenfalls durch Selbsterfahrung, jedoch nicht ausschließlich und nicht immer. Manchmal stellt sich die Erkenntnis trotz <a href="https://www.bettinahielscher.de/erfahrungen/">Erfahrung</a> nicht ein. Du erkennst zwar, dass etwas nicht gut für dich ist oder nicht gut läuft, aber erkennst die wahre Ursache nicht. Durch das fehlende Wissen gelingt es dir auch nicht, die Schwäche nachhaltig auszugleichen oder abzubauen. Stattdessen gerätst du immer wieder in gleiche oder ähnliche Situationen, die dir zum Nachteil werden. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong><em>Ohne Verständnis und Einsicht ist eine Veränderung nicht nachhaltig möglich.</em></strong></p></blockquote>



<p>Zudem ist der Weg zu Bewusstheit über die Selbsterfahrung der schmerzhaftere Weg. Du musst die negative Erfahrung erst durchleben, um zu Erkenntnis zu gelangen. Ja, das ist manchmal notwendig, manchmal darf es jedoch auch einfach gehen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>



<p><strong>Die angenehmere Art, zu Selbsterkenntnis zu gelangen, ist durch Wissen und Reflexion</strong>. Das ist zum Beispiel durch Bücher möglich und hast du vermutlich schon erlebt. Du liest etwas und plötzlich macht es „klick“ in dir. &#8222;Ach, so ist das! Verstehe! Jetzt macht alles Sinn!&#8220; Und dank dieser Erkenntnis (und den vielleicht vorgestellten Lösungswegen im Buch), kannst du dich vorbeugend vor einer negativen Erfahrung schützen.</p>



<p>Lass mich das nochmal an einem persönlichen Beispiel verdeutlichen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Männer und meine Neigung zur Projektion</h2>



<p><strong>Ein Coach machte mich einmal darauf aufmerksam, dass ich bei Männern stark zur Projektion neige</strong>.<strong> </strong>Also<strong> </strong>Dinge beschönige und schönrede. Und dass ich zu schnell emotional in Beziehungen einsteige.<strong> </strong>Autsch. Das war ein ziemlich herber Schlag in die Magengrube und extrem unangenehm für mich zu hören. Zumal das auch nicht sehr einfühlsam an mich herangetragen wurde. Als ich jedoch darüber nachdachte, musste ich ihm rechtgeben. Bis dato war mir das gar nicht bewusst gewesen. Ich stellte lediglich häufig fest, dass sich Männer, die ich toll fand, entweder nur kurz für mich interessierten oder – wenn es zu einer Beziehung kam – diese gar nicht wirklich zu mir passten. Und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr machten so viele meiner gescheiterten oder nicht zustande gekommenen Beziehungen Sinn. Es macht „klick&#8220;. Sogar klick, klick, klick, klick. Ja, tatsächlich, ich neige zur Projektion! (Wie unangenehm! Aber leugnen nützte ja nichts&#8230;)</p>



<p>Das Wissen über meine Projektion half mir dabei, der wahren Ursache auf die Spur zu kommen. Denn die Projektion war nur ein Symptom. Die Ursache – so durfte ich ebenfalls schmerzhaft feststellen – &nbsp;war meine starke Sehnsucht nach Verbundenheit und Zugehörigkeit, die dazu führte, dass ich zu projizieren begann, sobald ich Interesse und Zuneigung für einen Mann empfand. Ich beschönigte oder ignorierte Eigenschaften oder Einstellungen, die nicht zu mir passten, nur um mich durch das Zusammensein (scheinbar) verbunden zu fühlen.</p>



<p><strong>Dieses Wissen war für mich wertvoll.</strong> <strong>Ich konnte nun endlich an der Ursache arbeiten und im Kontakt mit Männern ein verschärftes Bewusstsein für mein Verhalten entwickeln.</strong> Heute projiziere ich nicht mehr. Weil ich mich selbst ertappe, wenn ich das tue. Weil ich weiß, dass es zu keiner erfüllenden und langlebigen Partnerschaft kommen würde, wenn diese mit Projektion beginnt. Und weil ich klarer sehe und mich selbst mehr achte. Ich erkenne besser, ob jemand zu mir passt oder nicht, weil ich mir mehr Zeit beim Kennenlernen lasse. Ich beobachte mehr, wie ein Mensch ist und sich verhält und treffen daraufhin mein Urteil. Und ich besitze auch genug Selbstachtung, um lieber allein, als mit einem Mann zusammen zu sein, der nicht zu mir passt.</p>



<p>Warum erzähle ich dir das? Weil hochsensible Menschen häufig eine starke Sehnsucht nach Verbundenheit haben, dadurch häufig zur Projektion neigen und in ungesunden Beziehungen landen. </p>



<p><strong>Fühlst du dich vielleicht sogar selbst ertappt?</strong></p>



<p>Mir hat das Wissen über die Projektion dabei geholfen, ungesunde Beziehungen und schmerzhafte Erfahrungen zu vermeiden und gesunde Beziehungen einzugehen. Und zu einer solchen Bewusstheit und Fähigkeit verhelfe ich dir auch mit meinem neuen Buch. (Mehr Infos dazu findest du am Ende des Beitrags). Neben 40 häufigen Stärken und deren Einsatzmöglichkeiten, findest du darin auch 40 häufige Schwächen hochsensibler Menschen plus Entwicklungsmöglichkeiten. Also Anregungen, wie du mit den Schwächen sinnvoll umgehen kannst, so dass sie dich nicht mehr unnötig neagtiv beeinflussen. Auch die Sehnsucht nach Verbundenheit findest du darin. Diesen Abschnitt aus dem Buch stelle ich dir jetzt vor.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/schwaechen-projektion.jpg" alt="" class="wp-image-30387" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/schwaechen-projektion.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/schwaechen-projektion-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/schwaechen-projektion-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Auszug aus dem Buch: Wer bin ich? Entdecke dich in deiner Hochsensibilität </h2>



<p><strong>Kapitel: 40 häufige Schwächen hochsensibler Menschen</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Sehnsucht nach Verbundenheit und Zugehörigkeit</h3>



<p>HSP fühlen sich oft falsch und fremd auf der Welt und haben daher oft den sehnlichsten Wunsch, irgendwo dazuzugehören. Diese Sehnsucht nach Verbundenheit kann für HSP zu einer großen Schwachstelle werden, wenn ihnen das Zugehörigkeitsgefühl wichtiger ist, als ihr eigenes Wohlbefinden. Dann neigen HSP dazu, sich mit Menschen oder Gruppen zu verbinden, die ihnen im Grunde nicht guttun, nur um ein Gefühl von Zugehörigkeit zu spüren.</p>



<p>Die Sehnsucht nach Verbundenheit kann auch dazu führen, dass HSP bei potentiellen Partnerinnen/Partnern leicht zu projizieren beginnen. Bei einem Anflug von Verliebtheit glauben HSP dann leicht, DIE Eine oder DEN Einen vor sich zu haben, mit der / dem sie sich endlich tief verbunden fühlen können.  Unstimmigkeiten werden ausgeblendet, ignoriert oder beschwichtigt. HSP bemerken dabei oft nicht, dass sie sich verbiegen und Anteile ihrer Persönlichkeit unterdrücken. Sie befördern sich damit oft ungewollt in eine Beziehung, in der sie sich weder zu Hause fühlen, noch für das geschätzt werden, was sie wirklich sind.</p>



<p>HSP mit starker Sehnsucht nach Verbundenheit öffnen sich im Beisein anderer Menschen auch oft zu leicht. HSP haben die Hoffnung, dadurch eine tiefe Verbundenheit herstellen zu können, was jedoch oft nicht gelingt. Nicht bei jedem Menschen ist es sinnvoll und angebracht, sich tief verletzlich zu zeigen. Es kann sehr schmerzhaft für HSP sein, wenn ihre gezeigte Verletzlichkeit von anderen Menschen missachtet oder gar verurteilt wird.</p>



<p>Das Verhalten, das aus der Sehnsucht nach Verbundenheit erwächst, führt nicht nur zu körperlichen Leiden, weil HSP entgegen dem leben, was ihnen guttut. Es entfernt sie auch zunehmend von sich selbst, wodurch Unglücklichsein und Depressionen entstehen können.</p>



<p><strong>Entwicklungsmöglichkeit</strong></p>



<p>Der Wunsch nach Zugehörigkeit existiert in jedem Menschen und ist ein wichtiges Bedürfnis, das auch erfüllt werden möchte und darf. Bleibe dennoch sehr achtsam dafür, welche Zugehörigkeit du wählst und was du dafür in Kauf nimmst. Tue nichts, was dir im Inneren widerstrebt. Öffne dich nicht zu schnell, sondern wähle achtsam aus, wem du dich und in welchem Maße öffnest. Werde fähig, Ablehnung und Kritik (aus) zu halten. Bleibe dir selbst treu. Verbringe keine Zeit mit Menschen, unter denen du dich nicht wohl fühlst. Zugehörigkeit, die auf diese Weise erlangt wird, stillt dein Bedürfnis nicht in der Tiefe und führt langfristig zu mehr Leid. </p>



<p>Lass dir beim Kennenlernen von potentiellen Partnern Zeit. Überstürze nichts, sondern beobachte und bemerke, was dir gefällt und was nicht. Achte darauf, du selbst zu sein und du selbst sein zu dürfen. Achte auf die Augenhöhe, auf der ich euch begegnet. Stärke auch dein Selbstwertgefühl und deine Selbstachtung. Suche nach einer Zugehörigkeit, die dich im Inneren wahrhaft zufrieden macht. Wenn du sie momentan nicht (bei anderen) findest, bleibe lieber für dich. Genieße die Verbundenheit mit dir oder anderen Lebewesen, anstatt dich in ungesunden Beziehungen zu schädigen.</p>



<p><em>(Auszug &#8222;Wer bin ich? Entdecke dich in deiner Hochsensibilität&#8220;)</em><br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Bewusstheit befähigt dich zu einem gesunden Selbstmanagement</h2>



<p>Schwächen können dich im Leben sehr beeinträchtigen, sie müssen es jedoch nicht. Der Schlüssel dazu ist Bewusstheit, durch die du fähig wirst, sinnvolle und nachhaltige Lösungen zu finden. Es gibt zwei Wege, um zu dieser Bewusstheit zu gelangen: Durch Selbsterfahrung und durch Selbterkenntnis. Der einfachere Weg ist der der Selbsterkenntnis – durch Wissensvermittlung und Reflexion.</p>



<p>Wenn du mehr Bewussheit über dich erlangen und fähiger werden möchtest, mit deinen Stärken, Schwächen als auch deiner Hochsenibilität umgzugehen, dann kann dir mein Buch dabei sehr helfen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Cover-Werbinich-mit-Rand-661x1024.jpg" alt="Wer bin ich?" class="wp-image-30517" width="252" height="391" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Cover-Werbinich-mit-Rand-661x1024.jpg 661w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Cover-Werbinich-mit-Rand-194x300.jpg 194w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Cover-Werbinich-mit-Rand-768x1190.jpg 768w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Cover-Werbinich-mit-Rand-991x1536.jpg 991w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Cover-Werbinich-mit-Rand-1322x2048.jpg 1322w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Cover-Werbinich-mit-Rand.jpg 1558w" sizes="(max-width: 252px) 100vw, 252px" /></figure>



<p>Darin findest du neben einer kleinen Einführung in die Hochsensibilität und einem Test, insgesamt 80 häufige Stärken und Schwächen hochsensibler Menschen. Zu diesen Eigenschaften findest du passende Handlungs- und Entwicklungsideen, mit denen du deine Stärken aktivieren und einzusetzen und deine Schwachstellen annehmen, abbauen oder ausgleichen kannst. </p>



<p>Dieses Buch ist weniger ein Handbuch im Umgang zur Hochsensibilität, sondern dient mehr der Bewusstheit, weil sie die Basis ist, mit der alles beginnt. Je besser du dich kennst und annimmst, desto wohler fühlst du dich in dir und desto sicherer kannst du anderen Menschen und dem Leben begegnen. Bewusstheit befähigt dich zur Meisterschaft im Selbstmanagement. Selbstfürsorge ist dann nicht mehr anstrengend, sondern ein natürlicher Ausdruck deines authentischen Seins. Kein Verstecken mehr, keine Scheu, kein Anpassen. Du findest Frieden in deinem Sein, bist unabhängig, stark und frei.</p>



<p>Erscheintungstermin noch im Oktober.</p>



<p>Was sind deine häufigsten Schwächen und welche davon würdest du gerne als erstes meistern?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/schwaechen-meistern/">Deine Schwächen: Belasten sie dich noch oder meisterst du sie schon?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Nein, danke.&#8220; – Warum Abgrenzung wichtig ist und wie sie dir gelingt</title>
		<link>https://www.bettinahielscher.de/abgrenzung/</link>
					<comments>https://www.bettinahielscher.de/abgrenzung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2021 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Abgrenzung]]></category>
		<category><![CDATA[Nein sagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.bettinahielscher.de/?p=29518</guid>

					<description><![CDATA[<p>Abgrenzung ist wichtig, wenn auch nicht leicht. In diesem Artikel erfährst, mit welchen drei Schritten du dich gesund abgrenzen kannst.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Wie kann ich es vermeiden, vorschnell &#8222;ja&#8220; zu sagen und mich ohne schlechtes Gewissen abgrenzen? </strong>Das ist eine Frage, die <a href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensible-menschen-im-beruf/">hochsensible Menschen</a> und Menschen mit schwachem <a href="https://www.bettinahielscher.de/resilienz/">Selbstwertgefühl</a> besonders häufig beschäftigt. Ihnen gelingt Abgrenzung nicht. Sie sagen viel zu oft ja, weil sie mit einem Nein oft verbinden:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>Egoistisch zu sein</em></li><li><em>Andere zu verletzen / enttäuschen</em></li><li><em>Nicht mehr gemocht zu werden</em></li><li><em>Ablehnung zu erfahren</em></li></ul>



<p>Und das wollen sie nicht.</p>



<p>Geht es dir genauso? Mir erging es schon oft so. Früher fiel es mir extrem schwer, Grenzen zu setzen und auch heute ist Abgrenzung nicht immer leicht für mich, sie gelingt mir jedoch immer besser. Das war ein Lernprozess, zu dem mich das Leben genötigt hat. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Durch einen Nervenzusammenbruch und eine starke depressive Phase bekam ich die Rechnung für meine mangelnde Abgrenzung, über Jahre hinweg, präsentiert. Ein hoher Preis, den ich bezahlen durfte – und ein notwendiger. </strong></em></p></blockquote>



<p>Ich weiß, wohin mangelnde Abgrenzung führen kann und genauso weiß ich, wohin gesunde Abgrenzung führen kann: Zu Freiheit, innerer Ruhe und positiver Energie. Für ein gesundes und zufriedenes Leben ist es unabdingbar, Grenzen zu setzen – die eigene Energie zu bewahren und das Leben danach zu gestalten, was einem persönlich guttut.</p>



<p>Wie mir diese Abgrenzung gelingt und auch dir gelingen kann, erfährst du in diesem Beitrag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Kunst, innezuhalten</h2>



<p><strong>Der wichtigste Schritt beim Abgrenzen besteht erst einmal darin, zu erkennen, wo eine Abgrenzung nötig ist. </strong>Oft bemerken wir erst hinterher, wo eine Abgrenzung nötig gewesen wäre. Wir sagen spontan „ja“ zu etwas und stellen hinterher fest, dass wir doch lieber „nein“ gesagt hätten, weil wir uns mit der Zusage unwohl fühlen. Solche Situationen kennst du bestimmt, nicht wahr? Spontane Einladungen oder Angebote sind hierfür prädestiniert.</p>



<p>Ich selbst wurde vor kurzem von einer solchen spontanen Einladung überrascht und verspürte den ersten Impuls, zuzusagen. Das kennst du bestimmt auch. Es ist ein „irritiertes“ Zusagen. Kein deutliches Ja, aber auch kein Nein. Ein unklares und unsicheres Ja. Ein Ja mit drei Punkten sozusagen, oder noch mehr <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> „Ja…&#8230;. warum nicht.“</p>



<p><strong>Spontane Einladungen bergen die Gefahr, in ein Reiz-Reaktion-Muster zu fallen.</strong> Damit ist eine Situation gemeint, bei der du das Gefühl verspürst, auf den Reiz (in meinem Beispiel die Einladung) direkt reagieren zu müssen. Es ist wie bei einem Überraschungsangriff oder einem spontanen Bremsmanöver deines Vordermanns auf der Straße. Da ist kein Raum für Denken, sondern nur noch für Reaktion. Du überlegst nicht, sondern trittst einfach auf die Bremse.</p>



<p>Dein Unterbewusstsein übernimmt die Führung und du machst einfach mit. </p>



<p>Völlig automatisiert.</p>



<p>Dein Unterbewusstsein greift dabei immer auf das zurück, was du bereits tief verinnerlicht hast und aus dem FF kannst.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Und genau das darfst du bei spontanen Einladungen erkennen: Dass du oft zu schnell reagierst – und dir deswegen deine Abgrenzung nicht gut gelingt.</strong></em></p></blockquote>



<p>Warum ist das wichtig zu wissen?</p>



<p>Wenn du deine Schwachstellen kennst, kannst du an diesen Stellen ansetzen, achtsamer werden und dich besser schützen. Lass mich noch kurz etwas zur Spontanität und hochsensiblen Menschen erzählen, denn Spontanität zählt oft zu ihren Schwachstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Spontanität und hochsensible Menschen</h2>



<p>Ganz ehrlich: Wie spontan bist du? </p>



<p>Wie sehr magst du es, spontan überrascht zu werden?</p>



<p>Ich vermute, dass du ein bisschen darüber nachdenken musstest <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Vielleicht sagst du auch: &#8222;Kommt darauf an&#8230;&#8220;. Vielleicht kannst du in manchen Situationen sehr spontan sein, während du in anderen lieber &#8222;spontan geplant&#8220; bist. </p>



<p>Ist es so?</p>



<p>Ich kenne das <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p><strong>Mit Spontanität können hochsensible Menschen oft nicht so gut umgehen, weil hochsensible Menschen aufgrund ihres vernetzten Denkens in der Regel Zeit brauchen, um über eine Entscheidung nachzudenken</strong>. Hochsensible Menschen möchten eine Situation lieber von verschiedenen Standpunkten aus betrachten und beurteilen und dann eine Entscheidung treffen, anstatt die Entscheidung nur aus einer Position heraus – ohne Nachdenken – zu treffen.</p>



<p>Wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen und in das Reiz-Reaktions-Muster fallen (Hilfe, Angriff, ich muss reagieren!) übernimmt ihr Unterbewusstsein mit den bereits verinnerlichten Glaubensmustern die Führung. Bei hochsensiblen Menschen und Menschen mit schwachem Selbstwert sind das häufig Glaubenssätze wie:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>Ich darf/will andere nicht enttäuschen.</em></li><li><em>Es ist unhöflich, wenn ich ablehne.</em></li><li><em>Ich will keine Diskussion herbeiführen.</em></li><li><em>Ich will nicht egoistisch wirken.</em></li><li><em>Ich darf nicht nein sagen.</em></li></ul>



<p>Die Betrachtung von mehreren Blickwinkeln, als auch das Erspüren, was ihnen persönlich guttut, bleibt dabei aus. <strong>Für hochsensible Menschen mit ihrer Art des Denkens und ihrer leichten Überreizbarkeit ist dieses Überprüfen jedoch besonders wichtig, um eine gute Entscheidung für sich treffen und in ihrem Wohlfühlbereich bleiben zu können.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Bist du grenzenlos?</h2>



<p><strong>Lass mich ein paar deutliche Worte sprechen: Im Leben geht es nicht darum, anderen zu gefallen, sondern darum, dass es dir gutgeht.</strong> Ja, das klingt egoistisch und dennoch: Du musst kein „People-Pleaser“ sein – also eine Person, die jedem gefällt. Wer allen gefällt hat in meinen Augen ein sehr großes Problem, denn wer allen gefällt, besitzt keine Grenzen.</p>



<p>Er ist grenzenlos.</p>



<p>Er erduldet alles und nimmt alles auf.</p>



<p>Er hat keine Werte, die er vertritt und keine Gesundheit, die es zu schützen gilt.</p>



<p>Das ist nicht nur verantwortungslos sich selbst gegenüber, sondern auch gefährlich.</p>



<p>Vor allem für dich als hochsensibler Mensch, weil du ohne ausreichend Abgrenzung deine wertvolle Energie ungehindert überall hinfließen lässt und alles wie ein Schwamm in dich aufsaugst.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Ohne Grenzen wirst du leer werden von deiner Lebensenergie und zeitgleich erfüllt werden von Fremdenergien, die nicht immer heilsamen Charakter haben.</strong></em></p></blockquote>



<p>Ohne Abgrenzung wirst du früher oder später körperlich krank werden. Und ohne Abgrenzung wirst du früher oder später auch seelisch darunter leiden.</p>



<p>Möchtest du das?</p>



<p>Ich glaube nicht daran, dass du hier bist, um dich aufzuopfern, sondern um stark zu sein für dich und das, was du geben kannst.<strong> </strong>Ich glaube daran, dass du eine Aufgabe hier hast – wie jeder von uns – und diese Aufgabe finden, annehmen und deinen Platz einnehmen darfst. Von heute an und jeden Tag mehr und mehr. Und dazu musst du dich abgrenzen.</p>



<p>Loslassen von dem, was dir nicht dienlich ist und das stärken, was heilsam für dich ist. </p>



<p>Damit du in bestmöglicher Energie für dich selbst, als auch für andere, da sein kannst. </p>



<p><strong>Damit du überfließt und nicht ausfließt.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Abgrenzung-brunnen.jpg" alt="Abrgenzung Brunnenschale" class="wp-image-29602" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Abgrenzung-brunnen.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Abgrenzung-brunnen-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Abgrenzung-brunnen-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Sei wie eine Brunnenschale&#8230; (Brief von Clairvaux)</h3>



<p>Sehr passend dazu sind die Worte von Mönch und Abt Bernhard von Clairvaux (1090 &#8211; 1153):</p>



<p><em>„Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist.&nbsp;Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter</em>. <em>Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch, freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. </em></p>



<p><em><em>Du tue das Gleiche! </em></em></p>



<p><em><em>Zuerst anfüllen und dann ausgießen. </em></em></p>



<p><em><em>Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt, überzuströmen, nicht auszuströmen. Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.&nbsp;Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle; wenn nicht, schone dich.&#8220;</em></em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Sache mit dem Egoismus</h2>



<p>Um dich abgrenzen zu können brauchst du demnach <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstachtung-staerken/">Selbstachtung</a>. Die Achtung dir und deiner Gesundheit gegenüber. Du und dein Leben müssen dir wichtig sein. An dich zu denken mag egoistisch erscheinen, doch das ist nicht ganz die Wahrheit. Denn ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Egoismus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">egoistischer Mensch</a> denkt an sich, ohne sich um andere zu kümmern. Ein egoistischer Mensch ist rücksichtslos. Er geht über Leichen, wie man so schön sagt. Wenn ich an mich denke und dennoch respektvoll bleibe, bin ich nicht egoistisch. Ich sorge für meine Gesundheit. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong><em>Egoistisch ist dann nur die Person, die von mir verlangt, dass ich etwas tue, was mir gesundheitlich oder seelisch schadet, um sie zufrieden zu stellen.</em></strong></p></blockquote>



<p>Das mag nach harten Worten klingen, aber eine gewisse Härte (ich möchte sie vielmehr Klarheit und liebevolle Strenge nennen) ist nötig, wenn du möchtest, dass es dir gutgeht. <a href="https://www.bettinahielscher.de/eigenverantwortung/">Eigenverantwortung</a> braucht innere Stärke. Sie braucht <a href="https://www.bettinahielscher.de/mutig-sein/">Mut </a>zur Konfliktfähigkeit und Mut, sich abzuwenden. Nicht mit einem lauten Knall und viel Trara, sondern vielmehr mit einer inneren Klarheit, Stärke und Ruhe: „Danke, aber nicht für mich.“ Diese Stärke und den Mut gewinnst du, je mehr du dich selbst respektierst und je mehr du dich darin übst, dich abzugrenzen.</p>



<p>Ich spreche aus Erfahrung <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Wie mir die Abgrenzung gelingt und dir ebenfalls gelingen kann, sind heruntergebrochen drei Schritte. &nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abgrenzung lernen: In 3 Schritten gesunde Grenzen setzen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Schritt 1: Innehalten, statt reagieren</h3>



<p><strong>Wenn ich merke, dass ich gerade von einer Einladung oder einem Angebot überrascht / überrumpelt werde, übe ich mich bewusst darin, innezuhalten und nicht direkt zu reagieren.</strong> Das zu erkennen braucht ein hohes Maß an <a href="https://www.bettinahielscher.de/achtsamkeit-lernen-buecher/">Achtsamkeit</a>, daher sei geduldig mit dir beim Üben. Das Innehalten wird mit der Zeit immer natürlicher, je öfter du es geübt und verinnerlicht hast.</p>



<p>Nimm dir vor, am heutigen Tag diese Achtsamkeit bei spontanen Einladungen zu üben. „Ich muss kurz darüber nachdenken“ ist ein wunderbarer Satz, um dich selbst bei diesem <a href="https://www.bettinahielscher.de/innehalten/">Innehalten</a> zu unterstützen und dir Zeit zu verschaffen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schritt 2: Erkennen, was du brauchst, damit es dir gutgeht</h3>



<p><strong>Je besser du dich kennst, desto leichter weißt du, was dir guttut und was nicht und auch aus welchen Gründen.</strong> <strong>Deswegen ist die Selbsterforschung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer gesunden Selbstfürsorge und Abgrenzung.</strong></p>



<p>Du hast eine Einladung zu einem Feuerwehrfest bekommen, weißt aber, dass dir im Festzelt zu viele Menschen sind, es dir zu laut ist und eine <a href="https://www.bettinahielscher.de/reizueberflutung/">Reizüberflutung</a> vorprogrammiert ist? Dann musst du nicht mehr darüber nachdenken, sondern weißt, wie die Entscheidung lautet, wenn du dein Wohlbefinden wichtig nimmst. </p>



<p><strong>Neben der Selbsterkenntnis kann dir auch deine Intuition sehr bei der Entscheidung helfen, ob du eine spontane Einladung annehmen willst oder nicht. </strong>Die Intuition tritt meist sehr schnell auf und ist meist nicht begründbar. Es ist das erste Gefühl, das sich in dir regt, es kann auch ein <a href="https://www.bettinahielscher.de/mit-gedanken-identifizieren/">Gedanke</a> sein. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Dein erstes Gefühl</h3>



<p>Ich achte auf mein erstes Gefühl, meinen ersten Gedanken in Bezug zu der Einladung/ dem Angebot. Was nehme ich (als Botschaft) aus meinem Inneren wahr? </p>



<p>Hochsensible Menschen haben in der Regel eine sehr gute Intuition, hören jedoch oft nicht auf sie und lassen sich mehr von ihrem Verstand und unbewussten Glaubenssätzen leiten. Du darfst lernen, deiner Intuition wieder Raum zu geben und deinem inneren Kompass zu vertrauen. Denn:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong><em>Intuition ist nicht irgendein Gefühl. Intuition ist INFORMATION.</em></strong></p></blockquote>



<p>Wenn du Widerstand spürst und nicht sofort &#8222;nein&#8220; sagen möchtest, dann sage: „Vielen Dank für die Einladung, ich denke darüber nach und melde mich.“ Das ist auch ein wunderbarer Satz, um dir Zeit zum Nachdenken zu verschaffen. </p>



<p><strong>Die Frage nach deiner Lebensqualität ist anschließend ebenfalls für deine Entscheidungsfindung hilfreich. </strong>Welche Enscheidung steigert deine Lebensqualität? (Auch anderen zu helfen, kann deine Lebensqualität steigern) Was würde dir Freude bereiten?</p>



<p>Wenn sich ein inneres Ja, ein positives Gefühl bemerkbar macht und du direkt Lust verspürst, dieser Einladung nachzukommen, dann sage spontan zu. Wenn du unsicher bist oder ein nein spürst, verschaffe dir Zeit oder grenze dich direkt ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schritt 3: Abgrenzung</h3>



<p><strong>Wenn ich für mich feststelle, dass ich einer Einladung / einem Angebot nicht nachkommen will, fokussiere ich mich darauf, warum ich das nicht möchte. </strong>Ich kenne mich und weiß, was ich mag und was nicht, was mir guttut und was nicht und in den meisten Fällen auch warum.</p>



<p>Wenn ich mich abgrenzen möchte und diese Entscheidung der Person mitteile, fokussiere ich mich auf die Situation (nicht wie früher auf das, was ich damit anderen „antue“) und den Grund meiner Absage. Ich nehme die Bewertung raus und bleibe sachlich.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Ich habe also subjektiv für mich geprüft, ob ich dem Angebot nachkommen möchte und nehme nun eine objektive Haltung ein, um die Entscheidung respektvoll und dennoch klar zu verkünden. </strong></em></p></blockquote>



<p><strong>Zum Beispiel:</strong></p>



<p><em>„Vielen Dank für die Einladung, es ist lieb, dass du an mich denkst, doch ich muss ehrlich sagen,&#8230; </em></p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>&#8230;dass mir das heute zu viel ist. </em></li><li><em>&#8230;dass mir dort zu viele Leute sind.</em></li><li><em>&#8230;dass mein Bestreben nicht darin liegt, eine Führungsposition anzunehmen. </em></li><li><em>…</em></li></ul>



<p>Kenne dich und stehe zu dir und halte deinen Fokus auf die Situation gerichtet. Bleibe bei deiner Entscheidung und sachlich, sodass du nicht in die emotionale Ebene rutscht und in Mitleid verfällst oder anfängst, dich für deine Entscheidung zu entschuldigen. Übe dich darin, das zu vermeiden, denn wenn du dich entschuldigst,  bedeutet das, dass du dich selbst verleugnest – Dein Wesen und das, was du brauchst, damit es dir gutgeht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mut zur Fehlentscheidung</h4>



<p>Habe den Mut, auch eine mögliche „falsche“ Entscheidung zu treffen. Abgrenzung erfordert Übung und <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstfuersorge-lernen/">Selbstfürsorge</a> ist ein Balanceakt. Habe Freude am Üben und der Selbsterforschung. Jede Entscheidung hat ihren Gewinn und ihren „Verlust“. Halte deinen Fokus auf das gerichtet, wofür du dich entschieden hast. Wenn du deine Entscheidung im Nachhinein nicht so heilsam empfunden hast, lerne für die Zukunft daraus. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong><em>Je besser es dir gelingt in Harmonie mit dem zu leben, was du brauchst, damit es dir gutgeht, desto leichter wird dein Leben werden und desto sicherer, stärker und zufriedener wirst du dich fühlen.</em></strong></p></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Abgrenzung schenkt dir Lebensfreude</h2>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/abgrenzung-glueck.jpg" alt="Abgrenzung schenkt Lebensfreude" class="wp-image-29529" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/abgrenzung-glueck.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/abgrenzung-glueck-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/abgrenzung-glueck-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p>Ich weiß, dass es große Überwindung kosten kann, Grenzen zu setzen. Vor allem für Menschen mit einem schwachen Selbstwertgefühl und hohen Einfühlungsvermögen, wie hochsensible Menschen es haben. Stärke deinen Selbstwert und deine Selbstachtung, sodass du dir selbst wichtig bist und zunehmend besser für dich sorgen und deine Grenzen setzen kannst. (Diese Selbstachtung und -fürsorge lernst du auch in meinem <a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-selbstwert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Online-Coaching-Programm &#8222;Endlich wertvoll&#8220;</a>)</p>



<p>Und übe dich ergänzend in den drei Schritten:</p>



<ol class="wp-block-list" type="1"><li><strong>Innehalten und Zeit schaffen</strong></li><li><strong>Erkennen, was du brauchst, damit es dir gutgeht</strong></li><li><strong>Abgrenzung auf wertschätzende Weise und auf sachlicher Ebene</strong></li></ol>



<p>Mir helfen diese drei Schritte sehr dabei, mich nicht in einem Gefühl zu verlieren und mit einer inneren Ruhe, Stärke und Klarheit für mich einzustehen. </p>



<p>Ich selbst zu sein – so wie ich bin.</p>



<p>Das ist unglaublich befreiend, es schenkt mir Raum zum Atmen und Raum um zu sein.</p>



<p>Du darfst lernen, andere zu „ent-täuschen“. Du darfst lernen, an dich selbst zu denken. Nicht aus Egoismus, sondern aus Liebe zu dir. Trenne dich von allem, was negativ für dich ist und erhöhe deine Energie. Sie ist dein größter Wert. Je höher deine Energie ist, desto positiver, zufriedener, leistungsfähiger und auch hilfsbereiter bist du. </p>



<p>Vielleicht hilft dir zur selbstbewussten Abgrenzung auch die Vorstellung, dass du nicht an dich denkst, sondern an deine Seele. An das Göttliche in dir, das sich durch dich ausdrückt. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Wenn du dich verleugnest und Dinge tust, die dir schaden, verleugnest du auch das Göttliche in dir. </strong></em></p></blockquote>



<p>Trage Verantwortung für dich – und für deine Seele. Für das, was du im Innersten bist und brauchst, damit es dir gutgeht. Du bist so gewollt, wie du bist. Daher achte das Leben und Wesen, das du bist und schenke dir dein persönliches Glück – Ein Leben, das dich nährt und stärkt und dir Freude schenkt.</p>



<p>Welche Erfahrungen hast du mit den drei Schritten zur Abgrenzung gemacht? Was fällt dir noch besonders schwer?</p>



<p><a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-selbstwert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Endlich wertvoll! – In diesem Online-Coaching-Programm stärkst du deine Selbstachtung tiefgreifend und nachhaltig und wirst dadurch fähig, zufriedener und authentischer durchs Leben zu gehen</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="250" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Selbstwert-800px-meerweb.jpg" alt="" class="wp-image-27985" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Selbstwert-800px-meerweb.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Selbstwert-800px-meerweb-300x94.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/Selbstwert-800px-meerweb-768x240.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/abgrenzung/">&#8222;Nein, danke.&#8220; – Warum Abgrenzung wichtig ist und wie sie dir gelingt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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		<title>Wie gehen hochsensible Männer mit ihrer Sensibilität um? (Interview)</title>
		<link>https://www.bettinahielscher.de/hochsensible-maenner/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2021 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kommen hochsensible Männer in Kontakt mit ihrer Hochsensibilität und was sind ihre größten Herausforderungen? Ein Interview mit Gerd.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensible-maenner/">Wie gehen hochsensible Männer mit ihrer Sensibilität um? (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Anteil hochsensibler Männer beträgt Schätzungen zu Folge 50%. Also die Hälfte aller hochsensiblen Menschen ist männlich. Das ist mehr, als ich persönlich vermutet hatte, bevor ich danach recherchiert habe. In meinen Coachings beträgt der Männer-Anteil nur etwa 1/3 (und darüber freue ich mich bereits sehr). Hochsensible Männer, die ihre Sensibilität annehmen, nach außen tragen und einbringen, werden dringend gebraucht.</p>



<p>Warum sich hochsensible Männer weniger nach außen hin zeigen liegt vermutlich darin, dass diese entweder nichts über ihre Hochsensibilität wissen oder dass sie ihre sensible Seite unterdrücken, aus Angst vor Verurteilung.</p>



<p><strong>Wie kommen hochsensible Männer in Kontakt mit ihrer Hochsensibilität?</strong> Wie gehen sie damit um? Und was sind ihre Herausforderungen? Ich habe einen hochsensiblen Mann dazu befragt. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Hallo lieber Gerd, vielen Dank, dass du dich für das Interview bereit erklärt hast. Erzähl doch mal kurz etwas über dich. Wie alt bist du, wie lebst du und was machst du beruflich?</h3>



<p>Ich bin Lehrer an einer Brennpunktschule und habe vorher in der Sporttherapie und als Sportcoach gearbeitet. Ich bin in meinen Vierzigern und lebe in einer Kleinstadt in Norddeutschland. Ansonsten interessiere ich mich für einen gesunden Lifestyle und engagiere ich mich für Tier- und Umweltschutz.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wann bist du auf das Thema Hochsensibilität gestoßen und warum hast du es mit dir in Verbindung gebracht?</h3>



<p>Ich habe schon recht früh gemerkt, dass ich Dinge anders wahrnehme und verarbeite als andere Menschen. Mit Anfang Zwanzig hatte ich einfach andere Interessen als meine Freunde und Bekannten. Das Bedürfnis nach Rückzug und Alleinsein und eine starke Naturverbundenheit zogen sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Den Begriff HSP und die damit verbundenen Eigenschaften habe ich erst viel später kennengelernt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie bist du mit der Erkenntnis umgegangen? Fiel es dir leicht, dir selbst deine Hochsensibilität einzugestehen?</h3>



<p>Auf der einen Seite habe ich mich darin wirklich wiedererkannt, auf der anderen Seite mussten erst viele weitere Dinge geschehen, damit ich mich intensiver mit dem Thema beschäftige. Es fiel mir dann relativ leicht, meine eigene <a href="https://www.bettinahielscher.de/leben-mit-hochsensibilitaet/">Hochsensibilität</a> zu erkennen und anzunehmen. Ich empfand es als eine Art von Erleichterung, zu entdecken, dass es auch viele andere Menschen mit ähnlichen Veranlagungen gibt. Mit anderen darüber zu reden fiel mir jedoch nicht leicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie offen zeigst du dich nach außen mit deiner Hochsensibilität?</h3>



<p>Eigentlich zeige ich mich nur im engeren Familien- und Freundeskreis offen für das Thema. Im meinem beruflichen Umfeld hilft mir meine eigene Hochsensibilität zwar in bestimmten Situationen, kann andererseits aber auch schnell zu eigener emotionaler Überforderung oder zu einer Be- und Verurteilungen im Kollegenkreis führen. Wobei ich gelernt habe, immer besser damit umzugehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ich kann mir vorstellen, dass ein hochsensibler Mann hier vor zusätzlichen Herausforderungen steht, weil er nicht dem gesellschaftlich geprägten Rollenbild eines Mannes entspricht. Ein „typischer“ Mann ist „hart im Nehmen“, durchsetzungsstark, erfolgs- und machtgetrieben und zeigt keine Schwäche. Sensibilität und Weichheit sind weibliche Attribute, die einen Mann – laut dem gängigen Rollenbild – nur schwach und unmännlich machen. Wie siehst du das? Macht es dir dieses Rollenklischee schwerer, zu deiner sensiblen Seite und deinen Bedürfnissen zu stehen?</h3>



<p>Ja, diese Rollenklischees machen es allen Männern schwerer, zu ihrer sensiblen Seite und den eigenen Bedürfnissen zu stehen. Wir kennen alle die gesellschaftlich geprägten Rollenbilder von Männer und Frauen. Das spiegelt sich leider auch noch heutzutage in den&nbsp; sozialen Medien wieder. Das Thema der Hochsensibilität ist den meisten Menschen fremd. Das ist schade, doch sehe ich auf der anderen Seite auch immer mehr Männer, die ihre sensible Seite annehmen und sich nicht von gesellschaftlichen Normen bestimmen lassen wollen. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Unsere Welt braucht einen Ausgleich für die fehlende Empfindsamkeit gegenüber anderen Menschen, Tieren und unserer Umwelt.</strong></em></p></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Worin siehst du die Stärken deiner Hochsensibilität und wie setzt du sie ein?</h3>



<p>Ich habe eine hohe <a href="https://www.bettinahielscher.de/empathie/">Empathie</a>fähigkeit gegenüber allen Lebewesen, eine enge Verbundenheit zur Natur und Umwelt. Meistens begegne ich meinen Mitmenschen unvoreingenommen annehmend und mit Wertschätzung. Mein gedanklicher Tiefgang sowie die eigene Reflexion helfen mir im privaten und beruflichen Umfeld, Menschen besser zu verstehen und Dinge einzuordnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was sind deine größten Herausforderungen im Alltag und wie gehst du mit ihnen um?</h3>



<p>Da meine Erlebniswirklichkeit oft anders ist als die meiner Mitmenschen, fühle ich mich in manchen sozialen Kontexten nicht richtig zugehörig, sondern eher als Außenseiter. Das kann wiederum zu einigen Missverständnissen in der verbalen und nonverbalen Kommunikation führen. Dann fühlt man sich nicht verstanden oder gar belächelt, in Frage gestellt und abgewertet, was zu innerem und äußeren Rückzug und auch zu Frustration führen kann. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong><em>Es gelingt mir meistens, die Dinge gelassen zu betrachten und nicht persönlich zu nehmen durch ein wertfreies Wahrnehmen in Akzeptanz, Geduld und Freundlichkeit.</em></strong></p></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Wie gelingt es dir im Berufsalltag auf deine Hochsensibilität zu achten, dich ausreichend abzugrenzen und gut für dich zu sorgen?</h3>



<p>Es ist nicht immer einfach, besonders in sehr stressreichen Zeiten. Und besonders das letzte Jahr war eine echte Belastung. Gute Vorbereitungen auf anstehende Herausforderungen sowie klare Strukturen im persönlichen Alltag helfen mir dabei. Auch eine ausreichende <a href="https://www.bettinahielscher.de/abgrenzung/">Abgrenzung</a> in Form von Minipausen, dem Aufsuchen von Rückzugsorten in der Natur sowie generell durch einen gesunden Lifestyle in Bezug auf Bewegung, Ernährung und Entspannung unterstützen mich dabei. <a href="https://www.bettinahielscher.de/reizueberflutung/">Reizüberflutung </a>und Überforderungen und die damit oft verbundene Selbstsabotage versuche ich zu minimieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was sind deine größten Strategien und Kraftquellen, um in deiner Balance zu bleiben?</h3>



<p>Ich akzeptiere meine Hochsensibilität und erkenne meine Energieräuber, aber auch die Dinge, die mir gut tun. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Ich weiß, wofür ich stehe, was für mich wichtig ist und was ich nicht möchte. Diese Klarheit und Selbstsicherheit helfen mir in Balance, im inneren Frieden, zu bleiben. </strong></em></p></blockquote>



<p>Kraftquellen sind vor allem regelmäßige Aufenthalte in der Natur, <a href="https://www.bettinahielscher.de/meditationen/">Meditation</a> und die damit einhergehende Verbundenheit zu einer höheren, universellen Kraftquelle, wie auch immer man diese benennen mag. Ruhe, <a href="https://www.bettinahielscher.de/stille-im-leben/">Stille</a> und sogar Langeweile sind nicht negativ, wie es uns oft suggeriert wird. Sie sind sogar eine Voraussetzung fürs Glücklichsein. Und wie der Name schon sagt, innerer Frieden kommt von innen, wir werden ihn nicht im Außen finden.</p>



<p>Darüber hinaus war und bin ich immer sportlich aktiv. Einerseits beruflich aber auch privat in Form von u.a. Tanzen, Walking, <a href="https://www.bettinahielscher.de/yoga-interview/">Yoga</a>, Qigong und gelegentlichem Krafttraining. Alles in Maßen und mit Freude an der Bewegung. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was gibt dir den Mut und die Kraft, weiter diesen Weg zu gehen und im Einklang mit dir zu leben? Welchen Gewinn ziehst du daraus?</h3>



<p>Ich kann einfach nicht anders, als diesen Weg zu gehen. Klar, es gibt immer wieder neue Herausforderungen und Hindernisse. Und ich bin auch nicht immer <a href="https://www.bettinahielscher.de/leben-im-einklang-mit-sich-2/">im Einklang mit mir selbst</a>. Das ist aber in Ordnung, ich akzeptiere es. Vielleicht ändere ich auch nochmal mein <a href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensible-menschen-im-beruf/">Berufsfeld</a> und mache etwas ganz anderes. Ich denke es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, sich an eine zutiefst gestörte Gesellschaft anpassen zu können und es fällt mir oft nicht leicht im täglichen Hamsterrad des Berufsalltags gefangen zu sein. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Und doch fühle ich: Es geschieht immer das, was zu meinem Leben gehört, positiv wie negativ. </strong></em></p></blockquote>



<p>Deine Frage nach Gewinn, erinnert mich an einen Gedanken von Nelson Mandela, der mal gesagt haben soll: „Ich verliere nie. Entweder ich gewinne oder ich lerne.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Woran glaubst du?</h3>



<p>Ich glaube, dass es mehr gibt als wir mit unseren begrenzten Sinnen wahrnehmen können. Allein unser <a href="https://www.bettinahielscher.de/meditation-bodyscan/">Körper</a> ist ein Wunderwerk, ganz abgesehen von der uns umgebenen Natur und Umwelt. Alles ist miteinander verbunden, alles ist stetige <a href="https://www.bettinahielscher.de/veraenderungen-angehen/">Veränderung</a> und Ungewissheit. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Ich hoffe, wir wachen eines Tages nicht erst auf, wenn es für unsere Erde zu spät ist. Das Wenige, das jede/r von uns tun kann, ist viel. </strong></em></p></blockquote>



<p>Ich bin sicher, dass es ein kollektives Bewusstsein, eine universelle Kraft gibt. Manche nennen es auch Gott, Buddha, Allah…</p>



<p>So habe ich nicht immer gedacht. Früher war ich eher davon überzeugt, dass wir über alles Kontrolle haben und jedes Ziel erreichen können. Durch viele eigene Erfahrungen und familiäre Schicksalsschläge habe ich meine Meinung geändert. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Wir sind alle Instrumente der einen universellen Quelle, Bewusstsein, Energie und unser Wissen ist eher ein Tropfen, unser Unwissen ein Ozean.</strong></em></p></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Gibt es etwas, dass du anderen Hochsensiblen (Männern) gerne mitgeben möchtest?</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><strong>Bitte informiere dich über das Thema und trage dein sensibles Herz mit Freude und Dankbarkeit. </strong></em></p></blockquote>



<p>Bettina bietet in <a href="https://www.amazon.de/Wach-Lebe-Leben-authentisch-gl%C3%BCcklich/dp/1521863059/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=wach+auf&amp;qid=1627024652&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ihrem Buch</a> und auf ihrer Webseite so viele wertvolle Informationen dazu an. Nutze diese und verbinde dich mit ihr und allen Menschen, die in ähnlicher Weise beschenkt wurden. Denn alles ist ein Geschenk des Lebens, auch wenn wir es oft nicht verstehen können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lieber Gerd, herzlichen Dank für das Interview. Es hat mich sehr berührt.</h3>



<p>Ich danke dir, liebe Bettina und wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute und viel Erfolg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mögest du dich verbunden und bestärkt fühlen</h2>



<p>Wer auch immer dieses Interview liest: Du als hochsensibler Mann oder hochsensible Frau: Möge dieses Interview Verbundenheit erzeugen, dich ermutigen und darin bestärken, deinen eigenen, einzigartigen Weg in Harmonie mit deiner Hochsensibilität zu gehen. </p>



<p>Du bist nicht alleine. Auch wenn du die Gleichgesinnten im Moment nicht um dich herum wahrnehmen kannst, gibt es eine Vielzahl an hochsensiblen Männern wie Frauen, die verteilt auf der Erde leben und vor den gleichen Herausforderungen stehen und für das gleiche kämpfen, wie du. </p>



<p>Wie gehst du als hochsensibler Mann mit deiner Hochsensibilität um? Was sind deine größten Herausforderungen? </p>



<p><strong>Hast du noch eine weitere Frage an Gerd? Dann darfst du sie in den Kommentaren gerne stellen.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/hochsensible-maenner/">Wie gehen hochsensible Männer mit ihrer Sensibilität um? (Interview)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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