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	<title>Inneres Kind Archive - Bettina Hielscher</title>
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		<title>Angst vor Nähe? – Bindungsangst erkennen und überwinden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2022 22:11:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Bindungsangst]]></category>
		<category><![CDATA[Inneres Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen haben Bindungsangst und wissen es nicht. Hier findest du 32 mögliche Symptome, Ursachen sowie Tipps gegen die Angst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/bindungsangst/">Angst vor Nähe? – Bindungsangst erkennen und überwinden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Menschen mit Bindungsangst fällt es schwer, sich auf andere Menschen einzulassen</strong>. Sie haben in ihrer Vergangenheit sehr negative Erfahrungen mit engen Bindungen gemacht und wollen sich deshalb vor ihnen schützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Betroffen wissen dabei selten um ihre Angst und deren störender Einfluss auf ihre Beziehungen. Häufig sehnen sie sich sogar nach einer erfüllenden Partnerschaft, die sich einfach nicht zu erfüllen scheint. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mich betrifft diese Angst, ohne dass mir das bewusst war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Artikel erfährst du unter anderem, woran du Bindungsangst erkennst, welche Erfahrungen sie verursachen und wie du sie überwinden kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Bindungsangst?</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Von Bindungsangst spricht man, wenn Menschen Angst davor haben, sich emotional und verbindlich auf eine Beziehung einzulassen.</em></strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Bindungsangst wird meist auf Partnerschaften bezogen. Sie kann sich aber auch in anderen Beziehungen, wie Freundschaften, bei Geschwistern oder in Geschäftsbeziehungen zeigen, bei denen eine fehlende, innere Bereitschaft vorherrscht, sich zu öffnen oder zu dieser Beziehung zu bekennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bindungsangst kann in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich sein. In hohem Maße kann sie sich als als Bindungsphobie zeigen, bei der jegliche Verbindlichkeit (auf eine exklusive Partnerschaft) abgelehnt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bindungsangst ist eine erlernte Schutzfunktion, die zum Ziel hat, sich vor emotionalen Schmerz sowie den Abhängigkeiten einer verbindlichen Beziehung zu schützen</strong>. Bindungsangst ist dabei wie ein Deckmantel zu verstehen, unter welchem konkretere Ängste liegen, wie die Angst vor Vereinnahmung, die Angst vor Zurückweisung oder die Angst vor Verlust.</p>



<h2 class="wp-block-heading">32 Anzeichen für Bindungsangst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bindungsangst kann sich vielfältig zeigen und hängt auch vom Bindungstyp ab (siehe nächsten Abschnitt). Im Kern geht es (unbewusst) darum, Abstand und Distanz zu einem Menschen zu schaffen, um die Nähe und Abhängigkeit zu ihm zu vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mögliche Symptome für Bindungsangst:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Kurze (und häufige) Partnerschaften</strong><br>Du hattest schon Beziehungen, jedoch hat keine wirklich lange gehalten.</li>



<li><strong>Trennungen gehen von dir aus</strong><br>Bisher hast du dich immer getrennt. Dich hat selten jemand verlassen.</li>



<li><strong>Immer an die falschen Partner</strong> <strong>geraten</strong><br>Du hast den Eindruck, &#8222;nie den richtigen&#8220; und &#8222;immer an die Falschen&#8220; zu geraten. An Partner, die es selbst nicht ernst meinen oder die aus anderen Gründen für eine Beziehung &#8222;nicht verfügbar“ sind.</li>



<li><strong>Ewige Suche nach &#8222;dem perfekten Partner&#8220;</strong><br>Wie passend ein Mensch auch erscheinen mag: du findest immer etwas, was eine Beziehung für dich unmöglich macht.</li>



<li><strong>Plötzlicher Rückzug<br></strong>Aus zuvor engem Kontakt, ziehst du dich plötzlichen zurück. Im extremsten Fall kann das „<a href="https://www.malteser.de/aware/hilfreich/ghosting-wie-du-auf-den-ploetzlichen-kontaktabbruch-reagierst.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ghosting</a>“ sein, bei dem jeder Kontakt ohne Vorankündigung abrupt und radikal beendet wird.</li>



<li><strong>Kurzfristige Absagen <br></strong>Absagen von Verabredungen kommen bei dir häufiger vor. Sobald ein Treffen nahe rückt, wird es dir zu viel oder du &#8222;fühlst dich nicht danach&#8220;.</li>



<li><strong>Misstrauen in eine Partnerschaft</strong><br>Du glaubst nicht an eine dauerhafte Partnerschaft oder gar die wahre Liebe. Wenn du eine Beziehung eingehst, denkst du oft insgeheim, dass das bestimmt eh nicht hält.</li>



<li><strong>Wenig Selbstvertrauen</strong><br>Du fühlst dich oft minderwertig und kannst schwer glauben, dass jemand mit dir zusammen sein will. (&#8222;Wann merkt er endlich, dass ich doch nicht so toll bin?&#8220; &#8222;Ich verdiene seine/ihre Liebe nicht&#8220;)</li>



<li><strong>Kritiksucht</strong><br>In einer Beziehung fallen dir nach der schönen Anfangszeit zunehmend Fehler an deinem Partner auf, die du ihm vorhältst. Er kann es dir selten recht machen.</li>



<li><strong>Neigung zur</strong> <strong>Kontrolle</strong><br>Du hast in vielen Dingen klare Vorstellungen und bist wenig bereit für Kompromisse. Am liebsten ist es dir, wenn sich dein Partner dir anpasst. Das erreichst du auch oft.</li>



<li><strong>Starkes Bedürfnis nach Freiheit</strong><br>Du brauchst viel Freiraum. Das erwähnst du – in all deinen Beziehungen – sehr häufig und sehr deutlich.</li>



<li><strong>Häufiges</strong> <strong>Gefühl der Einengung<br></strong>Du fühlst dich schnell eingeengt. Auch hinter unscheinbaren Fragen hörst du schnell den drohenden Verlust deiner Freiheit heraus.</li>



<li><strong>Zu viel Liebe überfordert dich<br></strong>Wenn dich jemand mit seiner Liebe (oder mit Geschenken) überschüttet, fühlst du dich schnell unwohl und erdrückt. Du befürchtest zudem, nicht würdig zu sein oder nicht das gleiche Maß zurückgeben zu können.</li>



<li><strong>Ständige Anpassung<br></strong>Wenn du mit jemandem zusammen bist, neigst du stark zur Anpassung. Du achtest mehr darauf, was der andere möchte, als deine eigenen Wünsche zu beachten. Zeitgleich belastet dich innerlich das Gefühl &#8222;immer verfügbar sein und funktionieren zu müssen&#8220; in hohem Maße. </li>



<li><strong>Hemmungen und Schamgefühl<br></strong>Du hast große Angst vor der Meinung anderer Menschen und möchtest gefallen. Kritik nimmst du schnell persönlich. Sie löst leicht Wut, Schuld oder Scham aus.</li>



<li><strong>Vermeidung von körperlicher Nähe</strong><br>Intimität, (Sex) und körperliche Nähe vermeidest du zunehmend, sobald die Beziehung stabil wird. Es löst Unwohlsein und Schamgefühle aus.</li>



<li><strong>Beziehungsaufbau fällt schwer</strong><br>Du kommst in Kontakt mit vielen Menschen, aber echte Freundschaften ergeben sich daraus selten. Falls doch, sind sie meist nicht von dir initiiert.</li>



<li><strong>Nicht zugehörig fühlen<br></strong>Du fühlst dich in Gruppen oft nicht zugehörig und auch allgemein selten eingebunden. Andere Menschen verunsichern dich leicht, weswegen du lieber für dich bleibst.</li>



<li><strong>Wenig enge und langjährige Freundschaften<br></strong>Du hast wenig langjährige Freundschaften. Die Freundschaften von früher haben sich aufgelöst, neue sind nicht entstanden.</li>



<li><strong>Oberflächliche Kontakte</strong><br>Die Kontakte, die du hast, sind eher oberflächlich. Zumindest von deiner Seite aus. Du gibst wenig von dir preis, hörst mehr zu, als dass du dich mitteilst.</li>



<li><strong>Keine Liebe spüren</strong><br>Du empfindest keine tiefe Liebe für deinen Partner. Du magst ihn natürlich sehr, aber es ist, als würde etwas Bedeutsames an Gefühl fehlen. </li>



<li><strong>Wenig Gefühl für andere<br></strong>Auch für Freunde und Familie empfindest du oft wenig. Als würde dir niemand etwas wirklich bedeuten. Du sehnst dich nach dem Verbundenheitsgefühl, doch es stellt sich nicht ein.</li>



<li><strong>Stark ambivalente Gefühle<br></strong>Du spürst starke Sehnsucht nach Nähe, die dir dann schnell zu viel ist. Genauso schwanken deine Gefühle zum Partner. Mal bist du dir mit ihm sicher, dann nicht mehr.</li>



<li><strong>Neigung zu On-Off-Beziehungen<br></strong>Die widersprüchlichen Gefühle können sich auch in häufigen On-Off-Beziehungen zeigen. </li>



<li><strong>Spontane (und radikale) Entscheidungen<br></strong>Die wechselhaften Gefühle und der Stress, der mit dieser Ambivalenz einhergeht, lässt dich auch manchmal sehr spontan und radikale Entscheidungen treffen. Danach fühlst du dich erst mal beruhigt, weil die Last der Entscheidung weg ist.</li>



<li><strong>Keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit<br></strong>Händchenhalten, Küsse oder Umarmungen in der Öffentlichkeit lehnst du ab. Sollte es doch mal dazu kommen, fühlst du dich sehr unwohl dabei.</li>



<li><strong>Vermeidung von Verbindlichkeiten</strong><br>Du vermeidest es, dich zur Beziehung zu bekennen oder über gemeinsame Zukunftspläne zu sprechen. Allgemein fällt es dir eher schwer, feste Absprachen zu treffen.</li>



<li><strong>Flucht in die Geschäftigkeit<br></strong>Für Verabredungen hast du oft keine Zeit, weil Arbeit oder Hobbys wichtiger sind. Auch Familientreffen gehst du mit diesem Vorwand oft aus dem Weg.</li>



<li><strong>Du übernimmst ungern große oder langfristig Verantwortung<br></strong>Verantwortung zu übernehmen hat für dich mit Einschränkung, als auch Erwartungen zu tun. Das ist dir unangenehm und überfordert dich. Du bist dir nicht sicher, ob du die Erwartungen erfüllen und so lange für etwas zur Verfügung stehen willst.</li>



<li><strong>&#8222;Ich brauche niemanden&#8220;<br></strong>Du bist der Überzeugung, keinen (Partner) zu brauchen. Du vermeidest Abhängigkeiten zu anderen Menschen und strebst stark nach Eigenständigkeit, auch wenn du in einer Beziehung bist.</li>



<li><strong>Keine Schwäche zeigen</strong><br>Dir fällt es schwer, deine Gefühle mitzuteilen und Schwäche zu zeigen. In verletzlichen Momenten tauchst du am liebsten ab, brichst ein Gesprächsthema ab oder verschwindest aus dem Raum und erscheinst erst wieder, wenn du in deiner Kraft bist.</li>



<li><strong>Du bleibst nie lange</strong><br>Wohin es dich auch verschlägt, du hältst es meist nie lange wo aus. Auch bei keinem Arbeitgeber. Als wärst du ständig auf der Suche nach dem passenden Platz.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche konkreten Anzeichen ein Mensch mit Bindungsangst zeigt, hängt stark damit zusammen, wie ausgeprägt die Bindungsangst bei ihm ist und welcher Bindungstyp er ist.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Verschiedene Bindungstypen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der Psychologie werden unter Bindungsängstlichen zwei Bindungstypen unterschieden:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der ängstliche/ambivalente Bindungstyp</strong>. Er wünscht sich Liebe und tiefe Verbindung, hat aber zeitgleich große Angst vor Verletzungen. Dadurch ist er sehr unsicher und zweifelnd im Kontakt mit anderen Menschen, neigt stark zur Anpassung. Er ist emotional vom Partner abhängig. Dieser Typ geht häufiger Partnerschaften ein, als der vermeidende Typ. Dort kommt er jedoch stark mit seinen Ängsten in Kontakt, weswegen er sich dann oft zurückzieht, große Ambivalenz zwischen Nähe und Distanz spürt oder sich trennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der vermeidende Bindungstyp</strong>. Er wirkt nach außen hin selbstsicherer, als er in Wahrheit ist. Sein eigenes Nähebedürfnis hat er verdrängt, sodass er es oft selbst kaum wahrnimmt. Dadurch verspürt er vorerst auch keine Bindungsängste. Er vermeidet Nähe und verbindliche Partnerschaften aus der Überzeugung heraus, sie nicht zu brauchen oder ohne sie besser dran zu sein. Der vermeidende Bindungstyp wirkt stark und selbstbewusst, weil er rational bleibt. Er kann lange Partnerschaften eingehen, in denen er sich aber oft emotional distanziert und kühl zeigt. Gefühle werden wenig thematisiert und beachtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lange Zeit unentdeckt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Betroffenen selbst kann die Bindungsangst lange Zeit unentdeckt bleiben, weil ihm sein eigenes Verhalten so natürlich erscheint (er war schon immer so) oder weil er die Probleme im Außen verortet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Mensch mit Bindungsangst kann auch langjährige Partnerschaften führen, wenn er dabei innerlich auf Abstand bleiben kann, zum Beispiel oft sein eigenes Ding macht oder sich emotional nicht an (Zukunfts-)Plänen beteiligt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meist wird die Bindungsangst erst dann vom Betroffenen erkannt, wenn er – oft in einer Partnerschaft oder bei der Partnersuche – wiederholende Muster und Probleme erkennt<strong> </strong>und beginnt, den Blick auf sich selbst und seinen möglichen Anteil daran zu richten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Recherche nach Antworten stoßen Fragende oft auf das Thema Bindungsangst – und die einzelnen Puzzleteile (Warum bin ich so sprunghaft in meinen Gefühlen? Wie finde ich den richtigen Partner? Warum gerate ich immer an die falschen?) ergeben plötzlich ein sehr schlüssiges Gesamtbild.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Ähnlich wie bei der Hochsensibilität kann die Erkenntnis der Bindungsangst Erleichterung verschaffen. </em><strong><em>Oft löst sie aber auch Entsetzen aus, weil der Betroffene schockiert davon ist, welche tiefen Ängste ihn prägen und wie sehr sie ihn bisher davon abgehalten haben, tiefe Beziehungen zu führen.</em></strong></p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Verletzendes Verhalten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verhalten von Menschen mit Bindungsangst mag sehr egoistisch erscheinen und kann für die (potentiellen) Partner mitunter auch sehr verletzend sein. Dennoch ist – zumindest im unbewussten Zustand – das Verhalten meist nicht böswillig beabsichtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Betroffenen leiden oft selbst intensiv unter ihrem Verhalten und den Auswirkungen auf die ihnen nahestehenden Menschen. </strong>Da Bindungsängstliche die Ursachen für ihr Verhalten oft nicht kennen, verzweifeln sie häufig auch an sich selbst, an ihrer Beziehungsfähigkeit, ihrer mangelnden Liebe und der fehlenden Aussicht auf eine dauerhafte Partnerschaft, die ihnen Liebe und Geborgenheit schenkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit soll verletzendes Verhalten keineswegs entschuldigt, sondern nur besser verständlich gemacht werden. Das Wissen und Verstehen der eigenen Bindungsangst ist notwendig, um das Verhalten nachhaltig verändern zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie entsteht Bindungsangst?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ursachen für Bindungsangst können vielfältig sein. Oft sind sie in der Kindheit zu finden, weil dort das Bindungsverhalten erlernt und auch das <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstwert/">Selbstwertgefühl</a> entwickelt wird. Dieses hängt eng mit der Bindungsfähigkeit zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lass mich das genauer erklären:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Kind braucht seine Eltern, um überleben zu können, das weiß es instinktiv. Deswegen wird es alles dafür tun, um diese Verbindung und Fürsorge zu sichern.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Kind nun ausreichend die Erfahrung macht, dass es hier auf der Erde und bei seinen Eltern willkommen ist, beschützt ist und liebevoll versorgt wird, erlebt es enge Beziehungen als sicher, nährend und sich selbst als liebenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Kind jedoch die Erfahrung macht, dass es unerwünscht, alleingelassen oder vernachlässigt wird, erlebt es enge Bindungen als unsicher, schmerzhaft oder gar gefährlich – und kann daraufhin eine Bindungsangst entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch im Jugend- und Erwachsenenalter können einschneidende Ereignisse mit nahestehenden Menschen Bindungsängste auslösen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Häufige Ursachen für Bindungsangst</h3>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Frühkindliche Bindungserfahrungen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine negative Bindungserfahrung kann sehr früh entstehen, zum Beispiel durch die direkte und längere <strong>Trennung von der Mutter nach der Geburt</strong> (in einen Brutkasten). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch durch Eltern(-teile), die <strong>emotional sehr kühl</strong> und <strong>distanziert</strong> ihrem Kind gegenüber sind. Die es spürbar <strong>ablehnen</strong>, <strong>verletzen</strong>, <strong>missbrauchen</strong>, <strong>vernachlässigen</strong>, es oft <strong>alleine</strong> oder anderen Menschen zur Betreuung überlassen, kann eine tiefe Verunsicherung entstehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Vernachlässigung</strong> und Verlust</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso kann das Gefühl, von den Eltern „<strong>übersehen</strong>“ und <strong>nicht wahrgenommen zu werden </strong>zu Bindungsangst führen, zum Beispiel weil andere Geschwister im Vordergrund stehen. So etwas kann im Kind die Überzeugung entstehen lassen, als Mensch selbst sowie für seine Mitmenschen &#8222;nicht existent&#8220;, nicht wichtig, wertvoll und richtig zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der <strong>Verlust </strong>einer geliebten Bezugsperson in jungen Jahren oder – im späteren Leben – das <strong>Verlassen-werden</strong> von der „großen Liebe“ kann Grund dafür sein, dass sich ein Mensch nicht mehr voll und ganz auf eine Person einlassen will. Der mögliche Schmerz ist einfach zu groß.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels-39369.jpg" alt="" class="wp-image-36942" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels-39369.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels-39369-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels-39369-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht nur Vernachlässigung und Verlust, auch das Gegenteil kann Ursache für Bindungsangst sein: </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Übermäßige Fürsorge und hohe Erwartungen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Überfürsorgliche Eltern</strong>, die ihre Kinder mit ihrer Zuwendung regelrecht erdrücken und ihnen keinerlei Raum für eigene Wünsche, Bedürfnisse und Entwicklungen lassen. Das Kind fühlt sich eingeengt und gezwungen, die Erwartungen der Eltern zu erfüllen, auch wenn diese ihm nicht entsprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Übertriebener Ehrgeiz</strong> oder <strong>hohe Erwartungen</strong> an das Kind, können diesem das Gefühl geben, dass es nur dann geliebt wird, wenn es &#8222;optimal&#8220; funktioniert. Bedingungslose Zuneigung kennt es nicht und kann auch nur schwer das Vertrauen in sie entwickeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Überlastung durch Verantwortung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder von <strong>psychisch kranken Elternteilen</strong>, wie Alkoholsucht, starker <a href="https://www.bettinahielscher.de/depression/">Depression</a> oder Narzissmus, müssen oft früh viel Verantwortung für den Elternteil oder ihre Geschwister übernehmen. Eine Verantwortung, die sie weder tragen können noch sollten. Kinder mit dieser Erfahrung erleben in der engen Beziehung, dass sie sich kümmern müssen, verantwortlich sind und sich anpassen müssen, um die Eltern zufriedenzustellen. Diese enge Bindung bedeutet für das Kind den Verlust der Autonomie, die Unterdrückung seiner Bedürfnisse und fehlender Raum zur Entfaltung seiner Persönlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine solche negative Beziehungserfahrung kann natürlich auch im Erwachsenenalter entstehen, zum Beispiel durch eine mehrjährige Partnerschaft mit einem <a href="https://www.bettinahielscher.de/narzisst-und-hochsensible-menschen/">narzisstisch veranlagten Menschen</a>.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Wie du siehst, gibt es viele Gründe für Bindungsangst. Ihr liegt immer eine oder mehrere einschneidende und hochschmerzhaft erlebte Erfahrungen zu Grunde.</em></strong><em><strong> </strong>Diese können in der Kindheit, aber auch im Jugend- oder Erwachsenenalter stattgefunden haben. Wer nach Ursprüngen in seiner eigenen Biografie sucht, wird oft schnell fündig werden.</em></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Hochsensible Menschen und Bindungsangst</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bindungsfähigkeit und Selbstwertgefühl hängen eng zusammen, weil beides abhängig voneinander entsteht. </strong>Unter diesem Aspekt wird auch klar, warum hochsensible Menschen oft vermehrt unter Bindungsangst leiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine verkannte oder missachtete <a href="https://www.bettinahielscher.de/leben-mit-hochsensibilitaet/">Hochsensibilität</a> in der Kindheit hat zur Folge, dass sich das Kind mit seinen außergewöhnlichen Bedürfnissen nicht wahrgenommen, ernstgenommen und nicht geliebt fühlt als der Mensch, der er ist. Die Folge ist ein tief eingeprägtes Minderwertigkeitsgefühl.<br><br>Durch das empfindsame Wesen, das hochsensible Menschen haben, werden solche (unbewussten) Missachtungen und emotionalen Vernachlässigungen oft besonders schmerzhaft erlebt. Das wiederum verstärkt die Angst vor einer erneuten Verletzung – und damit die Bindungsangst.<br><br>Zeitgleich besteht in Hochsensiblen – wie auch in jedem Menschen – die große Sehnsucht nach Liebe und Verbundenheit. Und damit einhergehend auch häufig das Paradox eines großen Bindungswunsches und einer großen Bindungsangst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trigger – So wird Bindungsangst ausgelöst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bindungsangst kann, wie bereits erwähnt, lange Zeit unentdeckt bleiben, weil die Betroffenen unbewusst Strategien entwickelt haben, um mit der Angst nicht in Kontakt zu kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei mir war das der Fall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin jahrzehntelang unbewusst – dafür erfolgreich – jeglichen Triggern aus dem Weg gegangen (viel Freiraum brauchen, viel mit mir selbst ausmachen, wenig Menschen an mich heranlassen, Treffen wage halten, in die Arbeit flüchten). Erst beim Kennenlernen meines Partners kamen die Bindungsängste ans Licht. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Doch auch in einer Partnerschaft kann die Bindungsangst lange im Verborgenen bleiben.</strong> Wer irgendwann (&#8222;versehentlich&#8220;) beginnt, einen Menschen wirklich nahe an sich heranzulassen, kann damit die Angst auslösen. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Bindungsangst wird immer dann getriggert, wenn es verbindlich, sehr persönlich oder emotional eng werden könnte.</em></strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Je nach Ursache und Ausprägung der Bindungsangst, können die Auslöser sehr unterschiedlich sein. Für manch einen ist es das <strong>Händchenhalten</strong> und <strong>Berührungen</strong> in der Öffentlichkeit, die ihn plötzlich in Panik versetzen. Für manch anderen ist es die <strong>Planung des ersten gemeinsamen Urlaubs</strong>, die Frage nach dem Zusammenziehen oder die Vorstellung einer möglichen Hochzeit.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="500" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels326612.jpg" alt="Bindungsangst" class="wp-image-36958" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels326612.jpg 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels326612-300x188.jpg 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/bindungsangst-pexels326612-768x480.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf <strong>Druck</strong> reagieren Bindungsängstliche besonders empfindlich. Wenn der (potentielle) Partner zum Beispiel verlangt, sich zur Beziehung zu bekennen, eine klare Entscheidung zu treffen oder anderweitig Forderungen oder Wünsche an die Beziehung stellt, kann das im Bindungsängstlichen Panik erzeugen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch<strong> Kritik oder Vorwürfe </strong>dem Bindungsängstlichen gegenüber wie: „Jetzt zieh&#8216; dich nicht immer zurück!“ „Sag endlich auch mal, was du darüber denkst!“ „Pass dich nicht immer nur mir an!“ , können die Angst triggern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn der Bindungsängstliche <strong>nicht genügend Freiraum</strong> vom Partner bekommt (oder sich diesen Freiraum nicht selbst zugesteht), kann es irgendwann zu viel für ihn werden und die Angst in ihm hochkochen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schutzstrategie: Flucht, Angriff oder Erstarrung</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist der Trigger aktiv (der Auslöser gedrückt), fühlen sich die Betroffenen akut bedroht und zeigen Reaktionen der Angst</strong>. Oft sind sie selbst überwältigt von ihren eigenen Gefühlen der Ohnmacht und Hilflosigkeit und handeln nur noch instinktiv aus der Angst heraus. Durch Flucht, Angriff oder Erstarrung, die natürlichen Stressreaktionen des Körpers, versuchen sie der Situation zu entkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Vielleicht kennst du eine der Angst-Reaktionen von dir: </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du ziehst dich innerlich schlagartig zurück und fühlst dich wie erstarrt</strong>. Du bist kaum fähig, dich nach außen hin zu öffnen, sprichst nicht und wirkst wie „nicht anwesend“. Du wünschst dir nichts sehnlicher, als der Situation zu entkommen. Auf andere wirkst du verschlossen und nicht zugänglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Flucht möglich ist, dann haust du vielleicht tatsächlich ab</strong>. Du möchtest deinen Partner nicht mehr sehen, hören, sprechen und tauchst erst mal unter. In der Anfangsphase einer Beziehung kann das auch im Ghosting enden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Form von Angriff könnte sein, dass du beginnst, deinen Partner zu kritisieren. </strong>Du<strong> </strong>wirfst ihm vor, dass er dich (bei so einem Verhalten) überhaupt nicht lieben würde oder vielleicht sogar verlassen will. Oder dass du mit seinem Verhalten von Kontrolle überhaupt nicht klarkommst. Du stellst die Beziehung – den Partner, als auch dein Gefühl zu ihm – in Frage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partner von Bindungsängstlichen handeln in der Regel ebenfalls nicht böswillig und beabsichtigt. Sie sind oft selbst überfordert von den Reaktionen, die sie beim Bindungsängstlichen auslösen, fühlen sich schuldig und stark verunsichert. Für den Menschen mit Bindungsangst fühlt es sich in diesem Moment jedoch so an, als würde der Partner ihn absichtlich einengen oder verletzen wollen. Er sieht die Situation auch meist viel dramatischer, als sie in Wirklichkeit ist.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Der Bindungsängstliche kann in seinem akuten Gefühl der Angst nicht mehr rational denken. Er ist in den Schmerz seiner Vergangenheit – und in seine damalige, hilflose Position – zurückversetzt – und möchte ihr entkommen.</em></strong></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Die Dynamik in Beziehungen mit Bindungsängstlichen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Paradoxe ist, dass viele Bindungsängstliche unbewusst einen Partner wählen, der eher das Gegenteil von ihm selbst ist. Er wählt jemanden, der eher die Tendenz hat zu kontrollieren und klammern und mit Verlustangst zu kämpfen hat. Je mehr der Bindungsängstliche sich zurückzieht, desto mehr kommt im Partner die Angst auf, ihn zu verlieren, wodurch er auf ihn zugeht und oft noch mehr kontrollieren will. Dadurch fühlt sich der Bindungsängstliche noch mehr erdrückt und weicht noch mehr zurück. Sobald der Partner loslässt und ihm seinen Freiraum lässt, wird der Bindungsängstliche entspannter, findet wieder Vertrauen und kann auf den Partner zugehen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Bindungsangst heißt nicht, dass keine Nähe gewollt wird, sondern dass der Umgang mit Nähe nicht gesund erlernt wurde und daher überfordert.</em></strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wie so oft ist es das Ausbalancieren von Gegensätzen, das zu wahrer Harmonie und Freude führt. Beziehungsprobleme bieten die Chance, seine eigenen Muster und Ängste zu erkennen und an ihnen zu arbeiten. Sodass sich der eine (emotional) sicher fühlt, ohne den anderen kontrollieren zu müssen. Und der andere seinen Freiraum bekommt, ohne sich emotional distanzieren zu müssen. Dabei muss sich nicht nur der Bindungsängstliche seinem Thema stellen, sondern auch derjenige, der Angst vor Verlust hat. Eine Beziehungsdynamik ergibt sich nämlich immer aus allen Beteiligten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg hinaus wird vielleicht schon deutlich: Aus der kindlichen, hilflosen Rolle hinauswachsen und die erwachsene, handlungsfähige Person sein, die man heute ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">6 Möglichkeiten, um Bindungsangst zu überwinden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Folgende Tipps helfen dir dabei, dein Herz zu öffnen und deine Bindungsangst zu überwinden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Annehmen der Angst</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wissen um Bindungsangst kann Widerstand, Verzweiflung und <a href="https://www.bettinahielscher.de/negative-gefuehle/">Scham</a> auslösen. Oft will man sie einfach nur weghaben. Doch ohne die Akzeptanz deiner Angst, kannst du sie nicht überwinden. Denn der Weg hinaus führt durch den Schmerz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Annehmen kann manch verzweifelte Träne und dunkle Stunde beinhalten</strong>. Lass es zu und gib dir Zeit, um dich an die Tatsache zu gewöhnen. Das Gute ist: Dort, wo eine Ursache erkennbar ist, öffnet sich der Weg für Lösungen. Entwickle Dankbarkeit dafür. Richte dich auf dieses Licht aus und halte an ihm fest. Du stehst bereits auf dem Weg, der in die Liebe führt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Offen sein und Zeit beim Beziehungsaufbau lassen&nbsp;</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn du in einer Partnerschaft bist:</strong> Zunächst musst du bereit sein, eine nahe und verbindliche Beziehung aufbauen zu wollen. Sprich mit deinem Partner über deine Bindungsangst und über dein Bedürfnis nach Freiraum oder Nähe, wenn es auftaucht. Nicht um dein extremes oder wechselndes Verhalten zu entschuldigen, sondern damit er es verstehen kann und du deinen Umgang mit der Angst neu lernen kannst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Partnerschaft brauchst du zwingend die Unterstützung deines Partners, um deine Bindungsangst überwinden zu können. Nur durch das Verständnis und den Respekt füreinander – für beide Seiten und deren Bedürfnisse &#8211; könnt ihr aufeinander zugehen, ohne kontrollieren oder flüchten zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn du nicht in einer Partnerschaft bist</strong>: Lass dir Zeit beim Aufbau davon. Achte darauf, wann dir Nähe zu viel wird und erlaube dir dein Tempo, um dich einzulassen. Teile dich auch hier mit. Du musst nicht gleich von Bindungsangst sprechen. Es reicht auch wenn du sagst „Mir fällt es etwas schwer, mich auf eine neue Beziehung einzulassen. Ist es okay, wenn wir es langsam angehen?“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zu schnelles Vorgehen kann dich überfordern und die Ängst hochholen. Wenn du zu schnell mitgehst, weil du denkst der andere erwartet das oder dass sich das so gehört, dann stehst du vermutlich schneller an dem altbekannten Punkt, dass dich enge Beziehungen überfordern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch in anderen Beziehungen</strong> wie Freundschaften oder Geschäftsbeziehungen ist es hilfreich, auf deine Gefühle zu achten und nicht vorschnell zu handeln. Du brauchst etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu anderen Menschen zu entwickeln. Gehe daher immer den nächsten stimmigen Schritt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Deine Trigger und Schutzreaktionen kennen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Finde deine persönlichen Trigger, als auch deine Reaktionen auf diese, heraus. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><em>Wann fühlst du dich in deinen Beziehungen unsicher, ängstlich, eingeengt?</em></li>



<li><em>Und was ist deine typische Reaktion darauf? </em></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ein paar Ideen dafür hast du weiter oben im Text kennengelernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn du deine Auslöser und Reaktionen kennst, kannst du sie im Alltag bewusster wahrnehmen und dein bisheriges Schutzverhalten stoppen:</strong> „Ah halt! Jetzt bin ich in meinem alten Muster!“. Dadurch gewinnst du Abstand zum Gefühl als auch Raum, um dich anders zu verhalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4. Erwachsen werden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Angst und dein Schutzverhalten entspringen deinen kindlichen Erfahrungen. Die dazugehörige Denkweise ist veraltet. Du bist mittlerweile erwachsen und kannst für dich selbst sorgen. Anstatt mit Kinderaugen, darfst du daher nun mit Erwachsenen-Augen auf dich und die Situation blicken. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Erwachsen zu sein bedeutet, dass du deine Bedürfnisse haben darfst und sie dir selbst erfüllen kannst. </strong></em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Du brauchst dazu kein &#8222;okay&#8220; mehr von deinen Eltern (deinem Partner) oder die Rebellion, wenn jemand deine Bedürfnisse nicht respektiert. Du bist frei, für dich zu sorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast die Möglichkeit, dich über Worte und dein Verhalten mitzuteilen. In Verbindung mit deinem Partner bleibst du dann, wenn dein Partner nachvollziehen kann, was du brauchst und tust und du auch Rücksicht auf das nimmst, was dein Partner braucht und tun möchte, ohne dich jedoch selbst zu verbiegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Miteinander ehrlich zu sprechen ist somit das Wichtigste, was es zu lernen gilt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In dem du die Verantwortung für dich übernimmst und offen und ehrlich kommunizierst, erhebst du dich in deine <a href="https://www.bettinahielscher.de/eigenverantwortung/">Handlungsfähigkeit</a> und auf Augenhöhe mit deinem Gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine schnelle und einfache Übung, um ins erwachsene Denken zu kommen ist, deine angstvollen Gedanken ins Gegenteil zu formulieren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Übung: Drei-Spalten-Technik</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nimm dazu ein Blatt Papier und zeichne drei Spalten ein.</li>



<li>Schreibe in die erste Spalte untereinander 1-3 deiner stärksten negativen Gedanken, die du in Trigger-Situationen hast, zB: „Ich bekomme keinen Freiraum“. &#8222;Ich muss hier raus, weil ich den Druck nicht aushalte.&#8220;</li>



<li>Schreibe in die rechte Spalte zu jedem Gedanken aus erwachsener Sicht eine rationale Begründung, warum die Annahmen aus Spalte 1 falsch ist. ZB: &#8222;Mein Partner ist nicht verantwortlich für meinen Freiraum&#8220;. &#8222;Ich bin erwachsen und alt genug, um mir meinen Freiraum selbst zu nehmen. Ich muss es nur kommunizieren und mit ihm absprechen.&#8220;</li>



<li>Formuliere in der dritten Spalte den Gedanke aus Spalte 1 ins Gegenteil um. zB: „Ich nehme mir meinen Freiraum selbst.“</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der neuen Gedanken ergeben sich auch neue Verhaltensweisen, die angemessener und sinnvoller sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Endlich wertvoll! – Wie du es schaffst,&nbsp;dich wertvoll zu fühlen und dir selbst zu vertrauen,&nbsp;ohne die Liebe und Bestätigung anderer zu brauchen.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">5. Bereitschaft, dein Herz zu öffnen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dich deiner Bindungsangst zu stellen erfordert Mut und sie zu überwinden deine Bereitschaft, diesen Weg zu gehen.&nbsp;Denn ich will ehrlich sein: Sie zu überwinden braucht etwas Zeit. Doch weißt du was? Das ist okay! Du bist dort, wo du bist, genau richtig und hast genau die Bedingungen in deinem Leben, die für dein persönliches Wachstum und deine seelische Reifung ideal geeignet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nimm diese Einladung an. Erlaube dir, dein Herz wieder zu öffnen, Liebe zu geben und Liebe zu empfangen, immer wieder neu.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Wenn sich dein Herz 100 Mal verschließt, öffne es 100 Mal von neuem. Du bist auf einer bedeutsamen Reise hin zu dir selbst, wenn du dem Ruf der Liebe folgst.</em></strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine einfache Übung zur Unterstützung ist ein Dankbarkeitstagebuch. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Halte darin die Momente des Tage fest, in denen du Glück, Sinnhaftigkeit und Verbundenheit wahrgenommen hast. Besinne dich beim Schreiben nochmal auf diese Augenblicke und versuche, bewusst und erneut dein Herz für sie zu öffnen – wie eine Lotosblüte – und Liebe fließen zu lassen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">6. Coaching, Therapie oder Hypnose</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es dir alleine schwerfällt, in eine erwachsene Denkweise zu kommen und Freiheit innerhalb einer Beziehung zu spüren, wenn du Kindheitserlebnisse hast, die nicht ausreichend verarbeitet wurden oder du Traumatisches erlebt hast, dann kann eine Therapie, ein Coaching oder Hypnose beim Überwinden deiner Bindungsangst sehr hilfreich sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Professionelle Hilfe kann deinen persönlichen Weg von der Angst in die Liebe unterstützen und&nbsp;dein Vertrauen in dich und deine Beziehungen schneller stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Heilung ist mitunter nötig, alten Schmerz anzuschauen und diesen zu integrieren. <strong>Bei der Wahl eines passenden Experten ist es daher wichtig, dass er Kenntnis und Erfahrung mit der Inneren-Kind-Arbeit oder bei Traumata mit Trauma hat.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Öffne dein Herz für die Liebe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Mensch mit Bindungsangst hat in seinem Leben tiefgreifend erfahren, dass enge Bindungen unsicher, schmerzhaft oder gar bedrohlich sind und es daher besser ist, sich vor ihnen zu schützen. Aus diesem Grund fällt es Menschen mit Bindungsangst schwer, andere Menschen nahe an sich heranzulassen und eine verbindliche Partnerschaft einzugehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Oft hilft bereits das Bewusstsein über die Bindungsangst, um mit einer neuen Haltung auf andere Menschen zuzugehen und das Herz empfänglich für die Liebe zu machen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Artikel hast du noch weitere Möglichkeiten kennengelernt, wie du mit deiner Bindungsangst umgehen und sie überwinden kannst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn es nicht immer leicht ist, sich diesem Thema zu stellen, lohnt es sich meiner Erfahrung nach sehr. Denn hinter all dem Schmerz und der Angst wartet auf dich das Geschenk echter Liebe, tiefer Verbundenheit und wahrer Freiheit in einer Beziehung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>In jedem Menschen wohnt ein Herz, das lieben will. </strong></em><br><em><strong>Wage dieses Abenteuer.</strong></em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erkennst du Anzeichen </strong>von Bindungsangst bei dir? <strong>Welche Fragen </strong>hast du<strong> </strong>zum Thema? Schreib mir jetzt einen Kommentar.</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/BettinaHielscher-rund-3-1000.jpg" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.bettinahielscher.de/author/admin/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Bettina</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p><strong>Hi, ich bin Bettina.</strong> Als Coach und Mentorin begleite ich feinfühlige Menschen mit Vision zurück zu sich selbst und hinein in ein Leben, das sie wirklich erfüllt.</p>
</div></div><div class="saboxplugin-web "><a href="http://www.bettinahielscher.de" target="_self" >www.bettinahielscher.de</a></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Youtube" target="_blank" href="https://www.youtube.com/@bettinahielschercoaching" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-youtube" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 576 512"><path fill="currentColor" d="M549.655 124.083c-6.281-23.65-24.787-42.276-48.284-48.597C458.781 64 288 64 288 64S117.22 64 74.629 75.486c-23.497 6.322-42.003 24.947-48.284 48.597-11.412 42.867-11.412 132.305-11.412 132.305s0 89.438 11.412 132.305c6.281 23.65 24.787 41.5 48.284 47.821C117.22 448 288 448 288 448s170.78 0 213.371-11.486c23.497-6.321 42.003-24.171 48.284-47.821 11.412-42.867 11.412-132.305 11.412-132.305s0-89.438-11.412-132.305zm-317.51 213.508V175.185l142.739 81.205-142.739 81.201z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/bindungsangst/">Angst vor Nähe? – Bindungsangst erkennen und überwinden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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		<title>Wie du dein inneres Kind wahrnehmen und heilen kannst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Apr 2019 06:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstheit]]></category>
		<category><![CDATA[Inneres Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie du dein inneres Kind erkennst und gut für es sorgen kannst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/innere-kind/">Wie du dein inneres Kind wahrnehmen und heilen kannst</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In mir ist es ruhig. Ich fühle mich leicht und frei. Ich fühle mich lebendig und glücklich. Ich bin mit mir verbunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch vor einer halben Stunde sah das anders aus. Unruhig saß ich an meinem Schreibtisch und hatte das Gefühl, blockiert zu sein. Zeitgleich sah ich die lange To-Do-Liste vor meinem inneren Auge, die ich abarbeiten wollte. „Ich habe noch so viel zu erledigen.“ „Ich kann das nicht schon wieder verschieben.“ „Wäsche wollte ich auch noch waschen.“ „Ich sollte&#8230;.“ „Ich muss….“ „Ich darf nicht…“ Kennst du solche Gedanken? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt immer wieder Momente in meinem Leben, in denen ich das Gefühl habe, den <a href="https://www.bettinahielscher.de/sei-dein-freund/">Herausforderungen</a> nicht gewachsen zu sein. Nicht stark oder fähig genug zu sein, das zu tun, zu schaffen oder zu erreichen, was ich mir erträume. Momente, in denen ich aufgeben und mich verkriechen will. Und auch an diesem Tag kamen sie verstärkt auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am liebsten würde ich nichts tun. Gar nichts. Mir eine Auszeit nehmen und alles hinter mir lassen. Und dann tauchen <a href="https://www.bettinahielscher.de/mit-gedanken-identifizieren/">Gedanken</a> auf, die mir sagen, dass ich jetzt Zeit habe, um etwas zu tun. Dass ich faul bin, wenn ich nichts tue und dass es ohne Fleiß keinen Preis gibt. Doch das Gefühl, blockiert zu sein, ist stärker. Ich kann einfach nicht. Alles wiegt so schwer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde achtsam für dieses <a href="https://www.bettinahielscher.de/gefuehle-zulassen/">Gefühl</a> und die Stimme, die mit ihm einhergeht. Die Stimme, die sagt: „Ich will nicht.“ „Mir ist alles zu viel.“ „Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.“ „Ich bin erschöpft.“ Eine Stimme, die sich danach sehnt, dass es leicht ist. Und ich weiß, wer diese Stimme ist: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mein inneres Kind.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was das innere Kind ist und wie es uns beeinflusst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was als innere Kind bezeichnet wird ist ein Persönlichkeitsanteil in uns, der die Erfahrungen aus der Kindheit abgespeichert hat. Diese Erfahrungen haben einen maßgeblichen Einfluss auf unser Verhalten als Erwachsener &#8211; wie wir fühlen, denken, wahrnehmen und handeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da wir in der Kindheit noch kein Ich-Bewusstsein hatten, haben wir unseren Wert an dem Verhalten unserer Bezugspersonen abhängig gemacht. Wir haben gelernt, mit welchem Verhalten wir Liebe, Anerkennung und Zuneigung bekommen und mit welchem Verhalten wir Ablehnung, Ausgrenzung und Kritik bekommen. Ein Kind ist darin bestrebt, Liebe zu bekommen und lernt sich demnach so zu verhalten, dass es „ein gutes Kind“ ist. Es möchte sich geliebt und wertvoll fühlen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So hat jeder von uns in seiner Kindheit positive wie negative Erfahrungen gemacht und entsprechende Verhaltensmuster und Strategien entwickelt, wie er Liebe und Zuneigung bekommen oder eben auch Schmerz vermeiden kann. Diese Muster sind im Unterbewusstsein abgespeichert und noch heute in uns lebendig. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Auswirkungen aus der Kindheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Positive Einflüsse aus der Kindheit, jene, die uns darin bestärkt haben, so zu sein, wie wir sind, stärken unseren <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstwert/">Selbstwert</a> und unser Selbstvertrauen. Das befähigt uns (auch im Erwachsenenalter) an uns selbst zu glauben, auf uns selbst zu vertrauen und gut für uns selbst zu sorgen. Wir haben weniger Angst vor Neuem und begegnen Herausforderungen mit mehr Zuversicht und <a href="https://www.bettinahielscher.de/gelassenheit-lernen/">Gelassenheit</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Umkehrschluss begünstigen negative Einflüsse aus der Kindheit, dass unser Selbstwert und Selbstvertrauen schwach sind. Das führt dazu, dass wir (auch im Erwachsenenalter) darum bemüht sind, Akzeptanz und Liebe durch ein angepasstes Verhalten zu bekommen, durch hohe Leistungsansprüche an uns selbst oder durch das Bemühen, es anderen immer recht machen zu wollen. Wir machen unseren Wert und unser Wohlbefinden vom Verhalten anderer Menschen oder von äußeren Bedingungen abhängig, was dazu führt, dass wir oft entgegen dem leben, was uns guttun würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe lange Zeit so gelebt und die Folgen schmerzhaft zu spüren bekommen. So zwang mich das Leben zum Notwendigen. Ich habe lernen dürfen, mich um mich selbst &#8211; mein inneres Kind &#8211; zu kümmern, das sich bis dahin so sehr darum bemüht hat, Akzeptanz, Wertschätzung und Liebe im Außen zu finden. Doch wie erkenne ich es? </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie
du das innere Kind erkennen kannst </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wann immer wir uns unter anderen Menschen unwohl oder
unsicher fühlen, uns nicht trauen, zu uns selbst zu stehen und offen und
ehrlich zu sagen, was unsere Bedürfnisse und Wünsche sind, meldet sich das
innere Kind. Es zeigt sich im Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht. Im Wunsch
nach Akzeptanz und Geborgenheit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir das innere Kind in diesen Momenten nicht bewusst wahrnehmen, wirkt es unbewusst. Das heißt, wir verhalten uns ganz unbewusst so, dass wir Liebe und Zuneigung sicherstellen oder möglichen Schmerz vermeiden, auch wenn wir uns selbst dabei schaden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das innere Kind zeigt sich aber auch in der Unbeschwertheit und Leichtigkeit. Im Gefühl &#8222;Ich darf sein, wie ich bin&#8220;. In der puren <a href="https://www.bettinahielscher.de/lebensfreude/">Lebensfreude</a>, der Neugier und Offenheit. In der Abenteuerlust. Im Gefühl der Verbundenheit oder auch im Flow-Zustand, wenn wir völlig die Zeit vergessen und einfach tun, was uns Freude macht. Ohne Druck. Ohne Kontrolle. Ohne Angst. Ohne Frage nach dem <a href="https://www.bettinahielscher.de/sinn-des-lebens/">Sinn</a>.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir in Verbundenheit mit uns und dem inneren Kind leben möchten, braucht es <a href="https://www.bettinahielscher.de/was-ist-achtsamkeit/">Achtsamkeit</a> für die unbewussten, destruktiven Verhaltensmuster, in denen das innere Kind nach Anerkennung und Liebe sucht. Erst dann sind wir in der Lage, es an die Hand zu nehmen und uns – als erwachsener Mensch – auf gesunde Art um seine unerfüllten Bedürfnisse zu kümmern. Ebenso ist es hilfreich, die Momente zu fördern, in denen sich das innere Kind ausleben darf, weil wir uns dadurch selbst darin unterstützen, <a href="https://www.bettinahielscher.de/authentisch-sein/">authentisch</a>, lebendig, mutig, kreativ und frei zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hallo
inneres Kind, ich sehe dich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Viele von euch kennen den Film „Avatar“. Aus diesem Film
habe ich für mich einen ganz wunderbaren Satz in mein Leben mitgenommen: Ich
sehe dich. Und ergänzt um: Ich sehe mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe dich.<br>Ich sehe mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wann immer ich mich hilflos, klein und schwach fühle. Wann
ich mich unwohl, ängstlich und allein fühle, übe ich mich darin, diese Gefühle
(und Gedanken) als mein inneres Kind wahrzunehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn mir das gelingt, sage ich in Gedanken: Ich sehe dich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch nehme ich die beobachtende Rolle ein und nehme mein
inneres Kind, dass sich da meldet, ganz bewusst wahr. Ich sehe es.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss ergänze ich: Ich sehe mich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch gestehe ich mir ein, dass ich dieses Kind bin. Ich selbst, die sich danach sehnt, zum Beispiel mehr Leichtigkeit und Lebendigkeit zu spüren und lerne mir zu geben, was ich in diesem Moment (wirklich) brauche. Nein, keine Schokolade oder Süßigkeiten wie ich es früher getan habe, um meine innere Unruhe zu stillen und mir ein ganz flüchtiges Gefühl von Geborgenheit zu schenken. Sondern erwachsen – nachhaltig und gesund für mein Wohlbefinden und meine seelische <a href="https://www.bettinahielscher.de/was-leben-im-einklang-bedeutet/">Balance</a> zu sorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So wie ich es heute getan habe, als ich unruhig am Schreibtisch saß und mein inneres Kind wahrgenommen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heilung heißt, für mich selbst da sein</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich verlasse meinen Arbeitsplatz. Wenn ich mich blockiert fühle weiß ich, dass ich unter <a href="https://www.bettinahielscher.de/tipps-gegen-angst/">Stress</a> stehe. Dass im Tun bin und nicht im Sein. Dass mich Angst antreibt und nicht Liebe. Ich höre auf zu arbeiten und frage mich, was ich will. Ich frage das Kind in mir und ich spüre den Impuls, hinaus zu gehen. In die Natur. In den Wald. Draußen zu sein. Ich halte kurz inne und prüfe diese Idee aus meinem Erwachsenen-Ich heraus. Ist das sinnvoll? Tut mir das gut? Ja, denke ich und folge diesem Impuls.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich ziehe meine <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Barfußschuhe (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.amazon.de/gp/product/B07C7MM29N/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B07C7MM29N&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkreativged-21&amp;linkId=85892c84dc952abe5fed7242a7d04c19" target="_blank">Barfußschuhe</a> an und laufe los. Die Schuhe allein erinnern mich schon daran, Kind zu sein und bedeuten für mich auch in diesem Moment, Kind sein zu dürfen. (Im Sommer laufe ich bestenfalls barfuß) Doch jetzt ist es mir zu kalt. Durch die Schuhe spüre ich jeden Stein. Jede Unebenheit. Jeden Untergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich laufe durch die Natur in Richtung Wald. Auf erdigen Trampelpfaden. Ich atme die warme und zeitweise kühle Frühlingsluft ein. Ich lausche den Vögeln. Ich beobachte Schmetterlinge. Ich laufe durchs Unterholz. Ich sehe einen Marienkäfer am Boden krabbeln. Ich halte inne und nehme immer mehr wahr, wie viel Bewegung auf dem Waldboden ist. Wenn ich ganz achtsam hinschaue, sehe ich es überall krabbeln. Ich setze meinen Weg fort. Ich laufe und atme und bin. Ich erfreue mich an den Farben des Waldes. An dem Grün, das sich langsam entfaltet. An den Blättern. Den Buschwindröschen. Den zarten Trieben und Knospen. Am Geruch des Waldes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich balanciere auf einem Baumstamm. Ich tue, was mir Freude macht und mir guttut. Ich überlege nicht, ich fühle. Ich halte vor einem Stapel gefällter Bäume inne. Ich rieche das Holz und atme tief den würzig-holzigen Geruch ein. Ich schaue mir die Baumringe an. Ich werde ein wenig wehmütig, weil die Bäume nicht mehr leben. Ich bin Kind. Ich erlaube mir, Kind zu sein. Mit all meinen Sinnen. Ich fühle mich verbunden – mit der Erde, mit der Natur, mit mir selbst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lebendigkeit
und Leichtigkeit ins Leben bringen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Spaziergang im Wald ist eine Art, wie ich mich um mein inneres Kind kümmere und dadurch wieder Zugang zur <a href="https://www.bettinahielscher.de/3-tipps-fuer-mehr-leichtigkeit/">Leichtigkeit</a> und Lebendigkeit finde. Es ist eine Art, um vom Tun ins Sein überzugehen. Und ich nehme wahr, wie ich Kraft schöpfe, weil ich nicht mehr angestrengt versuche, etwas zu tun, zu erreichen oder zu sein. Ich bin einfach. Ich muss gar nichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß nicht, ob du diese Momente kennst, in denen dir
manchmal alles zu viel ist und du dich nach Leichtigkeit und Kraft sehnst. Nimm
das Kind in dir wahr. Nimm die Sehnsucht deiner Seele wahr und tue das, was dir
guttut. Nimm dir eine kleine Auszeit und kümmere dich um den Anteil in dir, der
gehört werden möchte und um das Bedürfnis, das erfüllt werden möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meinen Klientinnen fällt es oft schwer, so scheinbar banalen Dingen nachzugehen wie in die Natur zu gehen oder zu lesen. Einfach das zu tun, was ihnen guttut oder früher einmal gutgetan hat. Ich kann das nachvollziehen. Auch ich habe erst mit der Zeit gelernt, welcher Wert in diesem „Sich-kümmern“ liegt und dass ich mir dieses Genießen auch erlauben darf. Manchmal ist nämlich genau diese Fürsorge der Weg zu sich selbst und zu mehr Verbundenheit mit sich: Den Weg der Freude gehen, um Zugang zum inneren Kind zu bekommen, um Zugang zum wahren Selbst zu bekommen und zur Leichtigkeit und Lebensfreude zurückzufinden. Das zu lernen ist ein Prozess, der auch mir an manchen Tagen mehr und an manchen Tagen auch weniger gut gelingt. Doch die Tage, an denen es gelingt, überwiegen deutlich und ich bin sehr dankbar dafür, weil ich mir dadurch mehr Lebenskraft und -qualität schenke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kind lebt in allen von uns und wir dürfen lernen, es zu erkennen und uns um dieses Kind zu kümmern. Auch wenn wir vielleicht früher nicht die Fürsorge bekommen haben, die wir gebraucht hätten, können wir lernen, das Kind wahrzunehmen und uns heute das zu geben, wonach das innere Kind verlangt. Dazu brauchen wir auch nicht unbedingt in die Vergangenheit reisen und diese aufarbeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir lernen, uns um uns selbst zu kümmern, befreien wir uns von der Abhängigkeit von anderen. Wir erwarten und warten nicht mehr darauf, dass andere uns wahrnehmen und unsere Bedürfnisse erfüllen. Wir übernehmen Verantwortung für uns selbst, kümmern uns um unsere eigenen Bedürfnisse und entlassen uns selbst damit in die Freiheit. Wir finden zu einem selbstbestimmten Leben, das glücklich macht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du meine Hilfe dabei möchtest, bin ich ich gerne für dich da. Auch in meinem Online-Coaching-Programm <a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-selbstwert/">&#8222;Endlich wertvoll&#8220; – Dein Weg zu einem neuen Ich </a>begleite ich dich zu deinem inneren Kind und zeige dir, wie du es im Alltag wahrnehmen und gesund mit ihm umgehen kannst.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www.bettinahielscher.de/onlinekurs-selbstwert/" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="250" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/banner-endlich-wertvoll-800.png" alt="" class="wp-image-33582" srcset="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/banner-endlich-wertvoll-800.png 800w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/banner-endlich-wertvoll-800-300x94.png 300w, https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/banner-endlich-wertvoll-800-768x240.png 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Ich bin so froh, dass es deinen Kurs gibt, da ich jetzt die Möglichkeit habe, an mir intensiv zu arbeiten. Ich war zuerst unsicher, ob mir das neben der Psychotherapie zu viel wird. Dort ist aber auch Pause, weil ich noch auf die Genehmigung der KK warte. Dein Kurs kommt genau richtig. Ich bin unsagbar dankbar für die wertvollen Inhalte und nicht allein auf meinem Weg zu sein!</em></p><cite>Sara – Programmteilnehmerin</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><br></em></p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/BettinaHielscher-rund-3-1000.jpg" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.bettinahielscher.de/author/bettina/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Bettina Hielscher</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p><strong>Hi, ich bin Bettina.</strong> Als Coach und Mentorin begleite ich feinfühlige Menschen mit Vision zurück zu sich selbst und hinein in ein Leben, das sie wirklich erfüllt.</p>
</div></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Youtube" target="_blank" href="https://www.youtube.com/channel/UCi6UZTkZg1KBHjBjsj-0gMA?view_as=subscriber" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-youtube" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 576 512"><path fill="currentColor" d="M549.655 124.083c-6.281-23.65-24.787-42.276-48.284-48.597C458.781 64 288 64 288 64S117.22 64 74.629 75.486c-23.497 6.322-42.003 24.947-48.284 48.597-11.412 42.867-11.412 132.305-11.412 132.305s0 89.438 11.412 132.305c6.281 23.65 24.787 41.5 48.284 47.821C117.22 448 288 448 288 448s170.78 0 213.371-11.486c23.497-6.321 42.003-24.171 48.284-47.821 11.412-42.867 11.412-132.305 11.412-132.305s0-89.438-11.412-132.305zm-317.51 213.508V175.185l142.739 81.205-142.739 81.201z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/innere-kind/">Wie du dein inneres Kind wahrnehmen und heilen kannst</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was deine Sehnsucht nach Liebe über dich verrät  (Selbstliebe Teil 1)</title>
		<link>https://www.bettinahielscher.de/selbstliebe-teil1/</link>
					<comments>https://www.bettinahielscher.de/selbstliebe-teil1/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Aug 2017 05:30:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstheit]]></category>
		<category><![CDATA[Inneres Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.bettinahielscher.de/?p=10538</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sehnst du dich häfig nach Liebe, Zuneigung, Fürsorge, Respekt oder Wertschätzung? Was diese Sehnsucht mit Selbstliebe zu tun haben kann, erfährst du hier.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstliebe-teil1/">Was deine Sehnsucht nach Liebe über dich verrät  (Selbstliebe Teil 1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fühlst du dich häufig abgelehnt, ungerecht behandelt, übergangen oder wertlos? Bist du auch davon überzeugt, dass „die anderen“ schuld daran sind, dass du dich so fühlst? Denn würden sie sich anders verhalten –&nbsp; dir ihre Unterstützung, ihre Liebe und Zuneigung, ihre Wertschätzung und ihren Respekt geben, würde es dir besser gehen?</p>
<p>Hast du dich auch schon mal gefragt, ob es an dir liegt?<br />
Hast du dich dadurch noch wertloser gefühlt?</p>
<p>Die Frage, die du dir in diesen Momenten stellen darfst, ist nicht die Frage: Bin ich falsch? &nbsp;Sondern: Was in mir sorgt dafür, dass ich so empfinde und wahrnehme? Denn alles, was du im Außen wahrnimmst, ist eine Reflektion dessen, was du in dir trägst. Und alles, was du in dir trägst, hat seinen Ursprung in deinen Gedanken.</p>
<h2>Deine Gedanken erschaffen deine Realität</h2>
<p>Das, was du über dich und die Welt denkst, ist ausschlaggebend für das, was du erfährst.</p>
<p>Lass es mich kurz erklären:</p>
<h3>Gedanken</h3>
<p><em>Deine Gedanken verursachen deine Gefühle.</em><br />
Wenn du glaubst, wertlos zu sein, wirst du ein Gefühl der Einsamkeit oder der Ablehnung spüren.</p>
<h3>Gefühle</h3>
<p><em>Deine Gefühle wiederum erzeugen eine Reaktion in deinem Körper.</em><br />
Dein körperliches Befinden und deine Haltung passen sich deinem Denken an.</p>
<p>Wenn du dich einsam und abgewiesen fühlst, wirst du dich vielleicht energielos und unsicher fühlen. Deine Schultern werden hängen, deine Haltung verschlossen und eher ernst sein.</p>
<h3>Verhalten / Erfahrung</h3>
<p><em>Die Energie in dir beeinflusst dein Verhalten und sie beeinflusst deine Wahrnehmung</em>.<br />
Du handelst aus dem Gefühl der Einsamkeit heraus und du betrachtest die Gegebenheiten um dich herum aus diesem Gefühl heraus. Interpretierst sie mit diesem Gefühl. <strong>Die Energie, die du in dir trägst ist daher ausschlaggebend dafür, welche Erfahrungen du machst.</strong></p>
<p>Wenn du einsam bist, wirst du dich vielleicht zurückziehen und dich ausgegrenzt fühlen. Wenn du dich wertlos fühlst, wirst du in ein kurz angebundenes „Hallo“ vielleicht eine Ablehnung dir gegenüber hinein interpretieren.</p>
<h3>Glaubenssatz</h3>
<p><em>Anhand deiner Erfahrung bildest du einen Glaubenssatz.</em> <em>Eine Überzeugung.</em><br />
In diesem Fall zum Beispiel: „Keiner kümmert sich um mich.“ „Ich bin alleine.“ „Keiner mag mich.“<br />
Ein Glaubenssatz wiederum steuert dein Denken, womit wir wieder beim Anfang wären.</p>
<p>Wenn du dich abgelehnt, ungerecht behandelt, übergangen oder wertlos fühlst, dann liegt der Ursprung für diese Erfahrung in deinen Gedanken.</p>
<ul>
<li><em>Was denkst du über dich?</em></li>
<li><em>Was fühlst du dadurch?</em></li>
<li><em>Welche Erfahrungen verursachst du dadurch?</em></li>
<li><em>Welche Glaubenssätze bildest du aufgrund dieser Erfahrung?</em></li>
</ul>
<h2>Die Botschaft an dich: Lerne, dich selbst zu lieben</h2>
<p>Durch Herausforderungen, Widerstände und Krisen ermuntert dich das Leben zum Wachstum. Es wird dir so lange die gleichen „Probleme“ vor Augen führen, bis du gelernt hast, was du aus dieser Erfahrung lernen darfst.</p>
<p>All die Zeichen deiner Seele und deines Körpers (deine Gefühle, Gedanken und Symptome) &nbsp;sind Botschaften an dich. Spürst du eine Sehnsucht nach Liebe, Zuneigung, Unterstützung, Fürsorge, Respekt oder Wertschätzung, zeigt dir diese Sehnsucht, was dir fehlt. Die Aufgabe (die Lektion) dahinter lautet jedoch nicht unbedingt, dass du dich darum bemühen sollst, dass andere dir das geben, was du vermisst.</p>
<p><strong>Wonach sich deine Seele oft viel mehr sehnt, bist du selbst!</strong></p>
<p>Sie sehnt sich nach dir.</p>
<ul>
<li><em>Nach deiner Liebe.</em></li>
<li><em>Nach deiner Zuneigung.</em></li>
<li><em>Nach deiner Unterstützung.</em></li>
<li><em>Nach deiner Fürsorge.</em></li>
<li><em>Nach deinem Respekt.</em></li>
<li><em>Nach deiner Wertschätzung.</em></li>
</ul>
<p>Ich habe auf einem Seminar eine innere Reise zu mir selbst machen dürfen, bei der ich am Ende vor meinem Spiegelbild stand. Ich durfte mich mit offenem Blick und Herzen ansehen und sollte mir all die Liebe geben, die ich allen, mir nahestehenden Menschen gebe: Die Treue. Die Verbundenheit. Die Zuneigung. Die Unterstützung. Den Respekt. Die Toleranz. Die Akzeptanz. Die Dankbarkeit. Diese Liebe, die ich imstande bin, anderen zu geben, durfte ich nun mir selbst geben. Wow. Was für eine Aufgabe! Ich habe in mein Spiegelbild geblickt, mir tief in die Augen gesehen und „ich liebe dich“ gesagt – und ich habe geweint.</p>
<p>Warum?</p>
<p>Weil es mir so schwer fiel. Weil es so ungewohnt war. Und noch vielmehr: Weil ich es vermisst habe!</p>
<p>Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich mich (und vielleicht erkennst du dich darin wieder) danach sehne, mich selbst zu lieben. Es war wunderschön und gleichzeitig so erschreckend ungewohnt und beängstigend, weil ich es die größte Zeit meines Lebens nicht getan habe. Die Tränen zeigten mir die Sehnsucht danach und dass mein inneres Kind sich nichts anderes wünscht, als dass ICH FÜR MICH SELBST da bin.</p>
<p>Mir wurde bewusst:</p>
<p>Ich bin ein Mensch, so wie du ein Mensch bist, in dem Licht und Liebe wohnt und den seine Einzigartigkeit und Unperfektheit auszeichnen:</p>
<ul>
<li><em>Ich habe einen wundervollen Körper.</em></li>
<li><em>Ich habe ein einzigartiges Aussehen.</em></li>
<li><em>Ich habe einen wertvollen Charakter.</em></li>
<li><em>Ich habe Stärken und Schwächen.</em></li>
<li><em>Ich trage unendlich viel Liebe in mir.</em></li>
<li><em>Ich gebe mein Bestes und handle in bestem Gewissen.</em></li>
<li><em>Ich mache Fehler.</em></li>
<li><em>Ich mache Erfahrungen.</em></li>
<li><em>Ich habe Gefühle.</em></li>
<li><em>Ich möchte lernen.</em></li>
</ul>
<p>Und wie oft blicke ich mich an und verurteile mich. Bewerte mich. Verachte mich.</p>
<ul>
<li><em>Für Fehler, die ich gemacht habe, weil ich etwas zum ersten Mal mache.</em></li>
<li><em>Für meinen wundervollen Körper, der mir zeigt und mich spüren lässt, was er braucht, ich jedoch seine Zeichen nicht akzeptieren möchte.</em></li>
<li><em>Für meine Schwächen, weil ich perfekt sein will.</em></li>
<li><em>Für mein einzigartiges Aussehen, weil ich mich an dem Schönheitsmaßstab der Gesellschaft messe und dem Vergleich nicht Stand halte.</em></li>
<li><em>Für meinen Gefühle, die mir etwas sagen möchten, ich jedoch Angst vor ihnen habe und sie verdränge.</em></li>
</ul>
<p>Das heißt: Ich denke schlecht über mich, ich fühle mich daraufhin schlecht und ich behandle mich schlecht. Weiter erwarte ich, dass andere Menschen diesen Mangel für mich ausgleichen.</p>
<ul>
<li><em>Dass sie mir Liebe geben, weil ich mich selbst nicht liebe.</em></li>
<li><em>Dass sie mich unterstützen, weil ich mich selbst nicht unterstütze.</em></li>
<li><em>Dass sie mich respektvoll behandeln, weil ich respektlos mit mir umgehe.</em></li>
<li><em>Dass sie mir Zuneigung schenken, weil ich mich selbst ablehne.</em></li>
<li><em>Dass sie sich um mich kümmern, weil ich selbst nicht gut für mich sorge.</em></li>
</ul>
<p>Da die anderen Menschen das in der Regel nicht tun, mache ich die Erfahrung, dass die Menschen es nicht gut mit mir meinen und entwickle genau diesen Glaubenssatz.</p>
<p>Ein ewiger Kreislauf der Selbstzerstörung.</p>
<p>Diesen Kreislauf kann ich durchbrechen, wenn ich anfange, mein Denken zu ändern, weil mein Denken diesen Mangel verursacht.</p>
<h2>Selbstliebe beginnt in deinen Gedanken</h2>
<p>Nur weil wir erwachsen sind, heißt es nicht, dass wir keine Liebe, Fürsorge, Zuneigung, Unterstützung oder Respekt mehr brauchen. Die schwierige Aufgabe ist jedoch, nicht mehr von anderen abhängig zu machen und zu fordern, was wir brauchen (so wie das als Kind war), sondern fähig zu werden, uns diese Dinge selbst zu geben.</p>
<p>Die wichtigste Person in deinem Leben, bist du selbst, daher sei dir selbst auch ein Freund. Erlaube, dir all die Liebe zu geben, die du imstande bist anderen zu geben.</p>
<p>JETZT.</p>
<p>Sage nicht nur: “Ich vergebe dir.”<br />
Sondern auch: “Ich vergebe mir.”</p>
<ul>
<li><em>Dir deine eigenen Fehler verzeihen</em></li>
<li><em>Deine Schwächen annehmen</em></li>
<li><em>Nachsichtig mit dir sein</em></li>
<li><em>Verständnis für dich zeigen</em></li>
</ul>
<p>Sage nicht nur: “Ich glaub an dich.”<br />
Sondern auch: ”Ich glaube an mich.”</p>
<ul>
<li><em>Dir selbst Mut zusprechen</em></li>
<li><em>An Erfahrungen denken, in denen dir etwas gut gelungen ist</em></li>
<li><em>Deine Fähigkeiten wahrnehmen und anerkennen</em></li>
<li><em>Deine Kraft anerkennen, weil du bereist erfolgreich herausfordernde Situationen gemeistert hast</em></li>
</ul>
<p>Sage nicht nur: “Ich helfe dir.”<br />
Sondern auch: ”Ich helfe mir.”</p>
<ul>
<li><em>Deine Grenzen achten und wahren</em></li>
<li><em>Deine Grenzen verteidigen</em></li>
<li><em>Für dich einstehen</em></li>
<li><em>Dich respektvoll behandeln</em></li>
<li><em>Dir Unterstützung holen, wenn du sie brauchst</em></li>
</ul>
<p>Sage nicht nur: ”Ich liebe dich.”<br />
Sondern auch: „Ich liebe mich.“</p>
<ul>
<li><em>Dich im Spiegel anlächeln</em></li>
<li><em>Liebevoll mit deinem Körper umgehen</em></li>
<li><em>Dir Gutes tun</em></li>
<li><em>Dich mit Menschen umgeben, die dir gut tun</em></li>
<li><em>Dich wertschätzend behandeln</em></li>
<li><em>Dich nicht für dich entschuldigen</em></li>
</ul>
<p>Sage nicht nur: ”Ich bin für dich da.“<br />
Sondern auch: „Ich bin für mich da.“</p>
<ul>
<li><em>Verantwortung für dich und dein Leben übernehmen</em></li>
<li><em>Dich besser verstehen lernen</em></li>
<li><em>Deine Bedürfnisse spüren und für die Erfüllung sorgen</em></li>
</ul>
<p>Dein inneres Kind braucht DEINE Zuwendung.</p>
<p>Und du wirst sehen, dass &#8211; je mehr du dich achtest, wertschätzt, respektierst und liebevoll mit dir umgehst &#8211; du weniger das Bedürfnis hast, dass andere dir diese Dinge geben. <strong>Du suchst nicht mehr im Außen nach dem, was du brauchst, sondern hebst den Mangel auf, indem du dir selbst gibst, was du brauchst.</strong></p>
<p>Und nicht nur das.</p>
<p><strong>Du transformierst dich.</strong></p>
<p>Die Energie in dir wird eine andere sein. Du denkst nicht mehr im Mangel – in dem, was dir fehlt – sondern in Fülle – in dem, was du hast. Diese positive Energie strahlst du aus. Die Menschen um dich herum spüren diese Energie und werden von ihr oft positiv berührt. Du wirkst dadurch auf viele Menschen anziehend und attraktiv.<strong><br />
</strong></p>
<p>Aber vergiss nicht: Selbstliebe beginnt in deinem Kopf.</p>
<p>Zu erkennen, dass dir Selbstliebe fehlt und dir bewusst zu machen, wo du an dir arbeiten kannst, um Selbstliebe zu fördern, ist bereits ein wertvoller Schritt hin zu einem liebevolleren Umgang mit dir selbst.</p>
<p>Wie ist es bei dir? Erkennst du, dass dir Selbstliebe fehlt? Welche Realität in Bezug zu deiner Liebenswürdigkeit erschaffst du dir?</p>
<p>Nächste Woche in Teil 2 zum Thema Selbstliebe zeige ich dir Wege auf, wie du lernen kannst, dich selbst besser anzunehmen und zu lieben.</p>
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<div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/BettinaHielscher-rund-3-1000.jpg" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div>
<div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.bettinahielscher.de/author/bettina/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Bettina Hielscher</span></a></div>
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<div itemprop="description">
<p><strong>Hi, ich bin Bettina.</strong> Als Coach und Mentorin begleite ich feinfühlige Menschen mit Vision zurück zu sich selbst und hinein in ein Leben, das sie wirklich erfüllt.</p>
</div>
</div>
<div class="clearfix"></div>
<div class="saboxplugin-socials "><a title="Youtube" target="_blank" href="https://www.youtube.com/channel/UCi6UZTkZg1KBHjBjsj-0gMA?view_as=subscriber" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-youtube" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 576 512"><path fill="currentColor" d="M549.655 124.083c-6.281-23.65-24.787-42.276-48.284-48.597C458.781 64 288 64 288 64S117.22 64 74.629 75.486c-23.497 6.322-42.003 24.947-48.284 48.597-11.412 42.867-11.412 132.305-11.412 132.305s0 89.438 11.412 132.305c6.281 23.65 24.787 41.5 48.284 47.821C117.22 448 288 448 288 448s170.78 0 213.371-11.486c23.497-6.321 42.003-24.171 48.284-47.821 11.412-42.867 11.412-132.305 11.412-132.305s0-89.438-11.412-132.305zm-317.51 213.508V175.185l142.739 81.205-142.739 81.201z"></path></svg></span></a></div>
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</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstliebe-teil1/">Was deine Sehnsucht nach Liebe über dich verrät  (Selbstliebe Teil 1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mein inneres Kind &#8211; Auswirkungen vom Seminar &#8222;Masterclass of Personality&#8220;</title>
		<link>https://www.bettinahielscher.de/inneres-kind/</link>
					<comments>https://www.bettinahielscher.de/inneres-kind/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2017 04:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Inneres Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Beck]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.bettinahielscher.de/?p=9759</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das innere Kind existiert in jedem von uns. Ich mit meinem auf einem Seminar bewusst in Kontakt gekommen und habe wertvolle Erkenntnisse daraus mitgenommen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/inneres-kind/">Mein inneres Kind &#8211; Auswirkungen vom Seminar &#8222;Masterclass of Personality&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war vergangene Woche auf dem Seminar Masterclass of Personality von Tobias Beck. In diesem Seminar ging es darum, dich und deine einzigartige Persönlichkeit zum Vorschein zu bringen (die oft verborgen und ungenutzt in uns liegt), weil sie dich dabei unterstützen kann, dir ein erfülltes und erfolgreiches Leben zu erschaffen.</p>
<p>Das Seminar&nbsp;war sehr bewegend für mich &#8211; es war emotional, außergewöhnlich, überraschend, energetisch, kraftvoll, positiv &#8211; und für mich auch traurig. Ich kam in Berührung mit meinem inneren Kind.</p>
<h2>Das innere Kind</h2>
<p>Das innere Kind bezeichnet symbolisch den Teil unserer Psyche, in dem Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen aus unserer Kindheit abgespeichert sind. Unsere Vergangenheit. Und mit ihr die intensiven Gefühle aus der Kindheit wie Neugierde, unbändige Freude, Kreativität aber auch Wut, Trauer und Schmerz, die wir durch prägende Erfahrungen aus unserer Kindheit in uns tragen.</p>
<p>Das innere Kind beeinflusst unser Leben – unsere Entscheidungen und unser Wohlbefinden. Es gibt Momente, die vergangene Erfahrungen und den damit verbundenen Schmerz wieder ins Bewusstsein holen – und die uns dazu bringen, bestimmte Verhaltensweisen an den Tag zu legen, um uns zu schützen. Genauso gibt es Momente, die uns die Unbeschwertheit und Freude aus unserer Kindheit in Erinnerung rufen. Bestimmte Orte, Spielzeuge oder Gerüche.</p>
<p>Wir können lernen, das innere Kind für unser Leben zum Positiven zu nutzen, wenn wir mit ihm Kontakt aufnehmen und in liebevollem Kontakt bleiben. Wir können dadurch lernen, das Beste aus uns herauszuholen.</p>
<p>Mehrfach hat das Seminar in mir etwas aufgebrochen und ans Licht gebracht, das in letzter Zeit immer häufiger zum Vorschein kam und mit dem ich versuche umzugehen. Es ist an der Zeit, mich diesem Thema zu stellen.</p>
<h2>&#8222;Du bist Teil von dir und ich bin Teil von dir&#8220; &#8211; Eine Übung mit Nachklang</h2>
<p>&#8222;Es wird vielleicht die tiefste Begegnung, die du in diesem Seminar haben wirst&#8220;, war ein Warnhinweis von Tobi zu einer Übung,&nbsp;von der&nbsp;ich dir gerne erzählen möchte. Er hatte Recht &#8211; es war die tiefste Begegnung, die ich hatte. Die Übung mag verrückt&nbsp;&#8211; für manche echt bescheuert klingen, aber wer keine verrückten Dinge tut, bekommt auch keine verrückten Resultate, sagt Tobi &#8211; und auch damit liegt er richtig. Und wenn ich schon mal da bin auf dem Seminar, dann probiere ich natürlich auch alles aus <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Die Übung bestand darin, sich einem fremden Menschen aus dem Seminar (es waren 650 Teilnehmer) gegenüberzustellen und in die Augen zu sehen. Nicht zu sprechen, sich nur gegenüberzustellen und anzusehen. Das Licht wurde gedimmt und beruhigende Musik wurde gespielt. Dazu hat Tobi gesprochen. Wir sollen uns in die Augen blicken, immer tiefer in die Seele des anderen schauen. Wir werden zu Anfang lachen oder weglaufen mögen – das sind Schutzreflexe des Körpers – wenn wir sie aushalten, dann können wir beieinander ankommen. Und tatsächlich, nach anfänglichem Lachen legte sich das unangenehme Gefühl und ich ließ mich auf die Übung ein. Ich glaube, ich habe noch keinem Menschen so viele Minuten lang in die Augen gesehen.</p>
<p>„Du bist Teil von mir und ich bin Teil von dir“, waren Tobis Worte, mit denen wir immer tiefer in die Seele unseres Gegenübers blicken sollten. Wenn Gefühle aufkommen &#8211; Freude oder Trauer &#8211; dann sollten wir sie zulassen. Es ist die Maske, die wir im Alltag aufrecht halten und mit der wir uns schützen und die zu brechen beginnt. Ich wurde unglaublich traurig und meine Augen füllten sich mit Tränen. Tobi sagte uns, dass, wenn Gefühle zum Vorschein kommen, es das innere Kind in uns ist, das sich nach Kontakt sehnt. Loslassen, zulassen und einlassen. Uns aufgefangen fühlen in der Seele des anderen, war der Impuls von Tobi. Auch die Augen meines Gegenübers füllten sich mit Tränen. Nach einigen Sekunden beruhigte ich mich wiederum. Mir schien es, als fingen wir uns gegenseitig auf.</p>
<h2>Meine Erkenntnis aus der Übung</h2>
<p>Diese Erfahrung war unglaublich aufwühlend. Sie hat mir gezeigt, wie sehr ich mich &#8211; mein inneres Kind sich &#8211; verbinden möchte und dass es Angst vor Ablehnung hat. Die Erfahrung hat mir bewusst gemacht, dass ich mich mehr auf Menschen einlassen möchte. Mir war gar nicht so klar, dass ich das nicht tue. Ich habe schon immer dazu geneigt, Probleme mit mir selbst auszumachen. Wenn mich Dinge beschäftigen, ziehe ich mich &#8211;&nbsp;sowohl im Leben als auch innerlich &#8211; zurück. Meine Begründung für diese Art, mit Herausforderungen umzugehen, war bisher, dass ich der Meinung bin, dass mir sowieso niemand helfen kann, weil es mein Weg und meine persönliche Herausforderung ist, der ich mich stellen muss. Ebenso, dass ich niemanden belasten oder nerven möchte, indem ich von meinen Schwierigkeiten erzähle. Diese Begründung ist nur zum Teil richtig, denn ich glaube seit heute, dass ich auch Dinge für mich alleine regeln möchte, weil ich Angst habe, mich zu öffnen und verletzt oder abgelehnt zu werden.</p>
<p>Ich möchte mich mehr mit meinem inneren Kind verbinden, es verstehen, heilen und nutzen, um das, was an Potential in mir liegt zum Vorschein bringen zu können.</p>
<p>Welche Erfahrungen hast du mit deinem inneren Kind gemacht?</p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li>Wer mehr über Tobi und seine Seminare erfahren möchte findet auf seiner Webseite viele weitere Infos.</li>
</ul>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author">
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<div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/BettinaHielscher-rund-3-1000.jpg" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div>
<div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.bettinahielscher.de/author/bettina/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Bettina Hielscher</span></a></div>
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<p><strong>Hi, ich bin Bettina.</strong> Als Coach und Mentorin begleite ich feinfühlige Menschen mit Vision zurück zu sich selbst und hinein in ein Leben, das sie wirklich erfüllt.</p>
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<div class="saboxplugin-socials "><a title="Youtube" target="_blank" href="https://www.youtube.com/channel/UCi6UZTkZg1KBHjBjsj-0gMA?view_as=subscriber" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-youtube" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 576 512"><path fill="currentColor" d="M549.655 124.083c-6.281-23.65-24.787-42.276-48.284-48.597C458.781 64 288 64 288 64S117.22 64 74.629 75.486c-23.497 6.322-42.003 24.947-48.284 48.597-11.412 42.867-11.412 132.305-11.412 132.305s0 89.438 11.412 132.305c6.281 23.65 24.787 41.5 48.284 47.821C117.22 448 288 448 288 448s170.78 0 213.371-11.486c23.497-6.321 42.003-24.171 48.284-47.821 11.412-42.867 11.412-132.305 11.412-132.305s0-89.438-11.412-132.305zm-317.51 213.508V175.185l142.739 81.205-142.739 81.201z"></path></svg></span></a></div>
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