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	<title>Wut Archive - Bettina Hielscher</title>
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		<title>Wut, Trauer, Scham –  Wie du mit negativen Gefühlen heilsam umgehen kannst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2020 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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		<category><![CDATA[Wut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir neigen dazu, negative Gefühle zu vermeiden. Dabei können wir uns ausgeglichen und lebendig sein, wenn wir auch diese Gefühle in unser Leben lassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/negative-gefuehle/">Wut, Trauer, Scham –  Wie du mit negativen Gefühlen heilsam umgehen kannst</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Jeder von uns kennt negative Gefühle wie Angst, <a href="https://www.bettinahielscher.de/verzweiflung/">Verzweiflung</a>, Wut, Scham, Unsicherheit oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Im Alltag sind wir immer wieder mit solchen, auf den ersten Blick negativen, Gefühlen konfrontiert: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Du streitest dich mit deinem Partner. </li><li>Dir nimmt jemand rücksichtlos die Vorfahrt. </li><li>Eine Kollegin redet hinter deinem Rücken schlecht über dich und du erfährst es.</li><li>Dein Chef kritisiert dich.</li><li>Du hast den Job nicht bekommen, der so perfekt für dich schien.</li><li>Du verlierst einen wichtigen Menschen.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">In solchen Situationen fühlen wir uns nicht leicht und beschwingt. Viel eher fühlen wir uns traurig, enttäuscht, <a href="https://www.bettinahielscher.de/aerger-positiv-nutzen/">verärgert </a>oder deprimiert. Gefühle, die die meisten von uns als negative Gefühle bezeichnen und daher (wie alles, was negativ ist,) nicht in ihrem Leben haben möchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich vor einiger Zeit von meinem Freund getrennt und negative Gefühle in großer Intensität zu spüren bekommen wie Schuld., Angst und Unsicherheit. Früher hätte ich diese Gefühle auch unterdrückt, weil sie so unangenehm sind. Heute gehe ich ganz anders mit ihnen um. In den letzten Wochen habe ich nochmal mehr lernen dürfen, wie ich mit meinen negativen Gefühlen heilsam umgehen kann und erfahren, wie wohltuend und befreiend es ist, wenn ich keine Angst vor meinen unangenehmen Gefühlen habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen habe ich diesen Artikel für dich geschrieben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit auch du deine Gefühle besser verstehen lernst, dir der Gefahr von unterdrückten Gefühlen bewusst wirst und einen heilsamen Umgang mit deinen negativen Gefühlen lernen kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rauchen, Essen, Ablenkung – Der übliche Umgang mit negativen Gefühlen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie gehst du mit negativen <a href="https://www.bettinahielscher.de/gefuehle-zulassen/">Gefühlen</a> um? Was tust du, wenn du wütend, traurig oder verletzt bist?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lenkst du dich ab? Unterdrückst du deinen Schmerz? Betäubst du ihn?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten von uns neigen dazu, negative Gefühle wie <a href="https://www.bettinahielscher.de/ungluecklichsein/">Unglücklichsein</a>, Wut, Unsicherheit oder Traurigkeit nicht fühlen zu wollen, eben weil sie sich unangenehm anfühlen. Sie greifen zu <a href="https://www.bettinahielscher.de/gewohnheiten-schaffen/">Gewohnheiten</a> und Strategien, um diese Gefühle zu vermeiden, sobald sie auftauchen. Sie lenken sich zum Beispiel ab mit exzessivem Sport, mit Fernsehen, mit Social Media oder mit vielen Freizeitaktivitäten. Oder sie betäuben und unterdrücken negative Gefühle mit Rauchen, Essen, mit Alkohol oder Drogen – oder auch mit erzwungenem, positivem Denken oder strengen Ermahnungen wie: „Stell dich nicht so an!“ oder „Sei stark. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Sie füllen ihr Inneres mit so vielen anderen Dingen, Gedanken und Gefühlen auf, damit der Raum nicht entsteht, die unangenehmen Gefühle fühlen zu müssen</strong>.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das habe ich früher selbst oft getan. Meine Strategie war Essen. Essen war mein Anker, um zur Ruhe zu kommen, weil es meine negativen Gefühle betäubt hat. Dass das meine Strategie war, mit meinen Ängsten (meinem <a href="https://www.bettinahielscher.de/tipps-gegen-stress/">Stress</a>) umzugehen, war mir jedoch lange <a href="https://www.bettinahielscher.de/zeit-fuer-dich/">Zeit</a> nicht bewusst. Ich habe einfach gegessen und gemerkt, damit geht es mir besser. Das hilft mir. (Das behalte ich bei.) Eine Folge: Bulimie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum es wichtig ist, negative Gefühle zuzulassen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In manchen Situationen kann es sinnvoll sein, deine negativen Gefühle beiseite zu schieben. Wenn der Moment nicht passend ist, um dich mit ihnen auseinanderzusetzen oder du dich der Begegnung mit deinen Gefühlen nicht gewachsen fühlst, ist es hilfreich, sie erst zuzulassen, wenn du dich geschützt und sicher fühlst. Zum Beispiel zu Hause in deiner Wohnung, im Beisein von deiner Freundin oder von einem Coach, Trainer oder Therapeuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es ist jedoch wichtig, den verbannten Gefühlen zeitnah den Raum zu geben, nach dem sie verlangen.</strong> Wenn wir negative Gefühle oft spüren und unterdrücken, so wie auch ich es getan habe, besteht einerseits die Gefahr, dass wir abhängig von den ungesunden Strategien werden, die wir im Umgang mit den negativen Gefühlen gewählt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir werden süchtig und bekommen die Auswirkungen der Abhängigkeit zu spüren – körperlich, psychisch als auch emotional – was unser gesamtes Verhalten und damit unser Leben negativ beeinflusst. Mit zunehmender Abhängigkeit steigen auch unsere Ängste, zum Beispiel die Angst, unserem <a href="https://www.bettinahielscher.de/lebensfreude/">Leben</a>, nicht mehr gewachsen zu sein und ohne die Strategie nicht mehr klar zu kommen (Ich brauche täglich meine Schachtel Zigaretten, um runter zu kommen). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits besteht die Gefahr darin, dass die unterdrückten Gefühle in unserem Inneren weiter aktiv sind, ohne dass es uns bewusst ist und dort „ihr Unwesen“ treiben. Sie können mit der Zeit so tief in uns begraben sein, dass wir irgendwann nicht einmal mehr wissen, dass negative Gefühle in uns existieren. Wir fühlen uns nur immer abgeschnittener von uns. Vom Leben. Vom Lebendigsein. Betäubt in jeder Hinsicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kennst du das? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und irgendwann kann es sein, dass die unterdrückten Gefühle mit großer Intensität und völlig unverhofft in uns hervorbrechen und uns komplett aus der Bahn werfen. <strong>Denn nur, weil wir etwas nicht spüren, heißt es nicht, dass es nicht da ist. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgeglichen, inspiriert und lebendig können wir uns nur fühlen, wenn wir unsere Gefühle im Fluss halten. Das heißt, wenn wir erlauben, dass die Energie unserer Gefühle durch uns strömen darf, so wie sie erscheint. Wenn die Balance da sein darf. Hell wie dunkel. Licht wie Schatten. „Positiv“ wie „negativ“. Erst wenn wir alles in uns (und an uns) bejahen, können wir zu unserer Ganzheit finden. Heil werden. Licht werden. In unserem Sein wirklich ankommen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Inneren Frieden zu spüren heißt nicht, nur positive Gefühle zu fühlen. Inneren Frieden finden wir vielmehr dann, wenn wir allen Gefühlen ohne Widerstand begegnen und ihre Energie natürlich und frei durch uns fließen darf, wann und auf welche Art auch immer sie in uns zum Vorschein kommt.</strong></p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Lass mich dir etwas mehr über Gefühle erzählen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das
Spektrum unserer Gefühle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir alle tragen alle Facette von Gefühlen in uns. Sogenannte positive, als auch sogenannte negative Gefühle. Im Grunde sind Gefühle weder positiv noch negativ. Gefühle sind einfach Gefühle. Sie mögen sich angenehm und unangenehm anfühlen oder auch neutral. Dass die einen &#8222;gut&#8220; sind und die anderen &#8222;schlecht&#8220; ist eine menschliche Erfindung. Eine Bewertung, die Gefühle nicht als das betrachtet, was sie sind. Doch dazu später etwas mehr. Also: Von der Wut bis hin zu Freude und Exstase sind alle Gefühle in uns angelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Stell dir vor, alle Gefühle sind wie Samen. Jeder Mensch trägt den Keim eines  jeden Gefühls in sich. Welche Gefühle in uns wachsen hängt davon ab, welche Samen wir nähren und stärken. Welche Samen wir in unser Bewusstsein holen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufmerksamkeit
bringt Wachstum</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Gefühle fühlst du häufig? Die vorherrschenden Gefühle
sind jene, die du gut genährt und gepflegt hast. Wenn du dich häufig deprimiert
fühlst, dann deshalb, weil du mit deiner Aufmerksamkeit das Gefühl von
Traurigkeit in dir genährt und gestärkt hast.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/2020/01/Negative-gefuehle-AkilMazumder-Pexels.jpg" alt="Negative Gefühle (Akil Mazumder, Pexels)" class="wp-image-24051"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufmerksamkeit ist wie das Wasser und der Dünger für die Saat. Aufmerksamkeit lässt das wachsen, womit sie in Berührung kommt. </strong>Wenn ich mir ständig Gewaltfilme ansehe oder mich über andere Menschen beschwere, nähre ich den Samen von <a href="https://www.bettinahielscher.de/warum-laesst-gott-krieg-zu/">Gewalt </a>und Wut in mir. Wenn ich ständig darüber nachdenke, was ich alles verloren habe, dann nähre ich den Samen von Traurigkeit in mir. Wenn ich mich häufig den Tätigkeiten widme, die mir Freude machen, nähre ich die <a href="https://www.bettinahielscher.de/lebensfreude/">Freude</a> in mir. Wenn ich freundlich und verständnisvoll mit anderen spreche, nähre ich das Mitgefühl in mir. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Wissen ist wertvoll, um zu verstehen, warum du bestimmte Gefühle in dir häufig spürst. Wenn du häufig negative Gefühle in dir fühlst, kann es dir helfen, den Ursprung dieser zu erkennen und daraufhin gute – bessere – Entscheidungen für dich zu treffen, die positive und heilsame Gefühle wachsen lassen. Doch lass uns nochmal zu den unterdrückten Gefühlen zurückkommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der
Keller und das Wohnzimmer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stell dir vor, dein Unterbewusstsein ist wie der Keller und
dein Bewusstsein ist wie das Wohnzimmer. Alle Gefühle, die du unterdrückst und
nicht fühlen willst, schickst du in den Keller. Die Angst, die Traurigkeit, die
Wut oder die Verzweiflung. Ganz nach dem Motto: Aus den Augen – aus dem Sinn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Gefühle sind für dich negative Gefühle? Und welchen davon weichst du häufig aus? Welche betäubst oder unterdrückst du gerne? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Gefühle sind sozusagen in deinem Keller. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum
Gefühle da sind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gefühle sind Energie und vorübergehender Natur. Doch was ist ihr Sinn und Zweck? Gefühle sind für dich da. Alle. Auch negative Gefühle. Jedes Gefühl trägt immer eine Botschaften in sich und will dir dabei helfen, mit bestimmten Situationen in deinem Alltag gut umgehen und für dich stimmig auf sie reagieren zu können. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong><em>Gefühle tauchen in einer bestimmten Situation auf und wollen dir etwas in Bezug zur aktuellen Situation sagen – und verschwinden auch wieder (wenn du sie anhörst und lässt).</em> </strong></p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ein Berater kommt das Gefühl und sagt dir etwas. So können dir deine Gefühle dabei helfen, im Alltag in Harmonie mit deinen Werten und Bedürfnissen zu leben und dich in ein Leben führen, das dir Zufriedenheit und Freude schenkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu ein Beispiel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stell dir vor, es ist elf Uhr abends und du bist auf einer Geburtstagsfeier. Du bist müde und willst nach Hause gehen. Deine Begleitung, mit der du gekommen bist, will nicht, dass du gehst und sagt zu dir: „Ach komm, stell dich nicht so an. Wenn du noch eine Stunde bleibst, gehe ich auch nach Hause und wir können zusammen heimgehen.“ Du wirst wütend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sagt dir die Wut in diesem Moment? Wie hilft sie dir? Bevor du weiterliest, denke einen Moment darüber nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hast du eine Idee? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Wut gibt dir zu verstehen, dass du etwas als nicht richtig empfindest. Dass du es falsch findest, dass jemand über deinen Kopf hinweg für dich Entscheidungen treffen will. Du hast den Wunsch, mit deinen Bedürfnissen respektiert zu werden und selbst Entscheidungen für dich zu treffen. Die Wut zeigt dir auch, dass du nicht entgegen deinen Bedürfnissen leben willst und es für dich richtig wäre, heim zu gehen, zur Ruhe zu kommen und <a href="https://www.bettinahielscher.de/besser-schlafen/">schlafen</a> zu gehen, als weiter auf der Feier zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun kannst du diese Botschaft der Wut für dich nutzen. Nicht, in dem du wütend auf deine Begleitung wirst, weil sie dich so bevormundet. Dadurch würdest du den Samen der Wut in dir nähren und nicht die Wut für dich und deinen inneren Frieden nutzen. Du kannst die Wut für dich nutzen, in dem du erkennst, was dir in diesem Moment wichtig ist und für dich und dein Wohlbefinden einstehst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist das nachvollziehbar? <em>(Das Thema Gefühle sehr komplex ist. Wenn etwas nicht verständlich ist, stell mir deine Frage einfach in den Kommentaren und ich beantworte sie dir gerne so gut ich kann.)</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Wenn du dein Gefühl verstehst, kannst du es da sein lassen und in deine Entscheidung, wie du mit der Situation umgehen willst, miteinbeziehen. </strong></p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Vorsicht: Werde nicht zum Gefühl selbst. Wenn du zum Gefühl selbst wirst, können die Auswirkungen fatal sein. In diesem Beispiel würde das bedeuten, dass du zur Wut wirst. Das könnte dazu führen, dass du dich in deine Wut hineinsteigerst und einen Streit hervorrufst oder verletzende Worte sagst. Das ist für niemanden hilfreich. Du bist nicht dein Gefühl. Du hast ein Gefühl.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Du
bist nicht dein Gefühl – Du hast ein Gefühl</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir glauben häufig, unsere Gefühle zu sein und diesen hilflos ausgeliefert zu sein. Da kommt die Wut und wir können nichts tun, als uns dem Rausch der Wut hinzugeben. Bevor das passiert unterdrücken wir lieber die Wut und schicken sie in den Keller. Das ergibt Sinn, ist jedoch auf Dauer nicht hilfreich für deinen inneren Frieden und dein <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstfuersorge-lernen/">Wohlbefinden</a>, weil (erinnere dich) Gefühle Energie sind und Energie fließen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn es auf den ersten Blick den Anschein macht, dass das Unterdrücken von negativen Gefühlen gleichbedeutend ist mit: Ich nähre das negative Gefühl in mir nicht, liegst du damit falsch. Indem du ein Gefühl unterdrückst, nährst du es auf gewisse Art. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gefühle wollen gefühlt werden. </strong>Wenn du Gefühle unterdrückst oder nur bestimmten (positiven) Gefühlen erlaubst, da zu sein, kann die Energie nicht frei fließen. Sie staut sich in dir an und kommt irgendwann und irgendwo wieder zum Vorschein. Mit größerer Intensität oder vielleicht sogar in einer anderen Form. <a href="https://www.bettinahielscher.de/krankheit/">Krankheit</a> kann eine Form von unterdrückten Gefühlen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht hilft dir folgendes Beispiel zum besseren Verständis. Stell dir vor ein unterdrücktes Gefühl ist wie ein Kind, dass deine Aufmerksamkeit will und sie nicht bekommt und daraufhin immer kraftvollere und vielleicht bösartigere Wege findet, um sie endlich zu bekommen. Wenn kein Rufen und kein auffälliges Verhalten hilft, hört es irgendwann auf, um deine Aufmerksamkeit zu buhlen. Doch seine Sehnsucht, von dir wahrgenommen und gehört zu werden, schlummert weiter in dem Kind und wird immer stärker werden, je länger du es nicht beachtest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem kannst du die Botschaft, die dein Gefühl an dich hat, nicht für dich nutzen, wenn du es unterdrückst. Das führt dazu, dass du Entscheidungen triffst, die nicht unbedingt in Harmonie mit deinen Werten und Bedürfnissen stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Energie in einer Leitung fließt am leichtesten, wenn es keinen Widerstand gibt. Auch die Energie in uns fließt am besten, wenn wir uns gegen nichts auflehnen, sondern erlauben, dass frei durch uns fließt, was durch uns fließen möchte. </strong>Was sozusagen vom Keller ins Wohnzimmer möchte, um dann später wieder entspannt in den Keller zu gehen. Ein Fließen. Ein Kommen und Gehen. Ein Energiekreislauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in dir will gefühlt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gefühle
wollen beachtet werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nochmal kurz zur Erinnerung: Alle Gefühle sind als Samen in dir angelegt. Alle Gefühle sind Teil von dir. In deinem Leben werden durch Gedanken, Verhaltensweisen oder sonstige äußere Gegebenheiten die verschiedensten Samen berührt. Zum Beispiel wird der Samen der Traurigkeit berührt, wenn du an einen Menschen denkst, der nicht mehr bei dir ist. Oder&nbsp; der Samen des <a href="https://www.bettinahielscher.de/empathie/">Mitgefühl</a>s wird berührt, wenn du einem anderen Menschen Hilfe schenkst. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Wann immer durch ein Ereignis oder Gedanken ein Same in dir berührt wird, kommt er in das Licht deines Bewusstseins. Er kommt vom Keller an die Wohnzimmertür, klopft an und sagt, „Hallo, hier bin ich!“</strong></p></blockquote>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/2020/01/negative-gefuehle-fuehlen.jpg" alt="Negative Gefühle fühlen" class="wp-image-24056"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dir bewusst ist, dass das Kommen und Gehen von den verschiedensten Gefühlen ganz natürlich ist, verlieren sie vielleicht schon etwas an Macht. Zudem kannst du nun bewusster entscheiden, wie du mit einem Gefühl umgehen willst, das aktiviert wurde und vor deiner Wohnzimmertüre steht. Willst du es hereinlassen und anhören? Willst du es nähren? Willst du es ignorieren und in den Keller schicken?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du ein starkes Gefühl nicht fühlen willst und ohne Umschweife in den Keller schickst, dann fühlt es sich nicht gehört und wird sich immer wieder melden. Es wird immer mal wieder hochkommen und vielleicht auch immer öfter an deine Wohnzimmertüre klopfen, bis du es hereinlässt und dich mit ihm unterhältst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn mehr will es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es will beachtet werden und dir etwas sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist seine Aufgabe. Sein Sinn. Sein Geschenk an dich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum: Beachte es. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Achtsamkeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Achtsamkeit aktivieren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So wie jedes Gefühl in uns angelegt ist, ist auch in jedem von uns <a href="https://www.bettinahielscher.de/achtsamkeit-lernen-buecher/">Achtsamkeit</a> angelegt. Und nicht nur das. Wir tragen alles in uns. Du trägst alles in dir. <strong>Alles ist als Same in dir angelegt: Erfolg. Selbstbewusstsein. Freude. Kreativität. Liebe. Mitgefühl</strong>. <strong><a href="https://www.bettinahielscher.de/mutig-sein/">Mut.</a></strong> Was auch immer du möchtest. Stell dir das mal vor! Birgt das nicht unzählige Möglichkeiten für dich? </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Wenn dir bewusst ist, dass in dir ein Feld voller Möglichkeiten liegt, kannst du lernen, jene Samen in dir zu aktiveren, stärken und nähren, die förderlich für deine Gesundheit, deinen inneren Frieden und deine Lebensfreude sind. </strong></p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst also auch aktiv Samen in dein Bewusstsein holen, sie bewusst vom Keller in dein Wohnzimmer einladen und durch deine Aufmerksamkeit nähren und stärken. Zum Beispiel auch die Achtsamkeit. Achtsamkeit ist die wertfreie und liebevolle Wahrnehmung von dem, was ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Achtsamkeit ist für mich ein elementarer Schlüssel zu einem gesunden und glücklichen Leben. Sie kann dir dabei helfen, mehr Gelassenheit, Mitgefühl und Freude in deinem Leben zu erfahren und in der Begegnung mit deinen Gefühlen einen heilsamen Umgang mit ihnen zu finden. Wie genau, dazu komme ich gleich. (Mehr zum Thema Achtsamkeit und wie du sie konkret trainieren kannst, <a href="https://www.bettinahielscher.de/was-ist-achtsamkeit/">liest du in diesem Beitrag</a>.)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Begegne deinen negativen Gefühlen mit Achtsamkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du nun einen heilsamen und gesunden Umgang mit deinen negativen Gefühlen lernen willst, weil du dich endlich wieder lebendig, vollständig und ausgeglichen fühlen willst, dann lade ich dich zu einer Übung ein. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Praxisübung: Negative Gefühle fühlen</h3>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Nimm dir an einem Tag deiner Wahl vor, ein negatives Gefühl ganz bewusst wahrzunehmen und zu fühlen. </strong>Achte an diesem Tag darauf, wann du ein negatives Gefühl in dir spürst. Bennene dieses Gefühl. Welcher Same wurde in dir berührt? (Zum Beispiel Angst.)</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Nimm wahr, was der Auslöser für dieses Gefühl ist.</strong> Welches Ereignis hat den Samen der Angst in dir berührt und in dein Bewusstsein gebracht? (Zum Beispiel die Fahrt zu einem Arzttermin hat die Angst in dir geweckt, möglicheweise krank zu sein.)</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Nimm wahr, was du in dem Moment, in dem du das negative Gefühl spürst, tun möchtest.</strong> Also üblicherweise tust, wenn du dieses negative Gefühl fühlst. (Zum Beispiel eine Zigarette anzünden). Reagiere jedoch nicht auf diesen Impuls, wenn er dafür sorgen würde, dass du dein Gefühl mit dem Verhalten vermeiden oder unterdrücken würdest (sprich: in den Keller schickst.)</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Bereit dich nun darauf vor, dieses Gefühl sozusagen in dein Wohnzimmer eintreten zu lassen und bewusst zu fühlen.</strong> (Bitte nur, wenn du dich in diesem Moment bereit dafür fühlst! Ansonsten mache es erst dann, wenn du dich sicher fühlst.) Halte dir dabei in Erinnerung, dass du nicht das Gefühl bist, das da gerade in dir aufkommt. Du hast ein Gefühl. Es kam in dein Bewusstsein, weil es durch etwas aktiviert wurde und eine Botschaft für dich hat.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Bevor du das Gefühl in dein Wohnzimmer eintreten lässt (vollständig fühlst), aktiviere die Achtsamkeit in dir. </strong>Lade sie in dein Wohnzimmer ein. Sie hilft dir, das negative Gefühl wertfrei wahrzunehmen und ihm dem Raum zu geben, nach dem es verlangt. Vielleicht ist die Achtsamkeit auch schon in deinem Wohnzimmer, (schon aktiv in dir), weil du den Samen der Achtsamkeit häufig nährst. Lass sie deine Unterstützung sein im Umgang mit dem Gefühl, das an die Tür deines Bewusstseins klopft. <br><br>Achtsamkeit aktivieren heißt also: Nimm eine achtsame (wertfreie und liebevolle) Haltung ein. Du bist nicht dein Gefühl, du hast ein Gefühl, dem du jetzt begegnest.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Und dann öffne lächelnd die Türe. </strong>Lass das Gefühl in dir aufsteigen. Erlaube dir zu fühlen, was gefühlt werden will. Ohne Wertung. Ohne Meinung. Ohne Widerstand.<br><br>Unterstützen können dich dabei folgende Worte:<br><strong>• <em>Einatmend weiß ich, dass das Gefühl von (z.B. Angst) in mir ist.<br>• Ausatmend umarme ich das Gefühl in mir.</em></strong></li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Mach das mehrere Atemzüge lang und beobachte einfach was in dir geschieht, wenn du das negative Gefühl mit einer liebevollen Haltung betrachtest.</strong> Wenn du es wie ein Kind in den Armen hältst und ihm den Raum gibst, den es braucht. Ohne es zu bewerten oder auf es einzureden. Es darf sich einfach mitteilen. Fühle es. Spüre, wie es sich in deinem Körper anfühlt. Wenn du nicht weißt, warum es da ist, darfst du fragen, was es dir sagen möchte. Denn erinnere dich: Gefühle sind für dich da. Wenn du nicht genau weißt, was seine Botschaft ist, dann zerbrich dir nicht den Kopf darüber. Umarme es einfach weiter liebevoll.<br><br><strong>• <em>Einatmend weiß ich, dass das Gefühl von (z.B. Angst) in mir ist.</em></strong><br><strong><em>• Ausatmend umarme ich das Gefühl in mir.</em></strong><br><br>Du wirst feststellen, dass sich das Gefühl legen wird. Dass es sich auflöst, wieder zurück in den Keller, dein Unterbewusstsein geht, wenn es angehört wurde und einfach mal da sein durfte. Wie ein weinendes Kind, das sich mit der Zeit beruhigt, wenn es liebevoll im Arm gehalten wird. </li></ul>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Dieser achtsame Umgang mit unangenehmen Gefühlen hat mir selbst in den letzten Wochen sehr geholfen, mit der Trennung von meinem Partner umzugehen und meine negativen Gefühle von Schuld, Angst und Unsicherheit zu verstehen und im Licht der Achtsamkeit zu heilen. </strong></p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und das kann diese Übung auch für dich bewirken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Übung hilft dir dabei, die Energie deiner Gefühle wieder ins Fließen zu bringen und deine – vor allem auch negativen – Gefühle immer bewusster wahrzunehmen, zu verstehen und einen heilsamen Umgang mit ihnen zu lernen. Damit du dich im Inneren wieder frei, lebendig und ausgeglichen fühlen kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meditation: Negative Gefühle fühlen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bettinahielscher.de/meditation-negative-gefuehle/">Hier findest du die dazu passende geführte Meditation</a>, um Zugang zu deinen negativen Gefühlen zu finden und einen heilsamen Umgang mit ihnen zu lernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Erfahrungen hast du mit der Übung gemacht? Welche Gefühle unterdrückst du häufig und möchtest du mehr fühlen? Schreib mir gerne deine Erfahrungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">PS: Das Thema Gefühle ist sehr komplex und umfangreich. In diesem Artikel habe ich dir nur einen keinen Einblick gegeben. Wenn du dich näher mit Gefühlen befassen willst, kann ich dir das folgende Buch empfehen: <a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://www.amazon.de/gp/product/3940773018/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3940773018&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkreativged-21&amp;linkId=4b3b05219416db1c82986420e165cb7b">Gefühle &amp; Emotionen &#8211; Eine Gebrauchsanweisung</a> von Vivian Dittmar</p>
<div class="saboxplugin-wrap" itemtype="http://schema.org/Person" itemscope itemprop="author"><div class="saboxplugin-tab"><div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/BettinaHielscher-rund-3-1000.jpg" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div><div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.bettinahielscher.de/author/bettina/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Bettina Hielscher</span></a></div><div class="saboxplugin-desc"><div itemprop="description"><p><strong>Hi, ich bin Bettina.</strong> Als Coach und Mentorin begleite ich feinfühlige Menschen mit Vision zurück zu sich selbst und hinein in ein Leben, das sie wirklich erfüllt.</p>
</div></div><div class="clearfix"></div><div class="saboxplugin-socials "><a title="Youtube" target="_blank" href="https://www.youtube.com/channel/UCi6UZTkZg1KBHjBjsj-0gMA?view_as=subscriber" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-youtube" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 576 512"><path fill="currentColor" d="M549.655 124.083c-6.281-23.65-24.787-42.276-48.284-48.597C458.781 64 288 64 288 64S117.22 64 74.629 75.486c-23.497 6.322-42.003 24.947-48.284 48.597-11.412 42.867-11.412 132.305-11.412 132.305s0 89.438 11.412 132.305c6.281 23.65 24.787 41.5 48.284 47.821C117.22 448 288 448 288 448s170.78 0 213.371-11.486c23.497-6.321 42.003-24.171 48.284-47.821 11.412-42.867 11.412-132.305 11.412-132.305s0-89.438-11.412-132.305zm-317.51 213.508V175.185l142.739 81.205-142.739 81.201z"></path></svg></span></a></div></div></div><p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/negative-gefuehle/">Wut, Trauer, Scham –  Wie du mit negativen Gefühlen heilsam umgehen kannst</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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		<title>8 wertvolle Hinweise, um deinen Ärger loszulassen</title>
		<link>https://www.bettinahielscher.de/aerger-loslassen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Oct 2017 07:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Ärger]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie du dich von Ärger befreien und dadurch ein sehr viel entspannteres und gesünderes Leben führen kannst, teile ich dir in diesem Beitrag mit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/aerger-loslassen/">8 wertvolle Hinweise, um deinen Ärger loszulassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ärger führt immer dazu, dass das eigene Gefühlsleben aus dem Gleichgewicht gerät. Einen Moment Ärger kann den gesamten Tag ruinieren, wenn es uns nicht gelingt, den Ärger loszulassen &#8211; wertvolle Zeit, die auf nicht sinnvolle Art verbracht ist. Das muss nicht sein.</p>
<p>Sich nicht mehr zu ärgern ist zwar nicht einfach, aber möglich (wobei das die ganz Hohe Schule ist). Ich möchte dir 8 Tipps geben, die dir dabei helfen können, deinen Ärger loszulassen.</p>
<h2>8 Hinweise, mit denen du dich von Ärger befreist</h2>
<h3>1. Befindest du dich in deinen Angelegenheiten?</h3>
<p>Es gibt laut Byron Katie (<a href="https://www.bettinahielscher.de/the-work/">The Work</a>) drei Angelegenheiten:</p>
<ol>
<li><em>Deine Angelegenheiten</em></li>
<li><em>Die Angelegenheiten eines anderen</em></li>
<li><em>Gottes Angelegenheiten</em></li>
</ol>
<p>Die Verantwortung besitzt du allein für deine Angelegenheiten, weil alles andere außerhalb von deinem Einflussbereich liegt.</p>
<p>Wenn du dich nun über etwas ärgerst, dann frage dich, in wessen Angelegenheiten du dich befindest.</p>
<ul>
<li><em>Du ärgerst dich über das Wetter? </em><br />
<em> Dann befindest du dich in Gottes Angelegenheiten.</em></li>
<li><em>Du ärgerst dich über das Verhalten deines Kollegen?</em><br />
<em> Dann befindest du dich ich den Angelegenheiten von anderen.</em></li>
<li><em>Du ärgerst dich über deine Unordnung? </em><br />
<em> Dann befindest du dich in deinen Angelegenheiten.</em></li>
</ul>
<p><strong>Daher prüfe bei einem Ärgernis: Betrifft das, worüber ich mich ärgere, meine Angelegenheiten?</strong><br />
Wenn nein, dann lass den Ärger los. Nimm an, was ist. Erlaube jedem zu sein, wie er ist.<br />
Wenn ja, dann ändere, was du ändern kannst. Auch dann darfst du den Ärger loslassen.</p>
<h3>2. Keiner kann dich ärgern</h3>
<p>Kein Mensch kann dich ärgern, ohne dass du dich ärgern lässt. Das heißt: Jeder Ärger wird durch dich selbst verursacht indem du dir erlaubst, dich über etwas aufzuregen. Das kann passieren, weil du eine Wunde in dir trägst und dein Gegenüber diese Wunde mit seinen Worten oder seinem Verhalten berührt. Das schmerzt und diesen Schmerz projizierst du auf ihn. Aber er ist nicht <a href="https://www.bettinahielscher.de/von-schuld-befreien/">schuld </a>an deinem Ärger. Er ist der Auslöser, nicht die Ursache.</p>
<p><strong>Mache dir bewusst, dass dich keiner ärgern kann, wenn du ihm nicht die Erlaubnis dazu gibst</strong>.<br />
Auch wenn er noch so viel versucht, um Ärger in dir zu wecken: Wenn du den Ärger nicht annimmst, erreicht er dich nicht.</p>
<h3>3. Habe keine Erwartungen</h3>
<p>Eine Erwartung ist eine Anforderung, die du an etwas oder jemanden stellst. Wird die Erwartungen erfüllt, bist du zufrieden. Wird sie nicht erfüllt, bist du enttäuscht.</p>
<p>Erwartungen sorgen oft für Enttäuschungen, weil du dich durch sie in den Angelegenheiten von anderen oder in Gottes Angelegenheiten befindest und damit in Angelegenheiten, die nicht in deinem Verantwortungs- und somit Einflussbereich liegen. Das heißt, du bist machtlos. In der Opferhaltung, weil du deine <a href="https://www.bettinahielscher.de/unzufriedenheit-was-sie-dir-sagt/">Zufriedenheit</a> von etwas abhängig machst, was du nicht steuern kannst.</p>
<p><strong>Daher lass los von Erwartungen.</strong></p>
<p>Keine Erwartung heißt keine Enttäuschung und somit kein Ärger.</p>
<h3>4. Erlaube jedem so zu sein, wie er ist</h3>
<p>Es ist völlig unnötig, sich über jemand anderen zu ärgern, weil du andere nicht ändern kannst. Du kannst nur dich selbst ändern.</p>
<p>Daher lerne, Menschen sein zu lassen, wie sie sind. Sie mögen nicht deine Art und Weise vertreten und das kannst du auch zu verstehen geben. Aber ob der andere das genauso sieht ist nicht dein Thema und nicht in deiner Macht. Wichtig ist ausschließlich, das DU vertrittst, was du in der Welt sehen möchtest. Lebe authentisch. Wenn du das tust, kannst du mit dir zufrieden sein und allen Ärger loslassen. Was ein anderer tut und lässt, das ist seine Entscheidung.</p>
<p><strong>Du kannst andere durch dich inspirieren, aber wisse darum, dass jeder auf seiner eignen Reise ist.</strong> Jeder auf seinem individuellen Weg. So wie du deinen Weg gehen möchtest, möchten andere ihren Weg gehen. Und wofür du jetzt  bereit und offen bist, ist ein anderer vielleicht erst zu einem späteren Zeitpunkt im Leben &#8211; oder umgekehrt.</p>
<p>Es mag nicht jeder dein Freund sein aber jeder kann dein Lehrer sein.</p>
<h3>5. Erlaube dem Leben so zu sein, wie es ist</h3>
<p>Alles, was dich im Außen ärgert und dir missfällt, kannst du als wertvolle Rückmeldung ansehen. Wenn du dich zum Beispiel ärgerst, weil etwas nicht nach Plan läuft, kannst du dadurch erkennen, dass du nicht sehr flexibel bist, dir Sicherheit und Kontrolle sehr wichtig sind und dich mehr in Gelassenheit üben.</p>
<p>Das Leben bereitet dich durch solche Rückmeldungen auf das Leben selbst vor. Denn wenn etwas nicht planbar ist, dann das Leben! Unverhofft kommt oft.<strong> Daher lerne frühzeitig, das, was ist, anzunehmen und mit dem, was ist, bestmöglich umzugehen.</strong> Lerne, flexibel zu sein.</p>
<p>Das Leben meint es nicht böse mit dir, wenn es dir Ereignisse oder Umstände schickt, die dir widerstreben. Es möchte dir etwas sagen, zeigt dir, wo du noch etwas lernen oder verbessern kannst. Wo etwas nötig ist, zu tun. Wo die Harmonie noch nicht stimmt.</p>
<p><strong>Wenn du die Lebensumstände und Ereignisse als Botschaften siehst, als Spiegel für dich selbst, kann dadurch statt Ärger oft Erkenntnis entstehen, die du für dich sinnvoll nutzen kannst.</strong></p>
<h3>6. Die Lektion lernen</h3>
<p>Dich über etwas in der <a href="https://www.bettinahielscher.de/sklave-deiner-vergangenheit/">Vergangenheit</a> zu ärgern (Misserfolge, begangene „Fehler“, unerwünschtes Verhalten) ist völlig unnötig, denn was geschehen ist, kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Das Einzige, was dir dieser Misserfolg schenken kann, ist eine Erkenntnis. Jeder Misserfolg ist eine Chance zum <a href="https://www.bettinahielscher.de/wachstum/">Wachstum</a>. Jeder Misserfolg hält eine Lektion versteckt, die du lernen kannst, wenn du bereit dafür bist. Finde diese Lektion und sei dankbar für das, was passiert ist. Denn nur durch diesen vermeintlichen Fehler konntest du etwas lernen. Vielleicht hast du diesen Fehler gerade deshalb machen müssen – um zu erkennen, was du in Zukunft anders machen möchtest.</p>
<p>Das gleiche gilt mit Umwegen. Wir benötigen manchmal Umwege, um überhaupt herauszufinden, wohin wir gehen möchten. Diese Umwege sind keine Fehler. Sie sind nötig für unser Wachstum und unseren Weg.</p>
<p><strong>Daher frage dich: Was ärgert dich aus der Vergangenheit? Was lernst du daraus?</strong> Nimm die Lektion für die Zukunft mit und lass den Ärger los. Dann hast du den Hinweis des Lebens verstanden.</p>
<h3>7. Verantwortung für deine Angelegenheiten übernehmen</h3>
<p>Wenn du dich über etwas ärgerst, was in deinem Einflussbereich liegt, dann tu etwas! Darin liegt deine Verantwortung und deine Möglichkeit, ja ich möchte sogar sagen deine Pflicht. Aus diesem Grund hast du einen freien Willen bekommen: um handlungsfähig zu sein und dein Leben so gestalten zu können, wie du es möchtest.</p>
<p>Raus aus der Opferhaltung und rein in die Selbstbestimmung.</p>
<p><strong>Mache dir bewusst: Wenn etwas in deinem Einflussbereich liegt, worüber du dich ärgerst, liegt es in deiner Verantwortung, etwas dagegen zu tun.</strong></p>
<p>Ein Beispiel. Du ärgerst dich über die Luftverschmutzung. Du kannst die Gesellschaft nicht ändern, aber du kannst etwas zur Verbesserung beitragen, indem DU die Luftverschmutzung nicht unterstützt. Fahrrad statt Auto fährst. Regionale Produkte statt eingeflogene Produkte einkaufst.</p>
<p>Trage deinen Teil bei und dann lass den Ärger los, denn mehr als dein Handeln und Tun so auszurichten, wie du es für richtig hältst, kannst du nicht tun.</p>
<h3>8. Es gibt keine allgemeingültige Realität</h3>
<p>Jeder sieht die Welt durch einen Filter – seinen eigenen Bewertungsfilter. Diesem Wahrnehmungsfilter liegen unter anderem Erfahrungen, Vorstellungen, Meinungen, Werte und Überzeugungen zu Grunde. Daraus entsteht eine individuelle Realität, die nichts mit deiner zu tun haben muss.</p>
<p>Vielleicht hast du andere Vorstellung vom Leben und den Menschen. Vielleicht vertrittst du andere Werte und hast andere Überzeugungen. Vielleicht hast du andere Erfahrungen gemacht. Sehr wahrscheinlich siehst du eine andere Realität, weil du einen anderen Wahrnehmungsfilter hast.</p>
<p><strong>Erinnere dich immer wieder daran, dass jeder seine eigene Realität sieht.</strong> Das, was er in sich trägt, sieht er in der Welt. Ärgere dich nicht über Aussagen von anderen. Das ist seine Realität und das ist okay. Eine Aussage über dich zum Beispiel ist eine Meinung eines anderen. Mehr nicht. Sie muss nicht für dich stimmen. Wenn du möchtest, prüfe sie. Vielleicht kannst du etwas über dich lernen.  Aber wisse darum, dass es die Realität eines anderen ist &#8211; ein Bild, das aufgrund verschiedener Faktoren in ihm entstanden ist und er in sich trägt. Dadurch erlaubst auch jedem zu sein, wie er ist und schaffst dadurch Frieden in dir und zwischen euch.</p>
<p>Wie gelingt es dir, dich von Ärger zu befreien? Hast du noch weitere Tipps?</p>
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<p><strong>Hi, ich bin Bettina.</strong> Als Coach und Mentorin begleite ich feinfühlige Menschen mit Vision zurück zu sich selbst und hinein in ein Leben, das sie wirklich erfüllt.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/aerger-loslassen/">8 wertvolle Hinweise, um deinen Ärger loszulassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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		<item>
		<title>23 Strategien, um gelassener zu werden (Ärger Teil 4)</title>
		<link>https://www.bettinahielscher.de/weniger-aergern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2015 07:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Ärger]]></category>
		<category><![CDATA[Gelassenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Wut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Willst auch du ein entspannteres und gesünderes Leben führen? Hier sind 23 Strategien, mit denen du dich weniger ärgern wirst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/weniger-aergern/">23 Strategien, um gelassener zu werden (Ärger Teil 4)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ärger kann sehr belastend sein und auf Dauer krank machen. Im letzten Teil dieser Serie möchte ich dir zeigen, wie du dich weniger ärgern kannst, um ein entspannteres und gesünderes Leben zu führen.</p>
<p>Rückblick:<br />
<strong>Teil 1</strong>: <a href="https://www.bettinahielscher.de/aerger-aussprechen/" data-wplink-edit="true">Warum du Ärger aussprechen musst, um inneren Frieden zu finden</a><br />
<strong>Teil 2</strong>: <a href="https://www.bettinahielscher.de/konfliktgespraech-fuehren/">So führst du Konfliktgespräche richtig</a><br />
<strong>Teil 3</strong>: <a href="https://www.bettinahielscher.de/aerger-positiv-nutzen/">Ärger positiv nutzen</a></p>
<h2>Warum dein Ärger oft einen anderen Grund hat, als du glaubst</h2>
<p>Der Grund deines Ärgers scheint oft eindeutig &#8211; unabhängig ob du dich über dich selbst oder über andere ärgerst. Und um den Ärger zu lösen, beseitigst du den Grund. Leider beseitigst du dadurch viel zu oft den Auslöser, anstatt die eigentliche Ursache, mit der Folge, dass der Ärger wiederkommt.</p>
<p>Dazu zwei Beispiele:</p>
<h3><strong>1. Wenn du dich über dich selbst ärgerst</strong></h3>
<p><strong>Situation:</strong><br />
Du ärgerst dich, weil du ein wichtiges Dokument in deiner Unordnung nicht findest.<br />
<strong> Worüber du glaubst, dich zu ärgern (Auslöser):<em><br />
</em></strong>Deine Unordnung<br />
<strong>Worüber du dich tatsächlich ärgerst:<em><br />
</em></strong>Dass du nichts &#8211; ohne lange zu suchen &#8211; findest.<br />
<strong> Wie du dich nicht mehr ärgerst:</strong><br />
kurzfristig: wenn du jetzt aufräumst<br />
langfristig: wenn du an dir arbeitest und ordentlicher wirst</p>
<h3><strong>2. Wenn du dich über jemand anderen ärgerst</strong></h3>
<p><strong>Situation:</strong><br />
Du ärgerst dich darüber, dass du den Haushalt allleine machst<br />
und dein Partner nie etwas tut<br />
<strong> Worüber du glaubst, dich zu ärgern (Auslöser):</strong><br />
Die Untätigkeit deines Partners<br />
<strong> Worüber du dich tatsächlich ärgerst:</strong><br />
Dass du das Gefühl hast, mit der Arbeit alleingelassen zu werden und keine Wertschätzung dafür bekommst, was du leistest<br />
<strong> Wie du dich nicht mehr ärgerst:</strong><br />
kurzfristig: wenn du ihm sagst, er soll dir putzen helfen und er das tut<br />
langfristig: indem du ihm deine Wünsche äußerst und klar machst,<br />
dass ihr beide in der Wohnung lebt und beide verantwortlich für den Haushalt seid.</p>
<ol start="1">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Identifiziere das Problem</strong><br />
Wie du siehst, ist in den meisten Fällen der Auslöser gar nicht das Problem. Nur wenn du die Ursache erkennst und weißt, wo du ansetzten musst, kannst du dich dem eigentlichen Problem stellen und es angehen, mit dem Ziel, dich zukünftig nicht mehr über diesen Auslöser zu ärgern.</p>
</li>
</ol>
<h2>Warum mangelnder Selbstwert die häufige Ursache für Ärger ist</h2>
<p>Vor allem wenn du dich über jemand anderen ärgerst, hat dein Gegenüber mit seinem Verhalten oder seiner Äußerung &#8211; bewusst oder unbewusst &#8211; einen wunden Punkt in dir berührt. Er hat einen ungelösten Konflikt wachgerufen &#8211; den du entweder mit der Person selbst oder mit dir hast. Sein Verhalten fühlt sich daher wie Ablehnung oder Kritik für dich an und du fühlst dich gekränkt oder verletzt.</p>
<p>Oft liegt ein mangelndes <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstwert/">Selbstwertgefühl</a> vor, das dich so leicht reizbar macht. Du magst dich in einer bestimmten Hinsicht nicht und bildest dir ein, dein Gegenüber spielt genau darauf an.</p>
<p><em>Dazu ein weiteres Beispiel:</em></p>
<p>Stell dir vor, jemand möchte an dir vorbei. Du stehst ungünstig, sodass er nicht vorbeikommt. Er macht einen nicht ernst gemeinten Kommentar: „Hey, mach dich mit deinem hübschen Hintern mal nicht so breit.“</p>
<p><strong>Du wirst dich ärgern, wenn du ein Selbstwertproblem hast und dich zu dick findest.</strong> Du wirst die Person schuldig sprechen und ihr vorwerfen, sie findet dich dick. Das hat sie aber weder gemeint, noch gesagt.</p>
<p>Auch diesem Fall ist weder die Person schuld an deinem Ärger, noch die Sache selbst. <strong>Sondern das, was das Verhalten in dir wachruft.</strong> <strong>Das, was du in das Verhalten hinein interpretierst.</strong></p>
<p>Wenn du auch ‘zig mal sagst „sei nicht so gemein zu mir“ und den Auslöser beschimpfst, ist die Ursache deines Ärger nicht beseitigt, denn so ein Kommentar würde dich wieder wütend machen.</p>
<p><strong>Dein Versuch, den Ärger zu beseitigen, gleicht einer Symptombehandlung</strong>. Das Symptom verschwindet vorübergehend, weil sich dein Gegenüber entschuldigt oder er solch einen Kommentar nicht mehr äußert. Die Ursache aber bleibt: dein mangelndes Selbstwertgefühl.</p>
<p>Wenn du lernst, dich so anzunehmen wie du&nbsp; bist, wird ein Kommentar in dieser Art dich nicht mehr angreifen.</p>
<p>Bei der Identifizierung des Problems ist es wichtig, dass du ehrlich in dich hineinhörst und ein mangelndes Selbstwertgefühl erkennst. Oft möchte man sich nicht eingestehen, dass man ein Problem mit sich hat und vor anderen schon gar nicht. Aber diese Ehrlichkeit ist wichtig, um das Problem zu lösen.</p>
<p>Frage dich, warum du dich verletzt fühlst:</p>
<ul>
<li><strong>Fühlst du dich respektlos oder ungerecht behandelt?</strong></li>
<li><strong>Fühlst du dich zu wenig beachtet?</strong></li>
<li><strong>Fühlst du dich wertlos oder nicht gut genug?</strong></li>
<li><strong>Wirst du an dich selbst erinnert, an eine Eigenschaft, die du nicht magst?</strong></li>
</ul>
<p>Ein starkes Indiz dafür, dass du ein mangelndes Selbstbewusstsein besitzt, ist zum einen <strong>dein Vergleich mit anderen</strong> und zum anderen <strong>deine stetige Sorge, was andere von dir denken.</strong></p>
<p>Überlegst du dir oft, wie du bei anderen wohl ankommst und legst negative Meinungen in stumme Gesten? Ein scheinbar strenger Blick oder eine zu knappe Begrüßung können bestimmt nicht Gutes verheißen. Die Person kann dich nicht leiden?</p>
<p>Hast du dich schon öfters angesprochen und persönlich angegriffen gefühlt, obwohl du weder Mittelpunkt eines Angriffs warst, noch ein bewusster Angriff stattgefunden hat?</p>
<p>Wenn du dich in diesen Situationen wiedererkennst, zeigt das, dass du ein mangelndes <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstwert/">Selbstwertgefühl</a> hast. Dann ist die wichtigste Strategie, dich weniger zu ärgern, an deinem Selbstwert zu arbeiten. Denn glaube mir, andere denken viel weniger über dich nach, als du glaubst &#8211; wenn sie es überhaupt tun.</p>
<ol start="2">
<li><strong>Selbstwert steigern</strong><br />
Je mehr du dich annimmst, desto selbstsicherer fühlst du dich.<br />
Je selbstsicherer du dich fühlst, desto weniger fühlst du dich angegriffen.<br />
Je weniger du dich angegriffen fühlst, desto weniger bist du verletzt und desto weniger ärgerst du dich.</li>
</ol>
<h2>21 weitere Strategien, dich weniger zu ärgern</h2>
<p>Neben der Identifizierung des Problems und der Steigerung deines <a href="https://www.bettinahielscher.de/selbstwert/">Selbstwertgefühls</a> gibt es noch viele weitere Strategien, dich weniger zu ärgern.</p>
<ol start="3">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Sprich über deinen Unmut<br />
</strong>Wie in <a href="https://www.bettinahielscher.de/aerger-aussprechen/">Teil 1</a> dieser Serie beschrieben, einer der wichtigsten Dinge, um keinen Ärger entstehen zu lassen, ist über den Unmut zu reden. Stelle keine Vermutungen auf, mit denen du dich in den Ärger reinsteigerst, sondern frage nach. Erkläre (wertschätzend), was dich und aus welchem Grund stört. Setze auch klare Grenzen, wo es nötig ist. Oft führt ein offenes Gespräch zu Klarheit und mehr innere Ruhe.</p>
</li>
</ol>
<ol start="4">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Tief durchatmen<br />
</strong>Die Atmung hängt eng mit deinem Befinden zusammen, wer Stress oder Angst hat, atmet flacher. Daher kann ein mehrmaliges tiefes Durchatmen in den Bauch den Herzschlag beruhigen und dich gelassener machen.</p>
</li>
</ol>
<ol start="5">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Sei achtsam</strong><br />
Betrachte die Situation bewusst. Nimm wahr, wie sich dein Gegenüber aufregt und dich ärgern will, oder wie sich deine Wut in dir anbaht. Beobachte die Veränderung und frage dich, warum der Ärger aufkommt. Die Ablenkung auf deinen <a href="https://www.bettinahielscher.de/achtsamkeit-fuer-koerper/">Körper</a> und die Reaktion kann deinen Ärger abklingen lassen.</p>
</li>
</ol>
<ol start="6">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Frage dich, was es bringt, dich zu ärgern<br />
</strong>Erreichst du damit etwas, außer dir selbst das Leben schwer zu machen? Ändere Dinge, die du ändern kannst, nimm die Dinge hin, die du nicht ändern kannst und lerne das eine vom anderen zu unterscheiden, wie Reinhold Niebuhr so schön sagte.</p>
</li>
</ol>
<ol start="7">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Lerne, <a href="https://www.bettinahielscher.de/nicht-persoenlich-nehmen/">nichts persönlich zu nehmen</a></strong><br />
Die Person, die dich ärgern will oder dir Vorwürfe macht, hat ein ganz anderes Problem, als dich. Wie oben im Beispiel verdeutlicht: Nicht der Auslöser ist das Problem, sondern das, was du &#8211; vielleicht unbewusst – in ihr wachgerufen hast und was sie in dein Verhalten hineininterpretiert. Du bist nicht schuld &#8211; verinnerliche dir das.</p>
</li>
</ol>
<ol start="8">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Nimm dich selbst nicht so wichtig</strong>.<br />
<em>Je mehr man an sich selbst denkt, je mehr man auf sich selbst konzentriert ist, umso mehr Ärger können selbst kleinste Probleme hervorrufen. Je stärker die Bedeutung des „ich“ wird, umso begrenzter wird die Tiefe deines Denkens. Selbst kleine Hürden werden dann unerträglich. Auf der anderen Seite, je wichtiger Dir die Anderen werden, umso tiefer werden Deine Gedanken und umso weniger stören Dich die unvermeidlichen Schwierigkeiten des Lebens. – Buddhistische Weisheit</em></p>
</li>
</ol>
<ol start="9">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Übe dich in Toleranz<br />
</strong>Löse dich von der Vorstellung, jeder sollte dir gefallen und sich so verhalten, wie du es gerne hättest. Du möchtest doch auch nach deinen Vorstellungen leben, also räume anderen das gleiche Recht ein.</p>
</li>
</ol>
<ol start="10">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Habe weniger Erwartungen<br />
</strong>Wer wenig oder nichts erwartet, kann nicht enttäuscht und somit verärgert werden. Freue dich dann eher, wenn etwas – ohne Erwartung – doch gemacht wurde.</p>
</li>
</ol>
<ol start="11">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Stelle keine Vermutungen auf<br />
</strong>Oft liegt einem Ärgernis eine falsche Vermutung voraus. Du glaubst, jemand wollte dich mit einer Handlung mit Absicht ärgern, (siehe Beispiel oben mit dem „hübschen Hintern“) vielleicht ist ihm aber gar nicht bewusst, dass er dich ärgert und wollte es auch nicht mal im Ansatz tun? Wenn du Vermutungen hast, frage direkt nach, ob sie stimmen oder stelle keine auf. Wir wissen nicht, was andere Menschen denken oder fühlen. Wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wegen unserer eigenen Gedanken beleidigt.</p>
</li>
</ol>
<ol start="12">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Hör auf, es allen recht machen zu wollen</strong><br />
Dieses Phänomen wird nämlich nie funktionieren. Irgendwelche Erwartungen wirst du nicht erfüllen können und dann wirst du dich, sowie andere, verärgern. Lebe stattdessen dich selbst und stehe hinter dem, was du tust.</p>
</li>
</ol>
<ol start="13">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen</strong><br />
Es gibt immer jemanden, der besser, schöner und erfolgreicher ist als du. Aber du lebst dein Leben zu deinen Möglichkeiten. Du bist nicht Gefangener deines Schicksals, sondern kannst das Beste aus deinem Leben machen. Mehr geht nicht und deswegen sei damit zufrieden. Sich über andere zu ärgern macht dein Leben nicht besser.</p>
</li>
</ol>
<ol start="14">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Nimm unausgesprochene Entschuldigungen an<br />
</strong>Dich ärgert etwas längst Vergessenes? Halte nicht daran fest, sondern verzeihe das Fehlverhalten. Ob es ernst gemeint war oder nicht. Zeit heilt manchmal doch Wunden und vergangene Beleidigungen sollten vergessen werden.</p>
</li>
</ol>
<ol start="15">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Eine unsichtbare Mauer umgibt dich</strong><br />
Stell dir vor, dass dich eine unsichtbare Wand umgibt und alle persönlich angreifenden Äußerungen, die dir an den Kopf geworfen werden, an dieser Wand abprallen. Du bist geschützt hinter ihr. Du hörst die Worte, aber sie erreichen dich nicht im Herzen. Reagiere ruhig, so wirst du deinem Gegenüber den Wind aus den Segeln nehmen.</p>
</li>
</ol>
<ol start="16">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Nicht reagieren und vergeben<br />
</strong>Nicht immer einfach, aber es gibt gewisse Menschen, die aus Unsicherheit heraus andere klein machen wollen, um sich selbst größer darzustellen. Überlege dir, was dein Gegenüber bezwecken will. Wenn er dich dazu benutzt, um sich besser darzustellen, dann gönne ihm diese Genugtuung nicht und reagiere nicht. Vergib ihm. Eigentlich kann er einem Leid tun.</p>
</li>
</ol>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Werde ausgeglichener</strong><br />
Wer ausgeglichen ist, ist weniger anfällig für Ärger. Lebe im Einklang mit dir.</p>
<p style="margin-bottom: 20px;"><em>Dazu kann gehören:</em></p>
<ol start="17">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Sport treiben oder einem Hobby nachgehen</strong>. Auch das sind Dinge, die dir helfen ein inneres Gleichgewicht zu finden und dich zufriedener machen.</p>
</li>
</ol>
<ol start="18">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong><a href="https://www.bettinahielscher.de/zeit-fuer-dich/">Verbringe Zeit mit dir alleine</a></strong>, bei etwas, das dir gut tut.</p>
</li>
</ol>
<ol start="19">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><a href="https://www.bettinahielscher.de/meditation/"><strong>Meditiere</strong></a> und komme in dir zur Ruhe.</p>
</li>
</ol>
<ol start="20">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Ausreichend <a href="https://www.bettinahielscher.de/besser-schlafen/">schlafen</a></strong>. Schlage dir nicht regelmäßig die Nächte um die Ohren, denn ein Leben konträr deines Biorhythmuses verursacht ein schlechtes Nervenkostüm und macht dich anfälliger für Ärger.</p>
</li>
</ol>
</li>
</ul>
<ol start="21">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Schreibe Kärtchen<br />
</strong>Hast du einen bestimmten Aspekt, der dich immer wieder ärgert? Zum Beispiel eine Person, die dich einfach immer aus der Ruhe bringt? Schreibe dir die Lösung des Problems auf ein kleines Kärtchen. Zum Beispiel: „Nicht mehr auf XY reagieren“ und trage dieses Kärtchen immer bei dir. Schaue so oft du kannst auf diesen Satz und präge ihn dir wie ein Mantra ein. Es gibt Menschen, die es mit dieser Methode geschafft haben, sich weniger zu ärgern.</p>
</li>
</ol>
<ol start="22">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Vertreibe den Ärger mit Humor</strong><br />
Kennst du das, wenn du dich ärgerst und dein Gegenüber darüber belustigt ist? Er dir mit einem Kommentar verständlich macht, wie „bescheuert“ du dich verhältst und du selbst lachen musst? So kannst auch du andere, die dich ärgern wollen, mit einem lieb gemeinten Kommentar den Wind aus den Segeln nehmen und dich gar nicht erst ärgern lassen.</p>
</li>
</ol>
<ol start="23">
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Wirf deinen Ärger bildlich weg</strong><br />
Wie eine schöne buddhistische Lehre besagt: Gehe an einen Fluss und wirf symbolisch zum Beispiel Blätter ins Wasser (Steine gehen auch, nur sinken diese ins Bachbett und bleiben dort liegen. Daher finde ich Blätter ein schöneres bildliches Beispiel). Gib jedem Blatt eine Sache mit, über die du dich ärgerst. Die Blätter werden vom Fluss davongetragen und deinen Ärger mitnehmen. Befreie dich von ihm.</p>
</li>
</ol>
<h2>Fazit</h2>
<p>Wie du siehst, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um dich weniger zu ärgern. Welche Strategie dir am meisten liegt, musst du für dich ausprobieren.</p>
<p><strong>Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass ein gutes Selbstwertgefühl und ein ausgeglichenes Wesen dich weniger anfällig für Ärgernisse machen.</strong> Denn bedenke: oftmals ist der Auslöser für den Ärger gar nicht die Ursache. Oft liegt ein ungelöstes Problem in dir. Es sind unverheilte Verletzungen, die du in dir trägst und die mit einer Aussage oder einem Verhalten getroffen und schmerzlich berührt werden.</p>
<p>Suche nach der Ursache und arbeite an dem Problem. Heile diese Wunde und der Auslöser wird dich nicht mehr reizen<em>. </em></p>
<p><strong>Ärger entsteht in dir. Daher findest du die Lösung auch nur in dir.</strong></p>
<p>Ich wünsche dir viel Erfolg beim Anwenden der Strategien und bin gespannt, wie du das Vorhaben, dich weniger zu ärgern, umsetzen kannst. Bitte erzähle mir davon <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<hr>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li>Der Palverlag hat einen <a href="https://www.palverlag.de/Aerger-Test.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ärgertest </a>entwickelt.&nbsp;Finde heraus, ob du leicht zu ärgern bist.</li>
</ul>
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<div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/BettinaHielscher-rund-3-1000.jpg" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div>
<div class="saboxplugin-authorname"><a href="https://www.bettinahielscher.de/author/bettina/" class="vcard author" rel="author"><span class="fn">Bettina Hielscher</span></a></div>
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<div itemprop="description">
<p><strong>Hi, ich bin Bettina.</strong> Als Coach und Mentorin begleite ich feinfühlige Menschen mit Vision zurück zu sich selbst und hinein in ein Leben, das sie wirklich erfüllt.</p>
</div>
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<div class="saboxplugin-socials "><a title="Youtube" target="_blank" href="https://www.youtube.com/channel/UCi6UZTkZg1KBHjBjsj-0gMA?view_as=subscriber" rel="nofollow noopener" class="saboxplugin-icon-grey"><svg aria-hidden="true" class="sab-youtube" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewbox="0 0 576 512"><path fill="currentColor" d="M549.655 124.083c-6.281-23.65-24.787-42.276-48.284-48.597C458.781 64 288 64 288 64S117.22 64 74.629 75.486c-23.497 6.322-42.003 24.947-48.284 48.597-11.412 42.867-11.412 132.305-11.412 132.305s0 89.438 11.412 132.305c6.281 23.65 24.787 41.5 48.284 47.821C117.22 448 288 448 288 448s170.78 0 213.371-11.486c23.497-6.321 42.003-24.171 48.284-47.821 11.412-42.867 11.412-132.305 11.412-132.305s0-89.438-11.412-132.305zm-317.51 213.508V175.185l142.739 81.205-142.739 81.201z"></path></svg></span></a></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/weniger-aergern/">23 Strategien, um gelassener zu werden (Ärger Teil 4)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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		<title>Wie du Ärger positiv nutzen kannst (Ärger Teil 3)</title>
		<link>https://www.bettinahielscher.de/aerger-positiv-nutzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Bettina Hielscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2015 08:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Ärger]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Wut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ärger kann hilfreich sein. Wie du Ärger als positives Gefühl betrachten und für dich nutzen kannst, erfährst du in diesem Blogartikel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/aerger-positiv-nutzen/">Wie du Ärger positiv nutzen kannst (Ärger Teil 3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ärger wird schwer aus deinem Leben zu verbannen sein und das ist – so paradox das klingt – auch gut so. Wie du Ärger als positives Gefühl betrachten und nutzen kannst, möchte ich dir im heutigen Teil der Serie beibringen.</p>
<p>Rückblick<br />
<strong>Teil 1:</strong> <a href="https://www.bettinahielscher.de/aerger-aussprechen/">Warum du Ärger aussprechen musst, um inneren Frieden zu finden</a><br />
<strong>Teil 2:</strong> <a href="https://www.bettinahielscher.de/konfliktgespraech-fuehren/">So führst du Konfliktgespräche richtig</a></p>
<p>Die Vorstellung, Ärger als positiv treibende Kraft zu betrachten, die dich in deiner Entwicklung weiterbringt, wird wahrscheinlich Widerstand in dir auslösen. Schließlich versuchen wir in den meisten Fällen Ärger aus dem Weg zu gehen, weil wir damit Negatives verbinden: Streit oder eine erfolglose Auseinandersetzung, die nur an den Kräften zehrt und keine Lösung bringt.</p>
<p>Nachfolgend möchte ich dich vom Gegenteil überzeugen.</p>
<h2>Positive Eigenschaften von Ärger In Konflikten mit anderen Ärger positiv nutzen</h2>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Vertieft die Beziehung zueinander</strong><br />
Durch das Offenlegen deiner Gefühle in einem Konfliktgespräch, wird dich dein Gegenüber besser verstehen lernen und kann eine tiefere Beziehung zu dir entwickeln. Durch die gemeinsame Suche nach einer Lösung wird euer Zusammenhalt gefestigt. Ich habe schon oft erlebt, dass eine Aussprache Beziehungen gut getan hat. Mehr noch, als wenn man Ärger still hinnehmen würde.<br />
<em>Ein Konflikt zu einem besseren Miteinander</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Erweitert den Horizont</strong><br />
Durch die Meinungsverschiedenheiten mit deinen Konfliktpartnern, wirst du offen für andere Ansichten. Du fährst nicht mehr nur in deinen engen Bahnen, sondern fängst an, Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und einen umfassenderen Blick auf die Dinge zu haben.<br />
<em>Ein Konflikt zur Weitsicht</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Baut zwischenmenschlichen Fähigkeiten aus</strong><br />
Durch die gegenseitige Anhörung und Rücksichtnahme lernst du, auf deinen Gegenüber einzugehen. Du lernst, Meinungen zu akzeptieren, die nicht den deinen entsprechen und Lösungen zu suchen, die deinen Wunsch mit einem anderen vereint.<br />
<em>Ein Konflikt zu mehr Toleranz und Empathie</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Fördert kreatives Denken</strong><br />
Eine gemeinsame Lösung zu finden setzt voraus, dass man die Problem aus den verschiedenen Blickwinkel der Konfliktpartner betrachtet. Diese Sichtweisen in einer Lösung zu vereinen, fördert dein kreatives Denken. Du suchst neue Wege, um alle Interessen zu vereinbaren. Wenn es um ein Problem mit dir selbst geht, wirst du über Möglichkeiten nachdenken, die du vielleicht noch nie in Betracht gezogen hast. Einzig und allein, weil die dringende Lösung eines Problem im Vordergrund steht.<br />
<em>Ein Konflikt zu neuem Denken</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Belebt die Beziehung</strong><br />
Ärger kann die Routine des Alltags durchbrechen und die Beziehungen beleben. Ich meine damit nicht, dass du dich streiten sollst, sondern, dass du Konflikten offen begegnen sollst. Denn nach vielen Jahren sind manche Beziehungen so eingefahren, dass Ärger nicht mehr angesprochen wird, weil sich einer keinen Erfolg mehr erhofft und daher lieber schweigt. Wenn du dir Ärger bewusst machst und ihn ansprichst, eröffnet es die Chance, sich wieder mehr miteinander zu beschäftigen und sich vielleicht sogar mit neuen Augen zu betrachten. Sprecht wieder mehr miteinander – vor allem über eure Gefühle.<br />
<em>Ein Konflikt für mehr Aussprache</em></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Fördert die Konfliktfähigkeit</strong><br />
Konfliktfähigkeit ist die Fähigkeit, einen Streitpunkt offen anzunehmen und erfolgreich zu bewältigen. Je mehr du auf Konflikte triffst, desto mehr trainierst du dein Können, dich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen, Kritik zu geben und anzunehmen, einfühlsam zu sein und gemeinsam eine Lösung zu finden.<br />
<em>Ein Konflikt zur Verbesserung deiner Konfliktfähigkeit</em></p>
</li>
</ul>
<h2>In Konflikten mit dir selbst Ärger positiv nutzen</h2>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Fördert die Selbstwahrnehmung</strong><br />
Konflikte sind Selbsterfahrung. Du findest durch sie heraus, was dich ärgert und warum es dich ärgert. Du erfährst, wie du auf unerwartete Situationen reagierst und wie du mit ihnen umgehst und lernst dich immer besser einzuschätzen.<br />
<em>Ein Konflikt, um dich besser kennen zu lernen</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Eliminiert Schwäche</strong><br />
Um Ärger zu lösen, musst du der Ursache deines Ärgers auf den Grund gehen. Oft wirst du bei der Suche danach, auf deine Schwächen treffen. Du lernst sie zu erkennen, anzunehmen und an ihnen zu arbeiten, um dich zukünftig nicht mehr über sie zu ärgern.<br />
<em>Ein Konflikt um Schwächen abzubauen</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Lässt dich deine Komfortzone erweitern</strong><br />
Kommt dein Ärger von der Angst vor Veränderung und vor Neuem? Kann es sein, dass du dein sicheres Umfeld verlierst und dir das Angst macht? Erkenne deine Ängste und stelle dich ihnen. Überschreite deine Grenzen &#8211; regelmäßig und Stück für Stück. So wirst du gelassener werden und dich über Ungewohntes und Neues nicht mehr so schnell ärgern.<br />
<em>Ein Konflikt zu mehr Gelassenheit</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Du lernst deinem Gefühl zu vertrauen</strong><br />
Die Erfahrung der Verletzung zeigt dir, dass du in Zukunft vielleicht nicht mehr so leichtgläubig sein solltest oder mehr auf dein Gefühl, als auf deinen Verstand hören solltest. Du lernst, dir mehr zu vertrauen, um dich vor Enttäuschungen zu schützen.<br />
<em>Ein Konflikt für mehr Vertrauen in dich selbst</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Führt zu überlegteren Entscheidungen</strong><br />
Ärger lehrt dich Erfahrungen und bringt dich dazu, Entscheidungen intensiver zu überdenken, um eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Ohne den Ärger und die daraus gewonnene Erfahrung, wäre deine Entscheidung vielleicht nicht so bedacht gewesen und die Entscheidung nicht so überzeugt ausgefallen.<br />
<em>Ein Konflikt zu fundierteren Entscheidungen</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Ist Motor für Veränderung</strong><br />
Finde heraus, was dich ärgert. Vielleicht ist dein Ärger ein Zeichen dafür, dass du dein Leben ändern solltest und einen neuen Weg gehen solltest. Vielleicht will er dir sagen „Hey, jetzt reicht es. Hier geht’s für dich nicht weiter, du stagnierst im Frust. Verändere dein Leben“. Vielleicht ist er der Druck, den du brauchst, um Veränderungen endlich anzugehen.<br />
<em>Ein Konflikt zu Veränderung</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Macht dich reifer</strong><br />
Konflikte sind Erfahrungen. Je mehr du ihnen begegnest, desto gewappneter bist du für zukünftige Unstimmigkeiten. Du lernst aus ihnen und wirst dich zukünftig sicherer fühlen, wenn ähnliche Konflikte auftaucht. Du weißt, wie du sie lösen kannst oder lässt sie gar nicht mehr entstehen.<br />
<em>Ein Konflikt, um dich zu stärken</em></p>
</li>
</ul>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 20px;"><strong>Fördert dein Selbstbewusstsein</strong><br />
Ärger anzusprechen ist mutig und es gibt Menschen, die können das richtig gut. Sie besitzen ein so großes Selbstbewusstsein, dass sie mit allen Konsequenzen für sich einstehen und ihre Meinung vertreten. Das kann Bewunderung in dir hervorrufen und den Wunsch wecken, ein Stück weit so zu werden, wie sie. Folge ihrem Beispiel.<br />
<em>Ein Konflikt, um selbstbewusster zu werden</em></p>
</li>
</ul>
<h2>Positive Grundhaltung einnehmen</h2>
<p><strong>Je positiver deine Grundhaltung gegenüber Ärger und Konflikten ist, desto mehr wirst du an ihnen wachsen.</strong></p>
<p>Lerne, deinen Ärger als wertvolles Gefühl anzunehmen. Lerne, ihn dankbar als Wegweiser zu betrachten und nicht als nervige Begleiterscheinung des Lebens. So wirst du aus der leidenden Opferrolle deines Ärgers heraus steigen und eine schöpferische Kraft entwickeln, um deinen Ärger zu lösen.</p>
<ul>
<li><strong>Ärger als Quelle für Veränderung und Wachstum</strong></li>
<li><strong>Ärger als schöpferische Kraft, um immer mehr du selbst zu werden</strong></li>
</ul>
<p>Wie schaffst du es, Ärger als etwas Positives zu betrachten und wie gelingt es dir, ihn als treibende Kraft zu nutzen? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.</p>
<hr />
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<ul>
<li>Weitere Tipps zum Umgang mit Ärger und Wut findest du bei <a href="https://kerstin-pletzer.de/umgang-mit-aerger-und-wut/" target="_blank" rel="noopener">Kerstin Petzer</a>.</li>
</ul>
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<div class="saboxplugin-gravatar"><img decoding="async" src="https://www.bettinahielscher.de/wp-content/uploads/BettinaHielscher-rund-3-1000.jpg" width="100"  height="100" alt="" itemprop="image"></div>
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<p><strong>Hi, ich bin Bettina.</strong> Als Coach und Mentorin begleite ich feinfühlige Menschen mit Vision zurück zu sich selbst und hinein in ein Leben, das sie wirklich erfüllt.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.bettinahielscher.de/aerger-positiv-nutzen/">Wie du Ärger positiv nutzen kannst (Ärger Teil 3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.bettinahielscher.de">Bettina Hielscher</a>.</p>
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