Ich kenne die Folgen hoher Anpassung aus eigener Erfahrung. Schon früh im Leben glaubte ich, nicht richtig zu sein und versuchte, mich an äußeren Maßstäben zu orientieren.
Mein sehnlicher Wunsch, „normal“ und zugehörig zu sein, führte mich durch verschiedene Berufe, häufige Arbeitsplatzwechsel, unstete Beziehungen und in tiefe Krisen.
Depression, Selbsthass und Bulimie waren Ausdruck meiner großen Hilflosigkeit, mit mir selbst, meinen Gefühlen und dem Leben umzugehen.
Irgendwann kapitulierte ich und ich begann, Freundschaft mit mir selbst zu schließen.
Ich habe erkannt, dass es nicht darum geht, anders zu werden oder besser zu funktionieren. Sondern darum, mich nicht mehr aus Angst zurückzunehmen – und ehrlich zu sein.
Heute bin ich an einem Ort angekommen, an dem ich mir selbst vertraue.
An dem ich nicht mehr alles wissen muss, um zu spüren, was wahr ist.
Ich bleibe an meiner Seite – und finde genau darin meine größte Stärke.
Ich weiß, dass es Mut braucht, wahrhaftig zu leben.
Und immer wieder eine bewusste Entscheidung.
Denn wir sind menschlich.
Wir spüren Zweifel und Angst. Schmerz und Verletzlichkeit.
Doch wir sind mehr als das.
Liebe. Fülle. Potenzial.
Eine Seele auf ihrer menschlichen Reise.
Für mich geht es darum, die Reise selbst zu lieben, in dem ich mich als Schöpfer meiner Realität begreife und zu leben wage.
Auch heute bewege ich mich immer wieder durch Zweifel und Ängste hindurch, in die Liebe hinein. Lerne, mein Herz offen zu halten und Wahrheit zu wählen, auch wenn sie manchmal unbequem ist.
Das macht mich frei und öffnet mich für die Fülle in meinem Leben. Für tiefe und echte Verbindungen. Für Plätze, die mich meinen. Und für das Leben, das mich liebend durchströmt und seinen Ausdruck durch mich in der Welt findet.